Eigentumswohnung / WEG.......

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von kuschl23 27.03.10 - 14:46 Uhr

Hallo,

wer von Euch hat eine Eigentumswohnung?
Wir hätten eine in AUssicht, wissen aber nicht so Recht, ob wir uns eine Eigentumswohnung oder ein Haus kaufen sollen.

Es geht uns darum, weil wir nicht genau wissen, wie es bei einer Eigentumswohnung ist, wenn am Haus Reparaturen anstehen z.B. Sanierung Tiefgarage etc. Wie ist das dann finanziell? Was ist, wenn nicht genug Rücklagen gebildet sind?
Wie ist dass, wenn man die Fenster austauschen möchte etc.? Muss da jeder zustimmen?

usw.

Lg Kuschl

Beitrag von 1und1macht3 27.03.10 - 15:14 Uhr

Hallo!

Wir haben vor 2 Jahren eine 5-Zimmer-Maisonette-Wohnung gekauft und sind total happy damit. Das einzige, was uns doch etwas fehlt, ist der Garten für unsere Tochter. Aber dafür haben wir einen sehr großen Balkon, der tut´s auch und macht weniger Arbeit ;-)
Bei uns ist es so, dass wir von den Vorbesitzern die Rücklagen übernommen haben, also genug Geld für Reparaturen da ist.
Reparaturen, die auf eigenen Wunsch gemacht werden sollen, müssen natürlich von allen abgesegnet werden, daher kann ich nur empfehlen, bei einer ETW darauf zu achten, dass nicht zu viele Parteien im Haus wohnen (bei uns sind es nur 4).
Wenn es sogar einen Aufzug gibt, müsst ihr bedenken, dass der ständig gewartet werden muss und auch durch die ständige Nutzung kaputt sein könnte und die Reparaturen zusätzlich anfallen.
Unser Traum vom Haus ist noch nicht ausgeträumt, aber erstmal sind wir total zufrieden mit unserer Wohnung und müssen nicht, wie andere Häuslebauer, jeden Cent umdrehen, weil unerwartete Kosten auf einen zukommen.
Auch war es uns wichtig, dass die Raten an die Bank von einem Gehalt bezahlt werden können.
Viel Glück und Spaß beim Wohnungs- oder Hauskauf!

Beitrag von ivik 27.03.10 - 15:17 Uhr

Die Rücklagen gehörten da aber schon nicht mehr dem Vorbesitzer ;-). Mit der Zahlung gehören sie der WEG. D.h. mit dem Verkauf gehen alle Rechte und Pflichten an den neuen Besitzer über.
Die Höhe der Rücklagen muss nicht zwingend für alle Maßnahmen ausreichen. Es gibt Häuser, da ist sie viel zu niedrig angesetzt und würde nicht im Entferntesten für eine neue Heizung reichen, geschweige denn für ein neues Dach.

lg ivik

Beitrag von windsbraut69 28.03.10 - 09:45 Uhr

"Unser Traum vom Haus ist noch nicht ausgeträumt, aber erstmal sind wir total zufrieden mit unserer Wohnung und müssen nicht, wie andere Häuslebauer, jeden Cent umdrehen, weil unerwartete Kosten auf einen zukommen. "

Seid Euch da mal nicht so sicher.
Die Rücklagen müssen nicht für jede Reparatur reichen und ruckzuck sind Sonderumlagen fällig oder man wird bei der Eigentümerversammlung schlícht überstimmt und darf mitzahlen, was man gar nicht wollte.

Als Hauseigentümer ist es allein meine Entscheidung, ob ich den Dachdecker kommen lasse oder ne neue Fassade möchte bzw. neue Balkone/Außenanlagen.

Gruß,

W

Beitrag von 1und1macht3 28.03.10 - 13:54 Uhr

Ich mache mir da erstmal keine Sorgen, die Rücklagen sind hoch genug um sogar eine teure Sanierung oder ein neues Dach zu bezahlen. Da wir unsere Wohnung von grund auf saniert haben, kommt dahingehend erstmal nichts. Die Heizung ist auch erst 3 Jahre alt.

Ich sehe es aber bei einigen Bekannten von uns, die Häuser gebaut haben und ständig unerwartete Kosten haben. Ich kenne eigentlich niemanden, der ein Haus gebaut hat und dem es nicht so geht #gruebel

Man weiß ja nicht, was durch die Wirtschaftskrise noch so kommt ...

Beitrag von ivik 27.03.10 - 15:14 Uhr

Das Haus sollte über Rücklagen verfügen. Reichen diese nicht aus, so kann man eine Sonderumlage beschließen. Das kann man auch tun, um die Rücklagen zu schonen. Wir haben so z.B. unsere Haustür bezahlt.
Bei den Fenstern kommt es darauf an. Im Normalfall gehören die zum Gemeinschaftseigentum, d.h. die Gemeinschaft muss zahlen, also muss auch ein Beschluss her. Bei uns gehören die Fenster zum Sondereigentum, d.h. jeder zahlt selbst. Allerdings muss die Optik abgestimmt werden.
Bei uns ist das alles relativ problemlos, weil wir eine Eigentümergemeinschaft von drei Parteien sind.

