tragebaby wie geht ihr damit um?

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Beitrag von seepferdchen80 22.05.10 - 11:59 Uhr

Hallo!
Erstmal die Vorgeschichte in Kürze...Schwangerschaft super..BEL KIND...anderthalb Wochen eher per Kaiserschnitt geholt vor dem Geb.Termin..SEctio etwas schief gelaufen...Wochenbett reinste Katastrophe da Nebenwirkungen der Sectio bei mir und nicht gesehenes KISS bei Baby..Stillen ging nicht...Flaschenkind....Bindungsstörung in dezenter Form..Geburtstrauma...Baby jetzt 8.Wochen alt nach Kaiserschnitttermin


Soviel erstmal dazu...die ersten 3 Wochen waren schön..Baby schlief abends sofort ein und tagsüber brav im Stubenwagen..nur jetzt wird sie zum Tragebabay...sie schläft nur noch in der Manduca oder auf dem Arm alles andere sogar neuerdings KIWA kann man vergessen....Kann ohne Hilfe sprich Köpernähe nicht mümmeln wenn Körpernähe da ist wie beschrieben ratzt sie 3-4h weg und verpennt sogar ihre Mahlzeit......wird dann quägelig bis hin zu schreien wenn sie den Körperkontakt nicht bekommt..sie fordert es richtig ein da ist nix mit bespaßen oder dazu legen etc..hilft alles nicht.
werde schon komisch angeschaut wenn ich erzähle emin Baby hat Köpernähe auf Rezept bekommen..kein Scherz...Habe nur Angst ihr da was anzuerziehen was ich später nicht mehr oder lange "korigieren" muss..

Bitte sagt mir schonungslos eure Meinung dazu aber aufbauen könnt ihr mich auch

Tausen Dank!!!

Beitrag von nisivogel2604 22.05.10 - 12:05 Uhr

Dein kind wurde aus deinem Bauch gerissen in eine kalte grelle Welt. Bekam als erstes fremde Hände zu spüren und einen Schlauch in den Nasen udn Rachenraum gesteckt.

Das ist für dein kind eine beschissene Erfahrung gewesen und du leidest da ja scheinbar auch genug drunter. Ich bin selber kaiserschnittmutter und habe das was du jetzt fühlst erst nach meiner spontanen Geburt gefühlt. Ich will dich hier also nicht nieder machen, sondern dir nur begreiflich machen wie sehr dein kind JETZT deine Nähe, deine Wärme und deine Sicherheit braucht.

Säuglinge sind Traglinge. Es liegt in der Natur des Babys bei seiner Mutter sein zu wollen. Ich habe 3 Kinder und besitze nichtmal mehr einen Kinderwagen.

Du kannst dein Kind in diesem Alter auf gar keinen Fall verwöhnen oder verziehen. dein kind will sich sicher und geboregen fühlen. Das kann es nur auf dem Arm.

lg

Beitrag von elistra 22.05.10 - 12:07 Uhr

also zu erstmal, man erzieht den kindern die körpernähe nicht an, das gehört zu ihren ganz normalen instinkten, das sie körpernähe fordern.

man gewöhnt es ihnen also eher ab, wenn man sie nicht soviel trägt.

irgendwann kommt dein kind in ein altern in dem es die welt aus einer anderen perspektive erleben will, wenn es anfangen will zu krabbeln/drehen, wird es das ablegen einfordern. wann das ist, hängt immer ein bischen vom kind ab.

Beitrag von emeri 22.05.10 - 12:10 Uhr

hey,

also wenn du die möglichkeit hast so viel körpernähe wie möglich zu schenken und dein kind es braucht, was genau kann daran falsch sein?!

jaja, immer diese geschichten mit "du verwöhnst dein kind ja mit der tragerei" sind absoluter quatsch. mein zwerg wurde am anfang sehr viel getragen und genießt es auch heute noch vor dem einschlafen zu kuscheln. er ist ein sehr ausgeglichener, fröhlicher kleiner mann.

hör auf dein bauchgefühl und lass dich nicht kirre machen.

lg emeri

Beitrag von miau2 22.05.10 - 12:19 Uhr

Hi,

Mein Kleiner hat die ersten Lebensmonate praktisch im Tragetuch gelebt. Anders wäre es bei uns (mit einem munteren 2,5jährigen, der gerade monatelang in der Schwangerschaft zu kurz gekommen ist) nicht möglich gewesen.

