Warum läuft Erziehung in anderen Kulturen so anders ab?

Archiv des urbia-Forums Erziehung.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von honolulumieze 23.03.10 - 21:48 Uhr

Eine Frage, die mich schön länger beschäftigt. Ich habe schon sehr oft in ausländischen Familien beobachtet (u. a. Türken, Araber), dass dort ein völlig anderes Familienleben herrscht.

Extrem deutlich wurde es mir beim Besuch einer türkischen Freundin, die zu einem Geburtstag etliche Verwandte eingeladen hatte. Mir fiel sofort auf, wie anders die Kinder mit ihren Eltern umgingen. Die Nichten (um die 14-15 Jahre alt) standen ungebeten auf, halfen beim Abwasch oder schenkten der Mutter neuen Tee ein. Niemand gab seinen Eltern flapsige Antworten etc.

Mein Vater kommt aus der Türkei. Da meine Eltern sich früh scheiden ließen, habe ich quasi nie mit ihm zusammen gelebt. Er ist inzwischen seit Langem neu verheiratet und hat drei Kinder. Ab und an bin ich dort zu Besuch und auch dort beobachte ich dies. Bei meinem ersten Beispiel mögen jetzt vielleicht viele User aufschreien und darauf verweisen, dass meine Beobachtung sich auf Mädchen bezog. Da mein Vater aber drei Söhne hat, beziehen sich meine Beobachtungen aber sowohl auf Mädchen als auch auf Jungen. Es fällt auch von den Jungen keine einzige freche Bemerkung. Den Eltern wird unaufgefordert bei Haushaltstätigkeiten zur Hand gegangen. Die Kinder fragen sogar nach, ob sie dieses oder jenes machen sollen. Kurzum: ich bin regelrecht begeistert, wenn ich sehe, wie die Kinder aus diesen Kulturkreisen mit ihren Eltern oder anderen Verwandten umgehen. Ich habe dies noch in keiner deutschen Familie erlebt.

Wenn ich z.B. eine deutsche Freundin zu ihren Geburtstagen besuche und ihre jüngeren Schwestern beobachte, irritiert mich dies doch sehr. Die Eltern werden eher als Kumpel betrachtet. Es fallen flapsige Bemerkungen, bis hin zu Frechheiten.

Da wir ein Baby haben und natürlich das Thema Erziehung auch bei uns anstehen wird, habe ich schon mehrmals mit meinem Freund über das Thema diskutiert. Mich interessierte einfach die Frage, warum es in anderen Kulturen "so anders" zugeht bzw. warum die Kinder dort scheinbar besser/anders erzogen sind bzw. ihren Eltern mit derart großem Respekt begegnen. Mein Freund meint lapidar "dort wird halt noch auf den Tisch gehauen und wer nicht spurt, der wird vom Familienoberhaupt verdroschen..."

Mich interessiert brennend, wie diese Eltern (natürlich gibt es auch Ausnahmen, darüber müssen wir gar nicht diskutieren) es schaffen, dass ihre Kinder ihnen so respektvoll begegnen? Ich habe als Kind auch sehr oft aufgemuckt, wenn ich darüber nachdenke. Im Haushalt habe ich nur nach mehrmaliger Aufforderung geholfen.

Ich hoffe, ihr versteht meine Frage richtig. Vielleicht kann mir der ein oder andere von euch ja seine Meinung/Ansicht dazu schreiben.

Beitrag von chaymae 23.03.10 - 22:05 Uhr

Hallo
in dem sog. anderen Kulturkreis wird die Familie großgeschrieben, und das wird einem von klein auf beigebracht.
Ich bin zwar deutsche aber meine Eltern stammen aus einem der genannten Kulturkreise und es ist einfach selbstverständlich dass man seine Eltern und auch andere ältere Personen respektiert.

Uns wurde von klein auf beigebracht (ohne das wir verdroschen worden sind, oder jemand auf den Tisch hauen musste), dass man andere Menschen, (egal ob verwandt oder nicht respektieren sollte.....

das Thema Familie wird sehr groß geschrieben und alles steht und fällt mit ihr, für uns ist es selbstverständlich unsere Eltern im Alter zu pflegen, Ihnen einen Teil von dem zurückzu geben, was sie für uns geleistet haben

es mögen jetzt sicherlich viele aufspringen und sagen, die haben uns ja zur Welt gebracht, es ist deren Pflicht, NEIN ist es nicht, unsere Eltern opfern sich für uns auf, und das gleiche machen wir nun für unsere Kinder aber auch für unsere Eltern, weil es das Schönste ist was es gibt...