lg ivik

Beitrag von wasteline 27.03.10 - 18:51 Uhr

Fenster gehören NIE zum Sondereigentum, sondern IMMER zum Gemeinschaftseigentum. In der Teilungserklärung kann allerdings festgelegt werden, wer die Kosten für Instandhaltungsmaßnahmen übernimmt.

http://fibucom.com/index.php?option=com_content&task=view&id=202&Itemid=1

Beitrag von ivik 28.03.10 - 10:59 Uhr

Ich habe doch geschrieben, dass es bei UNS anders ist. Das ist in der Teilungserklärung festgehalten

Beitrag von wasteline 28.03.10 - 18:17 Uhr

Nein, so hast Du es nicht geschrieben. Und es kann bei Euch auch nicht anders sein. In der Teilungserklärung kann nur festgelegt sein, wer die Kosten trägt und nicht ob Fenster Gemeinschafts- oder Sondereigentum sind.

Beitrag von ivik 28.03.10 - 19:11 Uhr

>>Im Normalfall gehören die zum Gemeinschaftseigentum, d.h. die Gemeinschaft muss zahlen, also muss auch ein Beschluss her.

Beitrag von wasteline 28.03.10 - 21:15 Uhr

" Bei uns gehören die Fenster zum Sondereigentum, d.h. jeder zahlt selbst."

Diesen Satz meinte ich! Fenster gehören NIE zum Sondereigentum!!!!!!!

Beitrag von gh1954 27.03.10 - 22:38 Uhr

Ich würde immer zu einem Haus raten, wenn man schon Eigentum erwerben will.

In einer EW hast du alle Nachteile einer Mietwohnung, musst aber für alles zahlen, weil du Eigentümer bist.

Vor dem Kauf würde ich mir die letzten zwei oder drei Protokolle der Eigentümerversammlung zeigen lassen.

Beitrag von ayshe 28.03.10 - 10:34 Uhr

hallo,

im grunde laufen alle entscheidungen bzgl. sanierung und allgemeiner reaparaturen über die eigentümergemeinschaft bzw. in gewisser höhe ggf. über die verwaltung.

du kannst nichts selbst entscheiden und darauf hätte ich echt keine lust.

ich möchte selber entscheiden, ob ich mir dieses jahr neue fenster leiste oder im nächsten und wie sie aussehen sollen auch usw.
also das ganze wann und wie, kannst du bei einer ETW nicht selbst entscheiden.

rücklagen werden natürlich gebildet und normalerweise müssen sie auch so hoch sein, daß man auch etwas damit anfangen kann, sonderzahlungen sind auch möglich, aber es ist immer eine abstimmungssache zwischen den eigentümern.

also großartige entscheidungsfreiheiten hast du eben nicht, nur eine stimme.

Beitrag von werner1 28.03.10 - 14:29 Uhr

Hallo,

#also großartige entscheidungsfreiheiten hast du eben nicht, nur eine stimme#
Wenn bei einem Einfamilienhaus die Heizung oder das Dach defekt ist, hast du auch keine Entscheidungsfreiheit - das muss dann bezahlt werden.

Bei einer ETW ist das mit den Fenstern in der Teilungserklärung geregelt
Aber du darfst die Aussenansicht nicht verändern, also z. B. keine braunen Fenster, wenn alle anderen weisse haben

freundliche Grüsse Werner

Beitrag von ayshe 28.03.10 - 20:05 Uhr

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#also großartige entscheidungsfreiheiten hast du eben nicht, nur eine stimme#
Wenn bei einem Einfamilienhaus die Heizung oder das Dach defekt ist, hast du auch keine Entscheidungsfreiheit - das muss dann bezahlt werden.
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das ist doch klar ;-)

aber bei zeitlich dringlichen und unvorhergesehenen reparaturen kann sich sowieso keiner etwas aussuchen ;-)
darum geht es mir nicht.

aber ich bin froh, daß ich selber entscheide, ob ich die heizungsanlage zb noch ein jahr oder zwei riskiere, ob ich nur ein teil austauschen lasse oder die ganze anlage,
ob ich meine fenster noch diesen sommer austausche oder erst nächsten.
ich kann es mir frei einteilen.

Beitrag von shopgirl68 29.03.10 - 07:47 Uhr

Hi,
wir haben seit 3 Jahren eine Whg. und sind bisher zu frieden.

Ein Haus können wir uns nicht leisten u. die Whg kostet monatl. genauso wie die Mieten die hier im Umkreis herrschen. Mieten können steigen - meine Abzahlung nicht.

Wir haben in den Versammlungen über die Rep. die anstehen diskutiert, versch. Angebote eingeholt u. dann abgestimmt. Jeder normale Eigentümer ist einsichtig u. sieht ein, dass bestimmte Rep. gemacht werden müssen um das Haus zu erhalten. Sicher ist abzuwägen was dringender ist u. was evtl. warten kann.

Schlimme NAchbarn kann man in einem Haus genauso haben wie in einer Whg.

Bisher berreue ich nix. Denn bei einem Haus könnte ich die REp. allein garnicht zahlen. Und nur für ein Haus arbeiten zu gehen, dafür auf vieles anderes verzichten möchte ich nicht.