wieder schwanger werden nach Eileiterschwangerschaft

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Forum: Frühes Ende

Manche Schwangerschaft geht leider vorzeitig zu Ende. Es kann helfen, sich hier mit anderen über das Erlebte auszutauschen; aber auch Fragen zu medizinischen Themen sind willkommen. Hilfreich können auch diese urbia-Artikel sein: Fehlgeburt und Sternenkinder.

Beitrag von alexandara 29.03.10 - 09:39 Uhr

Hallo ihr Lieben,

ich brauche mal euren Rat bzw. Erfahrungsberichte.
Ich wurde am Freitagnachmittag notoperiert. Diagnose Eileiterschwangerschaft, der Eileiter war bereits eingerissen und ich hatte 1 Liter Blut im Bauch. Alles in Allem eine knappe Angelegenheit, es ist aber alles gut verlaufen, der Eileiter konnte erhalten bleiben.
Die Ärztin sagte mir, ich kann ganz normal wieder schwanger werden, soll allerdings 1 Jahr (!) gut verhüten und es dann wieder versuchen. 1 Jahr kommt mir unheimlich lange vor, gerade wenn man sich ein Kind wünscht. Hat jemand von euch das Gleiche erlebt und kann mir sagen, wann ihr wieder schwanger geworden seid bzw werden durftet?
Vom Kopf her habe ich die Sache gut verkraftet, da ich mich in die SS noch nicht so reingestürzt habe, mir kam alles von Anfang an komisch vor. Da man auf dem US nie etwas sehen konnte, war das ganze auch etwas unwirklich - mein Glück vermutlich.

Liebe Grüße,
Alex

Beitrag von juliettaru 29.03.10 - 10:01 Uhr

Hallo Alexandra

Tut mir wirklich leid für Dich- hab das auch schon durch
das ist tatsächlich eine kleine ewigkeit..... 1 Jahr- wow...
hatte letztes Jahr im November op wegen Eileiterschwangerschaft. damals haben sie mir geraten 3 - 6 Monate zu warten... dass alles abheilen kann. Haben tatsächlich im farbuar wieder angefangen zu üben- und es hat sofort geklappt.... leider hatte ich einen abgang. Manchmal denke ich- vielleicht war die zeit zu kurz, die wir gewartet haben... Hatte damals bei der eileiterss. keine psychischen Probleme- dafür hat es mich diesmal sehr umgehauen... jetzt haben wir wieder 6Monate angeordnet bekommen- also beläuft es sich auch fast auf ein Jahr...
ich denke es kommt auf deinen körper an, wie er das alles weg steckt und auch deine seele....
mir gehts mittlerweile ein bissel besser- bin abgelenkt durch hausbau aber manchmal kommt doch der wunsch hoch gleich weiter zu versuchen- aber dann stellt sich das gewissen ein und ich werde wohl ab nächsten zyklus hormonell verhüten... allerdings nur 3 monate, damit meine gebährmutter zu r ruhe kommt. insgesamt komme ich dann auf über 4 Monate und dann muss es ja auch erst mal wieder klappen....
Sagt dein Frauenarzt das selbe wie die Ärzte im Krankenhaus? Vielleicht war deine innerliche Wunde so groß? Mein eileiter konnte auch erhalten bleiben, wurde aber nicht genäht, sondern musste selber heilen, deswegen die wartezeit...Vielleicht schreibst du dir nochmal alle fragen auf und besprichst sie mit deinem Arzt....
Habe ich jetzt auch gemacht- morgen habe ich nochmal kontrolltermin, ob hcg wieder auf null runter gegangen ist- hatte jetzt einen natürlichen abgang... nehme da meine fragen mit.....

hoffe konnte dir ein bissel weiterhelfen....

Liebe Grüße Juli

Beitrag von alexandara 29.03.10 - 10:22 Uhr

Hallo Juli,

vielen Dank für Deine Antwort!

