Meine Kleine wird nie Tante/Onkel oder sonstige Verwandschaft haben...

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von mel6682 16.05.10 - 20:44 Uhr

Hallo Zusammen

unsere Tochter wird im Juni jetzt zwei.
Für uns war immer klar, dass wir nur ein Kind haben möchten, doch langsam fange ich an mir Gedanken zu machen.
Mein Mann und ich sind beide Einzelkinder. Oma und Opa meinerseits ist alles Bestens - sie wohnen im Ort und Paula liebt die Beiden.
Oma und Opa von der Seite meines Mannes kann man vergessen......Oma wohnt weit weg und Opa.....naja - kaum Kontakt sagen wirs so ...

Aufjedenfall ist es jetzt so, dass ich mir immer bewusster werde, die Kleine wird nie Schwester oder Bruder - Tante oder Onkel - Cousinen oder Cousins oder sonst irgentwelche Verwandschaft haben.
Einfach garniemanden.

Wie ist Eure Meinung dazu : Sind wir da zu egoistisch wenn wir sagen, wir stellen uns unsere Zukunft mit nur einem Kind vor ?
Wir lieben Paula natürlich über alles - das hat damit ja nichts zu tun.
Aber...nochmal Schwangerschaft - nochmal nächtliches Aufstehen - nochmal Erziehung - weniger Zeit für sich selbst - wir stellen uns alles leichter mit einem Kind vor.

Mein Mann ist hat eine etwas größere Firma und geht morgens um 6 ausser Haus und kommt Abends spät nach Hause - ich muss mich um ALLES privates alleine kümmern. Nebenher singe ich häuftig wochenends in einer Band und das macht mir immernoch viel Spaß und tut mir selbst auch gut sagen zu können :ich verdiene auch mein eigenes Geld.
Das müsste ich dann auch aufgeben. Denn es gehört nicht nur das singen am Wochenende dazu - sondern auch neue Lieder einstudieren usw.
Wir haben als Familie eigentlich nur den Sonntag so richtig zusammen und mal zu zweit alleine was unternehmen ist jetzt schon äusserst problematisch.
Wie sollte das erst mit zwei Kindern werden?!

Wenn wir jetzt ein zweites Kind bekommen sollten und aufgrund des Stresses mit der Firma - und ich daheim vielleicht auch überlastet - irgentwann scheiden lassen, dann ist das doch auch nichts ?!?!?!

Wir sind uns Beide sowas von unsicher - nur in einem einig - wenn ein zweites Kind - dann bald - denn nochmal von vorne Anfangen oder ein zu großer Altersunterschied kommt schonmal garnicht in Frage.

Wäre super wenn Ihr mir einfach mal Eure Meinungen dazu schreiben könnt, vielleicht unterstützt uns das in unserem "Nachdenken" :)

Schönen Sonntag Abend noch,
Liebe Grüße Melli

Beitrag von pu-tschi 16.05.10 - 20:56 Uhr

Hallo Melli,

als Denkanstoß von mir:

Ich bin selbst Einzelkind und hatte trotz tollen Eltern und Großeltern eine eher einsame Kindheit- vor allem z.B. im Urlaub.
Jetzt, vor 5 Monaten, ist mein Vater plötzlich verstorben.
Und ich wünsche mir gerade jetzt wie noch nie zuvor Geschwister, jemanden, der meinen Schmerz teilt, denselben Kummer verspürt und mit dem ich die Sorge um meine Mutter teilen kann.
Aber da ist keiner.

Entscheidet Euch im Interesse Eures Kindes für ein zweites- wenn Euch etwas passiert, ist es sonst ganz alleine.

Lg, Putschi (die es immer gehasst hat, Einzelkind zu sein...)

Beitrag von blucki 16.05.10 - 20:57 Uhr

hallo melli,

also ich finde, du solltest nochmal genau überlegen. ich schildere dir mal die letzten jahre bei uns.

mein mann und ich haben uns vor 7 jahren kennengelernt. waren uns gleich sicher, dass wir ein kind möchten. unser sohn (6) kam dann auch prompt. wir haben auch selbst keine verwandten in der nähe (und zu denen, die noch irgendwo weiter weg wohnen keinen kontakt). ich habe meine eltern schon vor über 20 jahren verloren. mein mann seinen vater auch und die schwiegermutter wohnt 200 km weit weg. mein mann ist auch selbständig, reist oft um die halbe welt und arbeitet täglich 14 stunden und mehr. ich bin also auch mit allem alleine und hab noch nicht mal ne oma, die mir irgendwas abnimmt.

uns kam aber diese überlegung auch, dass unser sohn irgendwie so alleine und verlassen ist. wir haben auch ein paar monate hin und her überlegt. sogar wegen unserem neu gebauten haus. wir haben nämlich gar kein 2. kinderzimmer eingeplant. haben jetzt aus einem büro im EG erstmal ein babyzimmer gemacht. müssen später dann umziehen (also unser schlafzimmer ins EG legen), nochmal anbauen (ist uns sonst alles zu klein) und und und.

