Alkohol mein bester Freund

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von wasnuntun 10.04.10 - 05:25 Uhr

Hallo,
hab ein für mich großes Problem. Mein Freund und ich haben schon ein bisschen was durch, also kurzfassung: Kennen uns schon seit der 3. Klasse (ich bin jetzt 25Jahre) in der 5. Klasse war er schon in mich verliebt, in der 6. zog er mit seinen Ellis weg. Nun ja, nach über 10Jahren haben wir zusammen gefunden... da stand ein Mädel dazwischen, oder er besser gesagt zwischen 2 Stühlen. Nun ja, ich hab ihn ziehen lassen mit ihr, aber den Kontakt gehalten, nur gut... er wollte sich das Leben nehmen, weil er mit der Situation net klar kam, sie hatte ihn ausgenutzt, belogen, betrogen und ihn fast in den Tod getrieben, in dieser Nacht war ich die einzige die für ihn da war... uns trennten 300km, also per Internet. Nun ja, sie hat dafür gesorgt das wir dann gar keinen Kontakt mehr hatten, nachdem er eingeliefert wurde. Hat seine Passwörter geändert usw. Mit psychologischer Hilfe hat auch er dann gemerkt, das sie nicht gut für ihn war. Er hatte dann wieder mit mir Kontakt aufgenommen, und sich x mal bedankt das er noch lebt, das ich für ihn da war.
Wir haben uns ausgesprochen und sind nun auch wieder zusammen. Ich liebe ihn, aber seit der ganzen Sache ist er oft am Trinken, abends, immer 6 oder mehr Bier, ist das alle wird eben Schnaps weiter getrunken (oder was sich noch findet). Das war damals noch nicht so. Er geht noch zur Psychologin, aber darüber redet er nicht mit ihr. Ich habe ihm gesagt das er für meine Verhältnisse zu viel trinkt. Er fragt mich beim Einkaufen, ob ich ne Flasche Braunen haben will (trinke gerne mal Cola mit Braunen, mal ein Gläschen wenn mir danach ist), ich hab nein gesagt, haben schon nicht viel Geld, das erste wo er bei Penny hinläuft ist zum Bier, dann erst alles andere. Ich liebe ihn und will ihn nicht verlieren, und schon gar nicht an ner Flasche Bier! Ich hab ihm schon gesagt das wenn er mehr säuft ich auch mehr trinke, hab früher oft frustsaufen gemacht, aber das will ich nicht und ich will nicht das unsere Beziehung daran kaputt geht. Nächste Woche muss er wieder zu seiner Psychologin, ich hab schon überlegt, ob ich der Schwester heimlich einen Zettel für die Ärztin gebe, wo ich ihr das schildere. Was würdet ihr machen/denken?
Danke für Antworten
LG

Beitrag von blackxy39 10.04.10 - 07:30 Uhr

ich würde ihn in ruhe lassen! er sollte erstmal mit seinem leben klar kommen bevor er sich in ne neue beziehung stürzt.

und es ist nicht normal jeden abend 6 bier zu trinken.

das du dann gezwungen bist auch mehr zu trinken ist ziemlich bedenklich und wird dich über kurz oder lang auch in eine abhängigkeit führen.

du weißt doch das etwas nicht i.o. ist sonst hättest du hier nicht geschrieben.

ich finds ziemlich assi ehrlich gesagt und würde sowas in meinem leben nicht haben wollen, egal wie sehr ich denjenigen liebe.

du bist nicht sein samariter und kannst ihm bei seinen problemen nicht helfen, das mußt du mal erkennen.

und ja ich weiß wovon ich rede ich war mal mit nem alki zusammen.


Beitrag von frieda05 10.04.10 - 08:18 Uhr

jepp..., dem warst Du, Deiner Schreibe nach mit Sicherheit auch eine große Hilfe #augen.

Die Wahrscheinlichkeit (ja - guck ma ey - ich habe ne Shift-Taste, man kann "groß" und "klein" schreiben - geil wa? ), daß er sich fängt, wenn sie ihn "in Ruhe" läßt ist ja ausgesprochen hoch - echtjetzt.

