Frage wegen Schwangerschaft & Arbeitsamt

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Beitrag von little-amin 25.05.10 - 17:52 Uhr

Hallo ihr lieben,

vorab bitte ich euch mich nicht gleich zu verurteilen weil ich arbeitslos bin, denn ich war bis vor kurzem noch in Arbeit jedoch ist mein Vertrag ausgelaufen.

Mein Hauptproblem ist nun dieses:

Habe am Freitag Post von meiner Vermittlerin beim Jobcenter erhalten, indem sie mir einen 1€ Job aufdrückte.
Nun ist es so das ich mich schon seit 3 Monaten nachweislich bemühe Arbeit oder zumindest eine Aushilfsstelle bis zum Mutterschutz zu finden (weise meine Vermittlerin monatlich ca.20 - 30 Bewerbungen nach).
Was ich gerne wissen möchte ist, kann das Arbeitsamt eine Schwangere mit vorausgegangener Fehlgeburt & Risikoschwangerschaft eigentlich einen 1€ Job aufzwingen?

Bitte schmeißt nicht gleich mit steinen nach mir!

LG

Beitrag von woodgo 25.05.10 - 18:19 Uhr

Hallo,

wenn es eine Risikoschwangerschaft ist, bekommst Du doch sicher Berufsverbot. Es kommt sicher auch darauf an, was Du bei der Arbeit machst, das würde ich beim FA abklären.

LG

Beitrag von mama2kinder 25.05.10 - 18:50 Uhr

Hallo!

Wenn die Arbeit dein Kind gefährdet, wird dir das dein Frauenarzt bestätigen.

LG

Beitrag von bruchetta 25.05.10 - 18:59 Uhr

Mit dem Arbeitsamt ist es wie mit einem AG!

Du bekommst Geld von denen also mußt Du ihnen, in welcher Form auch immer, zur Verfügung stehen.

Da Du Dich ja bewirbst, um bis zum Mutterschutz noch zu arbeiten, kannst Du doch auch den Job von der Agentur für Arbeit annehmen, oder nicht?

Denn was nützen Dir all Deine Bewerbungen, wenn Du nicht arbeiten kannst?

Beitrag von miau2 25.05.10 - 19:09 Uhr

Hi,
was spricht denn dagegen, wenn der Job nicht die Schwangerschaft gefährdet (und DANN kann dein FA das sicher attestieren)?

Du schreibst doch, dass du dich um Arbeit "bemühst" - entweder ist das ehrlich und du willst arbeiten, dann spricht doch nichts pauschal gegen einen 1-Euro-Job. Oder deine Bemühungen haben mit "sich bemühen" nichts zu tun...

Ich hatte mit Risikoschwangerschaft (aufgrund von chronischen Vorerkrankungen) und einer vorausgegangenen Fehlgeburt einen 40-Wochenstunden Job (beim ersten Kind)...na und? Wenn es nicht möglich gewesen wäre, hätte ich ein BV bekommen. Ganz oder teilweise. War aber nicht nötig, der Bürojob hat keine Erhöhung des Risikos mit sich gebracht.

Wenn die Vermittlerin von dir verlangt, eine Straße zu pflastern kannst du sicher dagegen vorgehen...

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von manavgat 25.05.10 - 19:40 Uhr

Wenn Du risikoschwanger bist, dann sprich mit dem Arzt.

Gruß

Manavgat

Beitrag von silbermond65 25.05.10 - 19:50 Uhr

Nun ist es so das ich mich schon seit 3 Monaten nachweislich bemühe Arbeit oder zumindest eine Aushilfsstelle bis zum Mutterschutz zu finden (weise meine Vermittlerin monatlich ca.20 - 30 Bewerbungen nach).

Und im Gegensatz dazu das hier ???

Was ich gerne wissen möchte ist, kann das Arbeitsamt eine Schwangere mit vorausgegangener Fehlgeburt & Risikoschwangerschaft eigentlich einen 1€ Job aufzwingen?


Willst du nun arbeiten oder willst du es nicht? Wenn ja,was spricht dann gegen diese Maßnahme ?

Beitrag von king.with.deckchair 25.05.10 - 20:29 Uhr

Das spricht gegen diese Maßnahme:

Eine AGH mit Mehraufwandsentschädigung (Ein-Euro-Job) soll es LANGZEITarbeitslosen ermöglichen, sich dem Arbeitsmarkt wieder anzunähern. Soll ermöglichen, noch vorhandene Fähigkeiten wieder aufzufrischen, neue Kenntnisse zu erlernen und überhaupt mal wieder einen "geregelten" Tagesablauf einzuüben. Soll ermöglichen, nach einer längeren Zeit der Arbeitslosigkeit wieder auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.

Wir haben hier eine erst seit Kurzem arbeitslose (Risiko)schwangere. Eine solche Maßnahme ist da IMHO grober Unfug, rausgeschmissenes Geld und sieht mir ganz nach "Wollen doch mal sehen, ob die sich nicht doch was bewegen muss, die Schwangere." aus - ähnliche Gedankengänge hat die geschätzte Userschaft hier ja auch wieder kund getan. Denn es gibt leider immer noch Kollegen, die zu den EEJs tumb und blind zuweisen, obwohl es aus vermittlerischer Sicht null Sinn macht.

Noch mal: Ein EEJ ist NICHT dazu da, damit das Volk am Stammtisch Ruh' gibt, die Mobfackeln stecken lässt und möglichst viele Leute zu solchen Arbeiten "verdonnert" werden nach dem Motto "Sollen ruhig mal was schaffe für unser' Geld, die Hartz IVler, die faulen."!

Ein EEJ ist - siehe oben.

Beitrag von silbermond65 25.05.10 - 21:25 Uhr

Wenn du mich damit jetzt in die Stammtischparolenuser-Schublade stecken willst......falsch gedacht.Ich gehöre nämlich eher in die Ecke der "faulen Hartz 4er-Bande" .
Und ganz ehrlich,wenn ich mich als Risikoschwangere wie wild bewerbe ,nichts finde aber unbedingt noch arbeiten möchte ,dann mach ich auch den 1-Euro-Job.......wenn ich ihn denn machen kann.

Beitrag von king.with.deckchair 25.05.10 - 21:29 Uhr

"Wenn du mich damit jetzt in die Stammtischparolenuser-Schublade stecken willst......"

Nö, wollte ich nicht, ich kenne deine Beiträge.

"Und ganz ehrlich,wenn ich mich als Risikoschwangere wie wild bewerbe"

Diese Aussage der TE würde ich auch sagen wir mal mit Vorsicht genießen...

Von daher erscheint mir die Zuweisung des EEJ als Testballon im Sinne von "Wollen doch mal sehen, ob die wirklich so arbeitsam ist..." schon nicht soooo abwegig.

LG
Ch.