Taschenmesser ohne Aufsichtsperson

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von seestern2010 29.03.10 - 16:27 Uhr

Hallo,

vielleicht könnt ihr uns weiterhelfen. Wir finden es nicht gut, dass es Eltern gibt, die ihren Kindern ein Taschenmesser schon mit 8 oder 9 Jahren schenken und sie dann damit allein unterwegs lassen. Wir sind der Meinung, dass Kinder sich einen Platz zum Spielen auch ohne Messer bauen können, zumal niemand dabei ist, wenn etwas passieren würde. Eine Aufsichtsperson sollte schon dabei sein, damit im Fall der Fälle schnell gehandelt werden kann. Zumal stellt sich bei uns die Frage der Aufsichtspflicht, die von den Eltern verletzt wird, wenn man einen Alleingang der Kinder mit einem Taschenmesser gestattet.

Bisher habe wir leider noch keine klare Antwort finden können.

Viele Grüße

Seestern 2010

Beitrag von buggie 29.03.10 - 16:42 Uhr

Hi,

Ich bin dafür Kindern ihren Freiraum zu lassen und sie beim groß werden zu unterstützen und sie nicht zu behindern, dennoch gehören sie beschützt manchmal auch vor sich selbst :-)

mein fast 8-jähriger hat auch ein Messer das er gerne mitnimmt wenn wir zusammen im Wald unterwegs sind. er geht auch sehr verantwortungsvoll damit um, dennoch würde ich ihn damit nicht alleine rauslassen, kinder sind halt kinder......

Auch für nächstes Jahr wenn er 9 wird kann ich es mir nicht vorstellen, aber ich hab halt noch keinen 9 oder 10 Jährigen keine Ahnung also wie die sind hängt von reife ab denk ich.

liebe Grüße

Beitrag von seestern2010 29.03.10 - 16:56 Uhr

Hi,

vielen Dank für die Antwort. Wir sehen es ähnlich, dass auch die Reife eine Rolle dabei spielt. Leider gab es unter den Kindern schon des öffteren Probleme und wir sehen einfach ein Problem darin, dass ein Kind ganz bewußt die Kinder bevormunden und delegieren möchte und dieses Kind in Behandlung ist, um seine Aufmerksamkeit usw. in der Schule zu stärken. Ohne Aufsicht eines Elternteil finden wir es verantwortlich.

Viele Grüße

Seestern 2010

Beitrag von jazzbassist 29.03.10 - 17:04 Uhr

Ein Kind ist nach Vollendung des 7. Lebensjahres rechtlich gesehen bedingt Schuldfähig (§ 828 II 1 BGB).

Rechtlich gesehen bedeutet dies, dass, wenn etwas passiert, hier im Einzelfall geprüft werden muss, ob das Kind zur Verantwortung gezogen werden kann. Man fragt sich - einfach ausgedrückt - ob das Kind die Konsequenzen seines Handelns hätte erkennen können oder hätte erkennen müssen. Kommt man hier zu dem Ergebnis "JA" - haftet das Kind entsprechend für den zivilrechtlichen Schaden. Da es das aller Regel nach nicht kann, die entsprechende Versicherung der Eltern.

Dann würde man prüfen, wer überhaupt die Aufsichtspflicht in diesem Moment eines "Unfalls" hatte; gerade bei Kindern, die draußen spielen, ist das eine ganz komplizierte Frage, die nicht verallgemeinerungsfähig ist. Dann müsste geprüft werden, ob diese Person wirklich seine Aufsichtspflicht verletzt hat. Sie können grundsätzlich schon davon ausgehen, dass man 8-9 Jährige draußen alleine spielen lassen darf, wenn es keine Anhaltspunkte gibt, dass es schief gehen könnte. Wenn ein 8-Jähriger gestern z.B. auf eine abgesperte Baustelle eingedrungen ist, können sie davon ausgehen, dass, wenn sie dieses Kind am nächsten Tag wieder unbeaufsichtigt draußen spielen lassen, sie ihre Aufsichtspflicht mit dieser 2. Handlung verletzen.