natürlich kommen auch in diesen kreisen die Kinder in die Pubertät, und es werden auch mal Widerworte etc gegeben, aber nicht in dem Ausmass wie es dir bekannt ist....

wie heißt es so schön, Ausnahmen bestätigen die Regel und man kann nicht alle über einen Kamm scheren....aber Tatsache ist, dass es für die meisten von uns unvorstellbar ist, seine Eltern ins Heim zu geben, um mehr Zeit mit dem Hund zu verbringen (sorry, wenn ich das so krass schreibe), aber es ist nun einmal Tatsache

freue mich auf zahlreiche Kritiken (sei es positiv oder negativ)

LG

Beitrag von qrupa 24.03.10 - 08:13 Uhr

Hallo

ich denke da ist viel wahres in deinen Worten. Hier ist es ja doch leider sehr oft so, dass schon die Erwachsenen in einer Familie sich nicht wirklich respektvoll dem anderen gegenüber verhalten. Eltern, die Angst haben sich zum Sklaven ihrer Babys zu machen, geläster über Verwandte oder die gute Schwiegermutter vor den Kindern, Alte werden lieber in ein heim "abgeschoben" als das man sich in der Familie darum kümmert. Sowas wirkt sich auch auf die Kinder aus. Wenn die es nei vorgelebt bekommen, woher sollen sie es dann lernen?

LG
qrupa

Beitrag von ayshe 24.03.10 - 09:57 Uhr

ganz genau!

wenn schon die familie nicht swert ist, wie sollen die kinder denn den wert ihrer eigenen, engsten familie schätzen lernen?

Beitrag von chaymae 24.03.10 - 11:35 Uhr

da ist leider viel wahres dran, und das ist meiner meinung nach der entscheidende punkt
es hat nichts mit unterdrückung oder anderen kulturkreisen zu tun, auch dort kommen schwiegertochter und mutter nicht immer hundertprozentig aus, aber es ist auch ein zeichen der liebe wenn man trotz unstimmigkeiten versucht sich zu arrangieren

auch habe ich selber erlebt, dass so wie man mit seinen eigenen eltern und großeltern umgeht, auch die eigenen kinder einen so behandeln....und das ohne GEWALT

Respekt ist keine Frage der Gewalt sondern der Erziehung

wenn Eltern einem vorleben. dass andere Dinge höhere Priorität haben als die eigenen Kinder, wie soll dann der Respekt vor den Eltern entstehen?

es ist alles eine Frage der Erziehung (und ich bin das lebende Beispiel dass es auch ohne Gewalt möglich ist)

Beitrag von ayshe 24.03.10 - 11:41 Uhr

genau :-)


ich denke auch, das vermitteln von zusammengehörigkeit ist dabei eine wichtige rolle.

wohl jeder, der mal im südlichen raum war, vllt urlaub gemacht hat, der hat sich evtl. auch gewundert, daß dort überall abends um 22.00 und später auch die ganzen familien im restaurant sitzen, MIT kindern jerder altersstufe.
sie gehören dazu wie die alten großeltern zb.


aber hier wiederum liest man doch dauernd nur,
daß die kinder abends weg sollen, nicht dabeisein dürfen, die eltern gehen allein, manche wollen kinderfreie zonen in restaurants usw.

es wird sich von den kindern distanziert.
auch das kann eben folgen haben.

Beitrag von mamavonyannick 23.03.10 - 22:17 Uhr

Hallo,

ich weiß nicht, ob es stimmt, aber ich habe vor kurzem einen Bericht gesehen, da wurde erwähnt, dass es in vielen dieser Kulturen völlig normal ist, auch mal die Hand zu erheben.
Warum genau es dort so anders zu geht, vermag ich nicht zu sagen, aber wir haben in Dtl. leider auch viele Negativbeispiele, bei denen dieser unbedingte Gehorssam auch bedingungslos eingefordert wird. Man erinnere sich nur an die Ehrenmorde, wobei ich nicht behaupte, dass das die Regel ist.

Ich denke, sowohl bei uns uns als auch in anderen Kulturen gibt es gute und weniger gute Beispiele.

vg, m.

