Fühle mich allein und überfordert

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von lumasan 26.03.10 - 20:09 Uhr

Hallo,

Ich muss mir was von der Seele schreiben und würde gerne eure Meinung hören.

Ich lebe mit meinem Mann und unserem 22 Monate alten Sohn zusammen. Wir haben 4 Katzen (2 ungewollt dazu gekommen, danke Schwiegervater) und einem Hund zusammen. In unserer "Nähe" wohnen Schwiegermutter und Schwiegervater (getrennt). Meine Eltern wohnen ca. 400 KM entfernt. Nun folgendes Problem:

Mein Mann arbeitet und ich bin jeden Tag mit unserem kleinen (& den Tieren die auch ansträngend sein können) allein. Wenn mal was ist, kann ich niemanden fragen. Wenn es darum geht unseren Kleinen mal jemanden anzuvertrauen geht das nicht. Schwiegermutter will nicht (angeblich soviel zutun obwohl Arbeitslos) und Schwiegervater trinkt und kümmert sich nicht ums Kind. Meine Eltern würden es liebend gerne tun, aber 400KM weit fahren? #kratz
Wenn mein Mann zuhause ist merkt er, dass ich überfordert bin und hilft mir auch so gut er nur kann. Mein Mann ist echt ein #herzlich. Dennoch arbeitet er viel und ist oft nicht da. Ich fühle mich einfach im Stich gelassen von seiner Familie.

Kennt ihr das auch? Und wie geht ihr damit um?

Beitrag von sternchen.83 26.03.10 - 20:15 Uhr

hallo
ich hatte die schwiegereltern im selben haus wohnen und meine schwiegermutter war den ganzen tag zu hause und hat NIE geholfen. Egal wann ob Umzug, Schwangerschaft oder Krankheit sie hat nie ihre Hilfe angeboten und kam in 1,5 jahren 1 mal ihren Enkel besuchen. Ich finds nur traurig und streite auch oft mit meinem Mann, der ja nix dafür kann. Nur ändern kann man an der Situation nichts...

wohnen jetzt seit 4 wochen zum glück 4 km entfernt und sie kennen unsere wohnung nicht. und ich bin mal gespannt wann sie ihren enkel besuchen kommen, weil bevor sie nicht hier waren fahre ich auch nicht mehr zu ihnen....

Beitrag von lumasan 26.03.10 - 20:33 Uhr

Ich versteh das manchmal nicht...

Beitrag von hedda.gabler 26.03.10 - 20:37 Uhr

Sei mir nicht böse, aber ich verstehe diese Anspruchshaltung (die hier so viele haben) gegenüber den Schwiegereltern/Eltern nicht ...

... mach Dich unabhängig, schaff Dir Dein eigenes Netzwerk ... wenn dann dabei Familienangehörige sind, ist das schön, wenn nicht ist auch gut.

Die Schwiegereltern/Eltern haben ihre eigenen Kinder großgezogen ... warum sollten sie verpflichtet sein, sich jetzt auch noch um die Enkel zu kümmern?

Und mal ehrlich ... Du hast 1 Kind und ein paar Tiere ... andere müssen dazu noch Geld verdienen, sprich alles alleine wuppen und sind nicht so überfordert, wie so manche Hausfrau hier.

Beitrag von lumasan 27.03.10 - 10:56 Uhr

Hm,... ich weiss nicht wie du lebst und wo und wie es dir geht etc. Aber es ist ja nicht einfach so gesagt "geh Arbeiten" oder ähnliches.
Jeder hat seine eigene Situation. Meine ist leider so, dass ich ohne Hilfe von Oma und Opa aufgeschmissen bin. Nicht mal arbeiten gehen könnte. Aber das kannst du ja nicht wissen, wieso dann gleich diese "Anfeindungen"? Naja,.... gibt solche und solche.

Abgesehen davon,... es gibt Leute die mit 10 Kindern wunderbar zurecht kommen, dann gibt es welche die mit 3 nicht klar kommen usw. Jeder Mensch ist zu einem bestimmten Grad belastbar. Wie kannst du dir dann rausnehmen alle über einen Kamm zu scheren?

Beitrag von alkesh 27.03.10 - 12:06 Uhr

Warum bezahlst Du keinen Babysitter? Ich denke darauf wollte sie hinaus!

Und Babysitter findet man überall, im Gegensatz zu professionellen Tagesmüttern!

