Sohn (22 Monate) sehr ansträngend-Wer kann helfen?

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von lumasan 26.03.10 - 20:00 Uhr

Hallo,

Erstmal weiss ich nicht, ob die Überschrift passt. Ich habe folgendes Problem:

Unser Sohn - 22 Monate- ist echt total ansträngend. Er sitzt nicht ruhig, er versucht seinen Kopf dauernd durchzusetzten und hört einfach nicht auf uns. Wenn er etwas nicht bekommt schreit er gleich (den höchsten Ton den er hat). Gestern waren wir beim Arzt wegen meines Mannes und mir. Selbst der Arzt sagte uns "Da haben sie aber viel zu tun."

Ich weiss echt nicht mehr weiter. Was mache ich falsch? Wie soll ich reagieren? Klar, er versucht jetzt seinen Kopf durchzusetzten. Aber ich kann ja nicht immer und überall hinter ihm her und "Das darfst du nicht" - "Das auch nicht!".

Ich bin wirklich über jedne Tipp dankbar!

Eine verzweifelte Mutter die nicht mehr weiter weiss.

Beitrag von nuschka7 26.03.10 - 21:33 Uhr

Huhu,

du redest jetzt aber nicht von meinem Sohn, oder?!?
Ich glaube, dass das, was du schreibst, eine völlig normale, immer wiederkehrende "Phase" ist. Trotzdem ist es anstrengend.
Mir war/ ist es auch zu blöd, ständig etwas zu verbieten. Aber manchmal hat Julian echt Tage, da fällt ihm nur Blödsinn am laufenden Band ein! Manchmal ist da ein Ausweg: Einmal tief durchatmen und versuchen, selber wieder gute Laune zu bekommen. Denn je schlechter ich drauf bin, desto übler wirds.
Dann etwas vorschlagen, was dem Kind Spaß macht und es tun DARF. (Positiv ablenken und gemeinsam lachen). Meist kann ich so den Negativ-Kreislauf durchbrechen.

LG Nuschka mit Julian (*3.10.07) und Saskia (*9.1.10)

Beitrag von halvja 27.03.10 - 07:07 Uhr

DAS kann ich nur unterschreiben! Meistens, wenn mein Kurzer völlig aus dem Ruder läuft, liegt es an mir! Dann habe ich aus irgendeinem Grund miese Laune und muss mich dann erstmal wieder sammeln. Dann klappt das meist schon gleich viel besser! Man reagiert anders, auch wenn es einem meist selbst gar nicht bewußt ist!

Beim Windeln wechseln zB. bleibt mein Bengel kein Stück still liegen, ich kann reden und tun und machen, eine Krake mit allen Armen im Einkaufsnetz verstauen ist einfacher! Aber bevor ich dann schimpfe und maule und selbst ultraschlechte Laune bekomme, kitzel ich ihn einfach kräftig durch, dann lachen wir beide und irgendwie scheinen seine Ohren dann auch besser freigepustet zu werden, er hört dann drauf, dass er jetzt mal ein bißchen still liegenbleiben muss, bis der Po sauber ist ;-)

Wird schon wieder #blume

Beitrag von abenteuer 26.03.10 - 22:36 Uhr

Willkommen in der Trotzphase- es wird noch schlimmer ;-)

Mit 22 Monaten testet er seine Grenzen. Es ist ganz normal, dass er sich so verhält. Sei konsequent und übe schonmal viiiiel Geduld :-)

Wichtig ist zu verstehen, was in deinem Kind vorgeht. Er kann nur rausfinden, ob ein "nein" auch wirklich ein "nein" bleibt, wenn er es immer wieder testet.
Außerdem ist er doch sooo neugierig, möchte alles erforschen und erkunden.

Ein kurzes knappes "nein" und ihn zurückholen reicht übrigens.
Mit meinen Zwillis (20Mon.) hatte ich heute auf dem Spielplatz auch so meinen Spass, als beide in verschiedene Richtungen abzwitscherten und überall hochkletterten, wo sie nicht hoch sollten.
Das Leben mit Kindern ist halt oft auch sehr anstrengend!

Das mit dem Geschrei lässt übrigens nach, wenn sie merken, dass es nie etwas bringt. Bis dato mach dich noch auf peinliche Wutanfälle im Supermarkt und andere Trotzattacken gefasst.

Bei meinem großen (jetzt 4 geworden) dachte ich damals auch, es wird nie einfacher und er lerne das "nein" wohl nie.
Er hat sich dann aber doch ganz toll entwickelt und hört (meistens) gleich beim ersten mal. Auch die schlimmste Zeit der Wutanfälle ist vorbei. Die Wutanfälle, die er noch hat sind meistens nur von kurzer Dauer und lange nicht mehr so laut und intensiv wie früher. Jetzt mit 4 Jahren ist er schon recht vernünftig.

Mach dir also nicht so viele Gedanken. alles ganz normal :-)

lg abenteuer

Beitrag von design.for.life 27.03.10 - 14:54 Uhr

Hallo,

meine Kleine ist morgen 21 Monate und ihr Lieblingswort ist neuerdings auch "nein", "runter" (vom Arm) bzw. "hoch" (auf den Arm). Aber trotzdem bin ich bei ihr noch recht entspannt, ich weiß ja, was noch kommen kann.

Mein Großer, fast 4 1/2 Jahre, dagegen ist seit einem halben Jahr wieder seeeehr schwierig. Seeeehr laute und heftige Wutausbrüche - also ganz anders als bei Euch.

Er kostet mich im Moment viel mehr Kraft als die Kleine.

An die TE:

Versuche es so zu sehen: Dein Kind will Dich nicht ärgern oder provozieren. Es macht jetzt und in den nächsten Jahren wichtige Entwicklungsschritte, erkundet die Welt, muss einfach rausfinden, wie Zusammenleben funktioniert.
Dieses sogenannte "Trotzverhalten" ist normal und auch wichtig. Irgendwo habe ich mal gelesen: wenn ein Kind immer und überall lieb und brav ist, dann sollte man sich ernsthafte Gedanken machen.

Anstrengend wird diese Zeit trotzdem sein.

Ich kenne ehemalige "Extrem-Trotzkopf-Kleinkinder", die ihren Elten wirklich fast den letzten Nerv geraubt haben und die sich zu ruhigen, sehr sozialen und beliebten 18jährigen entwickelt haben.

Alles Gute.

LG

Beitrag von anita_kids 26.03.10 - 23:05 Uhr

Ruhig und geduldig bleiben - die nächste Phase kommt bestimmt ;-)

LG anita #blume