Mein Sohn (16Monate) hat Angst vor anderen Kindern....

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von anniele 07.05.10 - 21:13 Uhr

Hallo ihr Lieben,

langsam weiß ich nicht weiter. Meine Pepe hatte schon immer Angst vor viel Lärm und Krach und ihm wurden Dinge schnell zu viel. Er ist insgesamt ein sehr ruhiger und wenn er nicht in gewohnter Umgebung ist, auch sehr unsicher. Ganz schlimm ist es jedoch mit anderen Kindern, er hat regelrecht Angst vor ihnen und starrt sie regelrecht an als wenn die anderen Kinder Ausserirdische wären. Draußen wenn wir auf dem Spielplatz sind, sitzt er auch nur da und beobachtet die anderen Kinder...mir kommt es so vor als wenn er sie im Auge behält damit sie ja nicht zu ihm kommen. Will ein Kind sich dann meinen Pepe doch näher betrachten, klebt er sofort an mir, versteckt sich bei mir und wenn die Kinder sehr laut sind, weint er auch oft los. Wir mußten ihn jetzt sogar aus der Krippe nehmen und zu meiner Mutter geben, weil er mit der Gesamtsituation gar nicht zurecht kam und sehr unglücklich war. Ab August wollen wir es dann mit einer Tagesmutter probieren.
Aber auch in seinem "Revier" also bei uns zuhause läßt er sich von anderen Kindern total verdrängen...er setzt sich dann aus lauter Angst in die äußerste Ecke und beobachtet die Kinder udn läßt sich dann auch jegliches Spielzeug weg nehmen. Wenn ich ihn versuchen will zu integrieren, sträubt er sich so sehr, dass er sich bei mir fest krallt.
BEi Erwachsenen, die er nicht kennt, ist er auch schüchtern, aber nach einer halben Stunden ist dann alles gut, bei anderen Kindern, jedoch nach 3 Stunden und länger nicht!!!
Kennt das jemand von Euch? Was hat er nur???? Ich finde sein Verhalten langsam einfach nicht mehr normal und mache mir langsam große Sorgen....
LG, Anniele

Beitrag von aenne77 07.05.10 - 21:53 Uhr

Hallo Anniele,
mein Sohn ist 17 Monate alt und das genaue Gegenteil - warum das so ist, kann ich nicht sagen, da ist wohl jedes Kind von Natur aus anders.
Hast Du vielleicht die Möglichkeit, mit ihm eine Spielgruppe o.ä. zu besuchen? Dann könntest Du in in dieser Situation - anders als in der Krippe - begleiten, Pepe würde sich durch deine Nähe sicher fühlen und könnte sich durch die Regelmäßígkeit immer mehr daran gewöhnen. Vielleicht wär eine kleine Gruppe mit wenigen Kindern erstmal gut, das könnte man ja auch privat organisieren. Oder hast du so etwas schon probiert?
Alles Gute für Euch!
LG Aenne

Beitrag von sully82 07.05.10 - 22:33 Uhr

Hallo,

genau das gleiche hatten wir auch mit Noah, da war er ca 20 Monate.
Noah ist auch von Natur aus eher ruhig, spielt gern allein, schaut sich Bücher an usw. Er war immer schon ruhig, lieb und super pflegeleicht!!!
Ich muss dazu sagen, dass Noah es allerdings von anfang an kennt viel unter Kindern zu sein. Habe immer irgendwas mit ihm gemacht, Massage, schwimmen, turnen, momentan sind wir allerdings nur noch 1 mal die Woche im Spielkreis treffen uns aber ganz oft mit anderen Muttis und ihren Zwergen.
Ende des Jahres 09 hab ich auf einmal beobachtet das er nur bei mir sein wollte, immer neben mir sitzen musste ( das war nie so) das ging dann soweit das er regelrechte Panikattacken hatte wenn ein Kind auf ihn zugelaufen ist oder ihn zum spielen holen wollte. Noah ist recht klein und leicht und wenn die anderen dann mal an ihm zogen o.ä war es echt vorbei.

Hab das sogar bei der U7 angesprochen, unser KIA wurde recht hellhörig und stellte mir genaue Frage zu bestimmten Situationen. Dann meinte er aber nach der Untersuchung ich solle mir erstmal keine Sorgen machen und es weiter beobachten.


Tja, seit 6 Wochen geht es wieder einigermassen, im Spielkreis wenn z.B viee Kinder im Bällebad sind, muss ich immer mit.
Wenn wir uns vereinzelt, also mit wenigen Kindern treffen ist es wirklich wesentlich entspannter geworden.

Hat dein kleiner evtl mal ein abbekommen von einem anderen Kind, was du evtl nicht mitbekommen hast????
Das haben wir vermutet.
Oder er hat gerade ein Schub???
Noah fing nämlich ca 2 Wochen nach dieser Phase richtig an zu sprechen....

Oh menno, nun hab ich aber viel geschrieben, aber ich weiss was man sich für Sorgen macht und der Gedanke dass das Kind nicht "normal" ist kommt doch echt auf (bei mir zumindest)

Drücke alle #pro dass die Phase gaaaanz schnell rum ist.