Tut mir sehr leid, dass Du gleich zweimal hintereinander so etwas erleben musstest.. :-(

Mit meiner FÄ konnte ich bisher nicht sprechen, da sie leider ausgerechnet diese Woche im Urlaub ist. Ich muss nun die nächsten Tage nochmal ins KH (da ja meine Ärztin nicht da ist) zum Fäden ziehen. Werde dann aber gleich nächste Woche zu ihr gehen und sie auch noch einmal zu der Wartezeit befragen. Sechs Monate wäre für mich echt in Ordnung, aber ein Jahr ist ziemlich heftig. Zum Glück habe ich schon eine gesunde Tochter (wird nächsten Monat 1 Jahr alt), das hilft glaube ich ungemein!
Bei mir wurde der Eileiter genäht, wie groß die Wunde letztendlich war, weiß ich nicht. Aber im OP-Bericht steht, dass alles komplikationslos verlaufen ist. Ich hoffe einfach, dass die Ärztin übervorsichtig ist und mir deshalb so einen langen Zeitraum genannt hat.

Liebe Grüße,

Alex

Beitrag von hannah.25 29.03.10 - 10:07 Uhr

hallo alex,

erst einmal kann ich dir bei deiner eigentlichen frage nicht helfen. ich hoffe, dass dir andere mehr hilfe sind.

aber ich möcht dir sagen, dass es mir leid tut, dass du dein baby verloren hast und auch noch eine not-op haben musstest. ich hoffe, du verkraftest es körperlich auch gut. zumindest klingt es seelisch nicht so schlecht, auch wenn du sicher hin und wieder traurig sein wirst.

ich möcht dir sagen, du bist nicht allein. wir denken alle an dich und fühlen mit dir. #liebdrueck

ich wünsch dir alles gute, viel kraft und viel halt!

alles liebe
hannah mit #stern niklas und #stern sarah im herzen

Beitrag von alexandara 29.03.10 - 10:26 Uhr

Hallo Hannah,

vielen Dank für Deine lieben Worte! :-)
Seelisch geht es mir tatsächlich ziemlich gut. Ich denke es liegt auch daran, dass ich hier schon einen kleinen Sonnenschein zu Hause habe. Das hilft ungemein! Ich versuche mich jetzt zu schonen, damit ich auch körperlich schnell wieder auf den Beinen bin.
Zum Glück hat man nie einen Embryo und schon gar kein Herzchen gesehen, dadurch wird der Verlust etwas abgemildert.

Liebe Grüße,

Alex

Beitrag von cordelchen 29.03.10 - 10:26 Uhr

Hallo Alex,
die Meinungen von Ärzten sind nicht immer identisch. Mir wurde nach meiner ELSS aber von mehreren Stellen (sowohl im KH als auch von meiner FÄ) gesagt, dass wir 3 Zyklen pausieren sollten, und auch im Inet liest man diesen Zeitraum oft. Von einem Jahr war nie die Rede.

Mir geht es da übrigens auch wie dir. Ich habe wirklich keinen Gedanken dafür, dass ich nun eigentlich Mutter wäre oder dass ich mein Kind verloren hätte. Dafür war es alles zu unwirklich- ich konnte mich mit meiner SS auch gar nicht auseinandersetzen, da sie nicht entdeckt worden ist. Erst im KH auf dem Weg zur Not OP.

Alles Gute und viel Glück für dich!
cordelchen

Beitrag von alexandara 29.03.10 - 10:42 Uhr

Hallo cordelchen,

vielen Dank für Deine Antwort!
Wie lange ist Deine ELSS jetzt her? Dann hast Du in dem Sinne ja noch Glück gehabt, dass Du es vorher nicht wusstest.
Als meine FÄ am Di schon die Vermutung geäußert hat, dass es evtl. keine intakte SS sein könnte, habe ich mich auch im Internet belesen und dort auch immer etwas von 3-6 Monaten gelesen - damit könnte ich leben. Meine Tochter ist ja gerade erst 11 Monate alt.

