Frühstück im Kindergarten

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von maragoon 19.05.10 - 11:12 Uhr

Hallo!
ich brauche unbedingt ein paar Anregungen!!!!

Ich gebe meiner Tochter (3 Jahre) jeden morgen zum Frühstück im Kindergarten ein Brot mit Wurst oder Käse und einen kleinen Joghurt mit. Da sie ihr Brot meistens gar nicht isst bin ich jetzt am überlegen, wie ich ihr das Essen etwas abwechslungsreicher gestalten kann.

Obst und Gemüse werden vom Kindergarten bereitgestellt.

Habt ihr vielleicht ein paar Ideen, Anregungen oder Rezepte???


Beitrag von bine3002 19.05.10 - 11:19 Uhr

Isst sie denn Obst und Gemüse? Wenn ja, dann würde ich ihr weiterhin ein Brot mitgeben und es ihr abends wieder vorsetzen, wenn sie es nicht gegessen hat.

Ich habe auch schon alles probiert und weil mein Kind leider gar nichts gegessen hat (sie geht in den Wald und dort gibt es dann leider keine Alternative wie bei Euch), sind wir jetzt bei so schönen Sachen wie Schoko-Croissant oder Crackern... Dazu gibt es immer auch etwas Obst und die Bitte, das vorher zu essen (was oft klappt). Joghurt fällt leider aus, weil sie das im Wald schlecht essen kann und auch keinen Müll produzieren soll.

Beitrag von kruemlschen 19.05.10 - 11:24 Uhr

"Wenn ja, dann würde ich ihr weiterhin ein Brot mitgeben und es ihr abends wieder vorsetzen, wenn sie es nicht gegessen hat."

Wieso das denn?

Krüml

Beitrag von bine3002 19.05.10 - 11:33 Uhr

Um es nicht wegzuwerfen? Oder hast Du es so dicke?

Es ist ja sicher nicht so, dass sie dem Kind was mitgibt, was es nicht mag. Vermutlich isst das Kind im Kindergarten nur nicht, weil es zu abgelenkt ist und der "Nachbar" vielleicht was hat, was leckerer ist. Das ist nicht so ungewöhnlich. Zu Hause geht das Kindergartenbrot dann oftmals doch noch.

Ich habe ja auch nicht gesagt, dass sie es dem Kind reinzwingen soll, aber abends die Brotdose nochmal hinzustellen finde ich jetzt nicht sooooo unsinnig. Und im Übrigen ist es bei vielen Familien auch einfach aus finanziellen Gründen notwendig.

Beitrag von windsbraut69 19.05.10 - 11:36 Uhr

Du gibst Schokocroissants mit und Cracker und rätst der TE, dem Kind das Brot von morgens abends nochmal vorzusetzen?

Komische Logik....genau so logisch wie die Sache mit dem Joghurt und der Müllvermeidung. Gibst Du die Croissants und Cracker lose und unverpackt mit?

Gruß,

W

Beitrag von bine3002 19.05.10 - 11:45 Uhr

Die Logik sollte sich im Beitrag weiter unten erschließen.

Im Kindergarten gibt es Obst und Gemüse. Ich weiß ja nicht, wie das geregelt ist, aber ich nehme an, dass das nur als Ergänzung gedacht ist. Das eigentliche Frühstück gibt jeder selbst mit. Ich nehme auch an, dass der Kindergarten gesunde Ernährung wünscht (ist ja meistens so, wenn Obst und Gemüse ausgegeben wird). Folglich bleibt ja nur Brot oder eben gar nichts. Dann würde sich das Kind aber beim Kindergartenessen "durchschnorren". Irgendwie blöd. Deswegen würde ich versuchen, das Brot abends nochmal vorzusetzen. So kommt beim Kind vielleicht das Gefühl auf, dass es sich nicht einfach entziehen kann. Wir reden hier ja nun nicht von einem giftigen Fliegenpilz, sondern von Brot. Und das kann man schon auch essen. Und manchmal geht es abends besser als morgens im Kindergarten. Einfach mal testen.

