Essstörung beim Kleinkind? Erfahrung?

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von kanische 10.04.10 - 21:16 Uhr

Hallo bei meinem sohn (3) wird es immer schlimmer mit dem Essen und ich glaube langsam er hat eine Essstörung.

er isst nur Reibekuchen, Pfannkuchen, Brot mit Nutella oder Erdnussbutter, ein bißchen Pommes. Milch trinkt er noch. Alles andere verweigert er total mittlerweile betittelt er alles als Ekelig und wir sollen weg damit gehen, wenn er mal z.B. Chicken Nuggets probiert, was er sonst eigentlich gegessen hat, fängt er an zu würgen. Ich habe mich jetzt ein wenig belesen im Internet und denke wirklich er hat eine Essstörung. Wir essen alle völlig normal. Es hat bei ihm schon angefangen als er mit Stückchen essen begonnen hat. So richtig schlimm ist es seite einer kur, er hatte Noro Virus und hat stark abgenommen, auch ist er da mit der komplett fremden Umgebung und mit der Kinderbetreuung gar nicht klar kommen. Wir haben frühzeitig abgebrochen. Da war er gerade 2 jahre alt. Er ist eigentlich sonst fit und sehr aktiv, er wiegt bei einer größe von 92 cm 12,7 kg.

Hat vielleicht jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir seine geschichte erzählen?

Gehe Montag erstmal zum arzt mit meinem Sohn und lasse nochmal alles körperliche ausschließen und dann wenn die Kinderäztin meinen Verdacht bestätigt, werde ich mir gleich Hilfe suchen.

Beitrag von d4rk_elf 10.04.10 - 21:45 Uhr

Hi,

ich denke nicht das Dein Kind eine Essstörung hat. Wahrscheinlich bekommt er immer das was er möchte. Gerade wenn er so anstalten macht wie würgen und sowas.
Mein Sohn hat auch immer wieder so Phasen wo er meint er würde nur Pfannekuchen essen, oder Fleisch mit Kartoffeln und nichts anderes. Keine Wurst auf Brot sondern nur Schoki und weiter und so weiter. Dann ist ihm was anderes wieder zu fettig. Schecklich ist das. Er ist jetzt fast 5,5 Jahre alt 109 cm gross und wiegt mal gerade 16 Kilo! Ist aber körperlich absolut gesund. Er muss jetzt nur alle 3 Monate zum Kia zum wiegen und messen.
Mach doch einfach mal keine Pfannekuchen oder Nutellabrote.
Ich bin mir ziemlich sicher das er auch andere Sachen essen würde.
Das ist bei uns auch oft nen Kampf, aber es klappt. Obwohl ich vor dem Essen gaaaaaaanz oft höre: Ich mag das aber nicht!"

LG
d4rk_elf

Beitrag von mysterya 10.04.10 - 22:24 Uhr

Ja daraus wird mit Sicherheit ne Essstörung, wenn du ihn nur Pfannkuchen und sonen anderen Kram essen lässt. Der auch noch saumäßig ungesund ist. Ich meine der scheint ja nur zu bekommen, was er absolut toll findet. Kein Wunder, wenn er dann der Meinung ist, dass ihm nichts anderes mehr schmeckt. Er wird ja auch ohne das andere zu probieren offensichtlich satt.

Meine Tochter hat nach dem Norovirus ganz genauso angefangen und lange Zeit wusste ich auch nicht,was ich machen sollte, denn sie aß nur Mischgemüse und Nudeln mit Tomatensauce. Ihre Favouriten.

Dann hat man mich im Forum aber doch dazu ermuntert einfach mal ihr durchweg ganz normal Essen vorzusetzen, egal ob ich nun weiß, dass sie das isst oder nicht. Ich habs ausprobiert. Die ersten 4 Tage hat sie fast alles verweigert und dann fing sie an immer mehr zu probieren. Und das Ende vom Lied ist, dass ich nun schon mittlerweile jede menge kochen kann und weiß, dass sie zumindest probiert. Manchmal isst sie, manchmal nicht, aber wenn sie Hunger hat, dann isst sie zu mindest auch vonanderen Sachen ein bisschen mit.

Natürlich stimme ich es immernoch etwas ab, aber ich koche nicht nur das, was ihr schmeckt. Wenn mal nichts offensichtlich für sie dabei ist, ermuntere ich sie trotzdem das zu probieren und ansonsten ignoriere ich sie, wenn sie dann rummosert.

Sie darf selber entscheiden was und wie viel sie isst, aber auf Show lasse ich mich nicht mehr so ein.

Und ich kann jetzt wirklich fast normal kochen.

Ich glaube einfach nicht, dass ein kind mit 3 schon eine Essstörung hat. Ich glaube, eher das Problem ist hausgemacht. Du willst nur das Beste für ihn und das er auf Garantie isst, aber gewöhnst ihn nicht an das normale Essen und das probiert wird, was auf den Tisch kommt. Er gewöhnt sich im Gegenzug an nur seine Lieblinsgsachen zu essen, damit er auch möglichst nur die immer vorgesetzte bekommt. Und da erja so satt wird, sieht er auch nicht ein daran was zu ändern.

Ich weiß, was ich schreibe klingt bissl hardcore und das ist es in der ersten Zeit auch. Aber es stimmt schon. Ein hungriges Kind verhungert nicht vor einem vollen Teller selbstgekochtem und ein durstiges nicht vor einem vollen Glas Wasser, auch wenn beides nicht der Renner bei dem Kind ist.

