Habt ihr Spiele oder Bücher zum Lernen, Vorschule?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von bianka33 02.04.10 - 12:08 Uhr

Hallo,

meine Frage steht ja schon oben - mich interessieren Eure Erfahrungen.

Unsere Große (3) hat bis jetzt 2 Bandolinos - kann sie aber noch nicht allein "bändeln" - ab wann können die kids das allein?

außerdem hat sie so ne Spielbox von Aldi, aber die is allein auch noch schwer zu händeln - ok, manchmal sind die Fragen noch zu schwer, aber oft gehts eher ums Handling dieser "Box" (muß richtige Farbe draufstecken...).

Habt ihr so Vorschul-hefte (Lernraupe, oder was habt ihr?)

LG und schonmal Danke für jede Antwort

Bianka

Beitrag von juni78 02.04.10 - 12:30 Uhr

Hallo,

Niklas wird im Mai 4 und das einzige ist ein LÜK Kasten den es zu Weihnachten gab.

Ansonsten haben wir Brettspiele.
Durch das normale Spielen lernen Kinder im übrigen viel mehr als von diesen Heften oder Spielen.

Wozu mit 3 Vorschulhefte ????
Die Schule kommt noch früh genug und da sollen sie ja auch noch was lernen.

LG
Tanja

Beitrag von bianka33 03.04.10 - 11:32 Uhr

Danke für Deine Antwort!

Wollt einfach mal wissen, was Ihr so habt und was Eure kids so mögen. Klar für richtige Vorschulhefte is sie noch zu jung, aber sie wird ja größer und da sie jetzt schon Interesse an solchen Spielen mit "Lerneffekt" hat, möcht ich mich halt rechtzeitig umhören, was es so gibt und was davon wirklich sinnvoll ist oder die kids halt gern spielen.

Außerdem bin ich schon der Meinung, daß man die kids vor der Schule schon bissel fördern darf, solange sie selbst dazu Lust haben. Unsere Große ist eh so willensstark, daß sie nur das machen würde wozu sie selbst Lust hat.

LG
Bianka

Beitrag von janamausi 02.04.10 - 13:21 Uhr

Hallo!

Vorschulhefte finde ich auch noch viel zu früh. Was sollen die Kinder dann mit ca. 5 Jahren machen? Dann langweilen sie sich nur.

Für Kinder mit 3 Jahren gibt es noch so viel zu lernen, entdecken, da langt Memorie, Brettspiele, Puzzle etc.

Auch ist in dem Alter eher die Motorik wichtig, also z.B. Perlen auffädeln, Steckspiele, Basteln, Malen, Schneiden etc.

Und z.B. bei Perslen auffädeln, kann man ja auch viel lernen, z.B. sie soll 5 rote auffädeln, dann 3 gelbe etc. Oder wenn das zu einfach ist, dann halt 13 rote etc.

LG janamausi

Beitrag von bianka33 03.04.10 - 11:37 Uhr

Danke für Deine Antwort!

Klar Vorschulhefte haben noch Zeit - wollt mich nur mal umhören, was Ihr so habt und als sinnvoll erachtet.

Deine Idee mit dem Perlen auffädeln find ich gut, das haben wir schon länger nicht mehr gemacht. Müssen wir halt machen, wenn unsere Kleine mal schläft, da kleinere Perlen für unsere kleine Krabbelmaus nicht so ungefährlich sind - und die Große ist da nicht so zuverlässig, daß alles immer auf dem Tisch bleibt...

LG
Bianka

Beitrag von zickl2000 02.04.10 - 14:52 Uhr

Hallo,
wir haben viele Brettspiele und ein Flocards - Spiel. Dort wird ähnlich wie bei LÜK zugeordnet. Allerdings mit kleinen magnetischen Holzformen. Das finde ich kindgerechter. Pascal kann es schon länger allein (ca. mit 3,5 Jahren.). Habe ihm nun 2 neue Kartensätze mit Buchstaben und Zahlen gekauft. Die liebt er.
lg
Nicole

Beitrag von bianka33 03.04.10 - 11:41 Uhr

Danke für Deine Antwort. Die werd ich mir mal genauer anschauen - davon hatte ich bis jetzt auch noch nichts gehört, klingt gut.

Also #danke nochmals für den Tipp!

