5. Klasse, Grundschule, Zentralwert

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Beitrag von marion2 27.04.10 - 10:23 Uhr

Hallo,

kann mir jemand erklären, wie man den Zentralwert ermittelt?

Das Mathebuch ist nicht aufschlussreich.

Danke und Gruß
Marion

Beitrag von lisasimpson 27.04.10 - 11:05 Uhr

der zentralwert ist der median.
du schreibst alle zahlen der größe nach in eine reihe.
ist die anzahl ungerade ist die zahl genau in der mitte der Median.
ist die anzahl gerade, dann nimmst beide zahlen in der mitte und teilst diese druch zwei.
heraus kommt der zantralwert.

lisasimpson

Beitrag von nusch 27.04.10 - 11:26 Uhr

Hi Marion,

ich bin nicht ganz sicher, was Du meinst, den Median, also wo 50 % der Zahlenreihe kleiner und 50 % der Zahlenreihe größer sind?

2, 4, 6, 7, 12, 40, 55, 100
hier wäre der Median zwischen der 7 und der 12 (weil es eine gerade Anzahl von Zahlen ist), also (7+12):2 = 9,5

Lässt Du einfach z.B. die 100 weg hast Du eine ungerade Anzahl von Zahlen und siehst sofort, dass der Median die 4. Zahl der Folge, also die 7 ist.

LG
Nusch

Beitrag von marion2 28.04.10 - 07:57 Uhr

#danke

Na, so ein Quatsch. Und wozu soll das gut sein?

Mathematik für Anfänger sollte such Sinn machen... #kratz

Gruß Marion

Beitrag von nusch 28.04.10 - 08:19 Uhr

Hi Marion,

nein, das ist kein Quatsch. Der Zentralwert, oder Median ist relativ robust gegenüber Außreißer-Werten. Ein beliebtes Beispiel ist z.B. das Alter (oder denke an Einkommen).

Hast Du eine Reihe von Leuten, die

18, 19, 20, 25, 30, 35, 110 Jahre alt sind, dann ist der Zentralwert/Median 25.

Würdest Du das arithmetische Mittel (den Durschnitt) berechnen, käme ein Durchschnittsalter von 36,7 Jahren heraus, was aber für die Reihe der aufgezählten Werte ja nicht repräsentativ ist, da nur 1 Person annähernd so alt ist.

LG
Nusch

Beitrag von lisasimpson 28.04.10 - 09:17 Uhr

den sinn haste ja schon erklärt bekommen,
aber warst es nicht du, die meinte, daß Kinder auch einfach damit leben müssen, "quatsch" zu lernen, ohne diesen zu hinterfragen!
(im übrigen ergibt mathe immer einen sinn- den zu erfragen und zu erfassen soltle aber viel mehr im vordergrund des matheunterrrichts stehen- MEINE rede!)

lisasimpson

Beitrag von marion2 28.04.10 - 09:53 Uhr

Ja, mein Kind muss damit leben, Quatsch zu lernen.

Aber ich nicht :-p

Es gibt Sachen, die man unbedingt lernen muss. Da nutzt die ganze Fragerei nichts.

Beitrag von lisasimpson 28.04.10 - 10:06 Uhr

aber es hilft ungemein beimversthen.
Auch du hast einmal den Meridian durchgenommen- hast heute aber KEINE Ahnung mehr, wofür das eigentlich gut sein soll (wahrscheinlich weils dir damals keiner erklärt hat)- wenn du aber etwas mal VERSTANDEN hast 8und nicht nur stur auswendig gelernt hast für die nächste arbeit), dann wird dies eine ganz andere wirkung haben.

Wenn du also den Meridian nicht verstanden hast und den unterschied zum arithmetischen Mittel wird es dir immer schwerer fallen als mir eine Statistik zu lesen, wir werden für immer über etwas andere sprechen, wenn wir uns darüber unterhalten, wer in einem land als arm gilt, weil er unter dem "Durchschnittseinkommen" liegt, wir werden erst mal lange und breit klären müssen, wie wir den demographischen wandel erklären, du wirst nicht verstehen, aus welchen gründen, du von unternehmen mit einem "score" versehen wirst, der vielleicht mal entscheidend für deien Kreditwürdigkeit o.ä. sein könnte, ohne daß du überhaupt verstanden hast, wie das zustande kommt Und und und...

