Sie will immer bei den Nachbarn spielen, essen, schlafen etc

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von zoe0212 12.04.10 - 21:20 Uhr

Hallo!
Hatte Heute mega Ärger mit unserer Tochter. Sie ist 5 und findet mich und ihre 2 kleinen Brüder im Moment nur doof. Wir wohnen in einem Mehrfamilienhaus und haben echt liebe Nachbarn. 2 Stockwerke unter uns mit 2 'Jungs (2 und 7), über uns eine Familie mit einem Sohn (3). Wir treffen uns immer draussen in der Sandkiste, auf der Wiese, bei schlechtem Wetter kommen die Jungs mal zu uns oder unsere Tochter und unser mittlerer (3) sind unten. auch helfen wir uns oft und unkompliziert, wenn man mal zum Arzt muss, einen Termin hat und nicht alle Kinder mitnehmen möchte. Alles in allem, eine super Gemeinschaft und ich mag die Nachbarn sehr. Nur in letzter Zeit häuft es sich, dass unsere Tochter runter gehen will und das auch versucht mit aller Gewallt durchzusetzen. Die Nachbarin hat nix dagegen. Mir ist es aber nicht recht, weil unsere Tochter bald mehr unten ist, als zu Hause. Sage ich, sie soll zum Essen hochkommen, dann hat sie manchmal schon gegessen. Die Nachbarin meint es nicht bös, aber sie sagt schon mal, dass ich nicht die Spassbremse sein soll, wenn ich die Kinder abholen will (obwohl wir einen Ausflug machen wollten, dann haben wir eben nur den Jüngsten mitgenommen). Meistens sind wir konsequent, das Geschrei ist gross und wir sind die bösen Eltern. Heute hat unsere Tochter es auf die Spitze getrieben, sie beschimpfte mich als blöde Mama, nie darf sie was, alle anderen dürfen auch ums Haus rennen (auf der einen Seite ist eine grosse Strasse und die anderen kinder, die da rennen, sind älter) und ausserdem wäre die Nachbarin eine viel bessere Mama, die kümmert sich um sie, ich könnte mich nicht richtig um Kinder kümmern. Mitten im Streit kam der Nachbarsjunge hoch, wollte wissen, ob unsere Tochter runterkommt (obwohl ich Gestern ausdrücklich gesagt habe, dass wir Besuch bekommen - eine Freundin meiner Tochter mit ihrer Mama und sie nicht runter geht). Da platze mein Kragen und ich sagte zu ihr, sie solle gehen und unten bleiben, wenn ihr es da besser gefalle. Sie bräuchte Heute Abend nicht heimkommen. Ich weiss ich bin selbst schuld, aber sie ist wirklich nicht heimgekommen. Der Nachbarsjunge stand irgendwann vor der Tür und wollte die Schlafsachen von ihr haben. ich hab sie ihm gegeben, aber nur, weil ich einfach am Ende war, keinen weiteren streit wollte und keinen Nerv hatte, auf ein zorniges, brüllendes Kind, dem ich verboten habe, unten zu schlafen.
Ich bin so sauer. Nicht auf die Nachbarin, einfach darüber, dass meine Tochter die Nachbarin total bevorzugt, nur noch von ihr spricht und selbst einen Ausflug mit mir alleine ablehnt, sie wolle lieber unten spielen.
Ich hab auch gegen meine Eltern gewettert und rebeliert, aber mit 5 schon so extrem?
Jetzt ist sie nicht da, ich sitz hier alleine, mein Mann hat Heute abend ein Geschäftsessen, die Jungs schlafen und mir fehlt mein Mädchen. sie sagt zu mir, sie wolle möge mich, aber die Nachbarin sei einfach besser.... #schmoll
zoe0212

Beitrag von bibuba1977 12.04.10 - 21:52 Uhr

Hi,

ich bin noch nicht so weit, Emmylou wird erst 2...
Aber ganz ehrlich, ich wuerde mich an die Nachbarin halten. Deine Tochter kann ich gut nachvollziehen, die Nachbarin nicht! Klar ist es schwierig als Eltern, etwas durchzusetzen, wenn ein Dritter staendig lockend daneben steht.