LG#blume
Bianka

Beitrag von donaldine1 02.04.10 - 17:17 Uhr

Hallo,
der Enslin-Lern-Puk von Lies+Spiel ist wirklich richtig gut.
Leider ist er nicht ganz billig, darum habe ich auch lange überlegt, ob ich ihn kaufen soll.
Letztendlich habe ich es getan und nicht bereut. Meine Tochter (jetzt 4) kann da schon super alleine mit umgehen. Und man kann pür alle Altersgruppe (Kindergartenalter und Schulalter) Lernmaterial bekommen.
LG
donaldine1

Beitrag von bianka33 03.04.10 - 11:44 Uhr

Vielen Dank für Deinen Tipp. Davon hatte ich auch noch nichts gehört. Irgendwie sprachen immer alle nur von diesen Lük-kasten, aber jetzt kann ich mir mal mehrere verschiedene Systeme anschauen und dann entscheiden.

#herzlich - liches #danke für Deine Antwort.

LG
Bianka

Beitrag von kuschelmaeuse 02.04.10 - 17:41 Uhr

Hallo,

wir haben MiniLÜK, da gibt es Hefte ab 3 Jahren. Meine Zwillinge (4 1/2) machen die Hefte für 5-7 Jahre und unser Zwerg (fast 2 1/2) spielt gerne die für 3-5.

Natürlich gehen nicht alle Spiele schon alleine, besonders der Kleine kann das noch nicht, aber wir machen das halt als gemeinsames Spiel mit Fragen - ich hab ein kleines rotes Auto, hast du ein großes? Was macht denn die Maus auf dem Bild?

Auch bei den Rechenspielen der Großen stelle ich die Fragen und sie "erarbeiten" dann die Antworten.

Die Frage nach "zu früh" würde ich daher nicht stellen, eher "muß es schon alleine gehen"?

Bandolinos haben wir auch, finde ich persönlich aber nur im Auto proaktisch.

Ansonsten gibt es diese Rätsel- blocks, mit lustigen Aufgaben für die Kinder, das lieben meine total.

Kuschelmäuse

Beitrag von bianka33 03.04.10 - 11:51 Uhr

#danke für Deine Antwort, Schön, daß ich hier so viele Anregungen krieg.

LG

Beitrag von pasmax 02.04.10 - 20:03 Uhr

hallo...

ich habe für meine kinder knapp 3 und 5 einmal das bambino lük und einmal das minilük.

lg pas

Beitrag von h-m 02.04.10 - 20:41 Uhr

In dem Alter hatte meine Tochter auch nur einen Mini-LÜL-Kasten, mit dem sie allein noch nicht umgehen konnte. Aber dann haben wir das halt zusammen gemacht. Mit diesen Vorschulheften fing sie mit ca. 4,5 Jahren an, glaub ich. Mit 3 kam gerade mal das Interesse an Brettspielen und Puzzle.

Beitrag von bianka33 03.04.10 - 11:54 Uhr

Hallo!

Puzzels sind schon ganz lange der Renner bei unserer Großen, das Fieber is da schon ziemlich abgeflacht. #danke für Deine Antwort. Mit welchen Vorschulheften habt ihr dann mit 4 1/2 angefangen, gibts da verschiedene?

LG
Bianka

Beitrag von svecoly 02.04.10 - 22:15 Uhr

Hallo,

Ahhh , sorry, aber soll Sie mit 10 Jahren ihr Abitur machen?

So ein Blödsinn ; Kindergarten ein bischen Sport und viel
Spielen und relaxen reicht -- und nicht trimmen ---



Gib Ihr doch mal Zeit mit Sachen zu spielen was Sie mag.

Wenn Du eine gute Kita hast, reicht das Normalerweise aus. (Farbprojektwoche, Sand, Matsch,Trinkwasser ec.
geundes Frühstück, Bedeutung der Feiertage mit Spiele ec. (ist bei uns in der Kita so)

Wenn ich mir vorstelle ich würde noch "lernen wollen"
mit unserer Tochter, wäre Sie überfordert.

Gruss
Corinna mit Lütte 3 Jahre , die nach 6 Std Kita Ihr Spielverhalten selber wählt

( ist kein Vorwurf)-- da ich nicht weiß was die Kita deiner Tochter zu bieten hat.

