Bernhardiner-Mischling. Warum verhält sie sich so??

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von luc224 20.04.10 - 21:47 Uhr

Hallo!
Wir haben eine 4-jährige Bernhardiner-Mischlingshündin.
Für uns ist sie der liebste Hund der Welt. Sie liebt die Kinder über alles und uns ebenso. Sie ist ein total ruhiger Typ. liegt den ganzen Tag in ihrem Korb und freut sich über jede Art der Zuwendung...fordert aber nicht.
Wir sind mit ihr damals zur Welpenschule und hatten in der ersten Zeit auch einen Hundetrainer..
Wie gesagt wir sind super zufrieden mit ihr. Sie hört aufs Wort und ist ein absoluter Familienhund.
Nun aber zum Problem...Sie ist so dermassen terretorial und beschützerisch veranlagt dass sie uns das Leben manchmal schwer macht.
Sie lässt nix und niemanden (ausser enge Freunde..) ins Haus, bellt, knurrt, ist ängstlich. Wir müssen sie sobald es klingelt in ihre Box schicken und wenn sie sich beruhigt hat kann sie raus. Das weiß sie und das klappt auch ganz gut.
Auf offener Strasse will sie alles von uns fernhalten..Menschen, andere Hunde...einfach alles wird weg gejagt. Sie bellt, knurrt, stellt die Nackenhaare hoch. Am schlimmsten ist es wenn die Kinder dabei sind dann meint sie besonders aufpassen zu müssen. Bisher ist nie was Schlimmeres passiert aber es schränkt doch sehr ein.
Wenn sie frei läuft und wir einem anderen Hund begegnen werden erstmal Schein-Angriffe gemacht und gestern hat sie sich mit einem Hund gebissen.
Auch wenn ich ihr noch so sehr zeige dass ich alles regel und sie nix tun braucht...immer wieder kommt diese Eigenschaft durch.
Was mir auch oft Angst macht ist dass sie nicht zwischen Kindern und Erwachsenen unterscheidet. Die Tage hat sie einen 9-jährigen Jungen stramm stehen lassen. Man das tat mir so leid. Der Kerl hatte ja auch Angst. Unsere "Heidi" wiegt auch um die 40 Kilo und ist sehr muskulös. ICH hätte auch Angst wenn so ein Hund vor mir steht. Meine Kinder kriegen viel Besuch aus der Nachbarschaft und ich muss immer sooo aufpassen wenn irgendwer rein kommt.
Was kann ich denn da tun?Sind hier vielleicht Experten?

Beitrag von alkesh 20.04.10 - 21:58 Uhr

Typisches Bernhardiner Verhalten, aber das wird Dir ja auch nicht weiter helfen!

Meine Grosseltern hatten einen Bernhardiner, treudoofes Tier, so lange es einen kannte. Wenn ein Fremder nur die Hand über das Gartentor gestreckt hatte wurde er bzw. seine Hand anschliessen ein Fall für den Chirurgen.

Ich würde noch mal einen Hundetrainer kommen lassen, klingt wirklich heftig und könnte noch schlimmer werden! Aber Bernhardiner sind dafür bekannt, auch Berner Sennen neigen zu solch einem Verhalten bei inkonsequenter Erziehung, die haben es in sich, die Schweizer!

alkesh

Beitrag von risala 21.04.10 - 09:14 Uhr

Hi,

wo hast Du das denn her?

Ich bin mit einem reinrassigen Bernhardinerrüden aufgewachsen, der jeden unbefugten auf unserem Grundstücke gestellt hätte - auch gab es Menschen, die er generell nur auf Anweisung rein gelassen hat, aber das war ok. Er hatte mit seinen Zweifeln an diesen Personen IMMER recht.

Natürlich Schützt ein berni auch seine Familie, aber er war nie ein Schutzhund - egal wofür!

An die TE:
Ein typisches Bernhardinerverhalten ist das nicht - erst recht nicht, wenn sie dabei ängstlich ist.

Ich rate Dir zum einen gesundheitliche Probleme beim TA auzuschließen und dann einen Hundetrainer kommen zu lassen.

Weißt Du denn, was noch mit drin ist?