Es hat meinem Kleinen nicht geschadet, im Gegenteil. Er war von Anfang an ein Baby, das alles mitbekommen wollte, überall dabei sein wollte (und das auch musste, der Große sollte nicht auf noch mehr verzichten müssen). Und was ist besser geeignet als ein Tragetuch? So viel "Action", wie er will, und wenn er nicht mehr will Kopf an Mama kuscheln und friedlich schlafen...

Sitzend fuhr er dann auch irgendwann mal in der Karre. So lange das nicht ging wurde er fast nur getragen.

Er ist selbständig, klebt nicht an mir, munter, offen für neues, abenteuerlustig...hat keine Probleme, mal stundenweise bei einem anderen lieben Menschen zu sein...

Ich kann dich nur aufbauen: tragen ist das beste. Nein, du verwöhnst damit nicht, nein du "erziehst" damit nichts an, was nicht mehr korrigierbar ist. Spätestens, wenn die Kleinen laufen können ist eh alles andere uninteressant ;-).

Unser Kleiner ist halt irgendwann auf den Rücken umgezogen, als er mir vor dem Bauch zu schwer wurde (da im ERGO sitzend), so haben wir schon Tages-Familien-Ausflüge zu Fuß unternommen (sein Bruder ist, wenn man ihn motivieren kann, ein absolut prima Läufer) und machen es auch immer noch. Morgen wird es wieder soweit sein, Barfußpfad ist für den Buggy nicht wirklich geeignet - da kann der Kleine dann selbst laufen oder sich tragen lassen, wenn er müde wird.

Also, nur Mut, und nicht unterkriegen lassen. Richtiges Tragen ist wirklich prima für die Kleinen.

Und noch ein Pluspunkt: bei meinem Großen gab es nach Geburt die Diagnose einer unreifen Hüfte. NIcht wirklich schlimm, aber das Tragen in der korrekten, "breiten" Haltung (Spreiz-Anhock) war sicherlich sehr förderlich für die Enwicklung.

Viele Grüße
miau2

Beitrag von rote-hexe 22.05.10 - 12:43 Uhr

Hallo du,
also unsere Kleine ist nun 24 Tage alt und wird auch oft in den Schlaf getragen...ich muss mir von meinen Schwestern auch immer was anhören,von wegen verwöhnen oder so...aber wenn Baby die Nähe braucht,dann bekommt sie sie auch.Konnte auch nicht stillen und mache mir deswegen auch z.T. Vorwürfe(ich weiss,ist quatsch..),aber die Nähe brauche auch ich zu meinem Kind.Wir kuscheln oft,aber ich versuche rauszufinden,wann sie wirklich Nähe will oder nur eine kleine Einschlafhilfe.LAss dich nicht beirren,du kennst dein Kind am besten,und wie soll es sich denn anders äußern ausser mit weinen,wenn es zu dir will?Es wird größer werden und du dir irgendwann den Tag zurückwünschen,wann es nochmal so eng an dir sein kann...lass dich nicht unterkriegen,tu,was für dich und das BAby am besten ist...

Beitrag von seepferdchen80 22.05.10 - 14:31 Uhr

Hallo!
Mache dir bite keine Vorwürfe dass du nicht stillen kannst damit macht man sich nur das Leben schwer.Ich hatte mich auch sehr aufs stillen gefreut und war im KH sehr am verzweifeln und hatte zweifel bei mir warums nicht klappt.Da wusste ich noch nicht das Püppi KISS hat.Links gings gut mit anlegen aber rechts hat sie gebrüllt wie am Spiess.Ich mache mir eher Vorwürfe das ich mich nicht eher imKH durchgesetzt habe mit abpumpen denn Tabea muss da schon wahnsinns Schmerzen gehabt haben.
DEnke immer daran egal ob du stillst oder Flasche gibts es sind alle groß geworden und solange es deinem Baby dabei gut geht ist alles ok.