LG
Barbara

Beitrag von tauchmaus01 12.04.10 - 21:53 Uhr

Hallo,
was macht ihr denn immer zusammen? Vielleicht ist es bei den Nachbarn einfach lustiger und netter als daheim zu sitzen.
Meine große ist auch gerne bei Freundinnen und möchte da schlafen, aber sie ist auch gerne daheim da wir viel gemeinsam unternehmen.
Kinder sind einfach gerne da wo was los ist.

Ich wrüde klare Regeln aufstellen.
Wenn sie unten ist, dann sag ihr wann genau du sie wieder abholst, wenn du nicht möchtest dass sie unten ist, dann sag der Mutter sie möchte sie hochschicken wenn sie kocht.
Oder lass sie erst zum Spielen wenn sie bei Dir gegessen hat.

Auf die Strasse durfte meine erst jetzt mit 7. Da würde ich auch nicht locker lassen, Ausnahmen bestätigen da die Regel ( bei einer Freundin ist eine Spielstrasse wo kaum wer wohnt.)

Mona

Beitrag von zoe0212 13.04.10 - 13:02 Uhr

Hallo, bei den Nachbarn ist es einfach spannender, weil der 7-Jährige total interessant ist. Die Kinder werden auch sehr antiautoritär erzogen. Sie hüpfen auf Tisch und Stühlen rum, essen oft wann und was sie wollen, haben keine Geregelten Essenzeiten wie wir, auch keine geregelten Zubettgehzeiten. Die Nachbarin liest den Kindern viel vor, allerdings Harry Potter und Bücher, die ich für 3 und 5 Jährige noch nicht so geeignet finde. ausserdem gibts da einen Gameboy und einen "Kindercomputer", ein Laptop mit nur Spielen drauf. Kurz gesagt, sie darf dort alles, was sie zu Hause nicht darf die Nachbarn sind auch immer zu Hause, und draussen auf der Terrasse, wir gehen viel Weg, unternehmen viel, beuchen viele Freunde. Sie muss also nicht daheim sitzen.
Ich sag auch immer, wann ich sie abhole oder sie hochgeschickt werden soll, es gibt immer Geschrei und da es unten keine geregelten Essenszeiten gibt, hat sie oft viel gegessen, alles durcheinander.
Die Regeln bestehen eigentlich, aber ich werde als Spassbremse bezeichnet und bekomme immer gesagt, ich solle sie doch da lassen, sie spielen so schön. als mein Mann sie letztens abholen wollte, sagte die Nachbarin "mal sehen, wer gewinnt, Deine Tochter oder Du". Mein Mann sagte nur, dass es da nix zu gewinnen gibt, den das ist kein Spiel und es wird gemacht, was er sagt. Na, bei der Nachbarin gewinnen die Kinder einfach sehr oft und die Kinder bestimmen den gesamten Tagesablauf. Wenn sie nicht einkaufen wollen, dann geht eben keiner einkaufen....

Beitrag von wort75 13.04.10 - 08:35 Uhr

nun, das ist nicht nur eifersucht - denn eins kann ich dir sagen - über kürzer oder länger hat die andere mami bei einer überbeanspruch auch die nase voll.

ich habe jetzt zwei jahre lang fast täglich anderer leute kinder gehütet und nicht viel dabei gedacht - aber irgendwann habe ich den stopp-knopf gedrückt.

sag deiner tochter, dass sie draussen zusammen spielen dürfen,und dass sie bei schlechtem wetter einmal die woche runter draf. und einmal die anderen raufkommen können. oder wenns regnet.

ich denke, andere habens immer besser. das war doch bei uns auch so. die, deren eltern sich nie kümmerten "durften alles und hatten mehr taschengeld" und die, deren eltern sie überbehüteten hatten "viel liebere eltern die soviel mit ihnen machten" . nur unsere waren nichts wert.

meiner ist drei - solche sprüche hat er nicht drauf. aber er ist deiner tocdhter ähnlich. er braucht andere kinder.uns seine bald zweijährige schwester ist ihm zu klein für einige spiele. also geht er auch oft andere kinder besuchen oder ist im hof. und das obwohl er zT direkt von der krippe kommt und ich denke, er müsste doch ruhe wollen.... aber kinder brauchen nun mal kinder... ich habe "ruhe-inseln" eingebaut, indem ich am donnerstag vormittag ein "familientag" schild an die türe hänge und die glocke ausklinke und am freitag früh mit den kindern in den wald gehe.
ansonsten darf er in jeder wachen minute raus. aber besuche habe ich auch eingeschränkt. sowohl bei mir - aber noch strickter seine besuche bei anderen. die einflüsse sind mir zT zu stark und alles unterbinden / sehen tu ich ja nicht. sprich: tv im haushalt x gefällt mir nicht, die video-ballerspiele vom bruder aus haushalt y auch nicht, der kiffende papa aus haus z... also ich habs eingegrenzt, aber verbieten würde ich es nicht...