aber wir sind so froh, dass unsere tochter (wird am mittwoch 1 jahr) noch gekommen ist, das glaubst du gar nicht. und was meinst du, wie toll das für den großen ist. der liebt seine kleine schwester abgöttisch. er knutscht den ganzen tag an ihr herum. und überhaupt ist unser ganzer tagesablauf jetzt viel ausgefüllter.

klar - ich habe noch viel mehr arbeit und stress. der große war ja schon sehr pflegeleicht in seinem alter jetzt (wobei er generell ein eher anstrengendes kind ist). er hat 4 jahre gebraucht, um mal durchzuschlafen. und die kleine macht nachts genauso theater. ich muss jede nacht mehrmals stillen, genau wie beim großen. sonst kreischt sie das ganze haus zusammen.

aber dann lächelt sie mich morgens an und ich weiß, das ist irgendwann auch vorbei und alles ist gut.

wir sind jetzt als familie komplett. das waren wir vorher irgendwie nicht, obwohl wir viele jahre kein zweites kind wollten.

lg
anja

Beitrag von chaosotto0807 16.05.10 - 21:00 Uhr

hallo melli,

mein mann und ich sind selbst einzelkinder (ok ich habe 2 stiefschwestern, aber es gibt keinen wirklichen kontakt ;-))...und von daher stand für uns von anfang an immer fest, dass wir 2 kinder haben wollen. und ich finde es war die beste entscheidung,die wir getroffen haben, denn unsere beiden lieben sich abgöttisch #verliebt.

es ist letztlich natürlich eure entscheidung..aber wenn mich jemand fragt: ich würde jederzeit wieder 2 kinder kriegen wollen ;-).

ich wünsche mir sehr oft einfach mal jemand zum reden zu haben.....das gleiche gilt für meinen mann....klar, es gibt genauso geschwister, die keinen guten kontakt haben oder wie auch immer....aber wenn ich so an meine eigene kindheit zurückdenke..ich war nach dem tod meiner mama sehr viel bei meiner cousine und bei meinem cousin und wir waren fast wie geschwister...und ich habe es geliebt dort zu sein!!

klar ist es in der anfangszeit stressig mt nächtlichem aufstehen und so....aber wird man dafür nicht auch unendlich belohnt??? ;-);-)

LG mareike

Beitrag von franziska211 16.05.10 - 21:10 Uhr

Hallo,

Ich bin Einzelkind, habe Onkel und Tanten und 5 Cousins, 5 Cousinen und die auch schon insgesamt 10 Kinder.
Ich bin das einzige einzelkind in der Familie.
Unsere Familie ist über die Welt verstreut.
Ich habe kaum Kontakt zu den Cousinen und Cousins, da sie viel älter und die Kinder viel jünger sind.
Sprich, es ist nicht damit getan, dass man Verwandtschaft hat.
Ich wollte früher immer Geschwister und fände es auch heute noch schön und habe es meinen eltern fast übel genommen.
Dennoch, mir ging es immer gut und was ich mir öfter sage:
wer hätte garantiert, dass das weitere Kind gesund gewesen wäre, dass alles gut verlaufen wäre (meine Mutter wäre auch schon ca. 35 gewesen, heute ja kein Alter mehr).
Somit sag ich mir einfach, es ist gut so wie es ist.
Es wird die nur von allen Seiten eingeredet, dass du einen "Makel" hast.
Einzelkindsein ist ein Makel, da sagen schon die 5 jährigen, "du bist doch verwöhnt, weil du bist ein einezlkind, sagt meine Mama",...
Lass dir auf der Sozialebene nichts einreden.
ICH empfinde die Freundschaft zwischen Einelkindern fast als Inniger, wahrscheinlich ein Geschwisternersatz.
Ich habe Leute meines Alters, die mir Nahe sind, dafür brauche ich keine Geschwister.
Die einzige Situation wo ich Angst habe alleine zu sein, wäre der Tod meiner Eltern/ Pflege.
Aber auch hier ist es so, dass meine Tante damit auch alleine dastand (pflege), weil sie als einzige vor Ort war.
Natürlich ist es in dieser Situation schöner noch jemanden zu haben, und ja, da bin ich froh, dass ich dann immerhin Cousinen haben, die meine Mutter als Tante wahrgenommen haben, also auch ein Stückweit als Familie.
Ich weiß, da werde ich nicht alleine dastehen, auch wenn ich vorher kaum Kontakt hatte.
Aber auch das geht mit Freunden.
Und meine engste bezugsperson (neben Eltern) ist die Mutter einer Freundin, die ich kenne, seit ich 2 bin.
Das ist für mich mehr Familie, als sonst was.
FAZIT:
Wenn, dann bekommt ihr ein Kind und kein "Geschwisterchen".
Und ihr seid auch so komplett und eine richtige Familie!

LG, franziska

Beitrag von franziska211 16.05.10 - 21:14 Uhr

ach ja, und beschäftigen konnte ich mich sehr gut alleine.
Ich durfte aber jederzeit Freunde dahaben.