Habe ich übrigens auch gemacht. Hat aber nicht funktioniert, weil meine Tochter einfach kein Brot mag. Sie isst es nicht morgens und nicht abends. Außerdem sind die Bedingungen in unserem Kindergarten anders. Sie geht nun mal in den Wald und da fällt vieles weg. Was ich ihr anfangs mitgegeben habe, kam immer wieder mit zurück. Zwischendurch hatte sie dann eine Phase, wo sie beim Essen immer geweint hat. Die Situation war ihr unangenehm, sie fühlte sich insgesamt nicht so wohl. Ich wollte sie wieder dazu kriegen, sich aufs Essen zu freuen und packte ihr dann immer kleine Überraschungen ein. Na ja und so hat es sich dann entwickelt, dass wir auch bei Schoko-Croissants gelandet sind. Mittlerweile geht auch MAL eine Scheibe Brot und was Gesundes hat sie auch immer dabei. Ich arbeite mich langsam wieder zum gesunden Frühstück vor.

Und ja, sie bekommt alles uohne Verpackung in Tupperdosen mit. Der Kindergarten möchte das so. Ist natürlich bescheuert, weil die Verpackung zu Hause anfällt. Aber so landet sie eben nicht im Wald.

Beitrag von windsbraut69 19.05.10 - 12:28 Uhr

Ich versteh die Logik weiterhin nicht und für mich riecht es nach Strafe, das Kind abends vor das olle Brot vom Vormittag zu setzen, während der Rest der Familie sich was Frisches macht.

Warum kannst Du Obst/Gemüse und auch Joghurt nicht in Tupperdosen mitgeben?

Beitrag von bine3002 19.05.10 - 14:32 Uhr

Für mich riecht es nach Verschwendung von Lebensmitteln, wenn das "olle" Brot weggeworfen wird. Muss nicht sein sowas. Aber jedem das Seine.

Meine Tochter isst im Wald auf dem Boden (auf einer Isomatte sitzend). Da fällt alles weg, wofür sie ein Besteck braucht. Haben wir versucht, aber es fiel ihr in den Dreck.

Obst gebe ich mit, allerdings fällt einiges weg, wenn das Kind es nicht im Stück essen mag. Z. B. Pfirsich, Birne, Pflaume, Grapefruit. Das mag meine Tochter gerne, aber nur zurecht geschnippelt. Dann kann sie es aber im Wald nicht essen, weil sie danach klebrige Finger hätte und keine Waschgelegenheit. Und mit Gabel geht es eben nicht. Sie bekommt Apfel, Banane, Möhre, Kohlrabi, mal Himbeeren oder jetzt auch Erdbeeren. Das geht schon, aber sie mag es nicht jeden Tag und sagt das mittlerweile auch.

Blöd ist auch, dass im Sommer einiges wegfällt wegen der Wespen. Sie geht seit August und da war es gerade besonders schlimm, was vielleicht auch ein Grund dafür war, dass sie sich so unwohl fühlte. Da ging dann noch nicht einmal ein Wurstbrot ohne dass sie angegriffen wurde. Allein letztes Jahr ist sie 8 mal gestochen worden. Und Käse mag sie leider auch nicht. Ach, wenn das alles immer so einfach wäre.

Beitrag von bine3002 19.05.10 - 11:36 Uhr

Ach so und Brot sollte sie deswegen weiter mitgeben, weil es ja im Kindergarten schon Obst und Gemüse gibt. Irgendwas muss sie ja mitgeben, wenn sich das Kind nicht "durchschnorren" soll. Einfach mal eine Weile ausprobieren. Und wenn es dann nun gar nicht geht mit dem Brot, würde ich halt auf ungesündere Varianten umsteigen (was von vielen Kindergärten nicht erwünscht wird) und zum Frühstück dann halt was Gesundes geben.