Ihr habt Euch doch für all das was Ihr habt entschieden, das müsst Ihr doch schaffen können wenn Ihr es so wolltet. Das sich hier immer so viele auf Ihre Verwandtschaft verlassen "wollen" konnte ich auch noch nie verstehen.

Und was ist denn an Katzen anstrengend? Was machen die denn ausser fressen, schlafen und sich miteinander beschäftigen?
Gut, der Hund muss raus, ist ja aber auch kein Akt!

Entweder Du schaffst es allein, oder Du bezahlst Jemanden der Dir hilf (Babysitter, Haushaltshilfe, etc.)!

alkesh

Beitrag von design.for.life 27.03.10 - 14:16 Uhr

"Und was ist denn an Katzen anstrengend? Was machen die denn ausser fressen, schlafen und sich miteinander beschäftigen?"

Hallo,

die machen noch ne ganze Menge mehr: du stehts in der Nacht oder morgens auf und trittst in Erbrochenes, was an mindestens 10 Stellen in der Wohnung verteilt ist, das Futter wurde in der Nacht durch die ganze Wohnung geschleppt, überall liegt Katzenstreu, die an den Pfoten haftet und verschleppt wird, du wirst morgens von einem toten bzw. halbtoten Vogel/Maus/Ratte überrascht, nachts spielt die Katze Fangen mit ner Maus unterm Bett usw. usw.

Und die ganze Sauerei muss weg sein, bevor die Kinder morgens aufstehen.

Im Sommer ist immer mal eine von den Katzen verschwunden und die suchst du dann sehr zeitaufwändig in sämtlichen Kellern der Nachbarschaft - möglichst mit Kleinkind am Rockzipfel und Baby auf dem Arm.

Soviel dazu:-p

Ich bin auch manchmal von den #katze genervt. Aber ohne wäre auch blöd.

LG

Beitrag von hedda.gabler 27.03.10 - 12:28 Uhr

Hallo.

Dass Du arbeiten gehen sollst, habe ich mit keinem Wort erwähnt ...

... und da es Dich brennend zu interessieren scheint, sage ich Dir gerne, wie ich lebe:
Ich bin alleinerziehende Mutter (von Beginn der Schwangerschaft) einer knapp 3-jährigen Tochter, habe einen großen Hund (bis vor kurzem noch zwei Katzen dazu), bin beruflich wieder eingestiegen als meine Tochter 15 Monate alt war (und habe nun einen sehr fordernden Job) und mache zudem noch ein berufsbegleitendes Fernstudium.

Ich habe ein Netzwerk aus Tagesmutter (vormittags) und Familie und Freunden, wobei diese selbst genug zu tun haben, so dass ich sie auch nur ab und an in Anspruch nehmen kann (und ich tue es auch nur, wenn ich wichtige Termine habe, zu denen ich die Kleine nicht mitnehmen kann), für abends (auch da habe ich ab und an berufliche Termine) habe ich einen Babysitter oder Patenonkel oder Patentante.

Es ist also mitnichten so, dass ich ständig Leute um mich herum hätte, die mir irgendwas abnehmen ... ich muss für uns und unseren Lebensunterhalt sorgen ... und habe auch noch einen Haushalt.
Ich mache alles zu Fuß, per öffentliche Verkehrsmittel und Fahrrad ... Auto habe ich keines.

Ach ja, eine Putzfrau werde ich jetzt anschaffen (dafür arbeite ich auch hart genug), um einfach mehr Zeit für meine Kleinstfamilie und mein Studium zu haben.

So, nun Du ... was ist denn bitte an einem Kind und ein paar Tieren so furchtbar belastbar?

Gruß von der Hedda.

Beitrag von lalibaby 27.03.10 - 19:40 Uhr

also ich finde deine antworten eher daneben. die verfasserin kann ich sehr gut verstehen!!! ein 22 monatiges kind kann einen wahnsinnig fordern den ganzen tag und man will ihm ja so wahnsinnig gerecht werden dass es einfach eine viel anstrengender situation ist als aus dem haus zu gehen, das kind der tagesmutter zu überlassen und sich einem job zu widmen. ich hatte auch einen job (bin momentan in elternzeit) und ich empfand es als tausendmal entspannter in dem job. wobei ich sagen muss dass ich im vertrieb gearbeitet habe - also auch gefordert war. trotzdem konnte ich ab und zu mal kurz abschalten, mich mit jemandem unterhalten und nen kaffee trinken. finds schlimm wie sich die berufstätigen mütter immer rühmen. dabei ist das kind in der zeit in der sie arbeiten doch versorgt! für jeden hat der tag 24 stunden und ich persönlich finde 24 stunden alleine mit kind anstrengender als alles andere!!!

