Atropin-Augentropfen, hat schon wer? (+ Augenntersuchungsfrage)

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von miss.mob 11.04.10 - 20:23 Uhr

Hallo!

Als wir mit unserem Sohn beim Augenarzt waren, konnte mittels dem Gerät (beidäugiger Visionscreener) nichts gemessen werden (der Computer sagte immer wieder: außerhalb vom Messbereich. Das hat dieses Gerät schon immer angezeigt, wir gehen seit dem 6 Monat regelmäßig zum Augenarzt). Die Orthoptistin geht deswegen davon aus, dass unser Sohn eine sehr hohe Dioptrienzahl (im Plusbereich) haben muss und nun muss ich ihm nächstes Wochenende Atropin in die Augen tropfen und dann nochmal zur weiteren Untersuchung hin.

Musste das jemand von euch auch schon machen? Die Nebenwirkungen und was man dabei alles beachten muss sind ganz schön heftig und ich habe jetzt schon Angst davor.

Und wie wurden eure Kinder dann untersucht? Wenn er in so einen Apparat gucken soll und irgendwas sagen, dann sehe ich schwarz, da macht er nicht mit. Er ist jetzt fast 2,5 Jahre alt und auch von so einer Karte mit Gegenständen wird er dort nichts benennen (war letztes mal schon so und da waren auch total komische Dinge drauf, die er nicht wirklich benennen kann, z.B. so eine komische Kaffeetasse mit Untertasse oder eine Taschenuhr).

Danke,
miss

Beitrag von 2008-04 11.04.10 - 20:41 Uhr

Hallo,

ich glaub das meine Tochter die tropfen letztes Jahr bekommen hat.
Ich bin regelmäßig mit beiden kindern beim orthoptistin, bei Mein großen Wurde vor einen Jahr eine Amblyopie festgestellt mit beinahe erblinden, zu diesem zeitpunkt sah er nur 20%.
Seitdem muß ich auch mit meiner kleinen gehen. Ich glaub sie hat diese tropfen bekommen. Das einzige was war , war das sie über 3 tage riesige pupillen hatte.

Meine ärztin meinte das wenn die kids auf ne karte schauen und nix sagen sehen sie an der mimik ob das kind was sieht oder nicht.
Also bei meiner tochter ging es einiger maßen wir müssen jetzt im sommer wieder hin, weil wir immer noch drauf aufpassen müssen das sie die krankheit nicht bekommt was mein großer hat.

Ansonsten kann ich dir leider nicht viel sagen, eures scheint anderst zu sein denn Lukas hatte letztes Jahr 0 dioptrin trotz das er fast nix mehr saß, wie das geht kann sich keiner erklären.

Ich drück euch die daumen.

Lg Antje

Beitrag von miss.mob 11.04.10 - 20:45 Uhr

Hallo!

Danke für deine Antwort.
Da sieht man mal, wie komisch das ist. Meins Sohn soll angeblich mindestens 10 Dioptrien haben, aber man merkt eigentlich gar nichts davon. Er geht nur manchmal beim Malen oder etwas genau Betrachten sehr nah mit dem Gegenstand ans Auge.

Die Tropfen muss ich übrigens selbst verabreichen, 2 Tage lang. Das ist die stärkere Version der Tropfen, die man kurz vor der Behandlung beim Augenarzt bekommt, da Kinderaugen eine höhere Dosis brauchen, da ihr Auge sehr anpassungsfähig ist.

Beitrag von nuckelspucker 11.04.10 - 20:52 Uhr

hey,

die tropfen müssen zwei oder drei tage vorher gegeben werden, weiß nicht mehr genau. die kinder haben dann riesige pupillen und sollten beobachtet werden beim treppensteigen usw.

das vorlesen von bildern oder zahlen kann man doch zu hause prima üben. mach ein tolles spiel daraus und du wirst sehen, das klappt sicher.

lg und viel erfolg!

claudia

Beitrag von miss.mob 11.04.10 - 21:06 Uhr

Hallo!

Auch danke für deine Antwort!

An sich ist das Nennen von Gegenständen kein Problem, aber beim Arzt ist das etwas anderes. Mein Sohn hat eine kleine Arztphobie, da er vor einigen Monaten ohne Betäubung genäht werden musste (am Mund) und das war ziemlich fies, hat er sich gemerkt. Auch mit Bestechen (Spielzeug o.ä.) geht da nicht viel.

Ich lasse es einfach auf mich zukommen, ändern kann ich es ja leider eh nicht.

