Kreißsaal - wird das Schamgefühl bei der Geburt ausgeblendet?

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Forum: Geburt & Wochenbett

Die Geburt deines Kindes rückt näher und es tauchen immer noch neue Fragen auf? Du hast gerade entbunden und ganz spezielle Fragen in dieser besonderen Situation? Hier ist der Ort für alle Fragen rund um Geburt und Wochenbett.

Beitrag von tipping 08.05.10 - 15:37 Uhr

Hallo,
meine Freundin ist hochschwanger und wir erwarten jetzt täglich unser Baby. Sie ist eigentlich eine Frau, die sich immer beherrschen kann und
alles unter Kontrolle hat. Gestern kam sie jetzt in die Frauenklinik und heute nacht hat sie es mitbekommen, wie die Babies zur Welt kamen.
Es herrschte quasi Hochbetrieb, denn drei Frauen haben entbunden.
Und aus allen drei Kreißsälen konnte sie mehr oder weniger lautes Geschrei deutlich vernehmen.
Meine Freundin findet schreien bei der Geburt peinlich und hat Angst daß man sie überall hören kann, wenn sie dann doch auch wie die anderen schreien muß.
Wir möchten jetzt gerne wissen, ob eine Frau im Kreißsaal jedes Schamgefühl, was die Lautstärke betrifft, verliert? Wird man wirklich so laut gehört, wenn man im Kreißsaal schreien muß? Kann man das Schreien unter der Geburt kontrollieren oder denkt man in dem Moment nicht, wie weit man gehört wird?
Wie waren eure Erfahrungen bei der Entbindung, habt Ihr auch geschrien oder Schreie aus den anderen Kreißsälen gehört?


Beitrag von widderbaby86 08.05.10 - 15:42 Uhr

huhu.

ich habe vor ca. 6 wochen entbunden, in der wanne- splitterfasernackt!! :-p was meinst du, was ich mir gedanken gemacht habe vorher und während ic in die wanne bin. bis dahin waren nur mein freund, hebamme und eine praktikantin dabei. nachher kam ja der arzt noc. ich habe auch immer gesagt ich will nicht schreien und ich beherrsche mich und und und... und was war?! bis zum köpfchen konnte ich mich zusammenreißen, ab da ging nichts mehr und ganz ehrlich?! es war mir sowas von egal, ich habe gar nicht mehr dran gedacht und alles voll rausgelassen! ebenso wie das völlig nackt vor denen zu liegen. die sehen sowas tägich und ich habe nichts anderes, was andere frauen nicht auch haben!
lasst es auf euch zukommen. spätestens wenn das mäuschen bei euch ist ist eh ales vergessen und man macht sich null gedanken mehr darüber ob man zu laut war oder oder oder!!

wünsche euch alles liebe und gute für die zukunft!

steffi und emily sophie, die am mo schon 6 wochen alt ist... #verliebt

Beitrag von anom83 08.05.10 - 15:44 Uhr

Hallo,

also ich finde es wichtig, dass man sich während der Geburt fallen lassen kann. Je entspannter man ist, desto leichter wird die Geburt.

Ob jetzt "Schreien" sein muss oder nicht, hängt glaube ich viel von der jeweiligen Person ab. Ich z. B. habe nur ganz am Ende der Presswehen geschrien, weil sich da die Ärztin auf meinen Bauch geschmissen hat ;-) das fand ich ziemlich fies.

Ansonsten habe ich zwischendurch immer mal wieder getönt (aber eher so ahhhh, ohhhhh, uhhhhh) das hat mir geholfen.

Aber ich denke, dass man das für sich selbst erst dann rausfindet, wenn man selbst mittendrin ist.

LG und alles Gute

Mona

Beitrag von nicola_noah 08.05.10 - 16:23 Uhr

Hallo,

Ich kann mich entsinnen das du diese Frage hier schonmal gestellt hast.
Und nach 8 Geburten (ok,1 Kaiserschnitt war dabei) kann ich dir sagen das es deiner Frau unter den Schmerzen Piepegal sein wird was andere denken könnten!