Liebe Grüße, Alex

Beitrag von cordelchen 29.03.10 - 10:53 Uhr

Die OP war Ende Juli 09. Aber ich muss dazu sagen, ich bin ja auch schon 37, mir fehlt nun ein EL und meine Zyklen sind länger als üblich.
Glück hin oder her...die Umstände des Ganzen waren ziemlich dramatisch, da ich schon über zwei Liter Blut im Bauchraum hatte und die Deppen im Krankenhaus die Symptome einer gebrochenen Schulter zugeordnet haben...ich hätte mir die Schulter gebrochen und es nicht gemerkt! Insofern habe ich heute großes Glück noch hier zu sein.
Nimm dir einfach die Zeit, die du brauchst, und wenn du magst, starte sofort. Dein Körper trifft letztendlich die Entscheidung.

Beitrag von summer678 29.03.10 - 10:28 Uhr

Hallo, Alex,

mir geht es gerade genau wie dir. Hatte letzten Freitag innerhalb von 2 Stunden eine Not-Op. Es war mein Glück dass ich Freitag noch einen Arzttermin hatte, sonst wäre ich am Wochenende innerlich verblutet#schock. Mein Eileiter konnte auch erhalten bleiben und wurde "grob" genäht damit die Stelle nicht noch enger wird. Bist du auch so schnell aus dem KH entlassen worden? Am Freitag spät abends war die Not-OP und am Montag wurde ich entlassen, obwohl ich durch den Blutverlust so schwach war, dass ich kaum gehen konnte! Di Abend musste ich dann nochmal für 1 Nacht ins KH, da ich Beschwerden bekam. Es wurde ein Tennisballgroßes Hämatom festgestellt. Bete jetzt dass es sich dieses nicht entzündet und ich wieder unters Messer muss#zitter. Psychisch gehts mir einigermaßen gut. Manchmal bin ich einfach sehr traurig, weil mein Freund und ich uns so gefreut haben.

Mir wurde gesagt, ich sollte 3 Monate abwarten. Im Internet konnte ich auch lesen, dass viele nach 3-6 Monaten wieder schwanger wurden. Ich selbst werde es aber frühstens ab Herbst wieder versuchen.

Hast du auch Panik, dass es beim nächsten mal wieder eine Eileiterschwangerschaft wird? Das Risiko ist ja nun bei uns erhöht?

Gibt es hier im Forum Frauen, die danach normal ohne Komplikationen schwanger wurden?

Ganz liebe Grüße
summer678 mit einem#stern

Beitrag von alexandara 29.03.10 - 10:52 Uhr

Hallo summer,

vielen Dank für Deine Antwort! Es tut mir leid, dass Du das gleiche durchmachen musstest. Wäre das Dein erstes Kind gewesen?
Es baut mich sehr auf, dass offensichtlich keine von euch tatsächlich 1 Jahr warten soll/te. Das macht mir Hoffnung :-)
Ich sollte eigentlich noch länger im KH bleiben, bin aber auf eigenen Wunsch schon gestern entlassen worden. Habe also zwei Nächte dort verbracht. Ich fand es fürchterlich im KH und vorallem meine Tochter nur zweimal am Tag zu sehen. Jetzt ist sie zwar tagsüber bei Oma und Opa, damit ich mich ausruhen kann, aber ich bin wenigstens in gewohnter Umgebung. Mein Freund holt sie dann nach der Arbeit ab.

Ich habe auch Angst, dass es beim nächsten Mal wieder "hängenbleibt". Anatomisch ist bei mir wohl alles i.O., so dass ich theoretisch wieder ganz normal schwanger werden kann, aber die Angst ist auf alle Fälle da!

Ich drück uns allen die Daumen, dass es bald klappt und alles gut geht!

