Erfahrungen mit Lorazepam (Tavor) in der SS gesucht!Evtl Hebi auch?!

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von schmerle123 14.04.10 - 20:04 Uhr

Hallo zusammen,
ich habe heute oben genanntes Präparat verschrieben bekommen, da es einen Vorfall gibt (der an sich schon 2 1/2 Jahre zurück liegt), der mich wieder eingeholt hat und mich momentan extrem aus der Bahn wirft.

Ich bin diesem Medikament gegenüber eigentlich abgeneigt. Ich kenne die Nebenwirkungen, weiß auch über Embryotox Bescheid und würde es sehr sehr ungerne nehmen. Bin eh kein Freund von Medis in der SS. Ich soll es laut Ärztin auch nur im Notfall nehmen, falls tatsächlich alles zusammenbricht über mir.

Meine Frage nun: Gibt es hier Schwangere, die sich mit diesem Medikament auskennen, es selbst haben nehmen müssen, jemanden kennen, der es genommen hat?? Gab es Nachwirkungen beim Neugeborenen, andere Beeinträchtigungen beim Kind oder ähnliches??
Bitte keine Belehrungen über Nebenwirkungen etc., suche wirklich nur Erfahrungsberichte!!

Gerne auch über VK, falls ungerne hier im Forum öffentlich.
Bin für jede Antwort dankbar!

Gruß Melle 24. SSW mit Babyboy#baby

Beitrag von tina281h 14.04.10 - 20:10 Uhr

Hallo Melle,

sind die nicht ähnlich wie Diazepam? Hau mich, wenn ich falsch liege ;-) Die haben meine Bettnachbarinnen im KH wärend der Schwangerschaft bekommen. Die Krankenschwester meinte dass die in der Schwangerschaft ok wären!

LG Tina

Beitrag von schmerle123 14.04.10 - 20:14 Uhr

ja, ist nicht ganz dasselbe, aber vom typ her gleich...denke, meine ärtzin hätte es auch nicht verschrieben, wenn absolut gefährlich. aber trotzdem bin ich nicht überzeugt....
danke für deine antwort !!

Beitrag von mimia24 14.04.10 - 20:13 Uhr

Hallo,

ich würde dir wirlklich besonders in der Schwangerschaft von Tavor abraten, du weißt sicherlich, dass es abhängig macht und somit auch das Baby davon beeinträchtigt ist...

Ich denke, dass man bestimmte Beruhigungsmittel, Antidepressiva oder Neuroleptika schon in der SS nehmen kann, aber eben nur bestimmte... Bei Tavor hätte ich da ein ganz Ungutes Gefühl, lass dir ein ähnlich wirkendes Med. verschreiben (Angst lösend, gegen innerliche Unruhe und Anspannung), das kein Suchtpotenzial hat!
Hast du das von nem Therapeuten oder Hausarzt verschrieben bekommen?

Lg Michele:-D

Beitrag von jessie27 14.04.10 - 20:22 Uhr

Hallo!

habe das gerade bei Wiki raus kopiert. Vielleicht hilft das etwas. Ich habe es auch genommen, aber nicht in der SS.
Anwendung in der Schwangerschaft und Stillzeit [Bearbeiten]
Es gibt klare Hinweise für auf Benzodiazepine zurückzuführende Risiken auf den menschlichen Fötus, was die Anwendung auf nur absolute Notwendigkeit einschränkt.

Unerwünschte Wirkungen [Bearbeiten]
Lorazepam kann, wie andere Benzodiazepine, psychisch und/oder physisch abhängig machen. Schwerste Entzugserscheinungen, ähnlich im Auftreten wie die von Alkohol, Barbituraten und Heroin wurden nach abrupter Einstellung beobachtet (besonders nach längerer Einnahme), deshalb ist eine schrittweise Absetzung (Ausschleichen) über einen Zeitraum von Wochen oder Monaten, abhängig von der Zeit, in der es eingenommen wurde, sowie der Dosierung, unbedingt nötig.

Die Wahrscheinlichkeit des Missbrauchs, der Abhängigkeit und der Entzugserscheinungen ist bei Lorazepam wegen seiner kurzen Halbwertszeit, höheren Potenz und stärkeren Bindung an den GABA-Rezeptor-Komplex wesentlich höher als bei anderen Benzodiazepinen. In diesem Zusammenhang verhält es sich wie Alprazolam (kurze Halbwertzeit und hohe Potenz) und Clonazepam (lange Halbwertzeit und hohe Potenz). Alprazolam besitzt jedoch im Gegensatz zu Lorazepam zumindest einen wirksamen Metaboliten, wodurch der Benutzer die Beendigung der Wirkdauer des Wirkstoffes als weniger unangenehm empfindet und damit die Koppelung zwischen Medikament und Patient weniger stark ausgeprägt ist. Dies führt zu einer geringeren Wahrscheinlichkeit von psychischer Abhängigkeit.

