Hyperandrogenämie

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Forum: Unterstützter Kiwu

Dein Arzt hat Hindernisse für eine normale Empfängnis festgestellt und du bist in Behandlung in einer Kinderwunschpraxis? Hier kannst du dich mit anderen über die künstliche Befruchtung etc. austauschen. Auch nützlich: Lexikon der Abkürzungen. Unser Kinderwunschmediziner Dr. David Peet beantwortet deine Fragen in unserem Expertenforum.

Beitrag von mimtom 06.05.10 - 11:01 Uhr

Hallo zusammen, also wo fang ich an. Ich und mein Mann versuchen ca. seid 1 Jahr schwanger zu werden. Meine Zyklen waren nach absetzen sehr lang, bis ich im Januar meine Mens gar nicht mehr bekommen habe. Ich habe seid dem ich die Pille abgesetzt habe ca. 14 Kilo zugenommen beim normalen Essen und meine Beharrung hat stark zugenommen. Im Februar hat mir meine Frauenärztin dann Duphaston verschrieben und nach zei Wochen hatte ich meine Mens und dann wieder nach 36 Zyklustagen. Meine Frauenärztin hat auch einen Hormontest gemacht, ich habe Hyperandrogenämie. Morgen haben wir einen Termin in einer Kinderwunschpraxis, da ich zu einem Endokrinologe muss und ich mir gedachte habe bei einer Kinderwunschpraxis ist man sofort besser aufgehoben.
Meine Frage ist jetzt hat jemand Erfahrungen mit Hyperandrogenämie?
Wie seid ihr behandelt worden (welche Medikamente)?
Und wie lange hat es gedauert bis ihr schwanger wart?
Wäre nett wenn ihr mir antworten würdet, danke.

Beitrag von fraeulein-pueh 06.05.10 - 12:05 Uhr

Hallo,
also Hyperandrogenämie ist ja nur der Überbegriff für zu viele männliche Hormone. Es sollte jetzt schon ncoh herausgefunden werden, was das verursacht. Meist kommt es durch PCOS oder AGS. Und dementsprechend sollte dann natürlich behandelt werden.

Ein Kiwuze ist sicherlich ein guter Anfang und ich hoffe, dass es ne gute Klinik ist, die nicht nur aufs Geld aus ist.

Bei mir wurde z. B. late-onset AGS festgestellt. Bin aber bereits ohne medikamentöse Behandlung zweimal schwanger geworden und einmal mit Met. Alle drei Schw. endeten jedoch in ner FG.
Etwa zum Zeitpunkt der dritten Schw. bekam ich die Diagnose AGS und noch ein paar andere Baustellen gesagt. Die nach und nach in Angriff genommen wurden und hoffentlich jetzt richtig eingestellt sind. Kontrolle erfolgt nächste Woche.
Momentan nehme ich ein Cortisonprodukt (Prednisolon) und Metformin für die männlichen Hormone, Euthyrox für die Schilddrüse und demnächst im zweiten Zyklus Clomifen, Estradiol und Utro.

Lass dich von den vielen Medis nicht abschrecken, das kommt wirklich auf deinen Fall an, was du brauchst!

Viel Glück...

Beitrag von mimtom 06.05.10 - 13:44 Uhr

Hallo ihr beiden danke für eure Antworten. Jetzt hab ich allerdings mal ein paar Fragen, sind denn die Haare ect. durch dieUmstellung weggegangen? Und wie lange seid ihr jetzt schon in Behandlung und wie sehen die Erfolgchancen aus?
Alles was ich bis jetzt gelesen habe und wie ich das bei mir feststelle, kommt das mit einem PCO- Symdrom schon hin, habe alle typischen Merkmale. Ich frage mich nur wie lange dann daran gearbeitet werden muss.
Es tut mir leid wenn ich das jetzt fragen muss, aber habt ihr die Fehlgeburten wärend eurer Behandlung gehabt?
Ich stelle mir das sehr schlimm vor und es tut mir unendlich leid für euch. Wenn man sich so sehr ein Baby wünscht und dann sich freut und dann diese enttäuschung kommt es muss sehr schwer sein.

Beitrag von maigloeckchen83 06.05.10 - 12:06 Uhr

Hallo mimtom,

Hyperandrogenämie bedeutet, dass du zu viele männliche Hormone hast. Das zeigen Blutergebnisse und Ultraschalluntersuchung (polycystische Ovarien kurz PCO). Durch die männlichen Hormone produziert dein Körper nicht genug Hormone, um den Eisprung auszulösen. Dadurch die langen Zyklen.

Ich habe das PCO-Syndrom mit Insulinresistenz. Lange, unregelmäßige Zyklen, starke Gewichtszunahme, schlechte Haut etc. Die Insulinresistenz hat man bei einem oralen Glukosetoleranztest festgestellt.

Ich bekomme nun Metformin und habe meine Ernährung auf kohlenhydratarm umgestellt. Kohlenhydrate haben die stärkste Wirkung auf die Insulinproduktion und damit auch auf die männlichen Hormone. Dadurch habe ich wieder abgenommen und im November bin ich sogar schwanger geworden (leider FG in der 10. Woche).