Beitrag von chaymae 23.03.10 - 22:22 Uhr

hallo

leider werden in den neutschen medien immer nur die negativbeispiele gezeigt, was macht es denn für einen sinn zu zeigen wie die Familien in anderen kulturen zusammenhält? das ist ja nicht aufregend genug für die medien

sowohl die ehrenmorde als auch alles andere was mit gewalt zu tun hat, wird meistens von den leuten ausgeübt, die alten traditionen und riten nachtrauern, und die noch nicht in unserer Zeit angekommen sind.
Traurig aber wahr, da hilft auch kein Gespräch oder sonstiges, denn die Leute sehen sich klar im Recht, gott sei dank gehören diese menschen immer mehr der minderheit an

Beitrag von neslim 24.03.10 - 20:55 Uhr

Applaus, genauso ist es, ich als Türkin kann dies nur Bestätigen!!!
LG neslim

Beitrag von chaymae 24.03.10 - 21:01 Uhr

vielen dank

wenn man zwischen zwei stühlen aufgewachsen ist, und man es mit Vernünftigen Eltern zu tun hat die einem nicht bei jedem Nein verdreschen, kann man beide seiten sehr gut beurteilen

anders ist es wenn man nur bruchstücke von anderen familien mitkriegt, sei es nachbarn freunde etc.....man sieht núr einen teil des lebens und meint darüber urteilen zu können, wie deren erziehungsmethoden sind....

nicht alle "ausländer" sind Ehrenmörder und nicht alle Deutsche sind ......

es DARf nicht verallgemeinert werden

Beitrag von mamamaja 23.03.10 - 22:52 Uhr

hy......

also ich kann nur von meinen erfahrungen sprechen.....klar oder ;-)

wir haben einen bekannten, der libanese ist. super nett.....immer hilfsbereit#pro

wenn wir bei seiner familie sind.......rennen alle seine schwestern um uns rum und bedienen uns......das ist mir schon manchmal wirklich unangenehm, da ich mich ja auch mit denen unterhalten möchte. der vater scheucht sie und sie machen........von unseren freund weiß ich, dass es respekt.....doch mehr angst ist, da gewalt dort leider normal zu sein scheint...... das was ich so schlimm finde ist, dass unser freund denkt, dass das normal ist :-( (er ist bereits 29 jahre und wird immer noch verprügelt, wenn er nach rauch riecht......sein vater raucht aber selber)

da er eine große familie hat kennen wir auch seine cousins ect..... da geht es ähnlich zu ......

töchter dürfen sich leider nicht aussuchen, wenn sie heiraten wollen und unser freund war unsterblich in eine deutsche verliebt.....das duldete der vater jedoch nicht (und das,obwohl die mutter unseres freundes selbst deutsch ist!) seiner meinug nach war sie eine schlampe :-[ ....
natürlich war diese beziehung nach langen gequälten jahren und heimlichkeiten zerbrochen.

ich denke auf keinen fall, dass es in alles arabischen familien so zu geht ( kenne da auch noch andere;-) ) aber ich glaube, dass viele einfach angst haben ......und es ist leider so, dass frauen dort oft noch unterdrückt werden.

lg
maja

Beitrag von chaymae 23.03.10 - 22:58 Uhr

leider wird respekt und angst oft durcheinandergeschmissen, ich respektiere heute ältere Menschen sehr, aber nicht weil ich angst habe verprügelt zu werden, sondern weil es mir so in die wiege gelegt worden ist

gewalt und unterdrückung ist meist ein zeichen von hilflosigkeit, meistens ist es so, dass die menschen nicht in unserer zeit angekommen sind und angst um ihre traditionen haben,

das man aber traditionen und ansichten gewaltfrei beibehalten kann, ist manchen nicht klar



Beitrag von mamamaja 23.03.10 - 23:00 Uhr

ja.....da hast du recht.....

schade, dass es soetwas heute noch
(in deutschland!) gibt :-(

Beitrag von simone_2403 23.03.10 - 23:06 Uhr

Hallo

Ich bin auch danach erzogen worden das es eben Dinge gibt die zu tun sind und zwar ogne murren.Was ich dann innerlich gedacht habe(mit 13-...) obliegt meiner Geheimhaltung ;-)

Ich habe selbst 5 kinder die Älteste ist ausgezogen,was sie aber nicht davon abhält in meinem Haushalt mit anzupacken wenn es um feierlichkeiten ect pp geht.Es ist einfach der Zusammenhalt.Meine Kinder wissen,ist die Spülmaschine nicht ein/ausgeräumt gibts eben nur ein karges Abendbrot,denn Paprikaschnitten,Gurkenschnitten oder angemachten Quark kan man eben nur vom Teller essen ;-)

Schläge,wie in anderen Kulturkreisen gibt es bei uns nicht.Meine Kinder wissen niur,das jede Handlung eine Konsequenz hat,agal ob nun gur oder schlecht.Und genau danach richten sie sich.

