Plazentainsuffizienz? wer macht mir Mut??

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Forum: Frühchen

Obwohl die Überlebenschancen für früh geborene Kinder immer besser werden, müssen vor allem Eltern von extrem Frühgeborenen oft für die gesunde Entwicklung ihres Kindes kämpfen. Der Frühchenmediziner Dr. Matthias Jahn beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von sternchen397 25.03.10 - 13:33 Uhr

Hallo ihr Lieben!
Bei mir wurde schon in der 26. ssw eine Plazentainsuffizienz festgestellt. seit der 30. ssw gehe ich wöchentlich ins KH zum doppler und US. Der Prof meinte, dass er es für unwahrscheinlich hält, dass ich den Kleinen bis zum Ende austragen kann...
Bin echt fertig, immerhin habe ich Angst, dass er viel zu früh geholt werden muss. jetzt muss ich jede Woche bangen.

der Kleine ist aber gut versorgt, auch groß genug (40 cm). Leider ist er etwas zierlich: 1,4 kg.
Aber er nimmt zu, wenn auch etwas langsam.
den nächsten Termin habe ich in der 33. ssw.

Meine große Angst ist, dass der Kleine geholt werden muss und in der Klinik aufgepäppelt werden muss.
Ich habe es jetzt schon so weit geschafft, es muss doch noch weiter gehn...

Wer kennt was ähnliches oder kann mir Mut machen?
Über positive erfahrungsberichte würde ich mich freuen!

Vielen Dank schonmal fürs Lesen und Zuhören;-)

Lg

Beitrag von flori81 25.03.10 - 14:28 Uhr

Hallo Sternchen!

Die Angst die du hast ist total verständlich, ich versuch dir mal ein wenig Mut zu machen!!!!
Du hast 30 SSW geschafft das ist schon mal wirklich toll und 1400 g sind auch schon ein gutes Startkapital. und du gehst regelmäßig zu den Kontrollen und somit wird genau geschaut wie es deinem kleinen Mann geht. Hast du schon eine Spritze zur Lungenreife bekommen?

Mein kleiner Mann kam im November 2007 bei 29+3 mit inem gewicht von 970g zur Welt und gehörte schon zu den "schweren". Ich bekam die Spritze in der 28 Ssw und war von da an jeden Tag zur Kontrolle, bis der Punkt da war wo er im Bauch nicht mehr versorgt werden konnte und auf die Welt geholt wurde.
Es war keine leichte Zeit, aber er war gesund und musste einfach noch zunehmen...für uns unendlich langen 7 wochen durfte er nach Hause.
Heute ist er 2,5 ein kerngesunder fröhlicher kleiner Mann der in der Entwicklung völlig altersgerecht ist und gerne in den Kindergarten geht.

Wir drücken ganz doll die daumen das du noch so lang wie möglich durchhälst. Und falls er doch bald auf die Welt kommen muss, dann nur weil er dort einfach besser versorgt wird als im Bauch und auch wenn es eine schwierige Zeit sein wird, ihr schafft das!
Alles gute für dich!
Flori mit Kaspar

Beitrag von sternchen397 25.03.10 - 15:41 Uhr

Hallo,
das klingt ja echt hart, was ihr damals durchmachen musstet.

Vielen Dank für deine Antwort, die macht mir echt Mut.
Nein, ich habe noch keine Spritze bekommen, ist das ein gutes Zeichen?
Auch sind meine Kontrollen mit einmal wöchentlich dann doch nicht so extrem, oder?
Wenn du damals täglich hinmusstest?

Lg

Beitrag von flori81 26.03.10 - 15:47 Uhr

Hej Sternchen!
Ich bin ja kein Arzt, aber ich denke die Ärzte wissen meist was sie tun. (die Erfahrung habe ich jedenfalls gemacht) Anfangs waren die Kontrollen auch mit größerem Abstand und auf meine Frage warum sie mich nicht stationär aufnehmen hat die nette Oberärztin gesagt "wenns wirklich eng wird dann nehmen wir sie auch auf!" Also Vertrau den Ärzten und höre einfach auf dich, wenn du unsicher bist oder ein ungutes Gefühl hast dann geh ruhig auch zwischen den n kontrollen die werden deine Ängste verstehen,...

Drücke dir weiter hin die Daumen und freu mich auch von dir zu hören!

Liebe Grüße Flori die nun die brio eisenbahn aufbauen muss!

Beitrag von sunshine_84 25.03.10 - 17:01 Uhr

hallo,

ich kann deine angst auch gut verstehen, wobei du es schon wirklich weit geschafft hast.

elias kam im märz 2007 in der 27+3 mit 665 g zur welt. ich lag vorher schon im krankenhaus und bekam die lungenreife. ich bekam jeden tag 3x ctg und es wurde fast täglich ein ultraschall mit doppler und allem drum und dran gemacht. ich hatte allerdings eine gestose mit plazentainsuffizienz; meine werte wurden dann auch immer schlechter und somit musste zwergi geholt werden. es ging ihm im bauch sehr schlecht; er war schon blau angelaufen, als er geholt wurde, hat aber trotzdem spontan geatmet (hab ich erst vor kurzem erfahren).

elias lag genau 18 wochen im krankenhaus, wurde fast 4 wochen voll beatmet, musste 4 ops über sich ergehen lassen.
zur entlassung wog er dann schon 2185 g und war 44 cm groß.

ich denke, wenn du wöchentlich zum doppler musst und die ärzte nichts weiter sagen, ist es nicht SO schlimm. ernstere gedanken würde ich mir machen, wenn du plötzlich jeden 2. tag oder so zum doppler sollst.

ich drücke dir die daumen, dass du noch lange kugeln darfst.

lg, anica mit elias (der am montag schon 3 jahre alt wurde)
www.der-kleine-kaempfer.de.tl

Beitrag von sternchen397 26.03.10 - 12:07 Uhr

Danke für deinen Erfahrungsbericht, das tut mir sehr leid, dass ihr so einen schwierigen Start hattet.#liebdrueck
Ich ziehe meinen Hut vor dir, du musst sehr stark sein, um damals damit klargekommen zu sein.

Ich meine, ich heule ja jetzt schon rum. Vielen Dank, das macht mir Mut:-)

Beitrag von gille112 25.03.10 - 20:57 Uhr

Hallo Sternchen,
ich kann nur sagen das ich meine Plazentainsuff ab der 18. SSW hatte, der KS war dann bei 30+3.Wenn du also rechnest wie lang wir ausgehalten haben, bekommst du nen Elefanten #rofl
Nee im Ernst:Du hast zumindest die 32. SSW schon erreicht.In der 34. SSW sollte die Lungenreife abgeschlossen sein, damit hast du also echt gute Aussichten.
Genieß einfach den Rest und versuch dich zu entspannen.

Ich drück alle Daumen!!!

LG Gille mit Hannah und Lara

Beitrag von sternchen397 26.03.10 - 12:09 Uhr

Hallo,
ab der 18. ssw? Dann hast du ja auch einen kleinen zähen Kämpfer:-)

Vllt schaffen wir es ja dann auch noch ein paar Wochen#schwitz

Lg