Zu Taschenmessern ist die Rechtslage hier, dass sie laut. Waffengesetz nicht als Waffen gelten. Was ein Taschenmesser genau ist, lässt sich primär durch die Klingenlänge definieren. Alles unter 12 cm (bin mir nicht sicher, ob die Länge noch aktuell ist!) gilt nicht als Hieb- und Soßwaffe. Die Führung einer solchen ist somit immer erlaubt. Verboten wäre hier nur das mitführen auf öffentlichen Veranstaltungen, Demonstrationen oder beim Verstoß von Hausordnungen. Schulen, Gerichtsgebäude etc. sind natürlich auch ausgeschlossen :-p

Generell: Zum einen gibt es spezielle Kindertaschenmesser; diese sind nicht ganz so scharf und auch die Klinge ist abgerundet - so dass keine all zu große Gefahr besteht. Aber auch gegen normale Taschenmessern mit "altersgerechten" Klingen spricht nichts dagegen, sofern man einem Kind hier genügend Vertrauen entgegenbringen kann, sich an abgemachte Regeln zu halten. Ich denke, die Eltern wissen am besten, ob ein Kind hier "Reif" genug ist, mit einem kleinen Taschenmesser umzugehen. Ist das Kind das nicht, sollte es entsprechend keines bekommen.
Sehen Sie als außenstehender Dritter, dass ein Kind hier (auf einen Spielplatz oder ähnliches) damit nicht verantwortungsvoll genug umgeht, würde ich es als Erwachsener einfach einkassieren und dem Kind eine Telefonnummer hitnerlassen, wo die Eltern dieses Taschenmesser wieder abholen können. Rechtlich gesehen haften Sie hier nur für den Schaden, dem das Kind entstanden ist, dass er plötzlich kein Taschenmesser mehr hat. Also keinen :-p Wobei Sie davon ausgehen können, dass dieses Kind seinen Eltern ohnehin sagen wird, dass er das Taschenmesser wohl im Wald verloren hat.

Ansonsten hatte mein Spatz in dem Alter auch so ein Taschenmesser. Ich fand das nicht weiter tragisch - habe auch nie mitbekommen, dass er damit nicht umgehen konnte. Wir hatten ein paar Regeln aufgestellt und damit war das Thema erledigt. Ich denke, ein 8-Jähriger, der alleine zur Schule geht/fährt ist hier wesentlich mehr gefährtet als ein Kind mit einer 5cm langen Taschenmesserspitze. Man kann hier pauschal sagen, dass, wenn die Klinge nicht länger als die Handfläche ist und das Kind einigermaßen reif, kann nicht mehr so viel passieren. Zivilrechtlich hätte ich (für die Eltern) ohne Verdachtspunkte keine Bedenken; der Rest ließe sich dann mit Unfall definieren. Viel tragisches kann da aber eigentlich nicht passieren - die kleinen sind da motorisch schon ziemlich fit wenn auch unerfahren.

Beitrag von metalmom 29.03.10 - 17:15 Uhr

Es gibt auch Taschenmesser mit abgerundeter Spitze, die würde ich meinen Kindern durchaus erlauben.
http://www.tradoria.de/p/herbertz-solingen-herbertz-taschenmesser-kindermesser-mit-abgerundeter-spitze-1456439
LG,
Sandra

Beitrag von nyiri 29.03.10 - 17:34 Uhr

Der Vater meines Sohnes hat unserem Kind ebenfalls vor vielen Jahren ein echtes Schweizer Taschenmesser geschenkt - wahrscheinlich ohne wirklich nachzudenken.

Ich habe meinem Sohn das Messer "abgeknöpft", weil ich ihn damals noch nicht reif genug für derlei Dinge hielt. Er war auch etwa 7-8 Jahre alt. Das kuriose daran war, dass der kleine Mann selbst zu mir kam und mit irritiertem Blick fragte, ob das "richtig" sei, dass Papa ihm ein Messer schenkt.