Beitrag von myszka76 08.05.10 - 17:07 Uhr

Huhu,
wenn Du solche Schmerzen hast, wie bei der Geburt, kannst Du nicht mehr denken, erst recht nicht ans Schamgefühl.

Bin eigentlich introvertiert - aber da war es mir egal - auch als 5 Leute um mich rum standen...

Ob ich laut war, weiß ich selber nicht. Es war einfach viel zu heftig.


myszka

Beitrag von lebelauter 08.05.10 - 17:16 Uhr

Hallo,

ich denke, bei der geburt konzentriert man sich aufs gebären. weil ich mich von solchen Dingen wie Schamgefühl, Fremdsein, Unwohlsein in unbekanntem Terrain nicht stören lassen wollte, habe ich meine Tochter zuhause geboren.

Anwesende:

Ich, mein Mann, unsere hebamme, unsere "große" Tochter (damals fast 5) und zur eigentlichen Geburt noch unsere 2. Hebamme.

geschrien hab ich nicht, denke dass ist unproduktiv.. es war eher ein lautes Tönen und Stöhnen. Beim Schreien geht die Kraft aus dem Mund heraus... aber die Kraft muss nach unten, zum Muttermund... alles muss sich öffnen und weit machen, damit das Kind geboren werden kann...

Wir wohnen in einem Mehrfamilienhaus (Altbau) und unsere Nachbarn haben von der Geburt nix mitbekommen. Die waren echt überrascht, als sie uns im hausflur mit Baby sahen #cool

LG

Beitrag von nini.78 08.05.10 - 18:05 Uhr

Hallo,

ich bin auch eher ein ruhiger Mensch und fand die Vorstellung, unter der Geburt rumzubrüllen, ziemlich abwegig.
Tja, und in der Übergangsphase, als Sarah sich nicht richtig eingedreht hat und ich dachte, mein Becken zerreißt jeden Moment, hab ich glaub ich das komplette Krankenhaus zusammengeschrien - und es war mir sowas von egal #schein
Der Druck und die Schmerzen mussten irgendwohin und mitpressen ging noch nicht :-p

Also ja:
Das Schamgefühl - nicht nur, was Lautstärke angeht - ist unter der Geburt weg.

LG,
Nini

Beitrag von kleiner-gruener-hase 08.05.10 - 18:07 Uhr

Ich habe meine 2. Entbindung nackt, also wirklich komplett nackt (mir war soooooo warm!), motzend und stöhnend verbracht. Und es war mir egal wer mich hört!

Falls es deine Freundin tröstet: Die anderen Frauen in den Kreißsälen nebenan haben gerade die gleichen Probleme und interessieren sich eher weniger dafür ob nebenan gerade geschrien wird...

Und: Schreien befreit! Bei meiner ersten Geburt habe ich alles zusammengeschrien.

Beitrag von bu83 08.05.10 - 18:14 Uhr

juhu,

oh gott musst du bzw deine frau angst vor dem schreien haben bzw der geburt. so oft wie du fragst. man,man,man. klar ist man aufgeregt vor so einer geburt.

aber ich beantworte dir gerne nochmal die frage.

ja du vergisst alles.

lg bu

Beitrag von tuttifruttihh 08.05.10 - 18:53 Uhr

Also bei der Geburt selber hatte ich (dank einer gut sitzenden PDA) keinerlei Schmerzen und habe deshalb auch nicht geschrien. Habe vorher einige Frauen gehört und muss gestehen, dass mir das ein wenig Angst gemacht hat aber ich wusste nie welche Frau geschrien hat. Das heißt, selbst wenn Deine Freundin schreit, dann weiß ja niemand, dass sie das war :-P

Ich habe aber während der Wehen gestöhnt und gejapst und es war mir völlig egal, ich hatte in dem Moment andere Sorgen.