Beitrag von marathoni 02.04.10 - 23:19 Uhr

Du magst mit deiner Anwort Recht haben. Was aber, wenn dein Kind es fordert? sagst du ihm dann auch, nein, nein, das lernst du noch früh genug in der Schule?!
Finde immer es kommt ganz auf das Kind darauf an.

Beitrag von bianka33 03.04.10 - 12:08 Uhr

Das seh ich eben auch so. Unsere Große mag mit den Bandolinos usw. spielen, aber da sie es noch nicht selber kann, ist sie oft enttäuscht, wenn ich keine Zeit hab ihr zu helfen.

Außerdem hab ich erlebt, daß die Tochter meiner Freundin im ersten Schuljahr mit dem Lern-Tempo ziemlich überfordert war, weil die anderen schon mehr konnten. Jetzt kriegt sie Förderunterricht dafür und es geht bissel besser. Sowas würd ich gern vermeiden und sie lieber vorher etwas födern und quasi vorbereiten - zumindest will ich ihren eigenen Eifer nicht grade bremsen.

LG

Beitrag von bianka33 03.04.10 - 12:02 Uhr

In den Kiga kommt sie erst im Herbst. Momentan ist sie 3 Tage in ner Spielgruppe und klar da lernt sie auch ganz viel, v.a. in Richtung Basteln usw. Ob unser Kiga dann so viele tolle Angebote anbieten wird, weiß ich nicht. Weiß nur, daß der Sohn von Bekannten enttäuscht war, weil er dachte er lernt im Kiga ganz viel, aber dem war halt nicht so - zumindest nicht so wie er und die Eltern sich das vorgestellt hatten. Er konnte z.b. vorher schon bissel zählen, Buchstaben usw.- hat dies aber eher verlernt, weil das im Kiga erst im Vorschuljahr gefördert wird.

Ach ja, und aufdrägen könnt ich meiner Großen eh nix - da is sie zu willensstark für. Allerdings mag sie so Wissensspiele zur Zeit sehr, dh sie möchte es immer spielen - auch wenn ich gar keine Zeit/Lust hab, weil vielleicht grad die Kleine mich braucht.

Gruss
Bianka

Beitrag von celia791 03.04.10 - 12:06 Uhr

Hallo,

ich finde, Du hast da völlig Recht. Meine Tochter ist 5 und mein Sohn 2 Jahre alt. Es fing schon in der Krabbelgruppe! meiner Grossen an (die Kinder waren da zu Beginn 8 Monate alt), dass sich die Mütter fast ausschliesslich darüber unterhielten, was ihr Kind schon kann. Die einen gingen zusätzlich in Englisch-Krabbelgruppen, die anderen zur Musikschule in Frühmusikalische Erziehung.
Ich kam mir immer etwas fehl am Platze vor, denn eigentlich dachte ich bis dahin immer, dass man so etwas ab dem Grundschulalter macht. Und dennoch, wenn alle so sind, fragt man sich leicht "Mache ich etwas falsch?" oder "Vielleicht muss man ja doch früh mit solchen Dingen beginnen". Mit 2 Jahren bin ich dann mit ihr tatsächlich in so einen Musikgarten gegangen. Mit der Erkenntnis, dass die Kinder das so rein überhaupt nicht interessiert, was die "Lehrerin" da so vorgetragen hat. Sie zeigte Musikinstrumente und erklärte, wofür sie da sind. Kein Kind von 12 Teilnehmern hat das interessiert. Die meisten wollten einfach nur spielen, die Welt entdecken. Klar, die Musik und das Singen zwischendurch waren toll, aber sicher nicht förderlich für irgendetwas. Meistens war es schon nach einer viertel Stunde ein Genörgel unter den Kindern, da wollte niemand sitzen bleiben, wurde aber verlangt. Wer nicht ruhig zuhörte, wurde rausgeschickt #schock.
Ich bin Gott sei Dank zur Besinnung gekommen und meine Tochter durfte sich ab 4 Jahren etwas aussuchen, was ihr Spass macht. Sie geht zum Ballett, aber aus eigenem Interesse.
Mit meinem Sohn habe ich eine Krabbelgruppe besucht und das wars. Niemals würde ich nochmals auf diesen ganzen Vorschul- Trainings- Wahn hereinfallen. Das ist für die Kinder Stress pur.
Ab und zu treffen wir uns mit der alten "Krabbelgruppe" nochmal, in der die Kinder jetzt alle 5,5 Jahre alt sind. Es gibt 4 Kinder, die total aus der Rolle fallen. Sie sind völlig ungezogen, können nicht still sitzen, plappern dazwischen etc. sie benehmen sich wie 2-jährige. Man bekommt den Eindruck, dass hier irgendwie das Sozialverhalten vergessen wurde beizubringen (aber dafür können sie schon rechnen und lesen).
Ein Kind davon musste mit 3,5 Jahren schon bis 100 zählen lernen und jedes Wochenende Buchstaben schreiben und Vorschulhefte durcharbeiten. Und sie hat das überhaupt nicht gerne gemacht.
Heute beschwert sich ihre Mutter darüber, dass sie im Kindergarten in der Vorschule überhaupt nicht mitmacht und laut Kindergärtnerin auch im Sozialverhalten nicht schulreif ist. (Die Kindergärtnerin hat ja überhaupt keine Ahnung von ihrem Talenten)
Meine Tochter hat sich mit 4 Jahren "Alle meine Entchen" auf dem Klavier beigebracht, einfach weil sie es toll fand. Kaum hatten wir wieder ein Treffen, klimperten alle auf unserem Klavier herum, meine Tochter spielte dann ihr Liedchen. Da brach eine Diskussion los, wer was schon spielen kann und wann man doch zum professionellen Unterricht gehen sollte. 1 Woche später rief mich die besagte Mutter nur mal so an und meinte beiläufig "Ach, meine Tochter spielt jetzt auf dem Keyboard Alle meine Entchen und Der Kuckuck und der Esel." #augen