Beitrag von kruemlschen 19.05.10 - 11:52 Uhr

Hm... also für mich hat das Wort "vorsetzen" einen üblen Beigeschmack, eben nach dem Motto "es wird gegessen was auf den Tisch kommt"

Wir essen Abends gemeinsam, warum soll ich dann meinem Sohn etwas anderes "vorsetzen" als ich selbst esse wenn er das schon zum Frühstück nicht wollte?

Anbieten kann man es ja nochmal, aber mein Sohn muss es dann nicht essen wenn er nicht mag.

Beitrag von bine3002 19.05.10 - 12:02 Uhr

Na ja gut, dann hast Du aber in das Wort "vorsetzen" etwas hinein interpretiert, was ich so nicht gemeint habe.

"Anbieten kann man es ja nochmal, aber mein Sohn muss es dann nicht essen wenn er nicht mag. "

Nein, aber es ging mir ja genau darum herauszufinden, ob das Kind das Brot nicht mag oder ob es es aufgrund der Situation im Kindergarten nicht isst (andere Kinder essen was anderes, es ist aufregend usw.). Und ich denke schon, dass man dann so ein Brot auch mal wieder "vorsetzen" kann, z. B. auch als Nachmittagssnack. Nicht für immer und ewig, aber mal eine Weile. Wegwerfen muss man es jedenfalls nicht und ich bin auch nicht der "Müllverwerter" und esse die Reste meines Kindes. Das darf doch ein Kind ruhig lernen oder nicht?

Meine Tochter war aber auch lange ein sehr schlechter Esser, sodass wir geneigt waren, ihr alles zu geben, was sie möchte, damit sie wenigstens irgendwas isst. Mittlerweile isst sie sehr gut und muss dann das ein oder andere erstmal aufessen, bevor sie was Neues anknabbert und auch liegen lässt. Das geht nämlich nicht. Voraussetzung dafür ist aber immer, dass sie es auch mag. Wenn sie was Neues probiert und für "eklig" befindet, dann darf sie es natürlich liegen lassen.

Beitrag von kruemlschen 19.05.10 - 12:49 Uhr

Na dann hab ich Dich wohl einfach missverstanden ;-)

Beitrag von bine3002 19.05.10 - 21:34 Uhr

Na das macht ja nichts. Vermutlich habe ich mich missverständlich ausgedrückt.

Beitrag von windsbraut69 19.05.10 - 12:30 Uhr

So kommt das bei mir auch an, zumal Hasenbrote nach einem Tag in der Tüte/Dose gerade im Sommer auch nicht mehr unbedingt wirklich appetitlich sind.

LG

Beitrag von bine3002 19.05.10 - 14:38 Uhr

Ich habe ja auch nicht gesagt, dass sie dem Kind ein total angegilbtes Leberwurstbrot hinlegen soll. Aber was spricht denn dagegen, das Brot für - sagen wir mal - eine Woche nachmittags nochmal "vorzusetzen". Nicht mit Zwang, aber mit einer gewissen Selbstverständlichkeit, dass Nahrungsmittel eben nicht einfach entsorgt werden. Meine Mutter isst ihre "Stullen" auch am Nachmittag, wenn sie sie auf der Arbeit nicht gegessen hat. Warum tut sie das? Weil sie aus einer Zeit stammt, wo Nahrungsmittel noch etwas bedeuteten. Ihr tut echt so als würde man das Kind damit dauerhaft traumatisieren. Glaubt Ihr das ernsthaft?

Und nochmal: Voraussetzung ist, dass dieses Kind Brot eigentlich isst. Meine Tochter hat noch nie gerne Brot gegessen. Von daher war es keine wirkliche Überraschung, dass sie es im Kindergarten auch nicht getan hat. Ich habe es ihr aber mitgegeben, weil ich dachte, dass alle Kinder Brot mitbekommen. Das war aber nicht so.