LG
Kim

Beitrag von alkesh 21.04.10 - 10:31 Uhr

Ich habe gelesen das Berhardiner zu einem übertrieben Schutztrieb neigen, eine befreundete Hundetrainerin hat das bestätigt, ebenso alle Bernhardiner die ich kenne!

Gut, sie sollte dabei wirklich nicht ängstlich sein, das hab ich wohl überlesen.

Aber Du schreibst doch selbst das Euer Bernhardiner auch jeden gestellt hätte, das machen ja nun nicht alle Rassen einfach mal so!

alkesh

Beitrag von risala 21.04.10 - 12:03 Uhr

Hi,

klar hat er jeden gestellt, der einfach so in den Garten kam - DAS erwarte ich aber auch von einem Hund. UND er wurde dazu von meiner Mutter erzogen - ich sollte nämlich mit meinen Freundinnen oder auch alleine sicher im Garten spielen können.

Er hat aber jeden, der zur Tür rein kam auch rein gelassen - sofern wir zu Hause waren auch wieder raus. Ansonsten musste derjendige halt warten, bis einer wieder nach Hause kam.

Ich habe mich mit der Rasse auch intensiv befasst - ich hätte nämlich gerne wieder einen, aber von übertriebenem Schutztrieb habe ich noch nie gehört oder gelesen. Passt auch überhaupt nicht zu dieser Rasse.

Auf Aussagen von Hundetrainern gebe ich allerdings auch nicht mehr viel, was rassespezifisches Verhalten betrifft... uns wollten mehrere Trainer weiß machen, dass man einen Spitz (wir haben eine Wolfspitzhündin) nicht erziehen kann und daß unser ehemaliger Straßenhund niemals ein feste Bindung zu uns aufbauen würde.... Unsere Hunde - und die von Freunden widerlegen das...

Schau mal hier:
Sein Wesen
Der Bernhardiner ist vom Temperament her ein ausgeglichen und selbstsicher. eine sprichwörtliche Gutmütigkeit und Kinderliebe ist darauf zurückzuführen. Diese Eigenschaften müssen aber – wie bei jedem anderen Hund auch – gefördert werden. Er ist anhänglich und benötigt viel Kontakt sowohl Menschen als auch anderen Hunden gegenüber. Die Förderung seiner Eigenschaften muss schon beim Züchter beginnen und von den Besitzern weitergeführt werden. Er benötigt aber auch eine konsequente Erziehung damit seine unbändige Kraft nicht in die falsche Richtung geleitet wird. Er ist nicht der Hund , der apathisch immer im Weg liegt sondern – insbesondere in der Jugend recht lebhaft und aufmerksam. Richtig erzogen und gefördert ist er seinen Besitzern und deren Umfeld gegenüber anhänglich und liebvoll, gleichzeitig aber auch verläßlich und wachsam mit einem gemäßigtem Schutztrieb ausgestattet.

Und NUR so kenne ich korrekt gehaltene und erzogene Bernhardiner - alles andere ist Fehler der Besitzer.

Liebe Grüße
Kim

Beitrag von alkesh 21.04.10 - 12:28 Uhr

Ich glaub ich hab mich blöd ausgedrückt #hicks

Ich meinte nicht das sie auf alles gehen was sich bewegt und ich schrieb ja auch -neigen dazu bei inkonsequenter Erziehung -

Also ich habe die Erfahrung gemacht, wenn man nicht hinterher ist nehmen sie einem das Ruder zwecks Aufpassen gerne mal aus der Hand und aus der positiven Eigenschaft Wachsamkeit wird dann halt ein negativ übersteigerter Schutztrieb.

alkesh

Beitrag von risala 21.04.10 - 14:10 Uhr

ok - aber das trifft auch auf alle anderen Hunde zu ;-) und ist nicht typisch für den Berni :-D.

LG
Kim

Beitrag von wintersun 20.04.10 - 22:46 Uhr

uh das klingt aber gar nicht gut, besonders da er nicht unerscheiden kann zwischen kindern und erwachsenen...
ich kann dir auch nur raten einen hundetrainer zu suchen und danach viel sozialisieren, mit menschen und auch hunden, aber bitte nicht allein.
ich drueck dir die daumen.