Ich sagte ihm, dass es meiner Meinung nach eben (noch) nicht richtig sei und er gab mir das Messer freiwillig und irgendwie hatte ich den Eindruck, dass er ein bisschen erleichtert war. Vielleicht war ihm die Gefahr bewusst oder aber er hatte das Gefühl, es sei etwas verbotenes oder so.

Wir sind inzwischen mehrmals umgezogen und das Messer ist wohl beim Umzug verloren gegangen. Er hat nie wieder danach gefragt oder den Wunsch geäußert, ein Messer haben zu wollen... (Inzwischen ist er fast 14.)

Beitrag von seestern2010 29.03.10 - 18:37 Uhr

Hallo,

wir sind der Meinung, dass ein Messer wirklich nicht sein muss. Die Kinder spielen schon viel zu wenig mit Dingen, die wir damals verwendet haben. Ob es ein DS ist oder eine Spielkonsole. Wir versuchen unserem Sohn klar zu machen, dass man auch anders Spaß haben kann und erzählen ihm von Spielen, die wir uns als Kinder selbst ausgedacht haben. Leider gehören zum Freundeskreis unseres Sohnes Kinder, die alles bekommen und er bisher der Einzige ist, der kein Taschenmesser hat.

Viele Grüße

Seestern 2010

Beitrag von nyiri 29.03.10 - 19:09 Uhr

Ein Taschenmesser muss wirklich nicht sein, denn das halte ich nicht für ein "normales" Spielzeug. Dass Jungs vielleicht später einmal ein hübsches Taschenmesser besitzen wollen - schön und gut. Ich wollte das auch immer, aber über die Gefahren war ich mir erst im Erwachsenenalter bewusst.

Nur weil seine Freunde das auch alles haben dürfen, muss das nicht für ihn gelten. Er ist nicht die anderen und Ihr seid auch nicht die Eltern der anderen.

Ich sehe das wie Ihr - Taschenmesser ist KEIN Spielzeug...

Beitrag von jazzbassist 29.03.10 - 20:58 Uhr

Ein Taschenmesser fällt auch nicht unter die Kathegorie Spielzeug. Es ist ein Werkzeug/Hilfsmittel und für einen 8-Jährigen eher etwas in der Richtung: „Ich bin schon ein großer Junge, denn meine Eltern vertrauen mir ein Taschenmesser an“; ich denke, hier ist eher der kindliche Stolz berührt. Als Spielzeug eignet sich ein Taschenmesser ja nicht - weil Mama bestimmt verboten hat - damit gegen andere Kinder (im Spiel) zu kämpfen.

Grundsätzlich denke ich auch, dass ein Taschenmesser nicht wirklich sein muss; in Kinderhänden ist das in der Tat gefährlicher als gar kein Taschenmesser in Kinderhänden.

Andererseits schreibt die TE, dass alle Freunde dieses Kindes so ein Taschenmesser haben. Anders umschrieben: Die Gefahr existiert bereits. Was nützt die Aufsichtspflichtverletzung, wenn ein Kind dabei ein Auge verliert? Dabei geht es ja nur noch um die Geltendmachung eines zivilrechtlichen Schadens; hier zahlt eh die Versicherung.

Also wenn man bei Taschenmessern in Kinderhänden wirklich eine Gefahr sieht, ist die einzige rationale Handlung, dem Kind zu verbieten, mit diesen Freundeskreis zu verkehren. Wenn ich das nicht tue, ist die Entscheidung, wie gefährlich ein Taschenmesser in Kinderhänden wirklich ist, schon längst gefallen: „Sie ist da und auch rational erklärbar, aber gut kalkulierbar und daher nicht gefährlicher, als Kinder generell alleine spielen zu lassen.“ Unfälle können bei Kindern immer passieren; völlig unabhängig davon, wie. Taschenmesser sind da statistisch gesehen nicht involviert.

