Was macht ihr genau bei einer Panikattacke?

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Forum: Gesundheit & Medizin

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Beitrag von xxladybirdxx 06.05.10 - 11:18 Uhr

Hallo !!

Habe momentan wieder verschärft mit meiner Angststörung zu tun und würde einfach mal gerne wissen, wie ihr mit euch und eurer Angst bzw. Panik umgeht in Akutsituationen, wo ihr alleine seid....

Mich macht das immer wahnsinnig und ich hab immer das Gefühl, ich komme da nicht wieder raus.....

Würde mich über ein paar Tips von Euch freuen... Therapie mache ich grade, da wird natürlich gesagt, man soll grade die Situation tun, die einen Angst bereiten und das ist bei mir eben Dinge alleine zu tun. Ich habe mir ein Netzwerk in den Jahren aufgebaut, in dem ich nichtmals alleine einkaufen gehen muss... das MUSS sich jetzt ändern aber es ist oft schwer gegen den inneren Schweinehund anzugehen.

Wie gesagt, würd mich einfach über Eure Erfahrungen freuen.

lg

xxladyxx

Beitrag von sannymaeusl 06.05.10 - 11:57 Uhr

Huhu,

ich bekomm immer Panikattacken, wenn ich im Dunkeln allein raus gehe oder früher auch in fremden Umgebungen, bei fremden Leuten oder sogar zu hause, wenn es dunkel und ich allein war und Geräusche gehört habe.

Momentan ists nur, wenn ich im Dunkeln rausgehe und das versuch ich jetzt in den griff zu bekommen in dem ich Abends wieder mit meinem Hund rausgehe. Hab mit 1-2 Minuten angefangen und dehne das immer mehr aus. Mein Hund gibt mir in dem Moment Sicherheit auch wenn ich am liebsten manchmal schreiend weglaufen würde.

Aber ich finde es toll, dass du dagegen kämpfst. Drücke dir die Daumen, dass alles so wird und klappt wie du es dir wünschst.

LG Sanny

Beitrag von nordseeengel1979 06.05.10 - 12:06 Uhr

<<Therapie mache ich grade, da wird natürlich gesagt, man soll grade die Situation tun, die einen Angst bereiten und das ist bei mir eben Dinge alleine zu tun.>>

Ganz richtig ist das nicht.
Du sollst zwar diese Dinge machen, doch soll man sich langsam nähern in Etappen und nicht voll da rein.

zB Einkaufen, erst mit einer vertrauten Person zusammen, dann beim nächsten Mal bleibt sie ein Regal weiter weg, dann beim nächsten Mal bleibt sie vor der Türe stehen, dann bleibt sie zu Hause und ihr trefft Euch danach... Natürlich nicht jedesmal den nächsten Schritt sondern wenn Du Dich soweit fühlst... so habe ich es in einer Verhaltenstherapie gelernt ;-)

Und Skills ( Ablenkungsstategien ) benutzen in der Situation wenn es Dir schlecht geht. So "überlebst" Du die Situation und es wird von mal zu mal besser. Skills sind zB

· auf Chilischoten beißen
· Musik hören
· Schreiben ( einen Brief, Tagebuch, Deine derzeitigen Gefühle )
· Malen/zeichnen
· Chatten
· Rauchen
· Spaieren gehen
· Basteln
· Baden/Duschen
· Rätzeln
· Puzzeln
· Fernsehen
· Instrumente spielen
· Eiswürfel lutschen
· Gummiband am Handgelenk
· Telefonieren
· Endspannungsübungen
. Rätsel lösen
. Fishermans Friend ( oder andere schwarfe Sachen ) kauen/lutschen
Quelle : http://www.nordseeengel.dreipage2.de/svv_=_selbstverletzendes_verhalten_50932549.html

Vor allem aufschreiben was Dir Angst gemacht hat, die Gefühle vorher/währenddessen/nachher aufschreiben und das mit zur Thera nehmen und durchsprechen...

Lg Nordseeengel

Beitrag von shasmata 06.05.10 - 13:31 Uhr

Ich habe zurzeit auch vermehrt mit Panikattacken zu kämpfen und hoffe, nächste Woche wieder Tabletten nehmen zu können.

Wenn ich Panik kriege, hilft mir am besten, mich ins Bett zu legen - vorher das Fenster aufmachen, damit ich frische Luft kriege - und dann einfach nur entspannen. Ist nicht ganz einfach, aber irgendwann klappt's dann :-)

Beitrag von laus1 06.05.10 - 20:42 Uhr

Hallo,

also ich habe verschiedene kleine Helfer.

Wenn ich unterwegs bin nehme ich meine Globulis und fange mit irgendjemanden ein Gespräch an ( die Globulis sind für mich eine Art Tablettenersatz. Und wenn ich mit fremden Menschen rede - man kommt unheimlich leicht mit ihnen ins Gespräch - bin ich abgelenkt und merke nicht wie mein Herz rast). Außerdem habe ich immer Wasser zum trinken bei mir weil ich auch oft Herzrasen bekomme wenn ich zu wenig getrunken habe.

Wenn ich zu Hause bin dann trinke ich etwas, konzentriere mich auf meine Atmung (ein und aus ....) und lese Ratgeber für Panikattaken #schein. Es hilft eigentlich immer.

Nachdem vor Jahren zig mal der Notarzt vor der Haustüre stand wegen Verdacht auf Herzinfarkt, Verdacht auf Schlaganfall etc. kann ich meine Attacken jetzt selbst behandeln#huepf#huepf#huepf