Ich kann echt nur sagen, findet zur Besinnung und stellt fest, dass Eure Kinder Kinder sind und das auch bleiben dürfen! In der Vorschule und der Grundschule ist noch Zeit genug. Unsereins konnte auch kurz vor der Schule nur seinen eigenen Namen schreiben und wir sind ja auch durchs Abitur oder dergleichen gekommen, oder nicht?

Übrigens, eine Studie hat ergeben, dass das ganze Training vor der Grundschule gar nichts bringt. Intelligenz lässt sich nicht trainieren. In den schulischen Leistungen schneiden sogar die Kinder besser ab, die sich bis 6 Jahre viel bewegt und die viel gespielt haben. Weil das Gehirn in dem Alter nämlich den Grundstock für die räumliche Erfassung erlernt. 2-dimensionale Dinge (schreiben, malen, alles was auf Papier geschieht) erfasst ein Gehirn erst ab dem 6. Lebensjahr und speichert es dann auch erst ab.
Kinder, die vorher viel üben sollten, hatten in der Schule zum grössten Teil sogar gar keine Lust mehr drauf oder hörten nicht zu, weil es langweilig war und verpassten so den Anschluss.

PS: Es ist etwas ganz anderes, wenn ein Kind vorher schon höher begabt ist, aber dass ist eine geringe Prozentzahl und dass sollte mit einem Fachmann besprochen werden.

LG Celia.

Beitrag von bianka33 03.04.10 - 12:22 Uhr

An Deinem Einwand ist sicher was wahres dran. Alles mit Maß und Ziel und zur richtigen Zeit.

Bin selber auch immer am abwägen, welches Angebot für unsere Große vielleicht schon was wäre. Mit 3 bzw. 4 Jahren können die kids ja schon so viele Kurse anfangen. Hab bzgl. Musikschule o.ä. beschlossen, daß sie ab Herbst erst mal im Kiga ankommen soll und ich ihr dann nächstes Jahr, mit 4, mal erzähle, was sie machen könnte und ihr dann selbst überlass, ob sie zb mit Musik was machen möchte oder zum Tanzen - und dann darf sie mal reinschnuppern, ob das (schon) was ist.

Von solchen Lern-spielen (zb Bandolino) ist sie halt ziemlich begeistert, verlangt oft danach und ich denke, daß es ihr auch nicht schaden kann, wenn sie da entsprechend ihrem Alter Dinge zuordnen kann (Gegensätze...)

