Familievater und Motorrad fahren, wie seht ihr das?

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von mauskewitzki 01.04.10 - 13:12 Uhr

Hallo,

mal zur Situation:
Mein Mann ist 27 Jahre jung,, fährt seit er 18 ist Motorrad und mich hat das nie gestört. Ich weiß, dass er kein Raser ist und Verantwortung für seine Familie übernimmt.
Nun ist es so, dass wir in knapp drei Wochen unser viertes Wunschkind bekommen und außerdem seit letztem Jahr Hausbesitzer sind #freu

Die Saison fängt ja bald wieder an und er ist immer zur Arbeit gefahren, da er sonst ja keine Zeit hat zum fahren. ;-) Ich habe ihn jetzt drum gebeten, lieber mit dem Auto zu fahren. Klar, kann einem immer was passieren, dennoch ist es schon gefählicher wie mit dem Auto. Er fährt sehr früh, kurvenreiche Strecke und Waldstücke. Da muss ja nur mal ein Reh raus rennen. Außerdem denke ich auch, dass andere ja vielleicht nicht so vorsichtig fahren und es auch ein anderer sein kann, der den Unfall verschuldet.
Ich habe einfach Angst, dass ihm was passiert. Hinzu kommt noch der finanzielle Aspekt, wenn ihm was passiert ( nicht mal tödlich verunglücken auch schwerverletzt mit Rehe ect.)

Könnt ihr mich da verstehen?
Fahren eure Männer noch Motorrad?

Ach ja, mein Mann versteht mich und will seine Maschine verkaufen, hab aber igrendwie ein schlechtes Gewissen #schmoll weil ich es vorgeschlagen habe.

LG Julia 38SSW

Beitrag von magnoliagarden 01.04.10 - 13:17 Uhr

Kopf hoch, es ist seine eigenständige Entscheidung, auch wenn Dein Vorschlag dem zuvor kam. Mein Mann verkaufte sein Motorrad als ich im 7 Monat mit unserem 2 Kind schwanger war, wir liebten das fahren zusammen und doch änderte sich unsere "Leidenschaft". Siehe es mal so: in paar Jährchen (auch wenns erst in Rente ist) sind Kinderlein weg, Haus abbezahlt und Ihr legt nochmal los :)

Viele Grüße,
Magnolia

Beitrag von mauskewitzki 01.04.10 - 13:22 Uhr

Hi,

danke für die AW.

Ja, so hat es sein Papa auch gemacht. Hat sich mit Ende 40 noch mal eine Maschine gekauft und fährt jetzt wieder leidenschaftlich und hat vorallem Zeit dafür ;-)

Ist hat nicht so einfach, bin normal niemand, der was verbieten will. Ich gönne ihm sein Hobby und weiß halt, wie gerne er fährt.

Viellicht schreibe ich ihm einen Gutschein für das Jahr 2025, dass er dann ein neues Motorrad kaufen kann ;-)

LG

Beitrag von nele27 01.04.10 - 13:32 Uhr

Hi,

mein Mann fährt schon länger kein Motorrad mehr, schon bevor wir unser Kind hatten.
Nach eigener Aussage kann er damit nicht umgehen und würde auf jeden Fall rasen, daher lässt er es nun ganz...

Ich habe ihm da nicht reingeredet, allerdings auch nichts dagegen gesagt, da ich mit diesem Hobby nichts anfangen kann :-)

LG, Nele

Beitrag von amelily 01.04.10 - 13:36 Uhr

Hallo,

also als Erstes solltet ihr euch auf jeden Fall gegen Berufsunfähigkeit und für den Todesfall versichern, mal ganz unabhängig vom Motorradfahren, denn sowas kann ja aus verschiedenen Gründen passieren.

Zum Motorradfahren finde ich, dass es seine Entscheidung ist. Wenn er einverstanden ist, ist es doch ok.

Bei uns bin ich die Motorradfahrerin (und Hauptverdienerin, aber das spielt dabei ja eigentlich keine Rolle).

Ich habe mein Motorrad schon vor Jahren verkauft und es lange gar nicht vermisst. Mittlerweile würde ich schon manchmal gerne wieder fahren, aber wir geben unser Geld im Moment für andere Dinge aus.

LG
Amelily

Beitrag von mauskewitzki 01.04.10 - 13:43 Uhr

Hallo,

versichert sind wir ;-). Mit vier Kinder alleine, könnte ich aber dennoch nie den Lebensstandart halten, glaube ich zumindest #kratz
Schlimmer wäre natürlich der Verlust den Papas und Ehemannes oder eben für ihn die Krankheit. Naja, wir werden es wohl so machen und in ein paar Jahren sehen wir weiter.