Beitrag von kyrilla 16.05.10 - 21:12 Uhr

Hallo Melli,

wenn ihr auch beide Einzelkinder seid, wie habt ihr denn eure Kindheit empfunden? Fehlte oder fehlt euch irgendetwas?
Ich persönlich fände es schon schade, wenn ich niemanden hätte, niemanden, bei dem ich mich über meine Eltern beschweren könnte; niemanden, der mir auch mal die Jugendsünden meiner Eltern steckt; niemanden, der mich entlasten kann, wenn ich mich um meine Eltern im Alter kümmern muss.

Wir haben zwei Jungs mit einem kurzen Altersabstand und ich kann sagen, dass einige Dinge auch wirklich einfacher werden mit mehreren Kindern. Wir können z.B. am Wochenende lange im Bett bleiben, da die Kinder sich miteinander beschäftigen. Ich muss sehr selten auf dem Boden rumkriechen und bauen, da die Jungs das miteinander machen.

Letztlich müsst ihr entscheiden, wie ihr euch wohler fühlt. Aber es ist schon zu bedenken, dass eure Tochter nach euch tatsächlich gänzlich ohne Familie dastehen wird, das kann eine große Belastung für sie werden.

LG
Kyrilla

Beitrag von melly21 16.05.10 - 21:13 Uhr

Hallo wir haben uns auch nur für ein Kind entschieden weil wir auch noch"Leben"wollen.

Sicher hätte es viele Vorteile wenn man Geschwister hat aber ich wüsste keine?Ich habe selber 2 Schwestern aber nichts mit ihnen zutuen.Zumal wir uns noch nie grün waren!

Da ich mit meiner Familie nichts zutuen habe(n)will hat sie natürlich auch keine Cousinen und Cousins.Oma und Opa wohnen mit im Haus und die andere Verwandschaft naja...

Ehrlich gesagt geniessen wir es am We mal auszuschlafen und auch mal Abends wieder Zeit für uns zuhaben.

Finanziell geht es uns mit einem Kind auch sehr gut und ich möchte ehrlich gesagt nicht zurück stecken und auf etwas verzichten müssen.

Kommt für viele Egoistisch rüber aber nun gut,jeder mag anders Leben.

Ich persönlich würde mein Leben nicht zurück stellen nur weil meinem Kind Verwandte fehlen.Man weiss ja nie wie sich die 2 in einigen Jahren verstehen?

Lg Melly

Beitrag von pizza-hawaii 16.05.10 - 22:12 Uhr

Ich bin Einzelkind, mein Vater auch, meine Mutter hat zwei Brüder (Zwillinge). Einer von Beiden ist noch vor meiner Geburt an einem Krebsleiden gestorben, der andere wohnt weit weg und ich hab mich noch nie mit ihm verstanden.

Er hat ein Kind für das er nur zahlt und das noch Niemand aus der Verwandtschaft gesehen hat, ich habe also einen Cousin den ich nicht kenne.

Die Cousinen und Cousins meiner Mutter wohnen auch nicht gerade um die Ecke und Kontakt haben sie auch keinen mehr, lediglich ich habe 2x im Jahr (zum Geburtstag) Kontakt mit einer ihrer Cousinen, meist nur per sms, also kaum der Rede wert.

Gleiches auf der Seite meines Vaters, die Cousins wohnen zwar etwas näher, dennoch keinen Kontakt.

Im Grossen und Ganzen habe ich also ausser meiner Eltern (und Grosseltern) Niemanden und ich lebe ganz gut damit, dafür habe ich gute Freunde!

Mein Denkanstoss:
Familie kann man sich nicht aussuchen, Freunde schon!

pizza

Beitrag von pretty.kitty 16.05.10 - 23:05 Uhr

Ich denke, ihr solltet euer Tochter lieber eine glückliche Kindheit und ein intaktes Familienleben bieten, das ist millionenmal wichtiger als Geschwister zu haben. An der Entscheidung für ein Einzelkind ist gar nichts egoistisch, es wäre eher dumm, ein zweites nur aus Pflichtgefühl zu bekommen und sich dann abzuplagen, dauergestresst zu sein, was auch eure Kinder spüren müssten... aber Hauptsache das Geschwisterchen ist produziert. Viele Eltern trösten sich dann mit der Illusion, sie hätten ihr Kind aus der Einsamkeit erlöst und seien erst zu viert eine richtige Familie, aber das ist Quatsch.

Dein gesamtes Posting handelt davon, dass eure Traumfamilie aus euch dreien besteht und Kind 2 nur als notwendige Last zur Welt käme, um eurer Tochter mehr Verwandtschaft zur Seite zu stellen, weil Einzelkinder ja später Probleme kriegen könnten #kratz

Ich bin auch Einzelkind und noch jetzt als Erwachsene froh darüber, die tolle Kindheit, die ich genießen durfte, meine Eltern, zu denen ich ein geniales Verhältnis habe - mit Geschwistern wär es nie so gewesen und keine Verwandtschaft könnte das ersetzen. Wir sind auch ne sehr kleine Familie, da zu den Onkels/Tanten/Cousins kein Kontakt mehr besteht, und vermissen tut keiner was.