Klar macht es einiges im leben einfacher wenn man keine Ahnung hat- Aber ich finde es macht das leben ungemein ÄRMER

Ich hoffe also für dein kind, daß es irgendwann in der lage ist zu erkennen WARUM etwas gerade kein Quatsch ist und er/ sie es DESHALB lernt. denn dann ist es nutzbar- es schafft verknüpfungen und erleichtert damit das lernene neuer inhalte erheblich!

lisasimpson

Beitrag von marion2 28.04.10 - 10:31 Uhr

Hallo,

hätten wir den Meridian behandelt, hätte ich mich daran erinnern können.

Den Durchschnitt kann man bereinigen und Armut ist relativ.

Ich bin immer noch der Meinung, dass ein Kind, in dem Moment, in dem es etwas lernt, nicht immer verstehen muss, warum es das lernen muss.

Nehmen wir ein Ei: Wichtig ist zu wissen, wie lang die Garzeiten sind um feste oder weiche Eier zu erhalten. WARUM das Ei fest wird, spielt dabei keine Rolle. Aber wenn man die Garzeiten nicht einhält, wird das Ei blau.

Gruß Marion

Beitrag von lisasimpson 28.04.10 - 10:49 Uhr

Die frage ist nicht (nur) warum das ei so lange gekocht werden muß, sonder warum es wichtig ist, dies zu wissen (damit ich mein frühstücksei entweder weich, so wie ichs gerne habe oder hart- so wie mama es gerne hat machen kann:)

Wenn ich verstehe, wozu ich etwa gebrauchen kann, was ich NEU lerne, dann werde ich leichter Verknüpfungen zu bereits gelerntem herstellen können.
daher wird dieses lernen immer leichter (und nachhaltiger, weil mehr Verknüpfungen dann bereits zu diesem wissen vorhanden sind- jetzt mal ganz platt neuro-wissenschaftlich ausgedrückt:)
ich werde dann auch viel eher in der lage sein, zu erkennen, wozu dieses Wissen außerdem noch zu gebrauchen ist und wieder neues wissen verknüpfen.

das was du sagst: "lernen ohne zu verstehen" ist dem weit unterlegen und in einer gesellschaft, in der es kaum darum gehen kann, möglichst viel faktenwissen einzupauken wird sich lernen auch in zukunft noch radikaler verändern.

lisasimpson

P.s. der zentralwert wird dir sicher mehrfach während deiner schullaufbahn begegent sein. vielleicht war er es kein hefteintrag der rosa unterstrichen wurde, aber genau darum geht es ja- wenn du auf zusammenhänge geachtet hättest, ware dir klar, daß du stochastik wohl kaum diese kenntnisse hättest behandlen können!

Beitrag von marion2 28.04.10 - 13:12 Uhr

Um ein Ei zu kochen, musst du nicht einmal wissen, welche Temperatur kochendes Wasser hat. Du musst nur wissen, dass kochendes Wasser blubbert und verdammt heiß ist.

Du überbewertest Hintergrundinformationen (mit denen man Kinder total überfordern kann).

Welche chemischen Prozesse beim Kochen eines Eies ablaufen, ist irrelevant, wenn die gestellte Aufgabe lautet:

Koche ein hartes Ei.

Nur wenige Kinder sind dazu noch in der Lage.

Gruß Marion

Beitrag von lisasimpson 28.04.10 - 14:47 Uhr

und du würdest einem kind ,daß nachfragt, warum das wasser sprudelt, wenns kocht, warum ein ei härter wird, wenns länger kocht, wofür es diese wissen gebrahcen kann oder auf welceh frage auch immer- die ein cleveres Kind stellen wird, wenn es sich für eine sache interessiert antworten: "das tut nichts zu sache- du sollst genau das lernen, was ich dir sage, mehr brauchst du nicht zu wissen"?"

dann dann: B R A V O

lisasimpson

Beitrag von marion2 29.04.10 - 09:12 Uhr

Ein normales cleveres Kind wird damit beschäftigt sein, sich nicht zu verbrennen und die Zeit zu stoppen. Das ist spannend genug.

Für den Anfang.

Beitrag von nusch 29.04.10 - 08:34 Uhr

Das Teil heißt MEDIAN nicht Meridian