Termin beim Arbeitsvermittler - wie oft verschieben?

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Beitrag von laterne74 26.05.10 - 10:49 Uhr

Hallo,

ich habe am 2.Juni einen Termin bei meinem Arbeitsvermittler. Mein kleiner Sohn muss aufgrund einer Bakerzyste in der Kniekehle zum MRT. Das hat mir gestern die Rheumatologin empfohlen. Es ist ziemlich schwierig in der Radioloie nen Termin zu bekommen. Die hatten zeitnah nun nur den 2. Juni. Genau um die Zeit, in der ich beim Amt bestellt bin.

Ich habe da angerufen und um einen anderen Termin gebeten. Die Dame am Telefon war schon zeimlich bedient. Sie sagte sie schickt mir nen neuen Termin zu. Ich fragte ob wir den nicht gleich zusammen ausmachen können. Ich habe nen 400 Euro Job und möchte nicht gleich wieder anrufen, weil ich da Dienst habe (Dienstplan steht schon). Sie meinte der Termin beim Amt geht vor. Ist das richtig? Ich will doch nicht gleich schon wieder fehlen in meinem neuen Job. Ich bekomme übrigens keine Leistungen vom Amt und mir steht auch zukünftig nichts zu. Ich möchte echt nicht nen Dienst absagen, nur weil ich grad da antreten soll. Zumal der Herr Vermitttler eh immer nur sagt, "schön dass Sie da waren, aber tun kann ich wirklich nichts für Sie".

Meint ihr ich kann den Termin dann nochmal verschieben? Wenn ich da nicht arbeite kommt das beim AG nicht gut an und der Verdients ginge auch flöten.

Beitrag von goldtaube 26.05.10 - 10:51 Uhr

Wenn du keine Leistungen beziehst warum meldest du dich nicht beim Amt ab?

Beitrag von laterne74 26.05.10 - 11:12 Uhr

Ich habe bis April noch ALG 1 bekommen. War deshalb gemeldet. Ich hatte auch gehofft doch irgendwann mal nen Angebot zu bekommen.

Nehmen wir an ich melde mich ab, könnte ich dann die Job börse noch nutzen? Ab und zu habe ich auch da angerufen, weil ich im Internet ne Stellenanzeige gefunden habe, wo die Adresse aber nur von der Agentur rausgegeben wird.

Ich suche ja trotz 400 Euro Job noch etwas "Richtiges".

Beitrag von goldtaube 26.05.10 - 13:24 Uhr

Die Jobbörse kannst du auch weiterhin nutzen. Dazu musst du nicht arbeitssuchend gemeldet sein.

Beitrag von honolulumieze 26.05.10 - 10:52 Uhr

Und warum bist du dann da gemeldet???? Melde dich doch einfach als arbeitsuchend ab! Einen Job kannst du dir doch gut und gerne auf eigene Faust suchen. Krankenversichert bist du doch über deinen 400 Euro-Job. Also ich verstehe dein Problem nicht.

Beitrag von goldtaube 26.05.10 - 10:55 Uhr

<<Krankenversichert bist du doch über deinen 400 Euro-Job.<<

Über den 400 Euro Job ist man nicht krankenversichert. Erst ab 400,01 Euro.

Beitrag von laterne74 26.05.10 - 11:14 Uhr

Ich bin über meinen Mann familienversichert.

Beitrag von honolulumieze 26.05.10 - 11:05 Uhr

Sorry, das habe ich nicht mehr gewusst, dass man erst ab 401 Euro krankenversichert ist. Wenn es bei dir nur darum geht, rede doch mit deinem Chef, dass er dir etwas mehr bezahlt. Du lebst doch sicher nicht nur von 400 Euro, oder? Hast du einen Mann, bei dem du dich familienversichern kannst, sofern das dein Problem ist?

Beitrag von king.with.deckchair 26.05.10 - 11:38 Uhr

"Wenn es bei dir nur darum geht"

Man ist als Arbeitssuchende ohne Leistungen auch nicht über die Agentur für Arbeit krankenversichert.

Beitrag von king.with.deckchair 26.05.10 - 11:36 Uhr

Und die Zeiten für die Rentenversicherung, hm?

#augen

Beitrag von dani.m. 26.05.10 - 11:43 Uhr

In Zeiten ohne Leistung? Ich dachte, da ist man auch weder kranken- noch rentenversichert? Klär mich mal bitte wieder auf!

Beitrag von king.with.deckchair 26.05.10 - 11:58 Uhr

Ist man auch nicht.

Aber guckst du hier:

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_6/__58.html

Abs. 1 Punkt 3.