Selbstständigkeit & ein starker Charakter sind äußerst wertvoll und hilfreich im Leben... und gerade wenn sie euer einziges Kind bleibt, könnt ihr eurer Tochter das wunderbar vermitteln :-)

#paket http://www.geschwisterlos-gluecklich.de.vu + http://www.paradies-einzelkind.de.vu

Beitrag von ylenja 16.05.10 - 23:28 Uhr

Hallo Melli,

unser Sohn wird wohl auch alleine bleiben - und ich finde es sehr schade.
Mein Mann hat noch eine Schwester, allerdings ist diese von Nachwuchs noch weit entfernt. Von meiner Seite wird er auch keine Cousin´s oder Cousinen bekommen.
Wir selber würden uns über ein 2. Kind total freuen, aber das ist ja manchmal nicht ganz so einfach....
Das wir unseren Sohn haben, ist für uns schon ein Riesenglück.

Unser Sohn kam auch schon mit dem Wunsch, ein Geschwisterchen zu bekommen. Er meinte, alle seine Freunde haben noch jemand, nur er nicht #schmoll

Ich selbst würde mir Geschwister wünschen, mit denen ich einfach mal reden kann und die meine Sorgen verstehen.
Für mein Kind wollte ich es eigentlich immer anders...

Ich selbst habe eine sehr große Verwandschaft, allerdings habe ich nur zu einer Cousine richtig Kontakt. Wir verstehen uns zwar alle, aber eigentlich geht jeder seinen eigenen Weg.

Geschwister zu haben heißt ja auch nicht, dass diese sich immer gut verstehen. Trotzdem, wenn ich die Möglichkeit hätte, wäre unser Sohn kein Einzelkind.
Ich wollte früher - auch jetzt noch - immer mindestens zwei Kinder.
Unser Sohn wird dieses Jahr 8.
Da kommt dann auch noch die Frage auf, ob der Altersunterschied zwischen den beiden dann nicht auch schon zu groß wäre...

Aber das ist meine Situation. Niemand kann Dir Deine Entscheidung abnehmen.
Manchmal ist es auch gut, wenn man das Herz entscheiden lässt :-)

LG

Ylenja


Beitrag von fruehchenomi 17.05.10 - 01:27 Uhr

Man kann eine Riesenverwandtschaft haben und trotzdem alleine sein. Ich habe noch eine Schwester - und seit 30 Jahren keinen Kontakt zu ihr, obwohl sie in der Nähe wohnt, wir sind viel zu unterschiedlich.
Sie hat 6 Kinder - und nur 3 pflegen zueinander Kontakt, 2 recht engen.
Meine Tochter wird auch nur ein Kind haben, Leonie wird wahrscheinlich auch alleine bleiben, sie war ein sehr frühes Frühchen mit vielen Problemen und die Sorge besteht, dass es wieder so werden könnte.
Mein Sohn und seine Partnerin haben leider garkein Kind, ob das nochmal was wird, weiß ich nicht, ich kanns ihnen nicht vorschreiben.
Mit 2 Kindern ist man normalerweise nicht "überlastet", ich hab auch trotz Berufstätigkeit zwei großgezogen, vieles ist einfach eine Sache der Organisation, wo natürlich beide mitziehen müssen und nicht nur Mami ;-)
Sicher muss man einiges aufgeben, musste ich auch, besonders gleich beim ersten Kind, weil ich erst 18 war (hab übrigens auch in einer Band gesungen, aktiv getanzt und und und) hab auch schrecklich gewütet damals - ging aber alles vorbei..... Man kriegt ja auch unendlich viel zurück, nicht nur Arbeit und Pubertät - sondern auch Liebe.
Und heute möchte ich beide Kinder natürlich nicht mehr hergeben und bin auch froh, dass ich sie und ihre Familien habe, wenn ich mal klappriger werde.... #zitter denn mein Mann ist ziemlich älter und ich werde ihn nicht ewig haben......auch ein Aspekt. Ich werde ihnen sicher nie auf Dauer zur Last fallen, aber ein klein wenig Hilfe ist auch ganz angenehm, besonders weil sie auch beide liebe Partner gefunden haben, mit denen ich mich gut verstehe. Na und Enkelschatz Leonie ist sowieso mein Augensternchen#verliebt
WENN ihr es euch leisten könnt, redet mal miteinander - Bequemlichkeit und Geld ist nicht alles - und 2 Kinder sind schon noch zu "schaffen"- und Oma und Opa hast Du ja auch noch.
LG Moni

Beitrag von labom 17.05.10 - 08:48 Uhr

Hallo,

ich möchte dir einfach unsere Situation erzählen.

Wir haben nur ein Kind und es soll defintiv ein Einzelkind bleiben! Ich bin als Einzelkind aufgewachsen und habe NIE etwas vermisst. Spätestens ab dem KiGa hatte ich immer gute Freunde zum spielen bzw. später zum quatschen und was unternehmen. Mein Mann hat noch drei ältere Geschwister. Mit denen hat er sich allerdings als Kind nicht so gut verstanden, da der Alterunterschieder relativ groß ist. Jetzt als Erwachsene ist der Kontakt unter den Geschwistern ziemlich abgebrochen. Man sieht sich Weihnachten und an Geburtstagen - das war's - obwohl alle nicht weit weg wohnen.