LG Mysty

Beitrag von sunflower.1976 10.04.10 - 22:35 Uhr

Hallo!

Ich glaube nicht an eine Essstörung.
Wie gehen Du, der Papa und andere enge Bezugspersonen denn damit um, wenn Dein Sohn Nahrungsmittel verweigert. Schimpft ihr mit ihm, versucht ihr ihn zum essen zu überreden o.ä.? Bekommt Dein Sohn seine "Lieblingsgerichte", wenn er zuvor die angebotene Mahlzeit abgeleht hat oder wie reagierst Du?
Wie habt Ihr am Anfang reagiert, als Dein Sohn schon beim ersten Stückigen Essen nicht alles gegessen hat?
Wie seit ihr mit dem Thema Essen umgegangen, als Dein Sohn durch den Infekt abgenommen hatte. Wurde er da zum Essen überredet? Wird "gut Essen" mit Nachtisch oder die Aussicht auf Süßigkeiten belohnt?
Weiß Dein Sohn von Deinen Sorgen bezüglich seines Essverhaltens bzw. hat er mal mitbekommen, dass Du mit irgendjemandem darüber sprichst?
Du musst die Fragen nicht hier beantworten, wenn DU nicht möchtest, aber Du kannst sie ja mal für Dich selber beantworten.

Von Anfang an halte ich mich an eine Regel aus dem Buch "Mein Kind will nicht essen":
Ich entscheide, was es wann zu essen gibt und mein Kind entscheidet, wie viel es davon möchte.

Für uns selber heißt das, dass unsere Kinder nie zum essen überredet werden (das ein oder andere Löffelchen mehr unter Druck bringt nichts) und ihre Essensmenge wird nicht positiv oder negativ kommentiert - so nach dem Motto: "Toll hast Du HEUTE ENDLICH mal Deinen Teller leer gegessen!").

Außerdem biete ich keine Alternativen an, wenn meine Kinder die angebotene Mahlzeit nicht mögen. Es ist wenigstens ein Teil davon kindgerecht, so dass es als Alternative allerhöchstens Brot gibt. Ich koche aber nicht nur Lieblingsgerichte, denn dann gäbe es immer das Gleiche. Es kann dann schon mal passieren, dass eins meiner Kinder nur Kartoffeln oder Reis mit Butter isst, weil es den Rest nicht mag. Aber bei ihrem sehr großen Obst- und Gemüsekonsum über den Tag verteilt, ist das kein Problem. Aber auch die Entscheidung für "Reis mit Butter" kommentiere ich nicht, denn das ist okay.
Will eins meiner Kinder bei einer Mahlzeit nichts oder nur wenig essen, gibt´s trotzdem erst wieder was zur nächsten Zwischenmahlzeit. Mag sein, dass es die dann mal ein bißchen eher gibt, aber ich mache nicht 20 Minuten nach dem Mittagessen ein Brot fertig.
Nachtisch oder Süßigkeiten gibt´s bei uns nicht als Lockmittel, damit "gut gegessen wird.

Bisher sind wir damit gut klargekommen, obwohl meine beiden Söhne eher dünn sind (von mir geerbt) und ich mir bei meinem großen Sohn schon Gedanken um das Essverhalten gemacht habe. Bis ungefähr zum 4. Geburtstag hat mein großer Sohn alles außer Pilzen gegessen, dann wurde er mäkeliger. Aber ich denke mir, dass sich das langfristig wieder gibt.

LG Silvia

Beitrag von kathrincat 10.04.10 - 23:17 Uhr

das sit keine essstörung sondern normal, warst du als kind nciht so, ich habe mich immer mal nur ein halbs jahr oder so nur von eierkuchen oder sonst was ernährt, und das von jeder mahlzeit. lass ihn einfach und mach nur reibekuchen oder so was, er hört von alleine auf.

Beitrag von schnuller7 11.04.10 - 00:02 Uhr

Hallo

Wenn du magst kannst du mich gerne über die Vk anschreiben ;-)

Gruß Schnuller

Beitrag von baldurstar 11.04.10 - 10:01 Uhr

also eine essstörung hat er sicher nicht.
wäre auch so gut wie unmöglich wenn ihr keine habt und ihm das nicht vorlebt...denn eine esstörung ist eine erkranknung die durch umwelteinflüsse ausgelöst wird und nicht eine die wie ein virus mal eben so kommt.

hätte er eine essstörung würde er entweder generell die nahrung verweigern oder immer fressen und dann erbrechen mit absicht ( anorexia nervosa oder bulemie usw . ).
dein kind mag einfach diese sachen am liebsten und hat derzeit kein interesse an andrer nahrung. wenn mama sich dann da einwickeln lässt und zuviel sorgen macht etc. dann kommt das kind an sein ziel...nämlich das es nur das essen gibt was es sich einbildet.
dein sohn weiss vermutlich einfach wie er s machen muss wie die meisten kinder.

im übrigen hat eine essstörung in der regel keinerlei körperliche ursachen, somit ist die ursache für einen normalen arzt nicht sichtbar...

ich sage mal eine essstörung kannst du mit 99,999999% wahrscheinlichkeit ausschliessen, und ich weiss wovon ich spreche da ich selbst vor 17 jahren in eine massive essstörung rutschte ( mit 13 damals ) und auch heute ab und zu noch zu kämpfen habe damit.