LG
Ch.

Beitrag von dani.m. 26.05.10 - 12:10 Uhr

Dankeschön!

Beitrag von honolulumieze 26.05.10 - 12:48 Uhr

Auf die Rentenanwartschaften würde ich kurzzeitig verzichten angesichts der Schikanen, die beim Arbeitsamt herrschen. Kürzen die einem auch die Rentenanwartschaften, wenn man nicht zu einem Termin kommt?#schein

Beitrag von sassi31 26.05.10 - 12:53 Uhr

Dann nehmen sie dich aus der Vermittlung und melden dich bei der Rentenversicherung ab.

Hab das Thema gerade durch, da ich eh keine Hilfe von der Arbeitsagentur erhalten habe und ich auf die Schikanen (wie du es nennst) keine Lust hatte.

Beitrag von whiskeykenner 26.05.10 - 10:55 Uhr

Wenn du keine Leistungen vom Amt bekommst, dann hast du ja auch nichts "zu verlieren". Die Arbeitsvermittlung dort ist eh unter aller Würde, da wird nur Arbeitslosigkeit verwaltet und Arbeit finden die allermeisten wenn überhaupt auf eigene Initiative. Deshalb hätte ich keine Bedenken, den Termin zu verschieben.

Arbeit geht vor nicht funktionierender Arbeitsvermittlung, zumindest das sollten die Damen und Herren dort verstehen.

Ich kenn die noch von der Zeit direkt nach meinem Studium, da musste ich dort auch einmal auftauchen und seitdem hab ich eine unverrückbare Meinung über die Qualifikation der dort angestellten Menschen.

Beitrag von windsbraut69 26.05.10 - 11:05 Uhr

"Arbeit geht vor nicht funktionierender Arbeitsvermittlung, zumindest das sollten die Damen und Herren dort verstehen. "

Ja, sv-pflichtige Beschäftigung hätte Vorrang, nicht aber ein Minijob.
Wenn die TE allerdings eh keine Leistungen bezieht und anderweitig krankenversichert ist, würde ich mich dort eh abmelden.

Gruß,

W

Beitrag von king.with.deckchair 26.05.10 - 11:40 Uhr

"Wenn du keine Leistungen vom Amt bekommst, dann hast du ja auch nichts "zu verlieren"."

Ach. Nicht? Gerade sie als Frau? Nicht?

Stichwort "Rentenanwartschaft", hm?!

Beitrag von laterne74 26.05.10 - 11:16 Uhr

Hm ich sehe schon, es ist vielleicht doch Quatsch weiter da gemeldet zu sein... Naja werde wohl noch einen Termin wahrnehmen (sofern er sich nicht mit meinen Arbeitszeiten überschneidet) und mich dabei abmelden. Von alleine bin ich da nicht drauf gekommen...#klatsch

Beitrag von mariechen26 26.05.10 - 11:37 Uhr

Also wenn Du bei der Agentur für Arbeit als Arbeitsuchend geführt wirst, dann ist es leider so, dass der Termin beim "Amt" wichtiger als der 400 € Job ist. Das Amt ist (normalerweise) bemüht, Dich in ein sozialversicherungspflichtiges Angestelltenverhätnis zu vermittel. Die 400,- Stelle ist nicht sozialversicherungspflichtig. Wenn Du den 400,--Job irgendwann einmal verlierst, bekommst Du darauf auch kein ALG I weil es sich um eine Nebentäigkeit handelt.

Folgetermine dürfen auch NUR die Vermittler vergeben. Die Dame im Telefon-Servicecenter darf das nicht. Ihr obliegt es, Deinen Anruf mit der Terminabsage als Info an den Vermittler weiterzuleiten. Dieser lädt Dich dann ein.

Den Termin aus wichtigen Grund abzusagen darfst Du sicher ein und auch ein zweites Mal. Das geht bei eigener Krankheit oder Krankheit des Kindes, wobei die AU dann auch vorgelegt werden muss. Dann solltest Du aber den nächsten Terminvorschlag dringend wahrnehmen, weil ansonsten Dein ALG I aus mangeldener Mitwirkung gesperrt wird. Dass kann sogar bis zu kompletten Abmeldung gehen.

Wenn Du einen netten Vermittler hast, könntest Du ihn bitten, Dir zu bestimmten Zeiten künftige Termine anzubieten. Z.b. Morgens zwische 7:30 - 9:00 Uhr oder Do. ab 16:00 Uhr ect.

Liebe Grüße
Nadine

Beitrag von king.with.deckchair 26.05.10 - 12:00 Uhr

Sie bekommt kein ALG I. Wie ist das denn nun mit der Meldepflicht für ASU ohne Leistungen?