Am Besten versieht sie den Guten mit einem kräftigen Tritt in die Gesäßgegend, wie von Dir empfohlen und schickt ne Karte, wenn er sich im Suff von der Brücke gestürzt hat, oder der Tumor in der Leber ihn dahinraffte. Wer redet denn hier von "Gefühlen" - ach was, pillepalle. Das Hemd ist schließlich immer näher als die Hose.

Immerhin durfte ich positiv überrascht feststellen, daß Du weißt, wer oder was ein Samariter ist #rofl. Damit hatte ich nicht gerechnet. Das Leben ist doch erstaunlicher als man denkt.

"kannst ihm bei seinen problemen nicht helfen, das mußt du mal erkennen. "

Klugscheißer! Das weißt Du doch nicht. Der beste Freund meines Mannes war jedenfalls sehr wohl in der Lage, seiner Frau zu helfen. Das kommt wohl immer auf das Potential des Helfenden an. Deines lag scheinbar nicht so im oberen Bereich.

Und ja.... - ich weiß auch wovon ich rede.

GzG
irmi

Beitrag von blubb.bla 10.04.10 - 09:37 Uhr

hätte ich nicht besser schreiben können.

es kommt wie du schon sagtest, auf die hand des helfers an. und wenn man genug liebt schafft man das.

und auch ich weiß wovon ich rede.

see you

Beitrag von blackxy 10.04.10 - 14:14 Uhr

du meinst also wenn ich 4 jahre mit nem alkoholiker zusammen war und in den 4 jahren erkennen mußte das ihm niemand helfen kann ausser er sich selbst habe ich kein potential???
es ist leider so! wenn derjenige es nicht will und sich wohl fühlt in seinem suff kannste nix machen!
dann mußte ihn halt fallen lassen.

und so ne bissige und dumme antwort habe ich von dir ja echt noch nie gelesen!

lies doch mal weiter unten da steht nichts anderes als das was ich geschrieben habe nur anders verpackt!

und wenn sie selbst nun schon gefährdet ist sollte sie reiß aus nehmen oder sie wird genauso enden wie er!

Beitrag von frieda05 10.04.10 - 08:20 Uhr

Es gibt auch hier qualifiziertes Fachpersonal.

Das ist kein Ding, welches Du über das Internet lösen wirst. Co-Abhängigkeit ist nicht witzig.

Wende Dich an die Profis.

GzG
Irmi

Beitrag von ciocia 10.04.10 - 09:49 Uhr

Hallo,

ich glaube, du hast keine Ahnung was Alkoholismus beduetet. Was das für eine schwere und fast unheilbare Krankheit ist.

Jemand, der trinkt wird erst dann wach, wenn er ganz unten liegt und ganz allein ist. Du kannst ihm ein Ulitmatum stellen - entweder du oder Alkohol. Zumal er gar nicht zugeben will, dass er ein Problem hat. Und ER muss es wollen, er braucht einen Impuls.

So wie es schon andere geschrieben haben- du wirst oder bist schon Co-abhänging. Du nimmst ihn in Schutz, bedauerst ihn und auf der anderen Seite macht es dich fertig.

Sei konsequent!

Gruß
(mein Vater war/ ist abhängig. Deshalb sind Männer, die trinken, ein Tabu für mich)

Beitrag von tuttifruttihh 10.04.10 - 09:53 Uhr

Ich würde mir auch professionelle Hilfe suchen. Grad bei der Vorgeschichte mit den Selbstmordgedanken wäre ich an Deiner Stelle überfordert. Da er schon in psychologischer Betreuung ist, finde ich Deine Idee mit dem Zettel (oder vielleicht ein kurzer Anruf?) gut. Versuch das erstmal, vielleicht hast Du damit Erfolg. Vielleicht stecken auch noch andere Dinge hinter seiner "Flucht" in den Alkohol, von denen Du nichts weißt und über die er mit Dir nicht reden kann... möglich wäre es. Vielleicht findet ein Psychologe das heraus und kann gegen steuern.