Beitrag von muggles 13.04.10 - 09:54 Uhr

Sorry, dass ich Dich so von der Seite anquatsche, aber was ist aus der Invasion des Nachbarkindes geworden, das Dich immer heimgesucht hat?

Wuerde mich mal interessieren, habe damals die Diskussion verfolgt.

LG,

Claudia

Beitrag von wort75 13.04.10 - 10:58 Uhr

oh, du hast ein gutes gedächtnis...

ich habe mich dann entschieden, dieses schild "familienzeit" an die türe zu hängen. und zwar mittels handtuchhalter direkt über die türglocke, es war also nicht misszuverstehen. zeitgleich habe ich auch mutter und opa noch gesagt, dass ich mehr zeit für mich und die familie will und mein partner hat das dann nochmals deutlich erwähnt, als der opa an einem SONNTAG den jungen vor die türe stellte.

die stimmung war dann zwei wochen gespannt. sie versuchten uns etwas zu erpressen, in dem der opa vor der türe extralaut fand "schau, xy mami will uns heute wohl mal wieder nicht" und ähnliches. als wir aber nicht reagierten und draussen freundlich und nett wie immer waren und die kinder DRAUSSEN auch oft zusammen spielten hat sichs irgendwie ergeben. der opa versuchte es dann noch auf die soziale schine, dass es bei uns doch immer so ruhig und schön und ordentlich zugehe und sein enkel davon doch provitieren müsse - aber ich sagte, dann müssen sie das umfeld schaffen, nicht ich. und warum er annähme, ich müsse mich um noch mehr kinder kümmern, seine schwiegertochter hat ja auch nur zwei... aber das alles in freundlichem ton und ohne böse finten.

nun ja, heute ists so, dass das wetter ja wieder besser ist und die kinder viel draussen sind. der grosvater beginnt zwar schon wieder - aber ich ignoriere ihn einfach. ich habe gemerkt, dass er einfach kein feingehör hat. wenn wir auf der terasse sitzen und tee trinken, findet er oft über die hecke "du, ich lasse den xy dann hier, du bist ja eh da und hörst ihn" und ich rufe genauso zurück "nö, ich passe nicht auf. wir gehen erst später in den hof."

zur zeit ists okay, die oma muss jetzt wohl oft meinen früheren part einnehmen und das baby hüten, aber ich mach mir wirklich keinen kopf mehr drüber.

der opa hat gestern nochmals versucht, mich fix zu verpflichten,w eil er einen "freien mittag" will und ich am freitag nachmittag doch eh immer mit meinen in den wald ginge. da könne ich den grossen doch mitnehmen. aber das wollte ich nicht. erstens gehe ich nicht immer sondern dann wenns uns allen entspricht, und zweitens gehe ich in den wald, damti die kinder eben mal nur sich haben und keine action. da war er kurz sauer und fand, früher hätte man sich mehr geholfen. ich also das htc gezückt, stylo geschnappt und gesagt: okay, ich nehme ihn die nächsten zwei freitage, dafür übernimmst du...." damit hatte es sich erledigt...

für mich gehts so. ich bin einfach grober und direkter geworden. aber es gibt leute, da muss man einfach...

Beitrag von muggles 13.04.10 - 11:05 Uhr

Ich bewundere echt Deine Langmut. Ich haette mir das schon viel frueher verbeten.

Der Opa ist ja echt spitze - versucht, Dir ein schlechtes Gewissen zu machen, weil Du SEIN Enkelkind nicht hueten moechtest. Er sollte sich diesbezueglich lieber an seine Schwiegertochter wenden! Irgendwie hat die ganze Familie ein merkwuerdiges Rollenverstaendnis... .

Warum ist der Junge nie bei seinen Eltern?

Deine Reaktion finde ich gut. Du solltest jetzt wirklich konsequent sein und jetzt bloss nicht nachgeben - sonst hast Du den Jungen bald wieder am Bein.