Beitrag von mariechen26 26.05.10 - 19:47 Uhr

Oh, das hab ich überlesen;-). Naja, es gibt diese sogenannten Rentenanwartschaftszeiten. Die werden bei der Agentur für Arbeit geführt und an die RV übermittelt. Das ist aber nur dann der Fall, wenn sie dort wieterhin Asu geführt wird. Meldet sie sich nun aus der Vermittlung ab, stoppt in dem Moment auch die Anwartschaft. Bis zur Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit (keine geringfügige Beschäftigung auf 400,00 € und mindestens mehr als 15 Std. pro Woche), hat sie dann Lücken in der Anwartschaftszeit, die unwiederbringlich zu schließen sind und zur Rentenzeit echte Probleme machen werden.

Ich finde bei ASU ohne Leistungen, hat man immer die Wahl zwischen Pest und Cholera. Man kann sich abmelden, und wird dann nicht mehr in der Rentenantwartschaft geführt, oder man bleibt in der Vermittlung und wird dann genauso behandelt wie die ALG I Leistungsempfänger.

Meine Empfehlung lautet in jedem Fall, NICHT ABMELDEN!

Beitrag von king.with.deckchair 26.05.10 - 20:06 Uhr

Öhm, offenbar hast du meine Antworten auch üerlesen, denn das mit der Rentenanwartschaft habe ich bereits geschrieben. Ich habe nur keine Ahnung, wie es mit der Meldepflicht dann aussieht, da ich (auf kommunaler Seite) im Bereich SGB II arbeite und dachte, du seist vielleicht vom Fach in Sachen SGB III - klang jedenfalls so. :-)

"Meine Empfehlung lautet in jedem Fall, NICHT ABMELDEN!"

Jep! Gerade als Frau nicht!

Beitrag von mariechen26 27.05.10 - 10:07 Uhr

Also vom "Fach" im Sinne von ich habe es in der Ausbildung gelernt, bin ich nicht. Ich habe mal als Quereinsteiger eine Zeit lang in der Eingangszonde der Agentur für Arbeit gearbeitet. Da wir die Sanktionen aus "nichterscheinen zum Termin" dem Kunden mitteilen mussten, weiß ich noch etwas bescheid. ;-)

Eine sogenannte Meldepflicht besteht schon, vor allem wenn der Kunde einen Antrag auf Alg I stellen will. Denn wenn er sich nicht spätestens 3 Monate vor Ablauf eines befr. Vertrages oder am Tag der Kenntniss über eine Kündigung (dabei gibts aber auch noch Unterschiede) arbeitssuchend meldet und spätestens einen Tag nach eintretender Alo.sigkeit Alo. meldet, wird ihm eine Sperrzeit bis zu 12 Wochen verhangen. #zitter Das heißt, dass der Kunde dann zunächst 12 Wochen keinen ALG I wegen versäumen der Meldepflicht bekommt. Hinzu kommt, dass der Kunde sich in dem Moment auch selber Krankenversichern muss, da der Versicherungsschutz erst mit dem Tag der Antragstellung auf ALG I erfolgt. Laufende Kosten die der Kunde dann privat zu decken hat, muss er dann mit einem Darlehen der Arge (ALG II) vorübergehend bedienen. Das Darlehen muss er aber meines Wissen auch wieder zurück gezahlt werden. #augen

Deshalb auch hier wieder meine Empfehlung: Sobal men über die Beendigung eines Dienstverhältnisses in Kenntniss gelangt, sofort und umgehend zur Agentur für Arbeit gehen!

Nichtleistungsempfänger haben die selben Pflichten wie die Leistungsempfänger.

Hier mal ein Auszug aus der HEGA der Agentur für Arbeit:

>> Verfahrensweise
Um auch bei arbeitsuchenden und arbeitslosen Nichtleistungsempfängern die Mitwirkung sicherzustellen und bei deren Fehlen entsprechend sanktionieren zu können (Vermittlungssperre – vgl. Punkt 3.3), sind folgende Punkte in die EV aufzunehmen:

Einhaltung der Meldepflicht (§ 38 Abs. 1 i.V.m. § 309)
Einhaltung der Anzeige- und Bescheinigungspflicht (§38 Abs. 2 i.V.m. § 311)
Vermittlungsvorschlägen nachkommen.<<

Viele Grüße#winke
Nadine

Beitrag von mariechen26 27.05.10 - 10:09 Uhr

Sorry für meine Flüchtigkeitsfehler. Wenn ich schnell tippe, passiert mir das schon mal :-);-)

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