Dein Freund hat sehr viel Glück, dass er Dich hat! Pass bloß auf, dass Dir das nicht zum Verhängnis wird und Du nicht auch in die Abhängigkeit rutscht! Wichtig ist, dass Du schnell handelst denn Alkoholismus kann das ganze Leben (wirtschaftslich und sozial) zerstören, doch leider erkennen das die Betroffenen selten oder erst zu spät.

Lg und viel Glück, dass ihr das gemeinsam schafft #klee

Beitrag von wasnuntun 10.04.10 - 14:52 Uhr

Na ja, ich denke nicht das ich schon Co-Anhängig bin, da ich "Nein" sage... mir ist es nur aufgefallen als er das eine mal mehr als genug getrunken hat, und ich an ner Flasche Wein hing. Es klingt vielleicht doof, aber ich war auch mal Depressiv und hab es alleine geschafft, wenn ich heute merke das ich wieder so werde, schieb ich mir selber einen Riegel vor. Also ich hab schon gemerkt das ich ins frusten komme wenn ich dann zuviel trinke... das war dann mein persönlicher Stop. Wenn wir bei mir sind und ich einkaufen gehe, dann lieber alleine, zum Thema Bier sag ich dann schon nein. Und wenn er mal n Abend nicht trinkt, was er auch kann, ist er noch nicht gereizt. Damit meine ich, das er sein Problem jetzt noch Ambulant lösen kann, er musss es bloß direkt erkennen, vielleicht hilft es ihm wenn ich ihn heimlich filme und ihm das vor Augen halten. Das es unsere Beziehung kaputt macht, habe ich ihm schon gesagt, auch des Geldes wegen. Das es so überhand genommen hat, ist seit dem er Arbeitslos ist, ich hoffe das er schnell n Job findet. Momentan säuft er nur abends, nur mir ist es jetzt schon zuviel und ich lasse mich nicht mitreißen, die stärke habe ich, nur gut das ich es vorher gemerkt habe. Frustsaufen ist ne böse Falle. Er selber hat mir auch schon gesagt, das er weiß das er oft zuviel trinkt, aber es schmeckt eben so lecker, wie es sagt. Wenn ich es schaffe das er jetzt die Einsicht kriegt, denke ich wird das wieder, wenn nicht, scheitert auch unsere Beziehung dran, weil ich hab auch meine Sorgen und ein Babysitter bin ich ja nun leider nicht, schließlich ist er erwachsen. Mehr als Hilfe anbieten oder ihn zu begleiten (Ärzte oder ähnliches) kann ich nicht.

Beitrag von elternzeit-papa 10.04.10 - 10:22 Uhr

Hi,
ich kenne mich in diesen Dingen zum Glück nicht aus. Deshalb nur so viel: Ich könnte keine 6 Bier am Abend trinken, selbst wenn ich es wollte. Und Schnaps danach sowieso nicht, dann müsste man mich einliefern. Und ich bin ein erwachsener Mann mit 83 Kg Körpergewicht.

Das schafft man nur, wenn schon eine starke Gewöhnung da ist. Also nimm die Vorschreiber bitte ernst!