LG,

Claudia

Beitrag von wort75 13.04.10 - 13:20 Uhr

weisst du, die familiengeschichte ist lang.

der opa und die oma sind gut situierte leute, mit zwei söhnen. der eine künstler, der andere das geliebte schwarze schaf. erziehung gab es für beide keine - oder nur ansatzweise. der künstler kommt ganz gut zu recht. mein nachbar (das schwarze schaf) weniger. er wollte mit etwa 20 mal aussteiger spielen und ist nach thailand. dort hat er geheiratet, die frau hat ihn aber sitzen lassen, als sie merkte, dass sein lebensunterhalt nur von dessen eltern finanziert wird und sie dies einstellten, weil sie mit dessen wahl nicht einverstanden waren.
danach kam er zurück, versuchte es auf der IT-schine, was zu seiner introvertierten art passt. bei der dotcom-katastrophe war dann auch sein job weg. er ging wieder nach thailand und lernte seine heutige frau kennen. sie kommt aus dem norden, ärmste gegen, aber kleiner hof mit fünf geschwistern und vielen wasserbüffeln. sie dürfte in eine gute schule gehen, kann super englisch, ist clever und smart. sie heirateten, der kleine kam auf die welt und die grosseltern billigten die wahl. sie finanzierten auch den lebensunterhalt, wann immer nötig. schliesslich arbeitete der sohn (das schwarze schaf) aber gar nicht mehr und die eltern fanden ihm hieri n der schweiz ein auskommen. er kam also zurück, seine frau kam mit... und irgendwie haben sie ihr versprochen, dass sie hier ein herrliches leben im haus der eltern haben wird. nur dass sie dabei an ein thai haus mit vielen bediensteten und kinderhort dachte. nicht an eine 5zimmer-wohnung. nun, sie blieb und sie breiten ihr die hände unter den füssen - wohl wissend, dass ihr sohn hier wohl keine solche frau gefunden hätte, keine enkelchen hätte schenken können. denn für unsere begriffe ist er... hm. ... ein muttersöhnchen mit schlechten tischmanieren und wenig ergeiz. dazu recht faul.

sie ist nett, gibt aber selber zu, dass sie nicht hergekommen ist um zu arbeiten.und als man ihr von eiem 5-zimmer appartement vorschwärmte war ihr nicht bewusst, dass dies zwar verglichen mit ihrem 3zimmer-bauernhöfchen für 5geschwister und nichten und neffen riesig ist, aber nur standart in der schweiz. sie war sich nicht bewusst, dass man hier "alleine" sein kann. dass es keine bediensteten gibt und keine ganztagesschulen wie die, die der opa dem zwerg in thailand bezahlt hatte.
sie sagt, ihr job ist es, die enkel geboren zu haben und dem mann eine gute frau zu sein. um den rest habe sich die familie zu kümmern.

du, das klingt schlimm, wäre nix für mich - - - aber wenn so alle glücklcih sind? sie spart von ihrem taschengeld für ein haus in thailand, wenn die kinder in die lehre kommen und will wieder zurück mit ihrem mann. und die grosseltern bleibenhoffentlich fitt genug, die kinder auch dann zu umsorgen. denn dass die hierbleiben, wenn sie eine ausbildung beginnen können, ist klar.
sie ist eine gute mutter - aber ihr bild von einer guten mutter ist halt anders. bei ihr schlossen sich alle kinder zusammen, die ältesten nichten passten auf die jüngeren auf - die männer waren auf dem reisfeld und die frauen kochten und lästerten. sie mochte das leben nicht in thailand, aber hier will sie so leben, wie sie sich erträumte, dass es wäre: shoppen, shoppen, shoppen. auch wenns nur ein spitzer bei aldi oder ein aufziehauto bei lidl ist. ich urteile da nicht. es ist ein arrangement, welches sich die grosseltern sicher auch leichter vorgestellt haben. aber ich denke, es verhält. ausser, der künstler bekomt auch noch enkel und will die grosseltern auch als gratis babysitter. dann bekommen die zwei einen herzkaspar...

Beitrag von muggles 13.04.10 - 14:06 Uhr

Klasse Familie.

Sollen sie ihren Mist doch untereinander klaeren. Es kann ja nicht angehen, dass Ihr als Parkplatz fuer den Enkel herhalten muesst.

Grenzt Euch bloss ab. Und der Opa braucht regelmaessig eine klare Ansage. Traut sich nicht, Sohn und Schwiegertochter die Leviten zu lesen, aber will Euch ein schlechtes Gewissen machen, damit er seine Ruhe hat.