Was bringen hier also Geschwister wenn man sich eh nicht versteht.

Zum Geburtstag unseres Sohnes rufen z.B. unsere Freunde IMMER an bzw. kommen vorbei. Der Bruder meines Mannes (wohnt nur ca. 30km weit weg) hat sich noch NIE gemeldet oder auch nur erkundigt.

Ich finde auch das es oft, nicht immer, eine Traumvorstellung ist das die Kids dann jemanden zum spielen haben und nicht allein sind. Oft ist es doch so das die Kids mehr streiten als spielen. Es mag Ausnahmen geben, aber irgendwann ist denke ich bei allen Kids der Punkt an dem sie lieber mit Freunden zusammen sind als mit der Schwester/dem Bruder. Kenne ich wenigstens aus meiner Kindheit so!

LG

Beitrag von oma.2009 17.05.10 - 09:00 Uhr

Hallo melli,

auch ich bin NUR ein Einzelkind, leider. Ich habe mir immer Geschwister gewünscht. Mein Vater hatte eine Schwester und meine Mutter hatte noch fünf Geschwister, habe Onkel und Tanten genug gehabt und insges. 16 Cousins und Cousinen, die auch schon wieder Kinder haben.
Meine beiden Kinder haben keine weiteren Verwandten, außer der Schwester meines Mannes, also eine Tante, die ist allerdings kinderlos.
Aber selbst ich stehe vor der Pflege meines schwerkranken Mannes fast alleine da. Gut, die Kinder kümmern sich mal und meine Eltern auch, aber letztendlich führt doch jeder sein eigenes Leben. Ich bin nur froh, dass es meinen Eltern noch so gut geht, denn wenn da auch noch Pflegebedarf wäre, wüßte ich nicht mehr, wie ich das alleine schaffen sollte. Da wäre natürlich ein Geschwister schön gewesen.

LG

Beitrag von maus879 17.05.10 - 09:26 Uhr

Hallo

ich selber habe zwei Kinder und ich bin sehr froh darüber. Die Große ist jetzt 3,5 und der Kleine knappe 1,5. Sie spielen so schön miteinander und es macht mir viel Freude zu sehen wie lieb sie sich haben.

Meine Cousine hat eine Tochter die jetzt schon 6 ist und ich weiß dass die schon öfters einsam ist. Sie freut sich auch immer sehr wenn sie meine Tochter sieht.

Ich finde es toll zwei Kinder zu haben und kann mir grundsätzlich auch noch ein drittes vorstellen. Bin halt aber auch am Überlegen ob ich mir die Schwangerschaft und dann noch das erste anstrengende Jahr antun soll. Ich kann dich also sehr gut verstehen. Außerdem ist es ja so dass meine Kinder schön langsam ein Alter haben in dem man auch schon mal was unternehmen kann. Das würde dann erst mal wieder nach hinten verschoben werden müssen. Vermutlich wird es so laufen dass die nächsten zwei Jahre kein drittes kommt. Danach werde ich mir überlegen wie sehr ich es will und dann entscheiden.

Bei dir ist es schwieriger weil du dir keine Zeit gibst zum Überlegen weil ja der Abstand möglichst gering sein soll. Wenn du jetzt ein zweites Kind nur bekommst weil das erste nicht alleine sein soll dann würde ich mich vermutlich dagegen entscheiden weil du in dem Kind dann vielleicht immer die Schuld siehst dass vieles nicht so geht wie du es möchtest. Das würde das Kind spüren und ihr würdet damit nicht glücklich werden. Wenn du aber sagst dass du dich noch mal voll und ganz auf alles einlassen kannst und dich über das Kind mehr freuen kannst als das Gefühl zu haben dass deine Freiheit beschränkt ist dann bekomme noch eines.

Was mich betrifft denke ich dass in einigen Jahren ein Drittes kommen wird weil ich einfach viel Freude an meinen Kindern hab und auch das Gefühl hab dass noch jemand fehlt. Ich glaub auch wenn man es will bringt man auch wieder viel Energie und Freude mit und dann schafft man das alles. Ich habe zudem noch das Glück dass ich zwei begeisterte Omas habe die mich so weit unterstützen dass ich noch ein bißchen arbeiten gehen kann. Vielleicht lässt sich das bei euch dann auch so regeln.