Wenn ich als Vater in meinen Überlegungen zu genau diesem Ergebnis komme und mein Kind jetzt auch ein Taschenmesser möchte, stellt sich mir eigentlich nur noch die Frage: „Ja“ (Mein Sohn ist verantwortungsvoll genug, dass man ihm so etwas bereits anvertrauen kann) oder aber auch „Nein“ (Mein Sohn ist hier eben noch nicht reif und verantwortungsvoll genug, um mit einen Taschenmesser anständig umzugehen). Wenn ich hier zu dem „Ja“ Ergebnis komme, spricht ja nichts mehr gegen das Messer. Wenn ich das aus ideologischen Gründen nicht gut finde, versuche ich ihm das zu erklären (vielleicht sieht er es ja ein) und ich werde ihn wahrscheinlich auch nicht dabei unterstützen, ein Taschenmesser zu kaufen - aber - ich würde ihn nicht daran hindern, es sich von seinem eigenen Taschengeld zu holen.

Ich finde es immer sehr schön, Kindern eigene Werte zu vermitteln; würde aber nie versuchen, diese aufzuzwingen.

Beitrag von nyiri 29.03.10 - 21:29 Uhr

Es ist aber auch keine verwerfliche Sache, wenn eine Mutter das Messer an sich nimmt oder eben keines schenkt, weil sie darin eine Gefahr sieht. Deine Argumentation mit dem Freundeskreis mag rein sachlich betrachtet ja so sein, aber nur weil andere Eltern da eher lässig eingestellt sind, muss ich das nicht nachmachen, oder?

Ein Messer in der Hand eines 8-jährigen halte ich auch weiterhin für nicht notwendig. Muss meinem Sohn etwa Palystation, DS & Co.kaufen, weil alle anderen das haben?

Nein, ich denke nicht...

Beitrag von jazzbassist 29.03.10 - 22:05 Uhr

Wie geschrieben; ich bin auch der Meinung, dass es alles andere als notwendig ist. Ich glaube, ein 8-Jähriger wird eine ganz glückliche Kindheit auch ohne Taschenmesser haben.

Ich hatte es nur geschrieben, weil ich es ziemlich widersprüchlich fand, einem Kind kein Taschenmesser zu erlauben aber ihm auf der anderen Seite zu erlauben, mit gleichaltrigen, die damit „täglich rumspielen“ zu verkehren; ergab für mich rational keinen Sinn.

Für alles, was ich als absolut nicht notwendig erachte, gebe ich meinem Spatz monatlich Taschengeld, damit er sich einen kleinen Teil dieses (für mich subjektiv) „nicht notwendig“ dann doch kaufen kann. Ob er das dann kauft, weil es für ihn persönlich notwendig ist oder nur, weil der beste Freund das auch hat, ist mir dann ziemlich egal; dafür ist das Taschengeld aber auch da. Um auch mal Kaufentscheidungen zu treffen, die vielleicht weniger sinnig waren, um aus diese Fehlern lernen zu können. Mein Spatz muss damit leben, nicht ich :-p

Beitrag von nyiri 29.03.10 - 22:08 Uhr

Ich will bis heute lieber nicht genau wissen, für welchen Unsinn mein Junior seine paar Euro auf den Kopf haut. Wie ich ihn kenne, ist seine erste Adresse McDoof, jede Eisdiele der Stadt und Spezi, Spezi, Spezi...

Solange er sich keine Zigaretten oder Alkohol dafür kauft, ist es in Ordnung, denke ich. McDoof und Spezi sind zwar auch nicht meine erste Wahl, aber naja...