Beitrag von kruemlschen 19.05.10 - 11:22 Uhr

Hallo,

mein Sohn bekommt für Frühstück & Brotzeit am Nachmittag mit:

Müsli (Müsli mit Obstmus & Naturjoghurt)
1 Brot (abwechselnd mit Streichkäse, Leberwurst, Frischkäse oder Wurst)
Gurkenscheiben & Tomaten
Obst (Apfel, Weintraube, Kiwi, etc.)
1 Fruchtzwerg oder 1 gekochtes Ei

das Müsli tausche ich ab und an gegen einen Joghurt & eine Banane

Was er davon wann ist bleibt ihm überlassen, aber meistens isst er morgens das Müsli/den Joghurt.

Er ist auch kein Brotfan, das bleibt schon öfter mal über, aber da er immer ausreichend Obst/Gemüse zur Wahl hat, isst er trotzdem ausgewogen und muss nicht hungern ;-)

Ich würde mal im Kiga nachfragen ob sie denn viel Obst/Gemüse isst, vllt. ist ihr das einfach lieber?

LG Krüml

Beitrag von sparrow1967 19.05.10 - 11:35 Uhr

Das Brot fertig machen und dann mit hilfe von Plätzchenformen ausstechen!


sparrow

Beitrag von simone_2403 19.05.10 - 11:46 Uhr

Hallo

Kinder essen mit den Augen ;-)

Je "schicker" das Brot angerichtet ist,je ansprechender die Karotte/Apfel/Kohlrabi ect pp geschnitten um so ehr essen die Kids das.

Karotten oder Gurken zB werden schneller gegessen wenn man sie in Schlangenform bringt,Brote schneller verdrückt wenn man sie in verschiedene Formen schneidet oder aussticht.

Klick dich mal durchs Netz,da gibt es ne Menge anregungen ;-)

lg

Beitrag von crystall 19.05.10 - 12:38 Uhr

hi

ich finde wenn ein kind nicht schon zu dürr ist muß es nicht zum essen überredet werden.
wenn mal was übrig bleibt dann ist das halt so.
diese ganze ausstechen von brötchen und tierformen halte ich für übertrieben!

wenn ein kind hunger hat dann ist es auch!
und wenn sie nicht so viel jausnet wird sie vielleicht mittag mehr essen.

das bei euch obst und gemüse vom kiga kommt find ich toll.

paul hat immer viel obst oder gemüse mit (ohne formen, einfach nur geschnitten)
als kleine beigabe:
brot mit was drauf
joghurt
apfelmus
reiswaffel ( mit joghurtüberzug)
dinkelcracker von alnatura
manchmal ein kiperl
actimel


lg

Beitrag von gelbe79 19.05.10 - 15:26 Uhr

Also bei uns gibt es entweder:
- Brot oder Toastbrot oder Rosinenbrot mit Marmelade (--> wenn wir von sonntags noch Brötchen oder so haben bekommt er da Montags auch schon mal eins aufgebacken!)
- einmal die Woche gibts bei uns Eierpfannkuchen da mach ich dann immer einen Minieierpfannkuchen für den nächsten Morgen zum Frückstück mit
- Jogurt
- Obst. Eher schon ein Obstsalat (z.Z. klein geschnittene Banana, Kiwi und Erdbeeren o.ä.)
- Müsli (Haferflocken, Cornflakes, Rosinen und eine klein geschn. Banane) - Milch nehme ich dann extra mit und schütte sie ihm im Kiga darüber

Also in der Regel frühtückt er aus den genannten Sachen zwei. Also Brot und Obst. Oder Pfannkuchen und Jogurt oder oder oder :-p

LG Andrea

Beitrag von gismomo 19.05.10 - 16:07 Uhr

Hallo,

vielleicht braucht deine Tochter gar nicht so viel zu essen?

Mein Sohn hat das Brot auch immer übrig gelassen, so dass ich ihm dann nur noch einen Apfel mitgegegeben habe. Das hat ihm vollkommen ausgereicht. Joghurt und Obst finde ich als Zwischenmahlzeit für eine Dreijährige vollkommen ausreichend, schließlich frühstückt sie ja zuhause und nach dem Kindergarten gibt es Mittagessen.

lg
K.