Beitrag von hedda.gabler 27.03.10 - 19:51 Uhr

Also, bitte ... das ist doch echt Quatsch ... immer dieses "24 Stunden mit Kind wären ja vieeeeel anstrengender als ein Job" ... beides hat seine anstrengenden und entspannten Phasen ... und mein Kind ist von 24 Stunden gerade mal 6,5 Std. bei der Tagesmutter, für den Rest bin ich immer noch zuständig (und wir waren 24 Stunden zusammen bis meine Kleine 15 Monate alt war) ...

... und glaubst Du im Ernst, dass die TE zu ihrer jetzigen Situation auch noch einen Job wuppen könnte?

Beitrag von lalibaby 27.03.10 - 20:00 Uhr

bis mein kind 15 monate alt war war es total unanstrengend. erst als es zu laufen anfing wurde es von tag zu tag anstrengender. und ja ich denke dass sie einen job "wuppen" könnte wenn ihr kind in der zeit gut versorgt wäre.

ps. und von 24 stunden 6,5 std bei der tagesmutter finde ich VIEL! wenn mann da noch 10 stunden schlaf abzieht verbringst nimmer allzu viel aktive zeit mit deinem kind...

Beitrag von hedda.gabler 27.03.10 - 20:16 Uhr

... wir stehen gemeinsam auf, um 8:00 bringe ich sie zur Tagesmutter und um 14:30 Uhr hole ich sie wieder ab ... um 20:00 Uhr geht sie dann ins Bett. Wochenende und Ferien sind wir 24 Stunden zusammen.

Wo haben wir also nicht viel aktive Zeit miteinander?

Beitrag von lalibaby 27.03.10 - 20:24 Uhr

ist okay: du bist sooo toll.
guts nächtle.

Beitrag von hedda.gabler 27.03.10 - 20:37 Uhr

Schon klar ... das "keine aktive Zeit miteinander"-Argument hat nicht gezogen, da macht man dann lieber nen Abgang ...

Beitrag von grundlosdiver 27.03.10 - 21:02 Uhr

6,5 Stunden ist NICHT viel für eine berufstätige allein erziehende Mutter! Und in den 10 Stunden, wo das Kind (eventuell) durchschläft, zieht hedda noch ein Studium durch.Da geht man an seine Belastungsgrenze und das hat nichts mit "Du bist ja soooo toll#bla" zu tun.

Das kann jedoch nur jemand nachvollziehen, der Job, Kind, Haushalt und Studium unter einen Hut bringen muss/musste. Also Du wohl nicht!

Meine Tochter ist nun fast 21 Monate und sie war anstrengend mit 3 Monaten (Schreikind), mit 8 Monaten (Entwicklungssprünge, Zähne), mit 15 Monaten (Laufen und alles erkunden) und auch jetzt (Trotzphase)!!!

Es gab/gibt IMMER schöne und anstrengende Zeiten - als "nur" Hausfrau uns Mutter oder als berufstätige Mutter!!!

Es ist genauso bescheiden, als Hausfrau zu sagen "Ihr Berufstätige habt ja Euer Kind nur ein paar Stunden zu betreuen, das ist ja viel weniger anstrengend"!!!

Ich freue mich auf meine Zeit zu Hause, wenn mit unserem Baby alles gut geht... DENN ich kann mir endlich mal meine Zeit wieder besser einteilen, einfacher Wege erledigen und einkaufen und und und...

Ich habe nämlich leider einen Job, wo ich NICHT ein Schwätzchen halten und einen Kaffee trinken kann, da wir sonst nicht unsere Arbeit schaffen! Ich bin froh, wenn ich zwischendurch mal schaffe ein paar Gläser Wasser zu trinken und mal zur Toilette zu huschen. Alles andere als entspannend!

Beitrag von hedda.gabler 27.03.10 - 21:15 Uhr

#danke

Beitrag von gh1954 26.03.10 - 20:51 Uhr

Ich war auch mit meinem ersten Kind allein, Eltern und Schwiegereltern wohnten weiter weg.