LG,

Claudia

Beitrag von zoe0212 13.04.10 - 13:10 Uhr

Der anderen Mami ist es "leider" sogar sehr lieb, wenn unsere Tochter da ist. Erstens hat sie kein Mädchen und zweitens sind ihre Kinder so drauf, dass sie nix im Haushalt machen kann, wenn ihre Kinder nicht durch eine andere Person beschäftigt sind, in diesem Falle, unsere Tochter. Also ist sie froh, wenn sie mal in Ruhe die Wäsche machen kann oder so! Sie bringt ihren Jüngsten oft vorbei, damit sie mal Staubsaugen kann#kratz Unsere Kinder helfen bei allem oder können sich auch mal alleine beschäftigen...
Unsere Ruhe Insel ist von 12-14 Uhr, da wird gegeessen und der Kleine schläft. Vormittags sind die Kinder in Kindergarten und Kinderkrippe, Ich nehme mir immer 1x die Woche Zeit für ein Kind alleine.
Sie darf ja auch immer raus spielen, aber Gestern haben wir ja Besuch bekommen, wir hatten extra Kuchen zusammen gebacken am Morgen und ich sagte der Nachbarin auch schon am Abend davor, dass unsere tochter Morgen nicht runter kommt, weil eben eine Freundin von ihr kommt... Die hat dann geweint, weil sie nicht mit unserem 3 Jährigen spielen wollte...

Beitrag von juniorette 13.04.10 - 09:12 Uhr

Hallo,

deine Nachbarin bezeichnet dich als Spaßbremse, weil du deine Tochter abholst? Sorry, aber ich finde, das geht gar nicht.

Deine Tochter isst bei den Nachbarn und du bleibst auf deinem Essen sitzen? Geht auch nicht. Aber da liegt es an dir, der Nachbarin zu sagen, du möchtest nicht, dass sie dort mitisst oder du möchtest vorher gefragt werden (dass du dann entsprechend weniger Essen bei dir kochst).

Dass du inkonsequent warst, dass sie trotz ihres schlechten Benehmens mit dem Nachbarsjungen mitgehen durfte, weißt du selbst.

Deine Nachbarin scheint mir sehr/zu locker zu sein, was die Erziehung ihrer Kinder angeht, sonst wäre der Nachbarsjunge nicht trotz deiner Ansage, dass ihr Besuch bekommt, zu euch gekommen.
Ich hätte diesem Nachbarjungen was erzählt, wenn er trotz meiner Ansage (heute nicht, weil...) bei mir geklingelt hätte.

Ich finde es immer problematisch, wenn lockerer Erziehungsstil und strengerer Erziehungsstil aufeinander treffen, vor allem wenn die Kinder mitkriegen, dass es woanders ja viiiiiiiiel lockerer zugeht. Da hilft aber nur, sich durchzusetzen, auch gegenüber den ach so lockeren Erwachsenen (die es nicht schaffen, ihre Kinder ordentlich zu erziehen, aber andere als Spaßbremse bezeichnen).

LG,
J.

Beitrag von arienne41 13.04.10 - 09:26 Uhr

Hallo

Kinder vergessen schnell das ein anderes Kind nicht kann und klingeln halt doch.

Sie hätte ja das Kind rein bitten können wo wäre das Problem gewesen?

Beitrag von zoe0212 13.04.10 - 13:18 Uhr

Der Junge bleibt nicht gerne bei uns, da darf er nicht rennen wie blöd und nicht Sofahüpfen. Abgesehen davon kam unser Besuch ja 5 Min später

Beitrag von juniorette 13.04.10 - 14:19 Uhr

Hallo,

"Kinder vergessen schnell das ein anderes Kind nicht kann und klingeln halt doch. "

so ein Quatsch. Das ist eine Frage des Respekts vor den Ansagen/Regeln anderer.

Meine Nachbarskinder haben auch immer viel "vergessen", bis mir einmal der Kragen geplatzt ist und ich laut und deutlich wurde. Seitdem "vergessen" sie nichts mehr, was ich ihnen sage. Und das eine Kind war erst 5 Jahre.