Nach der Geburt wurde es dann leider etwas dramatisch, weil sich meine Plazenta nicht vollständig löste und ich deshalb Sturzblutungen hatte. Da standen plötzlich 15 fremde Menschen um mich rum (Ärzte, Hebammen, Anästhesisten, usw.) und alle hatten freie Sicht auf meine intimste Stelle. Selbst das war mir in dem Moment egal, obwohl ich normalerweise eher "prüde" bin. Naja, als dann die ganze Hektik vorüber war und man anfängt zu begreifen, was grad passiert ist bekam ich mein Baby zum kuscheln und hatte keine Zeit weiter nachzudenken.

Die Geburt und die Zeit danach haben mich und mein Schamgefühl verändert. Ich brauchte nach der Geburt Hilfe beim Toilettengang (mein Kreislauf brach permanent zusammen wegen dem großen Blutverlust). Erst halfen mir die Schwestern, dann mein Mann. Und es war mir egal, vor der Geburt wäre das undenkbar gewesen, wäre nie auf Toilette gegangen, während mein Mann im Raum ist. Auch "oben ohne" zu sein (beim stillen/abpumpen) während ständig fremde Menschen ins Zimmer kamen war mir egal.

Macht Euch keine Gedanken, ich habe mir vor der Geburt viel zu viele Gedanken gemacht, letztendlich kam alles anders.

Liebe Grüße

Beitrag von schnulli75 08.05.10 - 19:02 Uhr

Ich kann dir sagen, dass das deiner Frau unter der Geburt sowas von egal sein wird.

Ich bin nicht gerade die Dünnste und schäm mich echt für meinen etwas zu groß geratenen Bauch und den rest meiner Figur (ich weiß, man kann daran was ändern). Ich habe in der Wanne entbunden und mußte mich demzufolge splitterfasernackt ausziehen, um da überhaupt reinzukommen. Es waren mein Mann, die Hebamme und eine Praktikantin im Kreißsaal und es war mir total egal. Ich wollte nur möglichst schmerzfrei durch die Geburt kommen und da bot dich die Wanne an.

Ja, ich habe auch geschrien und rumgestöhnt unter den Presswehen und auch das war mir egal. Bei beiden war es nach 2,5 bzw. 2 Stunden vorbei.

Man muß sich der Situation hingeben und es einfach zulassen, nicht "normal" zu reagieren.

Ich hatte 2 wunderschöne Geburten mit viel Gestöhne und Geschrei und mir war nichts peinlich. Nach der Entbindung hat die Hebamme zu mir gesagt, sie hätte lange nicht mehr so eine tolle Geburt erleben dürfen. Ich hätte mich total auf mich und die Geburt konzentriert. Das habe ich als Kompliment aufgefasst und ja, ich war mächtig stolz auf mich.

Wünsche euch alles Gute und eine schöne Zeit mit eurem neuen Erdenbürger.

Liebe Grüße
Schnulli75

Beitrag von design.for.life 08.05.10 - 19:25 Uhr

Hallo,

ich arbeite in einer Frauenklinik und habe selbst zwei mal geboren.

Es ist vollkommen NORMAL, dass es in den Kreißsälen laut wird. Wenn die Fenster angekippt sind, hört man das auch draußen. Auch ganz NORMAL. Keiner, der hier arbeitet oder neben der Klinik wohnt, wundert sich darüber.

Ich selbst war auch laut. Kontrollieren konnte ich da gar nichts mehr. Mir hat das Schreien, vor allem in der Übergangsphase, sehr geholfen. Ich habe dadurch auch meine Kraft nicht vergeudet - ganz im Gegenteil.

Dein ganzer Verstand und Köper registriert zu irgendeinem Zeitpunkt der Geburt nur noch eines: Schmerz. Schamgefühle oder Nachsinnen über die Schreilautstärke? #rofl Nee, bei mir nicht. Ich habe praktisch fast am Arbeitsplatz entbunden. War mir sowas von egal.