Aber Messer gibbet nicht... ;-)

Beitrag von jazzbassist 29.03.10 - 23:02 Uhr

Der iTunes Account meines Knirpses läuft leider unter meinem Namen. Ich werde also jedes mal per Email darüber unterrichtet, was mein Sohn sich schonwieder für Musikstücke gekauft hat. Sie haben Recht - eigentlich will man das gar nicht wissen :-p Spezi (ich musste gerade bei Wikipedia gucken, was das überhaupt ist) kennt mein Spatz glaube ich nicht. Aber nach Vanilleshakes bei McDoof ist er auch süchtig. Gut, dass fast sein ganzes Taschengeld für Musik drauf geht :-p

Ansonsten finde ich auch, dass Zigaretten und Alkohol in dem Alter tabu sind; dafür gibt es aber auch Gesetzte, die das Regeln; bei Taschenmessern bleibt bei uns wohl eine Meinungsverschiedenheit ;-)

Beitrag von nyiri 30.03.10 - 05:34 Uhr

Also was die Gesetze zum Jugenschutz bezüglich Alkohol und Zigaretten angeht, kann man sich leider nicht auf deren Umsetzung verlassen. Ich weiß aus Erzählungen meines Sohnes, dass es in seinem Bekanntenkreis Jungs und Mädchen gibt, die bestens damit ausgestattet sind, obwohl auch diese Kinder erst 13-14 Jahre alt sind. #schock

Es gibt z.B. noch in einigen Lokalen usw. Zigarettenautomaten, die ohne Geldkarte funktionieren, also somit auch ohne Altersverifizierung...

Beitrag von schwarzbaer 30.03.10 - 12:27 Uhr

ich glaube, der Bedarf nach "Taschenmesser" ist auch je nach Wohnort unterschiedlich ausgeprägt. Wir haben bis vor 2 Jahren in Downtown Berlin gelebt - wozu soll man da ein Taschenmesser brauchen?
Ich bin ländlich aufgewachsen, und für mich war das Taschenmesser immens wichtig, wurde gebraucht beim Indianertipi bauen, beim Baumhaus-Bauen und ähnlichen Unternehmungen.
Wir wohnen jetzt seit 2 Jahren wieder "ländlich" - na ja, im Berliner Speckgürtel, aber nur 5 Fußminuten von einem großen Waldgebiet entfernt, und ich warte jeden Tag darauf, daß meine Tochter (die erst 6 ist) auch ein Taschenmesser für solche Aktivitäten einfordert. Und ich denke, spätestens nächsten Sommer wird sie eins bekommen.

PS, Wii und co sind in meinen Augen ein ganz anderer schnack.

Beitrag von nyiri 30.03.10 - 15:56 Uhr

Kurioserweise habe ich selbst 2 Jahre in Berlin gelebt und bin danach in die tiefste Provinz gezogen (300 Seelen-Dorf). Ein Taschenmessser hielt ich trotzdem für zu gefährlich.

Beitrag von schwarzbaer 31.03.10 - 12:44 Uhr

wie hier schon ein paar mal erwähnt, es gibt die mit den abgerundeten Ecken speziell für Kinder - sowas würde ich meiner Tochter ohne Bedenken in die Hand geben. Im Garten ist sie auch permanent dabei, mir beim Bäume und Stäucher zurückschneiden zu "helfen" - ich weiß also, daß sie damit umgehen kann...

Beitrag von nyiri 31.03.10 - 15:20 Uhr

Mein Sohn bekam seins vom Papa geschenkt. Leider war das keines mit abgerundeten Ecken...

Beitrag von kimchayenne 29.03.10 - 18:54 Uhr

Hallo,
ich denke es kommt auch auf die Reife des Kindes an.Meinem Großen hätte ich in dem Alter nie ein Messer ohne Aufsicht gegeben,bei meinem zweiten Sohn war das anders,er hat im Waldkindergarten schon mit 4 Jahren gelernt wie man mit einem Messer umzugehen hat und das klappte auch sehr gut.Sein größter Wunsch zm 5ten Geburtstag war ein Schnitzmesser,das hat er auch bekommen und durfte es auch mitnehmen wenn er alleine oder mit bestimmten Freunden unterwegs war.Es gab nie Probleme,für mich wie gesagt von Kind zu Kind zu endscheiden.Trotzdem habe ich als Elternteil eine Aufsichtspflicht und wenn was passiert könnte das für mich in dem Falle durchaus dumm ausgehen,aber das ist bei vielen anderen Sachen auch so.
LG Kimchayenne