Liebe Grüße,

Alex

Beitrag von summer678 29.03.10 - 17:31 Uhr

Hallo, Alex,

ja es war meine erste SS. KH ist furchtbar das stimmt. Der Arzt meinte durch die Naht wird die Eileiterstelle natürlich nicht besser. Vernarbungen können die Stelle noch enger werden lassen. Ich werde es im Herbst nochmal auf normalem Wege versuchen, wenn es dann wieder eine ELS wird, dann muss ich mir was anderes überlegen. Habe keine Lust das nochmal durchzumachen.

Ganz liebe Grüße und erhol dich gut!

Beitrag von maxi03 29.03.10 - 10:42 Uhr

Ich hatte auch eine ELSS, aber ohne Perforation des EL. Da die Perforation lt. OP Arzt kurz bevor stand musste der EL entfernt werden.

Mein damaliger FA sagte, dass ich einen Zyklus abwarten sollte. Der Körper wüsste, wann er eine SS zulassen würde. Letztendlich wurde ich nach 3 Monaten wieder schwanger.

LG

Beitrag von alexandara 29.03.10 - 10:53 Uhr

Hallo maxi,

das freut mich zu lesen und macht mir Mut! :-)

Liebe Grüße,

Alex

Beitrag von bella212 29.03.10 - 14:41 Uhr

Liebe Alex,


es tut mir sehr leid das du auch dies erfahren musstest. Ich hatte eine EL-SS im Januar.
Der FA hat gesagt wenn man den EL erhält soll man 3Monate warten, also 3mal sol die Periode kommen, und wenn man den EL entfernt bekommen hat kann man gleich wieder anfangen, da man nicht von ausgeht das an der anderen seite auch etwas ist.
Frage doch nochmal beim FA nach warum er gesagt hat ein Jahr, dafür muss es doch gründe geben, sprech ihn darauf an das du dich informiert hast und du immer nur von etwa 3Monaten hörst. Es ist auch mögl. das deine EL-SS an einer Stelle war wo es sowieso schon sehr eng ist und wo man eigentl. dieses Stück hätte entfernen müssen.

LG

Beitrag von alexandara 29.03.10 - 18:15 Uhr

Hallo Bella,

vielen Dank für Deine Antwort, das macht mir Mut!
Es tut mir leid, dass Du diese Erfahrung auch kürzlich machen musstest.
Meine FÄ ist momentan im Urlaub, aber ich werde sie auch noch einmal dazu befragen. Die Aussage mit dem Jahr stammt von der Ärztin im KH. Anatomisch ist bei mir an den Eileitern wohl alles in Ordnung, zu eng scheint es also zum Glück nicht zu sein.

Ich bin wirklich froh, dass offensichtlich den meisten gesagt wurde, sie sollen 3-6 Monate verhüten. Das ist ein Zeitrahmen, den ich in Kauf nehmen kann.

Liebe Grüße,

Alex

Beitrag von ina175 29.03.10 - 21:28 Uhr

Liebe Alex,

tut mir sehr leid für euch. Wünsche euch viel Kraft für die nächste Zeit.

Ich hatte im Januar 2006 eine ELSS im rechten Eileiter. Wir haben die empfohlenen 3 Zyklen gewartet. Waren uns einig, dass wir nichts was nicht sein muß riskieren wollen.

Mein rechter Eileiter ist 'dicht' also da, aber nicht durchgängig. Somit ist das Risiko einer erneuten ELSS geringer.

Ich bin dann im Mai 2006 gleich wieder ss geworden und unser Sonnenschein wurde am 16.1.2007 geboren.

Letztes Jahr im Nov. war ich wieder ss, es endete leider mit einer FG.

Wie du siehst, geht es auch mit einem Eileiter.

Alles Gute

LG, Ina mit Marius (*16.1.07) und #stern#stern

Beitrag von woelkchen1 29.03.10 - 21:49 Uhr

Das tut mir leid für dich!#liebdrueck

Mir wurde gesagt, dass wir 3-6 Monate warten sollten. Denn du hast ja noch Blessuren im EL, die dann mit der Zeit verheilen. Und dadurch sinkt das Risiko, auf der gleichen Seite wieder eine ELSS zu haben!

Ich wünsche dir alles Gute!