LG

Beitrag von dominiksmami 01.04.10 - 13:36 Uhr

Huhu,

1. kann ich deinen Gedanken nachvollziehen, da Motorradfahren in der Tag etwas unsicherer ist als Auto fahren.

2. übertreibst du trotzdem maßlos. Du weißt das dein Mann kein Raser ist und besonnen fährt, das ist mehr als viele von ihren Motorradfahrenden Partner sagen können.

Mein Mann fährt kein Motorrad, weil er keinerlei Interesse daran hat. Mein Vater ist lange Zeit Motorrad gefahren.

Es gilt für euch einen Mittelweg zu finden denke ich.

liebe Grüße

Andrea

Beitrag von alkesh 01.04.10 - 14:23 Uhr

Ich finde nicht das sie übertreibt!

Mein Mann hat damit zum Glück schon vor der Ehe aufgehört. Der Anlass war ein Unfall seines Kollegen, der hat sich mit der Maschine total zerlegt und konnte nicht mal was dafür!

Eine Autofahrerin hat ihn übersehen und das passiert gar nicht mal selten!

Selbst im Stadtverkehr kann so was schnell tödlich enden!

Ich bin heilfroh das er nicht mehr fährt, ich hab zwar kein Recht es ihm zu verbieten, ich würde aber alles versuchen damit er es auch weiterhin lässt!

lg alkesh

Beitrag von dominiksmami 01.04.10 - 17:05 Uhr

dafür gibts halt unterschiedliche Ansichten

Beitrag von manavgat 01.04.10 - 13:42 Uhr

Seid ihr schon (geistig) tot, oder lebt ihr noch?

Ich meine die Frage ganz im Ernst!


Wenn Dein Mann Schutzkleidung hat, mit Helm und Protektor fährt. Kein Raser ist, dann lass ihn!!!!!

Gute Unfallversicherung auch mit Rentenzahlung im Invaliditätsfall bzw. BUZ wäre auch geeignet, Deine Nerven zu beruhigen sowie eine Risiko(keine Kapital!)-Lebensversicherung.

Du kannst Deinen Mann nicht einsperren und Deine Ängste sind irrational.

Alles Gute

Manavgat

Beitrag von mauskewitzki 01.04.10 - 13:51 Uhr

Hallo,

einsperren #kratz

Ich habe doch geschrieben, dass ich mit meinem Mann gesprochen habe und in einer Ehe sollte man doch seine Gefühle mitteilen dürfen. Wenn er sich geweigert hätte, würde ich ihn nie zwingen. Zum Glück reagiert mein Mann nicht so angegriffen, wenn man eine andere Sicht zu Dingen hat. Finde deine Wortwahl schon sehr hart. Bist du mal unterdrückt worden oder wurde es verucht ;-)

Versichert sind wir ;-)

Beitrag von schullek 01.04.10 - 14:42 Uhr

nun ja, als frau, die bereits 3 freunde und bekannte bei motorradunfällen hat sterben erlebt, sehe ich das ein wenig anders.
sicher kann man sich im leben nicht einsperren und vor allem angst haben. aber ich denke so ist es auch bei der posterin nicht.
und ich finde solche antworten da eher unangebracht.

wenn beide einverstanden sind ist doch auch keine rede von zwang!

lg

Beitrag von pupsy 01.04.10 - 20:55 Uhr

#pro

Hallo manavgat,

ich bin da deiner Meinung.

Ich würde mein Mann nie darum bitten, auch wenn er nicht fährt.

Ich bin immer mit meinem Vater mit gefahren, es war toll. *schwärm*

Gefahren lauern überall. Und das nicht nur beim Mopped fahren

Lg
Nicole

Beitrag von susi.k 01.04.10 - 23:19 Uhr

Sehe ich auch so.
Wir haben drei Kinder und fahren sogar beide!!

Beitrag von freyjasmami 03.04.10 - 00:25 Uhr

Ja, klar...so'n paar Kröten ersetzten den Kindern ja auch den Vater und der Frau den Mann.#augen
Egal ob er nun Pflegefall wird oder stirbt, das Geld von der Versicherung nimmt einem nur eine Sorge ab, mehr nicht.

Wie sie schrieb, er muss ja nicht selbst Unfallverursacher sein.
Ein Reh, ein anderer Raser, ein Auto das die Vorfahrt nimmt, oder, oder, oder...
Das Risiko auf dem Motorrad ist einfach höher.

Es gibt noch ne Menge ungefährlicherer (und nebenbei kostengünstiger) Hobbys.