Alles Gute.

LG

Beitrag von lachris 08.05.10 - 19:29 Uhr

Ich habe nicht geschrieen. Ich habe gebrüllt. Und mir war vollkommen egal, wer davon was mitbekommen hat.

Ich bin sogar nur im Hemdchen vom ersten Untersuchungsraum in den Kreissaal, quer über den Flur.

Und ich wollte nicht von der Toilette runter. Selbst dann nicht, als die Hebi mich entsetzt fragte, ob ich denn mein Kind dort zur Welt bringen wolle.

Hab mich letzendlich dann doch zum Bett führen lassen.

Mir war alles ziemlich egal. Hauptsache die Schmerzen gingen rum.

Und auch im Nachhinein ist mir nichts peinlich...

VG

Beitrag von courtney13 08.05.10 - 19:52 Uhr

Du lässt jegliches Scharmgefühl hinter dir!

Nur mal so als Beispiel.
Du kannst ja nicht beinflussen wo du presst. Also kann es auch passieren, das du während der Geburt Stuhlgang hast. Das war für mich bei der ersten Geburt fürchterlich peinlich! Trotz Einlauf und auch der war mir unangenehm!!!

Aber das ist halt einfach so! Das hat jede gebährende Frau!!!!!

Bei der zweiten Geburt fand ich das dann nicht mehr so schlimm. Was aber auch an der guten Hebi lag!

Ich hab übrigens den kompletten Kreissaal zusammengeschrien!!! Ich glaub man hat mich noch im Eingangsbereich schreien hören. #hicks
egal, weiß ja keiner das ich das war :-p

LG Courtney

Beitrag von minnie85 08.05.10 - 19:53 Uhr

Das ist einem unter der Geburt egal, man gibt sich einfach hin, tut das, was der Körper gerade braucht...das kann mal Rumrennen sein (ich), Stöhnen (ich) oder auch Schreien (die Frau im Kreißsaal neben mir)...

Beitrag von bonneamie 08.05.10 - 20:36 Uhr

Mir war während der Geburt ziemlich egal, ob mich jemand hören kann oder nicht - ich habe geschrien, getönt, gestöhnt und was ich nicht noch was für Laute von mir gegeben - es war laut, aber es hat mir geholfen...

Ich bin auch nicht die Schlankste, habe ziemlich dicke Oberschenkel und konnte mich z.B. nach Legung der PDA nicht mehr bewegen, weil der ganze Unterkörper natürlich betäubt war. Weil sowohl die Hebi, als auch die Ärztin, beide sehr grazile Frauen, konnten mich somit nicht im Bett in eine andere Position bringen, mein Mann hat mich quasi nach Anweisung "hochgezogen". Mir war alles egal...

Auch als mir später mehrmals die Blase per Katheter entleert wurde - egal... Ob Stuhl abgegangen ist kann ich noch nichtmal sagen, ich war so fasziniert, dass später nach der 1. Presswehe der Kopf zu fühlen war - nach der Zweiten noch viel mehr (durfte beide Male fühlen, das hat mich unheimlcih motiviert) und bei der 3. Presswehe war mein kleiner Engel da :-). Dann hatten mein Mann und ich nur noch unseren Schatz im Blick und auch das Nähen, dass mir leider nicht erspart blieb, war mir egal...

Bei der Geburt denkt man plötzlcih über viele Sachen ganz anders ;-). Ich wollte nie eine PDA haben - bekam dann aber eine, weil ich mit den Wehen nicht klar kam und die PDA saß von Anfang an perfekt, das Setzen war auch nicht schlimm (auch wenn ich das vorher immer gedacht hätte...).

Ich wünsche euch alles Gute und eine schöne Geburt!