Danke für Deinen Beitrag - werd ich noch öfter mal drüber nachdenken, obs nicht schon zu viel des Guten ist...

LG Bianka

Beitrag von celia791 03.04.10 - 12:48 Uhr

Hallo nochmal,

ich denke, so wie es sich anhört, wirst Du es richtig machen.
Mit meinem Beitrag wollte ich einfach nur mal beschreiben, wie es heutzutage da draussen aussieht. Und meine Gefühle, Gedanken dazu schreiben.
Ich finde, bis zur Grundschule sollte man mit seinen Kindern in diesen Dingen nur soweit mitmachen, wie sie das von sich aus verlangen. Also, wie bei Euch das Bandolino. Unsere Tochter versucht sich im Moment ab und zu im Lesen kleiner Worte, wie Oma, Mama, Papa. Aber von sich aus, weil ihre Freundinnen alle schon Vorschulkinder sind. Sie kommt im Sommer in die Vorschule. Aber sie hat einfach Spass dran und wenn sie fragt, helfe ich ihr gerne dabei. Würde aber nie auf die Idee kommen, ihr irgendwelche Übungen zu kaufen. Normale, altersgerechte Spiele und der Kindergarten bringen da mehr.

Die Gesellschaft ist komisch geworden, aus Kindern werden irgendwie kleine Erwachsene gemacht. Und egal, wo man hinhört und liest, jedes Kind ist bei den U-Untersuchungen immer schon "sehr weit für ihr/sein Alter". Demnach müssten wir in 20 Jahren alles 1er Abiturienten und Früh-Wissenschaftler haben.
Das ganze fing ja schon in den 90er Jahren an (habe selber noch einen jungen Cousin" Der war auch immer "weit für sein Alter" und "total intelligent" und wird bestimmt mal "studieren".
Seine Freunde und er haben Null Bock. Sie sind 18 Jahre alt und die meisten haben Hauptschul- oder Gesamtschulabschluss. An Berufsausbildung erstmal nicht zu denken. Alles wird angefangen und wieder abgebrochen. Lieber wird "gechillt und Pfeife geraucht".
Sowas gibt mir zu Denken.

Lg Celia.

Beitrag von hopsi2005 05.04.10 - 02:14 Uhr

Das hast du schön auf den Punkt gebracht. Ich habe auch mal mit meiner dreijährigen Tochter eins dieser Vorschulhefte gemacht und da sollte sie sich bei einer dieser Übungen entscheiden, welche Gegenstände rot und welche grün sind. Beim Apfel und bei den Weintrauben hat sie gesagt, dass diese beiden Dinge beide Farben haben können und dass dieses Heft "total bescheuert" ist.

Seitdem hasst sie diese Dinge und ja, wir sind derzeit in der Fachberatung, weil sie wahrscheinlich "höher begabt" ist. Die Ironie an der Geschichte ist, dass wir zu dieser Beratung mussten, weil sie sich den ganzen Vormittag damit beschäftigen konnte, mit zwei Stöckchen und drei Steinchen ganz allein vor sich hinzuspielen. Das Problem war laut Kindergarten, dass sie nicht altersgerecht mit Spielsachen spielt. Bis wir dann bei der U 8 und bei einer anderen Untersuchung darauf gekommen sind, dass die alterstypischen Spielsachen sie einfach nur langweilen. Wir haben auch ein Mini-Lük und das fässt sie freiwillig nicht mit der Kneifzange an, aber wir wissen aus ähnlichen Untersuchungen, dass sie die Aufgaben intellektuell lösen kann.

Meine Meinung ist, dass kein Kind von sich aus morgens aufsteht und sagt: Mama, bitte kauf mir ein Mini-Lük. Die Kinder bekommen das irgendwann irgendwie unter die Nase gehalten und sind maximal neugierig.

Ich weiß nicht, wie meine Tochte lernt, aber sie lernt es irgendwie aus dem Spiel und durch Fragen. Und sie beobachtet viel die älteren Kinder.

Sie kann übrigens nur bis 20 zählen und ist trotzdem nicht auf den Kopf gefallen. Sie rechnet aber im Einer-Bereich, was wir nur durch Zufall herausgefunden haben. Das Leben stellt die Aufgaben, macht braucht gar kein Extra-Lehrmaterial. ;-)