lg
maus

Beitrag von sternchengucker 17.05.10 - 09:53 Uhr

Hallo Melli,
bei uns ist es das andere Extrem. ;)
Ich komme aus einer Familie mit acht Kindern und find es toll. Klar, ich verstehe mich nicht mit allen Geschwistern gleich gut,wir sind alle recht verschieden, aber ohne Geschwister hätte mir was gefehlt und auch jetzt genieße ich es sehr,wenn wir meine Eltern besuchen, mit meinen Schwestern(die noch daheim sind) zu quatschen,shoppen zu gehen, einfach Spaß zu haben.
In meiner Familie find ich immer jemanden, der mal Zeit hat oder wenn wirklich Not am Mann ist(bei ernsthaften Erkrankungen oder gesundheitlichen Problemen)kommt auch jemand her um sich um unsere anderen Kinder zu kümmern. Auch meine Schwiegerfamilie ist da ähnlich geartet(mein Mann hat acht Geschwister).
Wir sind einfach für den anderen da, wenn er Hilfe benötigt.
Auch wenn schwerere Zeiten anstehen, z.B. Erkrankungen eines Elternteils ist es schön zu wissen, dass wir mit den Sorgen nicht alleine sind.
Sicher gibt es für so gute Geschwisterverhältnisse keine Garantie, aber die gibt dir das Leben im Allgemeinen , auch was Freundschaften angeht, nicht.
Du musst wissen ob du nochmal zurückstecken kannst,ob du den Willen hast ein weiteres Kind aufzuziehen.Mit der richtigen Orangisation ist das überhaupt kein Problem.
Ich würde es auf jeden Fall wagen und bin mir eigentlich sicher, dass du es nicht bereuen würdest.

LG,Anja mit den Sieben ;)

Beitrag von olivia76 17.05.10 - 09:58 Uhr

Hallo Melli!

Ich bin auch Einzelkind, allerdings war mein Elternhaus nicht intakt. Phasenweise hatte ich eine Pflegeschwester.

Mein ganzes Leben begleitet mich ein Gefühl der Einsamkeit. Als Jugendliche hatte ich immer gehofft, dass das vorbei wäre, wenn ich erwachsen bin, das ist es aber nicht. Im Gegenteil. Je älter ich werde, umso mehr vermisse ich Geschwister. Ich finde z.B. Familienfeiern immer total schlimm, weil von meiner Seite einfach niemand kommt. Aus dem Grund wollte ich sogar meine eigene Hochzeit am liebsten garnicht feiern. Aber auch der Austausch mit jemandem, der meine Geschichte teilt, fehlt mir. Sehr.
Ich freue mich so für meine Söhne, dass sie einander haben. Und ich wünsche ihnen, dass sie ein Leben lang füreinander da sein werden. Und bei einer Lebenserwartung von 100 (die haben heute geborenen Kinder ja), werden sie davon eine lange Zeit ohne ihre Eltern verbringen. Da bin ich wirklich froh, dass sie sich haben.
Und: Zwei Kinder beschäftigen sich miteinander. D.h., Zeit, die Du jetzt in ein zweites Kind investierst, bekommst Du später wieder geschenkt, wenn Du z.B. im Urlaub nicht den ganzen Tag Dein Kind bespaßen musst.

Aber wenn Ihr beide Einzelkinder seid, wie ist das denn für Euch?
Schon interessant, wie unterschiedlich das empfunden wird.

Alles Gute,
O.

Beitrag von frau_e_aus_b 17.05.10 - 09:58 Uhr

Hallo...

ganz ehrlich? ich würde kein weiteres Kind bekommen nur damit "Kind1" einen Spielgefährten hat.

Yannick (2,5jahre) wird wohl auch Einzelkind bleiben oder - falls wir uns doch später umentscheiden- werden mind 6Jahre zwischen den Kids sein (aus finanziellen/beruflichen Gründen).

Mein Mann ist nur von Fr Nachmittag/Abend bis So Abend zu Hause, ich arbeite TZ im 3Schicht... ich bin also gut ausgefüllt mit Arbeit, 1Kind und Haushalt + Freizeitaktivitäten.

Wir fühlen uns (derzeit) komplett....

Ausserdem wollen wir Yannick alles erdenkliche bieten können. D.h. nicht das er alles in den Hinter gesteckt bekommt. er soll einen gesicherte Zukunft haben.
klar ist das auch mit 2 Kindern möglich, aber da muss man auch das nötige Kleingeld für haben. Und das ist bei uns nciht vorhanden, zumindest nciht mehr wenn mein Mann mal nicht mehr beim Bund ist.

Mein Mann hat einen Bruder - 2,5Jahre Altersunterschied -> kaum/keinen Kontakt weil die beiden nix mit sich anfangen können

Ich habe eine Schwester - 6Jahre Unterschied -> jetzt nach 20 (!!!) Jahren nähern wir uns an, aber die "große Liebe" ist und wird es trotzdem nicht, da wir vom Charakter einfach zu verschieden sind.

Meine Mama ist Einzelkind und hat nie was vermisst und tut es auch heute nicht.

Mein Vater hat 3weitere Geschwister und alle haben keinen Kontakt untereinander.

Meine SchwieMu hat 4 Geschwister und an sich schon ne große familie (viele Cousinen, nichten, neffen etc) und auch da herrscht unter einander Funkstille. Man sieht sich zu Familienfeiern, weil man es MUSS und das wars.

Du siehst, nur weil man eine große Familie hat, hat man nicht unbedingt immer Gesellschaft.