Alles Gute #klee

Beitrag von mimtom 06.05.10 - 13:08 Uhr

Hallo ihr beiden danke für eure Antworten. Jetzt hab ich allerdings mal ein paar Fragen, sind denn die Haare ect. durch dieUmstellung weggegangen? Und wie lange seid ihr jetzt schon in Behandlung und wie sehen die Erfolgchancen aus?
Alles was ich bis jetzt gelesen habe und wie ich das bei mir feststelle, kommt das mit einem PCO- Symdrom schon hin, habe alle typischen Merkmale. Ich frage mich nur wie lange dann daran gearbeitet werden muss.
Es tut mir leid wenn ich das jetzt fragen muss, aber habt ihr die Fehlgeburten wärend eurer Behandlung gehabt?
Ich stelle mir das sehr schlimm vor und es tut mir unendlich leid für euch. Wenn man sich so sehr ein Baby wünscht und dann sich freut und dann diese enttäuschung kommt es muss sehr schwer sein.

Beitrag von maigloeckchen83 06.05.10 - 14:04 Uhr

Die Haare gehen nur seeeeeehr langsam weg. Leider...

Das Metformin nehme ich jetzt seit Juli 2009. Die ersten Monate waren die Zyklen unverändert lang. Aber dann wurden sie kürzer und im November hatte ich meinen ersten Eisprung. Die Erfolgchancen mit Metformin sind wohl ganz gut, aber es gibt auch noch Hormone, die den Eisprung auslösen können. Das entscheiden dann die Ärzte, wenn sie es für erforderlich halten.

Beim PCO-Syndrom ist leider das Fehlgeburtsrisiko erhöht. Ich musste das Metformin sofort absetzen wegen des Missbildungsrisikos. Teilweise wird es aber auch in der SS weitergegeben, z.B. wenn eine Frau schon mehrere Fehlgeburten hatte. Das müssen wieder die Ärzte entscheiden... Es gibt aber auch genügend PCOlerinnen, bei denen die SS'n problemlos verlaufen sind!

Die FG war für mich die Hölle, gerade weil 1 1/2 Wochen vorher mein Opa plötzlich verstorben war, 2 Wochen danach noch unsere Katze und 4 Wochen nach der FG hatte ich eine Konisation wegen einer Krebsvorstufe am Gebärmutterhals (PAP IVA). Es kam zu viel auf einmal um es "einfach so" zu verarbeiten. Nun blicke ich aber optimistisch nach vorne und hoffe, dass ich auch mal mein Kind in den Armen halten darf.

Man benötigt wie immer beim KiWu viiiiiieeeeeel Geduld #schmoll

Beitrag von mimtom 07.05.10 - 09:04 Uhr

Das mit der FG tut mir unendlich leid für dich. Ich kann mir nur annähernd vorstellen was das in dieser Situation bedeuten musste. Ich wüsste nicht wie ich auf sowas reagieren würde, mich macht es ja jetzt schon total verrückt das mein Körper nicht mehr so reagiert wie ich ihn kenne oder ich es gewohnt bin.
Wenn ich das jetzt richtig verstehe nimmst du jetzt fast ein Jahr Metformin. Warum nicht noch Hormone die den Eisprung erhöhen? Tut mir leid wenn ich dir zu neugierig wirke.
LG Michéle

Geduld ist eine tugend die ich nicht wirklich gut beherrsche.;-)

Beitrag von julimond28 06.05.10 - 12:20 Uhr

Hallo,
Hyperandrogenämie stand die ganzen Jahre immer auf meinem Pillenrezept als diagnose!
Und wie die anderen Mädels schon erklärt haben, Androgene sind männl. Hormone!

Das Kiwu-Zenrum wird dann erstma Blutabnehmen (meist bei beiden Partnern) und Ultraschall bei dir machen um sich schonmal ein Bild von den Ovarien machen zu können, zum Ausschluss oder zur Diagnose von PCO, hier hast du ganz viele kleine Follikel in den Eierstöcken, diese bilden das männl. Hormon testosteron welches die hautprobleme verursacht, dir aber auch Probleme mit der männl. Behaarung macht!
und wie die anderen Mädels auch schon geschrieben haben, viele Frauen mit PCO haben eine Insulinresistenz! Das heißt bei kohlenhydratreicher Kost (also zu viel Zucker) bildet der Körper zwar viel Insulin, es kann aber an den Zellen nicht wirken! Über einen Regelkreis bekommt der körper das Signal immer mehr Insulin zu bilden um ja den Zucker runter zu bekommen, dadurch steigt dann auch der Insulinspiegel immer höher und wirkt wiederum auf die Ovarien usw. - also ein echter Teufelskreis!

AGS - adrenogenitales Syndrom ist relativ selten! Wie der Name schon sagt, liegt das Probelm hier in der Nebennierenrinde! Diese bildet Cortisol, aber es gibt da leider ein Problem und aus den Cortisolvorstufen wird nicht Cortisol sondern eben die Androgene! Auch das läuft nach einem Regelkreis, der Körper meint er bräuchte Cortisol, bildet also immer mehr Vorstufen aus denen ja dann eben aber keines wird! Normalerweise würde über eine negative Rückkopplung dem Körper das Siganl gegeben: Hallo, ich habe genug, du kannst aufhören mit der Produktion! Das tritt aber ja nicht ein! Deswegen kann man hier meist nur behandeln indem man richtiges Cortisol zuführt, hier meistens Dexamethason!

Aber erstmal abwarten was die in der KiWu sagen!!
lg :-D

Beitrag von carmen_12305 06.05.10 - 19:34 Uhr

Hallo,

also ich würde bei dir auch erst einmal auf PCO tippen, muss aber nicht sein. Wenn du zum Endokrionologen gehst, dann lass auf jeden Fall auch deine Schilddrüse untersuchen, auch die kann das verursachen.

Gruß Sabine

Beitrag von mimtom 07.05.10 - 08:55 Uhr

Hallo, danke aber die Schilddrüse kann ich ausschließen, habe die schon getestet und damit ist alles okay..
Gruß Michéle