Überlastet habe ich mich deswegen nicht gefühlt, auch wenn ich meine Familie lieber öfter besucht hätte.

Dann mit Kind 2 und 3 war ich auch allein...

Was überfordert dich in deiner Situation?

Beitrag von lumasan 27.03.10 - 11:00 Uhr

Das unser Kind sehr ansträngend ist. Ich weiss ja nicht wie eure Kinder sind. Aber bei unserem ist es leider nicht getan mit "Komm wir basteln" oder "Komm wir gehen spazieren". Das wird alles zur einer Odyssey. Ein Kleiner Spaziergang mit unserem Kleinen und ich bin fix und fertig.

Anfangs dachte ich, ich würde es mir einbilden. Das es nur an mir liegen würde das unser kleiner so ist. Doch in letzter Zeit wurde ich immer öfters drauf angesprochen, dass er so ansträngend ist und es sicherlich nicht einfach mit ihm ist.

Das überfordert mich. Zudem kommt noch der Haushalt den ich in schuss halten muss und mich um alles andere kümmern muss. Da ich eine Perfektionistin bin belastet mich das noch mehr als "normale" Leute, wahrscheinlich.

Beitrag von gh1954 27.03.10 - 11:21 Uhr

Dein Kind ist also der Hauptgrund für deine Überbelastung.
Warum lässt du das in deinem Beitrag unter den Tisch fallen?
Dann musst du dich über solche Antworten nicht wundern.

Beitrag von lumasan 27.03.10 - 11:35 Uhr

Schreibst du etwa gerne über dein Kind " Es ist ansträngend"? Wohl eher nicht.
Ich tue es nicht gerne. Vielleicht deshalb.

Beitrag von gh1954 27.03.10 - 11:50 Uhr

Es hat wenig Sinn, einen Thread über "Überforderung" zu eröffnen und den Grund nicht zu nennen.

>>>Schreibst du etwa gerne über dein Kind " Es ist ansträngend"?<<<

Wieso denn nicht, wenns so wäre?

Kommst du immer so schwer aus dem Quark?

Beitrag von cinderella2008 26.03.10 - 22:03 Uhr

Mein Gott, Du kannst einem ja echt leid tun. So ein schweres Leben: Einen Mann, der arbeitet, ein Kind, 4 Katzen und 1 Hund!#schock#schock

Musst Du das wirklich alles ganz allein bewältigen? Wie schaffst Du das nur?

Beitrag von lumasan 27.03.10 - 11:02 Uhr

Tja, wie schon oben zu einer deiner Vorrednerinnen geschrieben...

Die einen kommen mit Stress gut klar die anderen weniger. Und nur weil du anscheinend einer der ganz tollen Mamis zu sein scheinst, schickt es sich nicht hier andere anzugreifen.

Beitrag von cinderella2008 27.03.10 - 12:10 Uhr

Welchen Stress hast Du denn, das habe ich nämlich nicht wirklich verstanden.

Wenn die Tiere Dein Leben so schwer machen, dann schaff sie ab. Wobei ich wirklich nicht weiß, was an Katzen so anstrengend ist. Der Hund, o.k. das kostet schon etwas Zeit, aber wenn man daheim ist, dürfte das auch kein Problem sein. Aber niemand zwingt Dich, Tiere zu haben.

Mit Deinem Kind wirds da schon schwieriger. Wenn es Dich überfordert, such ihm eine gute Kita. Dann hast Du tagsüber Zeit für Dich.

Beitrag von grundlosdiver 26.03.10 - 22:06 Uhr

Ich verstehe jetzt nicht Dein Problem.

Was ist an Katzen anstrengend? (Wir haben 3 Katzen und 2 Hunde)
Wenn die Tiere Dir zu viel sind, gerade die "Ungewollten", dann sucht ein liebevolles neues Zuhause!

Du fühlst Dich allein? Hast Du Freunde?

Wenn Du Dein Kind mal "abgeben" willst, dann such stundenweise einen Krippenplatz, eine Tagesmutti, einen Babysitter!
Warum soll das die Schwiegermutter machen?

Meine Mutter wohnt dicht bei uns, sie betreut unsere Tochter auch gern, aber das ist max. 1x im Monat... Es ist ja auch nicht ihre Aufgabe!!!