VLG



Beitrag von jessi273 08.05.10 - 22:27 Uhr

die haben die station neben den kreisssälen? was´n das für´n quatsch? da wird´s einem ja angst und bange#zitter
aber was anderes: warum beschäftigt dich das so? ihr könnt es eh nicht ändern...wenn sie schreit, schreit sie#aha wenn nicht, dann eben nicht. who cares? meine güte, das ist eine geburt. JEDE ist anders, woher sollen wir wissen, ob deine frau schreien muß, ob sie/dich das stören wird, oder ihr andere frauen schreien hören werdet#klatsch

Beitrag von perserkater 08.05.10 - 22:35 Uhr

Hallo

Ich hoffe du zeigst ihr die Antworten hier, damit sie sich beruhigt. Es gibt wohl nichts schlimmers als Frau die sich verkrampft nur um keinen Ton von sich zu lassen. Asiaten glaube ich, die schreien oder tönen nicht bei der Geburt weil es als nicht anständig oder was weiß ich gilt. Auferlegter Schwachsinn.

Bei meiner ersten Geburt habe ich geschrien. Es war erlösend die Schmerzen rauszuschreien.

Bei meiner zweiten Entbindung hatte ich mehr Erfahrung und konnte mit Gestöhne gut entbinden. Aber Tonlos geht es kaum.

LG die #katze

Beitrag von bine3002 08.05.10 - 23:21 Uhr

Vergessen? Nein. Ich wusste durchaus, dass ich schreie. Da ich aber eine Hebamme hatte, der ich vertraute und ansonsten nur mein Mann dabei war, war es mir egal. Es waren sowas wie Tarzanschreie und ich brauchte das. Im Nachhinein tut es mir nur leid, dass ein Kurs von Schwangeren zu der Zeit mitgehört hat. Die hatten echt Schiss ;-)

Beitrag von traumwolke23 09.05.10 - 00:41 Uhr

huhu
also ich lag sehr lange in den wehen ca 30 stunden ... in der zeit haben 3 frauen ihre kinder zur welt gebracht. ich habs auch deutlich gehört und dachte mir zu dem zeitpunkt auch noch...oh man

als ich selber starke wehen hatte und sie veratmen musste wurden mir diese sachen irgendwann egal...

bei den presswehen hab ich nicht wirklich geschriehen... lag an der pda... aber das " anstrengungsgestöhne" war glaub ich auch lauter.

also ich finde es ist einem da nichts mehr peinlich... genauso gut könnte es ja einem peinlich sein wenn die fruchtblase platzt oder so. aber sowas gehört ebend zur geburt und die hebammen etc hören das mehrmals täglich. also kein grund zum schämen... wobei man da echt andere probleme hat :)

lg und alles gute

Beitrag von krickel 09.05.10 - 08:32 Uhr

Hallo,

ich hab dir aus Wikipedia mal einen kleinen Abschnitt rauskopiert.
Lest euch doch mal den Rest durch.

Etymologie
Bestimmungswort ist das Verb kreißen, "Wehen haben"[1], "gebären", mittelhochdeutsch krîzen, eigentlich "schreien", "stöhnen".[2][3] Davon abgeleitet ist auch kreischen "gellend schreien", "stöhnen", "heulen".

So viel Angst, die ihr vor der Geburt habt, die lohnt sich nicht, denn meist sind es die Frauen, die so ihre Bedenken haben und dann eine wunderschöne und kurze Geburt haben. So habe ich das miterlebt.
Ich, glaube ich, konnte nicht "loslassen" und dann haben die Geburten ewig gedauert.
Und gejammert, gestöhnt, gebrunft (wie ein Hirsch ;-) ) habe ich auch.
Es ist alles normal.
Und das Schamgefühl verschwindet auch, meine Hebamme wollte mich bedecken, ich bevorzugte aber FFK :-)