Alles Liebe Maren und eine schlafende zufriedene Tabea in der Manduca

Beitrag von smurfine 22.05.10 - 13:04 Uhr

Dein Baby ist völlig norma (!!!!!!!)l, nur unsere Gesellschaft ist etwas verdreht.
Pfeiff auf das was andere sagen. Die sollen ihre Tour mal fahren und haben in ein paar Jahren dann ganz andere Probleme als Du. Das Mamagefühl stimmt schon, man muss nur drauf hören und die Umwelt mal ignorieren.

Meine Tochter war als kleines Baby auch etwas "schräg", wollte nur auf dem Arm sein, ohne Stillen kein Einschlafen, ewig tragen tragen tragen.. Und jetzt? 10 Monate alt und schläft ohne müh und mäh in ihrem Bettchen ein. Die Gewohnheiten ändern sich bei den Zwergen so beständig, dass Du Dir keine Sorgen mach musst, dass irgendwas "bleibt".


LG;
fina

Beitrag von nana13 22.05.10 - 14:13 Uhr

Hi,

Du kanst dein kind nicht verwöhnen wen du sie trägst.
gib ihr die geborgenheit wärme sicherheit und das vertrauen das du für sie da bist.

umso mehr man dem kind das bedrüfnis nach nähe (auch in der nacht) gibt, umso mehr entwickelt es urvertrauen, was sehr wichtig ist für das ganze leben.

trage sie so oft wie möglich rum, und sowiso wen sie nicht sie nicht so ein toller start ins leben hatte.

mit körpernähe geben kanst du nichts falschmachen

lg nana

Beitrag von seepferdchen80 22.05.10 - 14:27 Uhr

Ich möchte bis jetzt alle Danken die auf meinen Text geantwortet haben.Es ist sehr aufbauend eure Berichte und Erfahrungen zu lesen.Ich denke auch dass ich das richtige mache aber es gibt Tage da ist es anstrengend sie umher zu tragen und ich fühle mich auch ab und an dadurch eingeent.Muss sie sogar mit auf Toilette nehmen denn wenn ich sie abmache ist Madame eins fix drei wieder wach.Nur ist der Mensch für andere Meinungen immer sehr empfänglich leider auch für die negativen.Da denke ich mir dann..verbringt nur eins zwei Tage mit meiner Kleinen und dann sagt mir was ihr machen würdet.Und wenn sie dann sagen na damals..ich kann es schon nicht mehr hören...aber dann kommt doch mal so ein Gedanke ob das alles richtig ist wie wir es machen.

Vielen lieben Dank und antwortet bitte ruhig weiter auf meinen Text.

Beitrag von qrupa 22.05.10 - 16:47 Uhr

Hallo

unsere Tochter (auch ein KS Baby) hat die ersten 3 Monate quasi auf uns gelebt, das Tragetuch nur zum wickeln oder stillen verlassen und nachts auf unserem Bauch geschlafen. Den KiWa hat sie nur ein einziges Mal von innen gesehen. Das waren harte Wochen, ja man kommt oft mal an seine Grenzen, aber es ist wirklich nur für einen kurzen Zeitraum. Ganz von allein fordern sie Stück für Stück mehr Freiraum.
Nun ist sie fast zwei Jahre alt und ein fröhliches, aufgeschlossenens abenteuerlustiges kleines Mädchen geworden das voller Vertrauen in die Welt läuft. Denn sie hat gelernt, wenn etwas nicht stimmt, Mama ist immer und jederzeit für sie da.

Ja, so mit seinem Baby umzugehen ist nicht normal in unserer Gesellschaft. Aber was viele Kritiker nicht wissen: Kinderwagen gibt es erst seit ca 150 Jahren. Vorher war es auch bei uns völlig normal sein Baby immer bei sich zu tragen. Die Angst ein Baby mit Körpernähe und liebevoller Zuwendung zu verwöhnen stammt aus einer nicht gerade gloreichen Zeit unserer Geschichte, als es wichtiger war dass Mütter nicht zu sehr an ihren Kindern hängen sondern sie lieber freudestrahlend für den Führer in den Krieg ziehen lassen.