Beitrag von zoe0212 13.04.10 - 13:16 Uhr

Ich habe schon so oft gesagt, dass zu Hause gegessen wird. Da es unten aber keine geregeklten Essenzeiten gibt, isst sie da mal was und dort und bis sie hochkommt, ist sie satt.
Hier treffen 2 Welten aufeinander, was die Erziehung anbelangt. Die Kinder unten dürfen alles und bestimmen den gesamten Tagesablauf, bei uns gibt es Regeln und Konsequenz wird gross geschrieben. Die Kinder unten müssen z.B. keine Medizin nehmen, wenn sie nicht wollen, man kann sie ja nicht zwingen (letztens der Fall bei Antibiotika). Auch wird nicht einkaufen gegangen, wenn die Kinder dazu gerade keine Lust haben. Sie haben ja schon die Schule, wo sie sich an Regeln halten müssen, zu Hause dürfen sie "Kinder" sein. Springen über Tisch und Bänke etc. Der Grosse kommt auch nicht gerne zu uns, denn bei uns ist Sofahüpfen verboten...
Mal gucken, wie es im Sommer wird, wenn unsere Kinder nicht bis 22 Uhr auf dem Spielplatz unten toben dürfen, mir graust es schon

Beitrag von juniorette 13.04.10 - 14:25 Uhr

Mein Beileid!

Die Erfahrung mit einer Familie, in der es gar keine Erziehung gibt, musste ich auch schon machen, während ich eher der strenge Typ bin #augen

Da mein Sohn erst 3 Jahre alt ist, kann ich ihn noch gut lenken und somit den Kontakt zu dieser Familie minimal halten.

Und in ein paar Monaten ziehen sie weg... #schein

Beitrag von zoe0212 14.04.10 - 12:42 Uhr

Viel schlimmer finde ich noch, dass sie ständig meine Autorität in Anwesenheit aller Kinder untergräbt. Ich sage "nein", dann holt mein Mann sie ab und sie sagt vor allen "Deine Frau hat nein gesagt, aber ich hab trotzdem nix dagegen, wenn sie hier isst/schläft etc". Unsere Tochter steht daneben und heult, weil der Papa auch nein sagt und sieht nur ihre "bösen" Eltern, die immer alles verbieten. Das passiert öffters. Auch sagte sie mal, als mein Mann die Kinder abholte "mal gucken, wer gewinnt, ich hab den Kindern gesagt, dass sie hier essen können" #klatsch.... Hallo, das ist kein Spiel, hier gehts nicht um gewinnen, sondern um Respekt und Autorität. Sie sagte dann, dass ihre Kinder meistens gewinnen.... Alles klar!

Beitrag von tokessaw 14.04.10 - 20:11 Uhr

hallo,
also ich habe mir das mal in ruhe durch gelesen.
ganz klar ansagen,das dein kind dort nur noch essen darf nach absprache mit dir.
halten sie sich nicht dran,kommt eben spielverbotmit ihren kindern.
vor allem halte dich an die nachbarin und nicht zu sehr an deine tochter.ist ja klar,sie mag das lockere.aber deine nachbarin ist die erwachsene und sollte mit denken können und sich an regeln halten die ihr stellt.
na und bist du dir sicher,das all diese anmerkungen deiner tochter wirklcih von ihr kommen,und ihr nicht in den mund gelegt wurden??(besonders nach dem sie euch so "nieder"macht vor den augen der kinder.euch und eure regeln,uhrzeite usw in frage stellt vor den kindern)
lg
tokessaw

Beitrag von thyme 13.04.10 - 09:25 Uhr

Hallo
Wir waren als Kinder auch mehr unterwegs als zu Hause. Wenn auch in 99% der Fälle draussen. Das find ich soweit normal.

Ich finde auch, dass es bei euch ein bisschen zu weit geht. Mit deinen Nachbarn würd ich klare Regeln ausmachen: Gegessen wird zu Hause und nirgendwo sonst. Abends sind alle Kinder um sechs wieder im eigenen Haus, etc. Das handhaben wir auch so, unsere Nachbarn schicken unseren Sohn rüber, wenns essen gibt, dito wir ihre Tochter.

Dass die andere Mama derzeit angesagter ist als du, würd ich nicht zu persönlich nehmen. Schliesslich muss sie deine Tochter nicht erziehen, damit ist sie automatisch cooler. Mit den Folgen leben musst aber du - und dein Tochter, nicht die Nachbarin.