LG und alles Gute für die Geburt,
Alex

Beitrag von waffelchen 09.05.10 - 12:27 Uhr

Ich war nackt in der Wanne, hab geschrien wie am Spieß und den Kriessal beim Pressen vollgemacht und es war mir schnurze.
Du bekommst schließlich ein Kind, da musste dir um solche Kleinigkeiten keine Gedanken machen

Beitrag von getmohr 09.05.10 - 14:46 Uhr

hey,

also ich kann da nur von meiner Erfahrunf berichtn.
Ich hab mir im Vorhinein auch total viele gedanken gemacht. Ich schreie und heule vielleicht vor Schmerz, zwischen meinen Beinen stehen lauter Leute rum die ich nicht kenne und jeder hat das was zu fummeln, bei der ersten Presswehe werd ich wahrscheinlich noch meinen Darm auf die Liege entleeren... - ich dachte echt so eine geburt ist doch das peinlichste und entwürdigendste, was einem so passieren kann!

Dann hieß es Kaiserschnitt und ich mach mir wieder gedanken. Ich liege nackt vor dem ganzen OP-Team, breitbeinig, mit festgeschnallten Armen und auch noch mit Blasenkatheder, danach kann ich da wohl keinem mehr ins gesicht blicken.... total die Horrorvorstellung.

Aber naja, die Ärzte machen das da jeden tag mit und so läuft die geburt nunmal ab. Als es dann tatsächlich soweit war und ich nackt, breitbeinig mit Blasenkatheder und an den Armen festgebunden auf dem OP-Tisch lag, gabs auf der Welt nix, was mich weniger interessiert hätte - im Gegenteil, ich hab mich muntere 20 Minuten mit dem OP-Team über Talkshows unterhalten...

Lasst es auf euch zukommen, raus muss das Baby jetzt ohnehin und was auch immer passiert ist der natürliche Gang der Dinge und Die Ärzte haben das alles schon tausendmal gemacht und gesehen.

Ich wünsche euch alles Gute, mein zweiter KS ist morgen un diesmal seh ich dem gaaaanz locker entgegen!!

Beitrag von yarina 09.05.10 - 19:52 Uhr

Wenn deine Frau in den Wehen liegt, wird sie an alles andere Denken, nur nicht daran, ob sie Schreit oder nicht.

Ich persönlich habe bei der Geburt meines Sohnes damals nicht geschrien. Vermutlich weil ich meine Kraft dazu brauchte den Dickschädel meines Sohnes raus zu pressen.

Gruß Astrid mit Erik (3 Jahre) und Ronja (1 Jahr)

Beitrag von milkahase83 10.05.10 - 17:28 Uhr

also ich hab 2Wochen vor der Entbindung mit Grippe im KKH gelegen, mußte auch täglich ans CTG und somit auf die Entbindungsstation, wo immer wenn ich da ne halbe STD. CTG bekam (2-3x am Tag), Frauen in den Wehen lagen und glaub mir, ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt, nicht einmal große Angst vor der Geburt, ab da war alles anders!
Es war der Horror, wie manche schrien und wimmerten, eben wie sich fast jede Geburt anhört#zitter

Hab nach dem Aufenthalt, sogar ein fast 2stündiges Gespräch mit meiner Hebi gehabt, weil ich vor Schiss, nen Wunschkaiserschnitt wollt, wovon sie mich zum Glück abbrachte.
Habe meine Tochter dann zwei Wochen später, ganz normal, in insgesamt über 20Std. auf die Welt bringen können, mit einem Gewicht von 4100g und nem 38cm Kopfumfang#ole
Und das alles mit nur einem schrei, als das Köpfchen geboren wurde#schwitz
Also, es geht auch so, ist bei jeder Frau anders, übrigens wäre es mir bei den schmerzen auch egal gewesen, wenn ich gebrüllt hätte wie ein Elch, denn in dem Moment blendet man ALLES aus.
PS:.Meine Freundin hat sogar aus das Kreisbett groß gemacht.

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