Beitrag von freyjasmami 24.03.10 - 00:19 Uhr

Das gab es früher in D auch - da war körperliche Gewalt allerdings noch erlaubt.
Wobei ich nicht behaupten will, das alle ihre Kinder richtig verprügelt haben. Aber die ein oder andere Ohrfeige, Klaps auf den Hintern oder am Ohr ziehen gab es sicher bei vielen, wenn es auch nicht oft vorkam.

Ich weiß, das mein Opa seine vier Mädels damals am Abendbrottisch nur ansehen brauchte und es herrschte Ruhe.
Meine Oma konnte mit allen vieren gleichzeitig mit dem Bus in die Stadt fahren und keine hat sich gewagt wegen irgendwas zu betteln.
Versuch das heute mal ;-)
Und nein, ich habe keine gewaltätigen Großeltern. Meinen Opa mussten die Mädels schon arg auf die Palme bringen, damit ihm mal die Hand ausrutschte, so einmal im halben Jahr oder so ;-)

In unserer Familie ist es aber normal das geholfen wird. Ich glaube ich kann an einer Hand abzählen, wann ich mal ne Ohrfeige von meiner Mutter bekommen habe - einmal war, als ich in meinem pubertären Leichtsinn "blöde Kuh" zu ihr gesagt habe, statt es zu denken #schein

Ich denke aber auch, es ist der Wandel der Zeit.
Mein Mann ist 8 Jahre älter als seine Schwester. Er ist hilfsbereit und freundlich, hat Respekt vor Alten.
Seine Schwester das komplette Gegenteil.Die hat nen Ton gegenüber ihrer Mutter drauf - Wahnsinn!
Motzt z.Bsp. rum, wenn Mutter sie bittet für ihre eigene Tochter eine Flasche zu machen, wenn sie sowieso gerade in der Küche raucht #schock#klatsch

Früher lebten auch mehrere Generationen unter einem Dach zusammen. Heute wohnt man oft hunderte km entfernt.

Und ich darf es hoffentlich ehrlich sagen:

Wenn man im TV (oder auch mal wenn ich in Berlin mit den Öffis unterwegs bin) sieht, wie sich ausländische Jugendlichen und Kinder benehmen und wie sehr das auf deutsche Gleichaltrige abfärbt (allein dieser iisch-Dialekt, da könnt ich brechen)...gruselig.
Da sieht man von deinem Respekt nix. Im Gegenteil.

Ich selber hab neulich erst mit nem Türken diskutiert - der wollte unser Auto kaufen. Der Typ wollte mich erst gar nicht mitreden lassen und dann war er echt entsetzt, das ich sinnvolles von mir gegeben habe :-p
Den hab ich an die Wand gequatscht und nach Hause geschickt um mein Auto dann an nen Deutschen für fast das Dreifache als das was der Türke mir geben wollte zu verkaufen #rofl
Aber:"Keina gibt Diisch mehr Geld, als wie iisch"#rofl:-p
Er war Anfang 50, dann war noch einer dabei etwa in meinem Alter. Der hat sich auch köstlich amüsiert...die älteren trauen Frauen echt nix zu.
Und ich denke genauso werden die Kinder auch behandelt.

Beitrag von mindgames 24.03.10 - 06:31 Uhr

Ich komme auch aus einem der genannten Kulturkreise, und wir wurden nicht mit koerplicher Gewalt "erzogen" #klatsch#augen Dass mehr koerpliche Gewalt in diesen Kulturkreisen herrscht als in - sagen wir - westeuropaeischen - ist ein falscher Stereotyp.

Wenn wir Gaeste hatten, dann halfen wir unseren Eltern beim Auftischen, Tee nachschenken, abraeumen, usw. Das wurde uns einfach beigebracht, so wie den Kindern in Familien beigebracht wird, nicht mit offenem Mund zu essen, zu warten, bis alle am Tisch sind, etc. ;-)

Beitrag von metalmom 24.03.10 - 07:55 Uhr

Komisch, ich mache ständig die Erfahrung, dass Kinder aus diesen "Kulturkreisen" oft mit brachialer Gewalt zum Gehorsam gebracht werden. Natürlich sind die artig (wenn Besuch da ist), sonst gibt es ganz schnell mal was an den Kopp. Und diese Kinder bringen solche Verhaltensweisen dann in den Kindergarten und in die Schule. Nicht zu vergessen die Bereicherung für unsere deutsche Sprache. Als da wären: "Alta", "Isch", "Disch", "Opfa", zum Beispiel.
Danke dafür! #aerger