Eine Langzeittherapie kann zu kognitiven Defiziten führen, die bei Behandlungsabbruch jedoch reversibel sind.

Lorazepam kann, falls bei Schwangerschaft eingenommen, unter Umständen das ungeborene Kind schädigen, doch wurde das selten beobachtet. Nahe dem Geburtszeitpunkt verabreicht, kann Lorazepam beim Säugling eine Myotone Dystrophie und Entzugserscheinungen auslösen.

In einigen Fällen können Benzodiazepine paradoxe Effekte auslösen, wie gesteigerten Antrieb und Aggression. Einige Mediziner denken, diese Effekte könnten durch eine Enthemmung ausgelöst werden und deshalb bei Patienten, die aufgrund von vorher existierenden Persönlichkeitsstörungen möglicherweise unter dem Durchschnitt der Enthemmung liegen, häufiger auftreten. Paradoxe Effekte werden besonders häufig während einer Anwendung bei Manie und Schizophrenie beobachtet. Nach abruptem Absetzen oder zu schnellem Ausschleichen treten häufig die gleichen Effekte (Angst, Panikattacken, teilweise schwere epileptische Anfälle - jedoch deutlich ausgeprägter) wie vor Beginn der Einnahme auf, was wieder zu behandlungsbedürftigen Situationen führt.

Beitrag von jessie27 14.04.10 - 20:26 Uhr

Ups, das fehlte noch:
Es gibt klare Hinweise für Risiken des menschlichen Fötus durch Benzodiazepine. Lorazepam darf während der Schwangerschaft nicht verabreicht werden.

Blutproben aus der Nabelschnur des Menschen weisen darauf hin, dass Benzodiazepine und deren Glucuronid-Metaboliten die Plazentarschranke passieren.

Die Anwendung von Benzodiazepinen während der Spätphase der Schwangerschaft oder während der Entbindung kann zu neonatalen Entzugssymptomen führen. Symptome wie z.B. Hypotonie, Hypothermie, Atemdepression, Apnoe, verminderte Aktivität, Probleme beim Stillen oder Trinken und gestörte metabolische Effekte im Zusammenhang mit Kälte sind bei Säuglingen festgestellt worden, deren Mütter während der Spätphase der Schwangerschaft oder während der Entbindung Benzodiazepine eingenommen hatten.

Frauen im gebärfähigen Alter sollten aufgefordert werden, bei gewünschter oder vermuteter Schwangerschaft ihren Arzt zu benachrichtigen, um mit ihm einen Abbruch der Therapie zu erwägen.

Da Benzodiazepine und deren Metaboliten in die Muttermilch übertreten, soll Lorazepam in der Stillzeit nicht eingenommen werden. Schläfrigkeit und Trinkfaulheit des Säuglings wurden bei Müttern beobachtet, die während des Stillens Benzodiazepine eingenommen hatten. Kleinkinder solch stillender Mütter sollten hinsichtlich pharmakologischer Effekte von Benzodiazepinen (wie Sedation und Reizbarkeit) überwacht werden.

Beitrag von schmerle123 14.04.10 - 20:32 Uhr

Danke für deine Antwort. Ich kenne diese Nebenwirkungen bzw bin ich darüber aufgeklärt #schwitz
Bestätigt natürlich meine Bedenken #zitter

Beitrag von laydee 14.04.10 - 20:57 Uhr

Hallo!

Ich habe in meiner ersten Schwangerschaft 2 x im KH gelegen in der 14 Schw.Woche wegen extremer Übelkeit.
Damals habe ich Diazepam bekommen um überhaupt irgendeinen Stillstand in meine Dauer*kotzerei* zu bekommen.

IM letzten Schwangerschaftsdrittel habe ich wieder 4 Wochen gelegen wegen vorzeitiger wehen, Trichterbildung e.t.c.
Ich habe an der Tokolyse gelegen, dieser Wehenhemmer hat sehr starke Nebenwirkungen und da gabs auch Diazepam.
Auch meine Zwei Bettnachbarinnen haben es bekommen.

Ich habe keinerlei negative erfahrungen damit oder deshalb gemacht.

Darf ich fragen ob dir das Präparat dein FA verschrieben hat? Ich glaube kaum das dein Arzt dir etwas aufschreibt was dir oder deinem Kind schaden könnte, oder? Ansonsten sprich einfach nochmal über deine Bedenken mit ihm.

LG laydee