Beitrag von arienne41 13.04.10 - 09:59 Uhr

Hallo

Warum hast du den Jungen nicht reingebeten dann hätte er doch mitspielen können.
Wo wäre da das Problem gewesen?
Wenn er nicht gewollt hätte auch gut.

Hat die andere Mutter nicht angerufen ob deine Tochter da schlafen kann?
Hast du da nicht angerufen? Sowas spricht man doch ab.
Wenn der Sohn meiner Freundin hier ist kommen die Jungs auch drauf das er bei uns schlafen will, ich sage weder ja noch nein sonder spreche es erstmal mit meiner Freundin ab.

Wieso bist du nicht runtergegangen und hast ihr gute Nacht gesagt?

Du sagst deiner Tochter das sie am abend nicht wiederkommen brauch?
was meinst du wie sie sich dabei fühlt?

Ich kann mir vorstellen das deine Tochter sich vernachlässigt fühlt da sie sicher öfters zurückstehe muß denn sie ist ja schon selbstständiger als die Jungs.
Deshalb findet sie es woanders besser.

Wenn du sie aus dem Kiga abholst nimm sie in den Arm und sag ihr wie sehr du sie vermißt hast.

Zu hause drück sie wieder und sag ihr wie froh du bist das sie wieder da ist usw.

Lg



Beitrag von zoe0212 13.04.10 - 13:25 Uhr

Ich habe ihn nicht reingebeten, weil doch mein Besuch gleich kam, abgesehen davon wollte er nur, dass unsere Tochter runterkommt, denn bei uns spielen findet er doof, da darf man nicht durch die Wohnung rennen so schnell man kann und man darf nicht Sofahüpfen.
Nein, die Mama von unten hat nicht angerufen, der 7-Jährige hat angerufen, ob er die Schlafsachen von unserer Tochter holen darf, weil sie unten bleiben möchte.
Ich wollte runtergehen, aber ich musste erstmal die Jungs in Bett schaffen, da war ich gerade dabei, dann hat der Kleine Theater gemacht, bis ich fertig war, war es kurz vor 21 Uhr... Ich ärger mich selbst, dass ich nicht einfach mit beiden Jungs runter bin....
Ich denke nicht, dass sich unsere Tochter vernachlässigt fühlen muss. Sie hat echt eine Sonderstellung und bekommt immer mehr Zeit alleine mit Papa oder Mama eingeräumt, als die anderen beiden.
Wir kuscheln viel und ich sage ihr jeden Tag, dass ich sie liebe und sag immer, schön, dass Du wieder zu Hause bist... Ich geb mir echt Mühe.... Aber irgendwie ist die Nachbarin mit ihrer Antiautorätären Erziehung, dem Gameboy, dem Kindercomputer etc etc einfach spannender...

Beitrag von arienne41 13.04.10 - 14:11 Uhr

Hallo

Ich habe ihn nicht reingebeten, weil doch mein Besuch gleich kam
Ja und dann wäre eben ein Kind mehr dagewesen.

Du schreibst nur negativ über die andere Mama, wie die Kinder dürfen auf dem Sofa springen,dem Gameboy, dem Kindercomputer usw

So schlecht kann sie aber nicht sein denn deine Tochter scheint sich sehr wohl zu fühlen.

Lg

Beitrag von juniorette 13.04.10 - 14:28 Uhr

"So schlecht kann sie aber nicht sein denn deine Tochter scheint sich sehr wohl zu fühlen. "

Mein Sohn würde sich auch bei einer Mutter wohler fühlen, wo er Süßigkeiten und Fernsehen bis zum Abwinken hätte, wo er auf Sofa und Tische springen dürfte, und auch sonst alles dürfte.

Und auch mir würde zu so einer Mutter nur Negatives einfallen.

LG

Beitrag von arienne41 13.04.10 - 19:52 Uhr

Hallo

Ich kann mir nicht vorstellen das es da nur Süßigkeiten und Fernseher gibt.

Wenn der Freund meines Sohnes übernacht da ist dürfen sie auch fernsehen zur Zeit Yakari :-).
Manchmal wollen sie aber lieber spielen dann laß ich sie.

Wenn ich denke das es da so zu geht das es mir total gegen den Strich geht laß ich mein Kind da nicht hin und schon gar nicht übernacht auch wenn ich mal genervt bin.

Ich hab es noch nicht erlebt das Besuchskinder hier über Tische und Bänke springen wollten mit 5 Jahren.

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