LG Sully und Noah-Joel(26 Monate)

Beitrag von florimama 08.05.10 - 12:58 Uhr

Hallo,

mein Großer war damals genauso. Allerdings hat es mit einer! schlechten Erfahrung zu tun, die er mit 10 Monaten hatte. Da hat ihn ein Kleiner Junge derart gekniffen, dass es richtig blau und dick wurde. Da Flo eh schon immer sehr ruhig und schüchtern war, war das für ihn ein absolutes Trauma.
Auch er hatte dann immer richtige Angst vor Kindern und hat alles mit sich machen lassen und lieber das Spielzeug freiwillig wieder hingelegt, ehe es zu irgendeiner Konfrontation kommen könnte.
Ich bin aber dennoch fast jeden Tag zum Spielplatz und habe bin trotzdem immer dahin gegangen, wo Kinder in seinem Alter waren. Ich habe ihn allerdings niemals zu etwas gedrängt oder aufgefordert oder sonstiges. Ich saß immer nur daneben und habe ihm den "Rücken gestärkt". Ich war einfach immer zur stelle, wenn er mich gebraucht hat. Und ganz langsam hat er dann auch angefangen, sich den anderen Kindern zu widmen, da er ja dann auch gemerkt hat, dass die ihm nix tun und dass ich aufpasse. Dann kam nochmal die große Herausforderung Kindergarten. Da hat es bestimmt 6 Monate gedauert, bis er vom Schoß der Erzieherin runter kam und vertrauen zu den Kindern gefasst hat. Ich habe damals aber von anfang an mit den Erzieherinnen gesprochen, dass er Angst vor Kindern hat und die haben ihn dann eben auch mit Geduld und Einfühlungsvermögen zu nix gedrängt, aber dennoch ihn ermutigt, mit den Kindern zu spielen.
Heute (fast 7 Jahre) ist er auch noch eher schüchtern bei fremden Kindern aber gesund schüchter und nicht extrem. Er schafft es noch nicht auf fremde zuzugehen aber wenn Fremde ihn ansprechen, dann passt es. Er hat sich trotz anfänglicher "Schwierigkeiten" zu einem ganz "normalen" Kind entwickelt.

Hatte dein Sohn vielleicht auch mal eine schlechte Erfahrung gemacht? Vielleicht für dich total unerheblich aber für dein Sohn ein "Drama"...
Stärk ihm den Rücken aber dräng ihn zu nix, dann wird das schon mit viel Geduld. Lass ihm Zeit.

lg
Florimama

Beitrag von angelinchen 08.05.10 - 13:37 Uhr

Hallo!
Mein Sohn (jetzt 5,5) ist und war ganz genauso! Ich denke mittlerweile dass das Charaktersache ist (meine Tochter ist mit ihren 2,5 nämlich das genaue Gegenteil von ihm!).
Ich bin seit er Baby war mit ihm unter Kinder seines Alters, aber es brachte nix. Weder beim Babyschwimmen noch in der Stillgruppe tolerierte er ein anders Baby neben sich, sobald er berührt wurde, schrie er und wollte zu mir! als er dann mit 1,5 in der Spielgruppe sich endlich einigermassen geöffnet hatte, machte ein doofes Mädel alles wieder kaputt, indem sie im eine Kiste gegen die Brust haute und er rückwärts gegen die Heizung fiel...da wars dann laaaange aus... in der Krippe brauchte er lange Zeit, um die Kinder an ihn ranzulassen, aber ab da wurde es stetig besser. Er beobachtet allerdings nach wie vor sehr viel, erstarrt noch immer, wenn ihn jemand ärgert, und schliesst auch schwer Freundschaften... aber es ist "erträglich" geworden und er hat 3 feste Freunde und mittlerweile dürfen auch Kinder aus der Nachbarschaft kommen...

was ich euch empfehlen kann, ist nach wie vor viel auf den Spielplatz zu gehen, ganz bewusst, setz dich neben ihn und verteidige ihn und sein Spielzeug ruhig auch. Er selber KANN das noch nicht. vermeide möglichst unangenehme Situationen. Und bring ihn wirklich lieber zur TM als in eine Krippe.
Für den KIGA später kann ich dir nur empfehlen, darauf zu achten, dass der geschlossene Gruppen hat, und kein Offenes Konzept!

LG und ich kann die deine Verzweiflung gut nachempfinde, ich verspüre sie heute noch.
Anja mit Arian (5,5) und Adelina (2,5)

Beitrag von beauty71 19.10.10 - 14:27 Uhr

Ihr sprecht sicher alle von meiner Tochter, oder???
Seit sie 5 Monate ist, sind wir eigentlich unter Kindern, aber sie hat einfach immer noch Angst vor ihnen. Heute ist sie fast 3 und ein Spielen mit anderern Kindern ist gar nicht drin.
Wir waren in Babygruppen, Krabbel-Spiel-Turngruppen und immer nur höre ich mein Kind heulen.
Sie hockt immer nur auf meinem Schoß und wenn andere Kinder ihr zu nahe kommen, fängt sie sofort an zu weinen.
Ältere Kinder gehen, da hat sie nicht solche Ängste vor, aber gleichaltrige und kleinere Kinder sind ihr ein Graus.
Sie soll jetzt im Dezember in den Kindergarten und ehrlich gesagt, habe ich schon richtige Panik davor, weil ich vermute, dass der Schuss nach hinten losgeht.
Manchmal kommt man sich schon wie ein Außenseiter vor, weil andere Kinder eben nicht so sind!
Und ich bin auch ein eher kontaktfroher, temperamentvoller Mensch und kann mich in dieser Sache so gar nicht in meine Tochter reinversetzen.
Ich kann nur hoffen, dass sich dieses Verhalten irgendwann endlich mal gibt, denn so kann das ja nicht bleiben, möchte sie nicht unbedingt bis zum 18. Lebensjahr auf meinem Schoß haben!! Und mich belastet das Ganze ungemein!

Vielleicht ist hier ja jemand, der das Theater kennt und mit dem ich mich mal austauschen könnte????
Wäre super!
LG beauty