Beitrag von dore1977 29.03.10 - 18:55 Uhr

Hallo,

unser Tochter ist 7 Jahre alt und hat dieses hier: http://www.mytoys.de/Happy-People-Scout-Schnitzmesser-abgerundete-Spitze/Natur-entdecken/Mit-Kindern-auf-Reisen/KID/de-mt.to.ca02.25.08/1613292
Bisher ist sie noch nicht allein mit dem Messer unterwegs, ich denke aber wen sie 8 oder 9 ist lasse ich sie mit dem Messer schon loslaufen wieso auch nicht. Ich weiß das meine Tochter vorsichtig ist und wir hatten als Kinder alle "richtige Taschenmesser".

Wie es mit der Aufsichtspflicht aussieht habe ich bisher keine Ahnung noch habe ich mich damit nicht beschäftigt.

LG dore

Beitrag von tauchmaus01 29.03.10 - 21:54 Uhr

Wer ist eigentlich "wir"?
Ich muß gerade so an Herr der Ringe denken.....an Golum!

Mona

Beitrag von yamie 01.04.10 - 09:21 Uhr

mit "wir" meint sie sicherlich ihren partner und sich selber.
ich lach mich weg... wieso mußt du dabei ausgerechnet an gollum denken? weil er von sich in der mehrzahl spricht? bzw. in der 3. person?

;-)

Beitrag von appolonia04 30.03.10 - 10:08 Uhr

Wieso müssen Kinder überhaupt ein Taschenmesser mit sich herumtragen? Ich brauche früher keines, und auch heute befindet sich kein Messer in meiner Handtasche...#kratz

Beitrag von lbeater01 30.03.10 - 10:37 Uhr

Hallo,

mein Bruder ist 12 Jahre alt und besitz ein Taschenmesser und diverse andere Messer schon seit ca. 3 Jahren.
Allerdings werden diese Messer nicht durch die Gegend getragen, sondern nur zu Hause benutzt.
Er schnitzt sehr gerne und bastelt sich somit aus Holz verschiedene Figuren oder Pfeile um mit Pfeil und Bogen zu spielen (er ist auch in einem Bogenschießverein)
Meine Eltern stehen nicht ständig daneben. Er sitzt damit meist draußen im Garten oder im Gewächshaus meiner Eltern. Da guckt nicht ständig wer nach ihm.

Er geht damit allerdings sehr verantwortungsbewusst und vorsichtig mit um. Für ihn ist es ein Werkzeug.

Und wie gesagt, mit in die Schule oder zu Freunden kommt es nicht, es sei denn bei Freunden wird auch geschnitzt und die Eltern sind da.

LG
Janina

Beitrag von wort75 30.03.10 - 11:29 Uhr

mit 8, 9 jahren war ich in der pfadi und hatte einen dolch. wie alle anderen auch...
klar gabs dort einen pfadi-leiter, aber nicht auf dem weg hin und zurück und nicht permanent...

ich selber bin wohl vorsichtiger. zwar denke ich schon, dass mein zwerg mit 8, 9 jahren einen dolch oder ein pfadi- oder armeemesser haben wird, aber dann eins von denen mit abgerundeter spitze. schneiden und schnitzen geht, stechen nicht...
aber auch hier gilt: kommt drauf an, wie man den kindern sowas lernt. gibt man einem kind einfach ein messer in die hand, und das darf sich sonst nicht mal den apfel selber schneiden.... dann gehts garantiert schief. da muss man ein kind auch ranführen. mein dreijähiger darf zB seinen apfel selber schneiden. ich stehe daneben - misch emich aber nicht ein. er weiss wie er das messer fassen muss, wie er es aus der schublade nehmen kann - und dass er das nur darf, wenn ich dabei bin. kinder müssen alles lernen dürfen...

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