Natürlich kann man auch ein Kind verwöhnen. Aber nicht mit liebevoller Umsorgung und dem befriedigen von Grundbedürfnissen. Mit massig Schokolade und Spielzeug schon oder wenn man ihnen später jede noch so kleine Aufgabe abnimmt.

LG
qrupa

Beitrag von mrslucie 22.05.10 - 15:03 Uhr

Hallo,

zur Beruhigung: meine Tochter war genauso, und das bei einer spontanen Geburt ohne irgendwelche Schwierigkeiten. War damals auch beim osteopathen, aber sie hatte einfach gar nichts.

Es gibt halt Babys, die können ihre Umwelt nicht so gut "verdauen", die können nur bei vollem Körperkontakt etwas ausgeglichener werden.

Wer dagegen etwas sagt, der hat schlichtweg ein ausgeglicheneres (oder gar keines:) BAby gehabt und kann einfach nicht mitreden.

Du machst das goldrichtig!!!!!

Und zur weiteren Beruhigung: ich bin mit einer inzwischen ausgeglichenen und sozial sehr intelligenten Tochter belohnt worden. Sie ist immer noch sensibel, kann schneller weinen, sich aber auch schneller und intensiver freuen als manch andere Kinder. Und das ist wunderschön!

Alles Gute!
Lucie

Beitrag von italyelfchen 22.05.10 - 16:40 Uhr

Huhu,

mach Dir keine Gedanken

1.) darum, was die anderen schauen oder denken, denn nur Du kennst Dein Kind und weißt was es braucht!

2.) wird ein Baby bald von sich aus auch die Welt erkunden wollen und zwar genau dann mit den nötigen Selbstvertrauen und Vertrauen auf die Mutter, wenn sein Bedürfnis nach Nähe immer befriedigt wird, wenn es aufkommt!
Sophia wurde auch praktisch nur rumgetragen, ich hab immer gehofft, dass ich mit meiner Überzeugung zur Befriedigung der Bedürfnisse Recht und die anderen Unrecht haben (wissen konnte ich es ja nicht). Ich hatte recht, Sophia ist ein glückliches und sehr sehr ausgeglichenes Kind geworden und wollte natürlich, sobald sie mobil wurde nicht mehr getragen werden. Beim Einschlafen braucht sie lange etwas Hilfe, dafür ging es dann aber turboschnell. Wir haben immer wieder versucht, ob es nicht vielleicht mittlerweile auch ohne Schuckeln (später Kuscheln, dann nur noch Händchen halten, dann nur noch Anwesenheit) geht und NATÜRLICH ging es immer irgendwann, hat vielleicht bei jedem neuen Schritt für ein paar Tage etwas länger gedauert, aber das ist ja dann egal!

Liebe Grüße
Elfchen

Beitrag von angihofi 22.05.10 - 21:17 Uhr

Jonas ist auch ein Tragebaby.

Er schläft nur beim Tragen (auch in Kombi mit Schnuller und Dunstabzug) oder beim Stillen ein. Ich lege ihn dann wenn er eingeschlafen ist in sein Bett und dann pennt er eine halbe Stunde bis er den Betrug merkt. Dann gibt's Geschrei und wenn ich ihn wieder in den Schlaf geschaukelt habe geht das Spiel von vorne los. Im Tragetuch hingegen ist er das bravste Baby und schläft Stunden darin... Ich war mit Jonas bereits auf einer Hochzeit und Geburtstagen und er war dort das bravste Baby.

Mittlerweile spielt Jonas aber schon eine 3/4 Std. alleine am Boden und kann sich sogar schon vom Rücken auf den Bauch drehen.

Wie meine Vorschreiberinnen schon gesagt haben sind Babies Traglinge und wollen bei der Mama sein. Anerziehen kannst Du jetzt noch nix. Wenn Du Deinem Baby das gibst was es brauchst wirst Du mit einem glücklichen selbstbewussten Baby belohnt.

LG, Angi