Beitrag von Du wirst ihm.... 10.04.10 - 11:21 Uhr


nicht helfen können. So wie ich das lese bist Du leider schon in eine Co-Abhängigkeit geschlittert.
So lange Du ihn unterstützt und Du sein ,,Trinken,, unterstützt, wird sich nichts ändern.
Und wenn Du ,, mitsäufst,, was soll das bringen??...dann sitzt ihr im gleichen Boot und er braucht nichts ändern. Damit drehst du das Karusell immer weiter...
Was meinst Du was ich alles versucht habe bei meinem Ex-Mann??? Bier wegschütten, schimpfen, drohen....ach was weiß ich was ich alles für ein Blödsinn versucht habe. Er muß von allein da raus wollen...und für Dich mußt du auch selbst was tun, damit Du aus der Co-Abhängigkeit rauskommst.Ich hab es erst geschafft, nachdem ich weg war von ihm. Denn die Situation hatte sich leider immer mehr verschlechtert, weil ich Co war und ihn ,,unbewußt,, unterstützt hatte. Hab alles andere geregelt...er brauchte sich nur noch um sein ,,Stoff,, kümmern. Du wirst es nicht schaffen,ihn vom Trinken weg zu bekommen. Wenn Du etwas für Dich tust in dieser Richtung...werdet ihr nur ne Chance haben.Manche müssen auch erst auf dem Boden liegen, bis sie begreifen was los ist.Wichtig ist, dass er seine Probleme bearbeitet...denn ich denke es gibt bestimmt ein Grund dafür sonst wäre er nicht bei einer Psychologin. Geh Du zu den AA´s für Angehörige Zb. zum blauen Kreuz.... man kann auch über Internet Kontakt aufnehmen anonym wenn es dir so leichter fällt. Ich kann dir gerne Adressen als PN schreiben wenn Du magst.
Das sind letztendlich alles nur Tips...und Du mußt selbst wissen was du machst.
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft für die nächste Zeit...denn die wirst Du brauchen
alles Gute

Beitrag von paulfort35 10.04.10 - 13:06 Uhr

Ich fürchte, dass Du ihn schon verloren hast: an die andere, über die er anscheinend nicht hinweg kommt, da er sich mit Alkohol tröstet. Selbst wenn er von seiner Sucht loskommt, wird er Dich nicht lieben. Oder möchtest Du, dass er aus Dankbarkeit mit Dir zusammen ist? Ich finde es toll von Dir, dass Du ihm helfen willst, die Idee mit dem Zettel ist super. Aber pass auf, dass Du nicht auf der Strecke bleibst bei alldem. Vor allen Dingen, da Du auch ein Alkohol-Problem hast oder zumindest gefährdet bist.

Ganz ehrlich: ich würde mich trennen. Falls er es schafft, von seiner Sucht loszukommen und dann noch mit Dir zusammen sein will, könnt ihr ja immer noch einen Neuanfang machen.

Beitrag von knupserknusper 10.04.10 - 13:21 Uhr

das is so ziemlich der dämlichste Ratschlag, den ich hier jemals lesen durfte #danke man kann nie so doof denken wie andere schreiben.

Beitrag von blackxy 10.04.10 - 14:22 Uhr

ich finde die idee gut!
erst trocken werden dann ein neuanfang!

ich weiß nicht was manche sich denken hier!

ein leben mit nem alkoholiker ist die HÖLLE, jeder der das runterspielt hat den schuß nicht gehört!

Beitrag von paulfort35 11.04.10 - 14:22 Uhr

Wenn man keine eigenen Ideen hat, macht man andere herunter - das altbekannte Muster *gähn*. Diese Niveaulosigkeit spiegelt sich dann im Schwarznick und in der Beschimpfung wieder.

Beitrag von blackxy 11.04.10 - 19:57 Uhr

meinste mich?!?

Beitrag von stephx82 10.04.10 - 16:14 Uhr

Der Ärztin einen Zettel geben würde ich nicht.
Er muss die Hilfe wollen.
Ich würd versuchen mit ihm zu reden wie mir scheint versteht ihr euch ja sehr gut.
Sag ihm das er sich nur schadet wenn er so weiter macht.Du liebst ihn und willst ihn nicht verlieren,aber mit den Alkoholkonsum kommst du nicht klar.Unterstütz ihn dabei wenn er sich helfen lassen will.Sei für ihn da.
Zwingen mit der Ärztin darüber zu sprechen kannst du nicht er muss es von selbst wollen.
Wie wärs wenn du vielleicht zum nächsten treffen mitgehst wenn er nichts dagegen hat?
Und selber mitsaufen bringt dir und ihm schonmal gar nichts.Du macht mir einen recht starken eindruck und scheinst den willen zu haben nichts mehr zu trinken dann mach das.Soll er ,wenn alleine saufen.

LG