Beitrag von xyz74 01.04.10 - 13:51 Uhr

Wie sagt der Rheinländer so schön:

"ett kütt wie et kütt"


Von daher gönnen wir uns bei allem was wir tun den Spaß.
Letztendlich ist es doch so, wenn die Zeit gekommen ist, dann ist sie gekommen.
Dann holt einen Gevater Tod am Esstisch und lässt einen beim Abendbrot an einer Tomate ersticken (tragischer Fall im Bekanntenkreis) oder es fällt einem ein Felsen aufs Haus und man wird in den eigenen 4 Wänden erschlagen.

Beitrag von liki 01.04.10 - 14:08 Uhr

Hallo Julia,

ich kann dich sehr gut verstehen. Mein Exmann hat sein Motorrad verkauft, als ich mit unserem ersten Kind schwanger wurde - weil er es selber nicht mehr verantworten wollte.

Alles Liebe für Dich und Deine Familie!

Beitrag von beco. 01.04.10 - 14:16 Uhr

Meiner fährt nicht mehr seid die Kinder da sind.

LG

Beitrag von schullek 01.04.10 - 14:51 Uhr

hallo,

also ich kann dich sehr gut verstehen. manche offenbar nicht, wenn ich scon lese spaßbremse...
klar soll man das leben geniessen und nicht den spaß für die sicherheit gänzlich opfern.
ein mittelmaß ist angebracht. mir fällt das nicht immer leicht, aber ich mach das mit mir selber aus. ich habe schon einige verluste erdulden müssen. ganz jung mein vater, dann freunde und bekannte. 3 davon durch motorradunfälle, einer unverschuldet davon. in einem auto hätte er sicher überlebt.

desweiteren autounfälle etc.
ich hätte ehrlich gesagt keine ruhige minute, wenn mein mann mororrad fahren würde. allerdings muss man dann eben drüber reden, wie ihr es getan habt und kompüromisse schliessen. die aufgabe erzwingen kann man nicht, aber wie gesagt, kompromisse schliessen.

ausserdem würde ich euch ebenfalls diverse versicherungen ans herz legen. berufsunfähigkeitsverischerung, risikolebensversicherung etc.

lg

Beitrag von mel130180 01.04.10 - 15:12 Uhr

Hi,

eine entfernte Verwandte ist beim Wäsche machen die Treppe runtergefallen und hat sich das Genick gebrochen. So ist das Leben.

Natürlich ist Motorrad fahren mit einem gewissen Risiko verbunden, aber solange er vernünftig fährt (klar, die anderen Verkehrteilnehmer sind auch ein Risko), lass ihn. Wie meine Vorschreiber schon sagten, solltet ihr auch ohne Motorrad dringend euren Versicherungsschutz überdenken. Gerade mit 4 Kindern!

Mein Mann hat sein Motorrad erst 2 Jahre NACH der Geburt unserer Tochter angeschafft, ist allerdings schon seit 10 Jahren in einer guten Berufsunfähigskeits- und Lebensversicherung.

LG
Mel

Beitrag von alkesh 01.04.10 - 15:56 Uhr

Wie viel Menschen sterben wohl jährlich bei Unfällen Zuhause und wie viele beim Motorradfahren? Der Vergleich hinkt!

alkesh

Beitrag von manavgat 01.04.10 - 16:07 Uhr

Ja eben.

Es sterben weit mehr Menschen bei der Hausarbeit, als im Straßenverkehr.

Für Frauen ist der Partner statistisch gesehen, das größte Risiko.

Gruß

Manavgat

Beitrag von schullek 01.04.10 - 19:33 Uhr

ja, statistiken kann man biegen und auslegen, wie man möchte. wenn ich ne gewisse altersklasse zusammennehme und mir anschaue, wo die größten risiken liegen, dann komme ich auf andere ergebnisse als: im halshalt sterben die meisten etc. und was hat das risiko des motorradfahrens mit der gefahr durch den eigenen partner zu tun und vor allem, was hat es mit der posterin und ihrer situation zu tun?

ich bin wie gesagt weder für zu viel risiko noch für übertriebene sorge. ein mittelmaß ist angesagt. und das liegt bei jedem woanders und in jeder partnerschaft woanders.

lg

Beitrag von manavgat 02.04.10 - 10:33 Uhr

Ich habe auf:

Wie viel Menschen sterben wohl jährlich bei Unfällen Zuhause und wie viele beim Motorradfahren?

geantwortet.

War das vielleicht Dein Zweitnick?

Gruß

Manavgat

Beitrag von schullek 02.04.10 - 12:51 Uhr

nein, ich bin ganz allein schullek:-)

ich habe schon verstanden, worauf du geantwortet hast. und deshalb meinte ich, dass man statistiken immer verschieden auslegen kann und natürlich mehrere variablen einfügen oder rausnehmen kann. dann verschieben sich die rückschlüsse teilweise doch sehr.

lg

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