Beitrag von chaymae 24.03.10 - 11:29 Uhr

unerzogene Kinder und "Asoziale" hat man in jedem Kulturkreis und auch in jeder Schicht, dass die Kinder LEIDER nicht so gut Deutsch können, ist ja ein ganz anderes Thema, und zwar das der Integrationspolitik, damals hat man die 1. Generation der Gastarbeiter als billige Arbeitskräfte gesehen, und sich nicht darum geschert, ob sie der deutschen Sprache mächtig waren oder nicht, hauptsache sie hatten kraft zu schuften......heute sieht die politik natürlich ganz anders aus......

KINDER MIT MIGRATIONSHINTERGRUND........diese Kinder dürfte es so gar nicht geben, hätte man sich frühzeitig um die Eltern gekümmert, Sprachkurs etc dann könnten die Eltern richtiges Deutsch dass sie den Kindern auch beibringen könnten.

Doch leider ist da einiges schiefgelaufen, was man heute mühselig zu retten versucht, aber da ist das Kind leider schon in den Brunnen gefahren......

nichtsdestotrotz gibt es sehr viele Beispiele, die in den Medien natürlich nicht breitgetreten werden und über die es natürlich auch keine Statistiken gibt, gibt es kultivierte "ausländische" Familien, die auch Akademiker sind, und auch ohne Gewalt auskommen.....

ich möchte nicht wissen, in wievielen "reindeutschen" Haushalten Gewalt zur Tagesordnung gehört, aber es wird nicht darübergesprochen, .....ich will weder den einen noch den anderen Kulturkreis vertreten, sondern nur die Meinung vertreten, dass es in allen Kulturkreisen solche und solche Menschen gibt, und man niemals alle über einen Kamm scheren sollte, denn das wäre mehr als nur armselig

Beitrag von ayshe 24.03.10 - 11:33 Uhr

sehe ich auch so.

Beitrag von chaymae 24.03.10 - 11:38 Uhr

DANKE SCHÖN#freu

Beitrag von metalmom 24.03.10 - 13:13 Uhr

Nun, Dein Thread ging am Thema vorbei, nicht wahr?
Es geht nicht drum, dass es in deutschen Familien evtl. nicht gewaltfrei zugeht sondern darum, dass es Unfug ist wenn man behauptet, ausländlische Familien würden ihre Kinder besser erziehen.
Schön wär`s.

Beitrag von ayshe 24.03.10 - 13:21 Uhr

##
ich mache ständig die Erfahrung, dass Kinder aus diesen "Kulturkreisen" oft mit brachialer Gewalt zum Gehorsam gebracht werden. Natürlich sind die artig (wenn Besuch da ist), sonst gibt es ganz schnell mal was an den Kopp.
##
also ich kann schon verstehen, daß die userin dies als gewaltverurteilung sieht.

okay, DU machst diese erfahrung, nicht unbedingt jeder andere.
aber auch oben war erstmal die behauptung des partners, daß es nur mit gewalt ginge.


also der thread läuft schon über vor gewaltvorurteilen.
es behauptet ja niemand, daß es eine gewaltfreie kultur gibt,
aber man könnte sich schon etwas angegriffen fühlen, besonders, wenn man selber gewaltfrei aufgewachsen ist.

Beitrag von metalmom 24.03.10 - 13:29 Uhr

Wenn Du Dich so leicht angegriffen fühlst, dann solltest Du möglicherweise Themen meiden, die Dich so empfindsam machen.

Beitrag von ayshe 24.03.10 - 14:30 Uhr

ICH fühle mich ja nicht angegriffen, aber die andere userin scheinbar.

Beitrag von ayshe 24.03.10 - 11:36 Uhr

gewalt gibt es überall und nirgends.


##
Nicht zu vergessen die Bereicherung für unsere deutsche Sprache. Als da wären: "Alta", "Isch", "Disch", "Opfa", zum Beispiel.
##
meine tochter geht jetzt das 3. jahr in einen kiga, in dem wirklich viele verschiedene kulturen vertreten sind.
aber alle kinder dort sind der deutschen sprache sehr gut mächtig, ebenso wie ihrer muttersprache.

ebenso sprechen auch die eltern alle deutsch, okay, manche wenige etwas gebrochen, aber dafür zb zudem noch englisch.


ich kann deine erfahrung nicht teilen.