LG
steffi

Beitrag von wort75 17.05.10 - 09:59 Uhr

"nochmal nächtliches Aufstehen - nochmal Erziehung - ....."


wow, du glaubst, du hast das nächtliche aufstehen und die erziehung schon erledigt... wow....

du willst eine garantie fürs leben - wer garantiert dir dann, dass du als einzlings-mutter nicht geschieden wirst? die sekretärinnen werden nicht hässlicher, nur weil die frau nur ein kind hat.... oder so.
und dass du daheim nicht versumpfst mit einem egozentrischen einzlings-kind dass sich langweilt ist auch nicht gesagt.

genausowenig wie dass sich das kind besser entwickelt, wenn es geschwister hat, als wenn die eltern es vernünftig alleine grosswerden lassen. und mit vernünftig meine ich, dass man sich nicht zu sehr auf das kind fixiert sondern ihm freiheiten lässt...

du willst eine garantie - keiner gibt sie dir.

es kann sein, dass euer zweites kind krank wird und ihr das nicht packt, dass aufgrund dem kind das erste zurückstecken muss, es kann sein, dass euer einzling krank wird und ihr das nicht packt, es kann sein, dass euer kind sich alleine falsch entwickelt und es kann sein, dass ihr zu hedonistisch veranlagt seid, um ein bünzli-leben mit zwei kleinkindern zu meistern, es kann sein, dass du überhaupt nicht mehr schwanger wirst.... es kann sein, dass du arbeitslos wirst oder dein mann - mit egal wie vielen kindern.
also gibts nur eins: wollt ihr ein zweites kind? nicht als gespiele für das erste, sondern so richtig von herzen? nein? dann lasst es sein.
tanten und onkels wird das kind ja eh nie haben - und dass der draht der geschwister für immer hält garantiert auch nie wer.

was stimmt: abends abmachen oder über mittag freunde treffen geht mit einem kind. songar wenns noch ein baby ist. nicht aber mit zwei. spontan ein babysitter finden für ein kind ist null problem - mit zweien schwieriger. krippe für ein kind damit du wieder arbeiten kannst ist kein problem - für zwei ist es eine organisagtorische meisterleistung.
was auch stimmt - meine kinder spielten ab 3 jahren und die kleine war 1 schon zeitweise selber und lassen mir freiraum. genauso wie sie mich zum wahnsinn treiben wenn eins nachts zahnt und das andere nachts zum vierten mal einnässt weils ohne pampers schlafen wil. und ja, beim zweiten wirft man über bord, was man selber beim ersten bei anderen müttern bemängelte: man kauft fertigbrei, lässt das kind schreien, lässt das 3 jährige allene auf den hof, putzt nicht jede nase und zieht nichts merh an was gebügelt oder gestärkt werden muss...

planen und vernünftig sein kann man bei der entscheiung nichts. zu viele variablen. was aber stimmen MUSS finde ich: reicht das geld für zwei? nein? dann lasst es. wenn man auf zu viel verzichten muss, dann gehts nicht. bei uns wurde es mit zwei sehr kanpp und wir wusten es - und wir haben uns eingeschränkt - aber das war klar kalkuliert. auf noch mehr verzicthen wir nicht, daher gibts kein drittes.

Mit einem hast du recht: wenn nicht jetzt ein zweites kind, dann brauchts auch keins mehr. kinder provitieren nicht mehr viel von geschwistern, die mehr als vier jahre älter sind. das ist erwiesen. es sind dann quasi zwei einzelkinder...

Beitrag von braut2 17.05.10 - 11:06 Uhr

Hallo Melli,

nun, "nur" ein 2.tes Kind zu bekommen, weil man dann ein Geschwisterchen fürs erste hat.........ist wohl nicht die richtige Entscheidung. Entweder ihr WOLLT das zweite oder eben nicht. DAS ist die einzige Frage.
Es gibt auch durchaus Geschwister, die nix miteinander anfangen können, die sich nur streiten und am Ende getrennte Wege gehen!! Andererseits können Geschwister sich viel Halt und Liebe geben. Beides ist möglich.

Ich selbst habe 2 Brüder. Allerdings 15 Jahre älter. Also: keine "wirklichen" Geschwister. In meiner Kindheit hatte ich nichts von ihnen. Heute .... ist einer leider schon gestorben und der andere lebt im Ausland. Trotzdem haben wir Kontakt, wenn auch keinen engen.
Dafür hab ich viele Cousins/Cousinnen. Meine Oma hat 7 Kinder. Und jedes dieser Kinder hat mind. 2 Kinder. Wenn wir eine Familienfeier hatten, dann war da immer Jubel, Trubel, Heiterkeit. Dafür hab ich sogar lange Zeit mein Silvester-mit-Freunden-feiern sausen lassen, weils bei uns in der Familie einfach zu lustig war #huepf

Ich selbst wollte NIE ein Einzelkind haben. Mein Mann hätte sogar gern 4 gehabt. Jetzt bin ich mit Nr.3 schwanger. Das wird auch das letzte sein ;-)
Wir lieben den Trubel bei uns zuhause. Und unsere beiden Mädels (4 und 2,5 Jahre) lieben sich abgöttisch.
Klar ist das auch stressig. Wenn mal ein Kind bei Oma ist, dann komme ich mir vor als hätte ich "Urlaub". EIN Kind ist für mich dann fast wie KEIN Kind :-p
Ach ja.........und auch wir können weiterhin auch unser "Leben leben", auch mit 2 Kindern. Es kommt halt nur drauf an, mit welchen Einschränkungen man leben kann und will. Könnt ihr mit mehr Stress leben, mit mehr Verantwortung? Wenn ihr jetzt schon glaubt, ihr könnt damit überlastet sein........dann überlegt es euch lieber nochmal......

