Bald ist Papa lange weg...und dann?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von undertaker79 20.05.10 - 12:06 Uhr

Hallo ihr Lieben!

Mein Mann fährt im Juni für 3 evtl auch 6 Wochen zur Kur. (besuchen geht nicht, seeehr weit weg#heul)
Jetzt brauche ich eure Erfahrungen mit solchen Situationen.
Wie haben eure Kinder reagiert?
Habt ihr es irgendwie "erklärt"?
Was habt ihr gemacht, wenn der "Trennungsschmerz und die Sehnsucht" nach Papa zu gross wurde? (habe auch keine Möglichkeit uns online zu sehen, da keine Cam, nur telefonieren&chatten)
Meine Tochter (25Mon) liebt ihn natürlich über alles, ist teilweise sehr auf ihn fixiert und fragt auch schon an normalen Arbeitstagen, wann Papa nachhause kommt.
Ich kann sie, was die baldige Situation angeht, überhaupt nicht einschätzen, zumal sie momentan eh in einer recht komplitierten Phase ist (die bekannte "Trotzphase":-[#heul#schock)

Danke im vorraus für eure Antworten#kuss#blume

Beitrag von helly1 20.05.10 - 12:11 Uhr

Hallo,

mein Mann war jetzt auch für 1 Woche weg, natürlich ist 1 Woche wesentlich weniger als 3 oder 6 Wochen#schock Aber so kleine Kinder können mit der Zeit ja noch nicht wirklich was anfangen, für sie ist alles lang. Ich habe mir auch vorher Sorgen gemacht, aber es lief dann doch erstaunlich gut. Habe ihr erst ca. 1-3 Tage vorher erzählt, dass Papa bald ganz lange weg muss. Als es dann soweit war, habe ich sehr viel mit ihr unternommen, gespielt, schwimmen gegangen, auf den Spielplatz etc. Sie hat zwar täglich ein paar Mal nach Papa gefragt, wir haben auch täglich 2 x telefoniert aber je nur ca. 5 Minuten (er musste arbeiten). Am Ende hat sie allen voller Stolz erzählt, dass ihr Papa arbeiten ist ;-) Als er dann wieder da war, hat sie sich gefreut, so glücklich - das kann man nicht beschreiben. #verliebt
Wünsch euch ne gute Zeit. Wird schon werden. Und wenn sie Sehnsucht hat, gibts ja noch das Telefon.

LG helly + #sonne 2,5 J.

Beitrag von babylove05 20.05.10 - 12:19 Uhr

Hallo

Also ... bei uns ist es so das mein Freund und mein Ex Mann beide nicht hier sind ... gut zu seinen leiblichen Vater hat mein Sohn jetz nicht so den Bezug da er schon als Darian 1 jahr alt war für 1 jahr weg ist und als er wieder kam wir uns ja gertennt hatten und er Darian nur ab und an gesehen hat .

Bei meinen Freund war das anderes . Der ist weg als Darian 2 war und Darian hatte die ersten paar Tage gut dran zukauen und hat viel nach ihm gefragt . Aber mit viel ablenkung ist Papa schnell "vergessen" ... er war dann 3 Monate weg und dann kam er für 3 wochen auf Urlaub ... Darian hat das alles gut verkraftet... Mittlerweile ist Papa schon wieder seit 6 monaten weg und kommt hoffentlich in ca. 3 wochen für ein monat auf besuch bevor er dann wieder in den Afgh. muss ( US Soldat ) .... Darian hilft es viel ihn auf Webcam zusehen .... (beide , mein partner und mein Ex , also sein leiblicher Papa )

Er verbindet aber den Flughafen immer mit Papa ... also wenn er Flugzeuge zieht oder ein Buch anschaut erzählt er immer von Papa .... 6 Wochen werden schnell rum gehen , und du wirst sehn papa ist schnell "vergessen" ( damit mein ich natürlich nicht das er aus dem herzen ist , aber einfach aus dem Augen aus dem Sinn ... bei Kids geht das schnell... wenn mein Sohn bei meiner Mama oder meinen Papa ist , bin ich auch schnell vergessen .....

Lg Martina

Beitrag von amadeus08 20.05.10 - 12:22 Uhr

oh je, das fände ich auch schlimm, aber geht besuchen denn wirklich gar nicht? :-( Ich meine ist es nicht innerhalb Deutschlands, weil Du schreibst seeeeeeeeeeehr weit weg. Ist es nicht viell. doch möglich, dass Ihr da für ein paar Tage zum Beispiel mit dem Zug hinfahrt??
Na ja, aber das werdet Ihr wahrscheinlich schon abgeklopft haben. Dann hoffe ich mal für Euch, dass die Zeit schnell umgeht!
Lg

Beitrag von marjatta 20.05.10 - 12:55 Uhr

Bewertest Du diese Situation nicht zu übermäßig. Mein Sohn - jetzt 13 Monate - sieht seinen Vater alle 3-4 Wochen für maximal 2 Wochen. Und das ist seit seiner Geburt so.

Kinder kennen doch ihre Väter, auch wenn sie mal weg sind. Er hat ein gutes Verhältnis zu seinem Vater. Aber räumliche Trennungen für begrenzte Zeiträume sind doch heute keinen Ausnahme mehr, oder?

Trau Deinem Kind doch einfach zu, dass es damit zurecht kommen wird. Egal in welcher Phase sie sich befinden. Jede Veränderung, jede neue Erfahrung, die die Kinder machen, bringt sie in ihrer Entwicklung weiter. Auch die Erfahrung, dass Papa eben mal für einige Wochen nicht zuhause ist. Sie soll ja im Laufe der Jahre auch selbständig werden. Da ist so eine Situation doch auch ein ganz normaler Baustein in der Lebenserfahrung.

Wirklich, ich kann diese neuzeitige Beurteilung von 'Trennungssituationen' einfach nicht nachvollziehen. Es gibt Skype, Telefon und Internet. Alles Dinge, die unsere Eltern/Großeltern/Urgroßeltern nicht hatten. Da war man manchmal froh, wenn alle paar Monate mal ein Brief kam. Gar nicht daran zu denken, wenn Väter an der Front waren und wir bohren uns mit solchen Lapalien - entschuldige - in der Nase.

Es ist keine schädigende Erfahrung, Zeiten ohne ein Elternteil zu erleben. Es ist eine Chance, eine neue Erfahrung zu machen und daran zu wachsen.

Gruß
marjatta

Beitrag von a79 20.05.10 - 14:01 Uhr

Kommt ganz daruaf an, wei alt deine Kinder sind.
Mein Großer war 2,5 Jahre alt, als sein Papa für 4,5 Monate im Kosovo war und wir hatten ein Bonbonglas mit nach Tagen abgezählten Bonbons, von denen er jeden Tag eines wegnehmen durfte. So konnte er sehen, wie der Zeitpunkt, an dem Papa wieder da ist, näher rückte und wußte genau, dass Papa wiederkommt, als das letzte Bonbon weg war;-)
Für kleinere Kinder kann man ein getragenes T-Shirt vom Papa mit ins/ans Bett geben und natürlich mit Fotos, Telefonaten uä. weiterhelfen...

LG

Andrea mit Jonathan (4 Jahre) und Konstantin (1 Jahr)