Danke nochmal,
miss

Beitrag von annepopanne2 11.04.10 - 21:03 Uhr

hallo miss...

atropin wird den kindern getropft, um die akkomodation (also die einstellung der augenlinse auf nähe und ferne) lahmzulegen und / oder die pupillen zu vergrößern. es ist in der regel komplikationslos.

wenn dein kind nicht mitmachen kann oder will beim erkennen von den sehzeichen gibt es die möglichkeit einer Skiaskopie. (hört sich schlimmer an als es ist)

bei einer skiaskopie leuchtet der untersucher mit einer ich nenne es mal speziellen lampe (einem sogenannten skiaskop) in das auge und sieht dort einen lichtreflex. die lampe wird vor dem auge hin und her bewegt und der lichtreflex im auge bewegt sich.
an hand des lichtreflexes im auge (schnelligkeit der bewegung, richtung der bewegung und größe) kann der untersucher dann ermitteln wieviel dioptrien benötigt werden um die fehlsichtigkeit auszukorriegiern ... und alles, ohne das dein kind etwas machen oder sagen muss. (diese methode ist sehr genau und meiner meinung nach die einzig richtige möglichkeit bei kleinen kindern eine augenprüfung durchzuführen) #pro

leider sind nur wenige augenärzte in der lage so eine skiaskopie durchzuführen, wie es bei ortoptisten aussieht weiß ich nicht. frage doch einfach mal in der praxis nach in der ihr in behandlung seid. oder telefoniere ein paar augenarztpraxen ab. ( meist sind es ärzte die sich auf kinder spezialisiert haben die das auch durchführen)

es gibt jedoch auch gut ausgebildete augenoptiker bzw. optometristen die das durchführen. ( die sind speziallisiert und die findest du nicht gerade bei fielmann oder apollo :-p) dann auch ohne atropin, denn diese dürfen keine medikamente geben, aber da gibt es eine art der skiaskopie die auch ohne geht.

wenn du nähere infos brauchst oder einen tipp wo du in deiner region so jemanden finden kannst schreib mich gerne an.

alles gute...anne

ps. ich hoffe ich hab das verständlich erklären können
hier sonst noch mal ein link

http://gesundheitimzentrum.com/aerztemen/9-ewalch-skiaskopie.html

Beitrag von schnubs24 11.04.10 - 21:14 Uhr

Hallo,

also unser Kleiner hat die im Oktober bekommen. Er hatte bestimmt ne Woche große Pupillen und wir haben sie nach der 3 von 6 Gaben abgesetzt (nach Absprache mit Augen- und Kinderarzt) weil er sie ne gut vertragen hatte. Er hatte nen Feuerroten heißen Kopf bekommen und lt. KiA ists bei ihm wegen der chron Bronchitis eh ne so günstig das zu geben.

Wir sollen im Mai wieder hin da soll er von der Tafel was erkennen.Bin auch gespannt.

LG

Beitrag von aoiangel 12.04.10 - 07:49 Uhr

Ich geh mit beiden Kindern regelmäßig zum Augenarzt, sprich alle 2-3 Monate, da beide schlecht sehen und schielen.

Getropft haben wir den Kleinen das erste mal mit 13 Monaten, seitdem alle 3 Monate.
Der Große war das erste mal mit knapp 4 Jahren, seitdem auch alle 3 Monate.
Der Große muss morgen wieder.

Bei uns wird es aber so gemacht, das die Praxis die Kinder 4 oder 5x im Abstand von 10 Minuten tropft.
Ich finde es jetzt nicht dramatisch und es muss halt sein.

Beim Kleinen haben wir es erst ohne Augentropfen versucht, aber da kamen nie eindeutige Ergebnisse raus.
Naja, inzwischen ist er 26 Monate und sprachlich sehr weit, das letzte mal vor 2 Monaten haben wir schon den normalen Kindersehteste (mit den 4 versch. Bildern) gemacht, das hat schon sehr gut geklappt.
Und auch in das Gerät zum Augen ausmessen (mit dem Haus bzw. Heißluftballon innen drin) schaut er jetzt rein, war am Anfang aber auch immer ein Drama.

LG Anne mit 2 Jungs

Beitrag von letkiss 12.04.10 - 09:10 Uhr

Hallo,

meine Tochter hat das Atropin sehr schlecht vertragen. Ich habe ihr einmal in jedes Auge getropft. Ich sollte dies Abends vor dem Schlafengehen machen. Am nächsten Tag ist sie mit hochrotem Kopf aufgewacht und war ziemlich benommen. Ich habe sie dann nicht wieder getropft und die Untersuchung ein Jahr ruhen lassen. Sie hat dann andere Tropfen bekommen und es ging ihr gut.

Das schlimmst war, das der Augenarzt uns damal nicht auf solche nebenwirkungen hingewiesen hat. Und als ich sagte, das ich den Beipackzettel gelesen habe und dort diese ganzen Sachen drin standen, meine er: dann müssen sie jetzt auch jeden Waschzettel lesen bevor sie eine Hose waschen.

Das war das letzt mal das dieser Augenarzt uns gesehen hat.

Gruß Anja