Mein Schwager und Schwägerin haben jetzt ein Kind. Beide arbeiten wieder. Sie allerdings viel von zuhause. Nichtsdestotrotz.......sie sind trotz 2 Putzfrauen, einer Nanny und einem Au-Pair total überlastet !!
Es wäre egoistisch von ihnen .......... noch ein Kind zu kriegen!!

Lg b2 mit zwei Zicken und in der 17.SSW

Beitrag von bruchetta 17.05.10 - 11:18 Uhr

Ich meine es nicht negativ, aber natürlich ist es egoistisch. Du möchtest nicht nochmal schwanger werden, entbinden usw.
Für das Kind wäre es in meinen Augen besser, ein Geschwisterchen zu haben.
Was täte ich ohne meine Schwester... #herzlich

Beitrag von hullifan 17.05.10 - 11:55 Uhr

Hi Melli, schnell ne Antwort, ohne die anderen vorher gelesen zu haben. Ich find das Quatsch, der Spruch "Familie hat man, Freunde kann man sich aussuchen" sagt doch schon alles. So viele Familien sind zerrüttet und ich denke, wenn ein Einzelkind sozial erzogen ist, kann es so gute Freundschaften haben, die mindestens genauso viel wert sind wie Familie. Alles Gute.

Beitrag von cassidy 18.05.10 - 23:43 Uhr

Hallo,

ich kann euch gut verstehen. Spontan würde ich sagen ja, ein zweites Kind, einfach weil die Vorstellung so traurig ist. Aber das ist keine Garantie dafür, das die Geschwister sich als Erwachsene verstehen. Ich habe ein Schwester, aber unsere Leben sind so was von unterschiedlich, das wir eigentlich keine Berührungspunkte im alltäglichen Leben haben. Sie macht Karriere und ich bin Mama von zwei Kindern. Ich wohne im Kreis Steinburg und sie in Bremen, oder wo sie zwischen durch mal für ein paar Tage ist. Wir sehen uns vielleicht drei vier mal im Jahr. Ich liebe meine Schwester sehr und sie mich auch und wenn es hart auf hart kommt, sind wir auch füreinander da.

Des weiteren müsst ihr daran denken, das eure Tochter ja auch irgendwann mal einen Partner/in haben wird. Sprich im besten Fall, bekommt sie da auch eine Familie. Wenn sie Glück hat eine tolle, freundliche, liebevolle Großfamilie.

Ich habe noch drei Onkel mit Frauen und insgesamt drei Kindern. Kontakt? Null!

Mein Mann hat vier Geschwister samt Familie und auch da ist der Kontakt recht spärlich. Mit seiner nächst älteren Schwester haben wir Kontakt. Wir telefonieren und sehen uns aber auch nur zwei Mal im Jahr?! Zwei Nichten von meinem Mann haben auch schon Kinder.

Was ich damit sagen will ist, das auch eine große Familie, nicht unbedingt bedeuten muss, das man sich nicht "alleine" fühlt.

Für uns ist es ok so wie es ist. Doch manchmal wünschte ich mir, das sich die Geschwister meines Mannes ein bisschen mehr um ihre Eltern kümmern würden. Letztes Jahr sah es so aus, das es meine Schwiegermutter nicht mehr schaffen wird sich zu erholen, und wer war da und hat geholfen so weit es möglich war? Wir!

Aber wenn es darum geht, wer wann bei meinem Schwiegereltern auf Sylt Urlaub machen kann, dann sind alle zur Stelle. Typisch!

Aber nun zurück zu euch: wie ich schon anfangs sagte, würde ich für ein zweites Kind "stimmen" einfach, weil die Chance auf zukünftige "Zweisamkeit" eurer Kinder gegeben wäre.
Aber nur aus "schlechten Gewissen" eures Kindes gegenüber ein weiteres Kind bekommen? Nein!

Ihr müsst einfach für euch entscheiden, ob ihr bereit seid für ein weiteres Kind! So richtig dolle und von Herzen!

(Mein Papa würde jetzt sagen: "Warum redest du noch darüber?! Du hast dich doch eigentlich schon entschieden! Du weißt doch schon längst, ob du noch ein weiteres Kind willst! Du musst dich nur noch trauen, es laut zu sagen!";-))

Ich wünsche Euch alles alles Gute!

Liebe Grüße,

cassidy