Auch anfangs nicht richtig gepreßt?

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von tipping 29.05.10 - 13:04 Uhr

Hallo,
es ist vollbracht, unsere Maus ist da, stolze 4.100 Gramm haben meine Partnerin ganz schön ins Schwitzen gebracht. Und heisere Stimmbänder.
Nach geschätzten 10 oder 12 Presswehen war sie endlich da.
Ich glaub die Hebamme hat auch geschwitzt. Nachdem meine Partnerin endlich pressen durfte, meinte die Hebamme "sie pressen nicht richtig, mehr nach unten, mehr nach unten", darauf meine Partnerin "was glaubt die, was ich die ganze Zeit hier mache". Auch sollte jetzt mehr auf die richtige Atmung geachtet, Luft holen und ganz fest nach unten pressen. Als meine Partnerin einmal mehr geschrien hat, meinte die Hebamme "jetzt nicht mehr schreien,
sie brauchen die Luft zum Pressen" und dann "sie müssen praktisch durch den Schmerz pressen".
Die Geburt ging dann auch voran und tatsächlich, einmal noch als unsere Maus durch den Geburtskanal rutschte hörte man den Schrei meiner Partnerin.
Rührend fanden wir es, als wir gestern aus dem Kreißsaal die Laute einer werdenden Mami vernahmen. Da wurde auch geschrien und wie.
Meine Partnerin darauf, ich weiß nicht, ob ich mir noch ein zweites antue,
aber ich würde schon gerne wissen, ob andere auch anfangs nicht richtig gepreßt haben? Oder passiert das nur einer Erstgebärenden?
Wie war das bei euch?
Hattet Ihr auch eine anstrengende und laute Geburt?
Lg

Beitrag von muffin357 29.05.10 - 13:20 Uhr

hi -
also ich denke mal, das ist wirklich individuell und auch ein bisschen sache der hebi, das einem richtig zu erklären, --- oder kannst du mit "mehr nach unten" sooo genau was anfangen? abgesehen davon, dass man da gar nichts richtig fühlt vor lauter schmerzen -- abgesehen davon lag deine frau sicherlich auf dem rücken oder? - da ist das mit dem "nach unten" sowieso viel viel schwerer ...

also mir persönlich ging da einfach die kraft aus -- egal, ob das nun falsch gepresst genannt wurde oder nicht ....

und ich kann mich echt nicht mehr dran erinnern, -- von demher würd ich sagen, dass ich beim zweiten mal da nicht wirklich einen vorteil habe ausser die erkenntnis, dass diese maikäferposition auf dem rücken echt hinderlich war ....

herzlichen glückwunsch übrigens!"
tanja

Beitrag von rmwib 29.05.10 - 14:00 Uhr

Ich hab ja nur eins, bleibt wohl auch so...

Anstrengend war es, ja natürlich. Ich hatte Muskelkater wie Sau die Tage danach #rofl Aber laut war es nicht. Ich war total konzentriert, ich hatte gar keine Zeit für Krach #schwitz
Und ich glaube nicht, dass man falsch pressen kann. Genau genommen macht der Körper es jja ganz alleine. In den Presswehen presst man ja automatisch mit. Im Prinzip kommt das Kind dann von selbst in einer Presswehe, dieses extreme Mitdrücken wie es in vielen Krankenhäusern Gang und Gäbe ist ist eigentlich gar nicht so sinnvoll für das Dammgewebe #schwitz

Beitrag von laboe 29.05.10 - 14:56 Uhr

Hallo!
Erstmal #herzlichlichen Glückwunsch!

Oh ja, man kann definitiv falsch pressen, da muss ich meiner Vorschreiberin wiedersprechen.

Ich habe auch falsch gepresst und viel zu laut und unnötig geschrien. Mann darf die Kraft und Luft nicht aus dem Mund rauslassen (in Form von Stöhnen oder Schreien), da hat die Hebi recht. Bei mir hat es erst funktioniert, als diese sagte: Pressen sie mal, als wenn sie Stuhlgang hätten. #aha Nach 2 Mal war unser Baby draußen. Alles andere davor war verschwendete Energie. Allerdings hätte die Hebi mir das auch eher sagen können. Da ich keinen GVK oder so gemacht hatte, wusste ich weder, wie man atmen, noch wie man pressen muss.

Laboe (28.SSW)

Beitrag von lachris 29.05.10 - 16:13 Uhr

Richtiges oder unrichtiges Pressen?

Mir war alles egal, was die uns im Kurs gesagt und gezeigt haben.

Ich hab einfach gepresst, wie ich es für richtig empfunden habe.

Veratme mal die Wehe, wenn man nicht mal richtig denken kann... Oder finde den Unterschied zwischen Wehe und Pause...

Ich hab einfach gemacht, wie ich gedacht habe und dabei gebrüllt wie am Spieß. Da hätte mir einer mal das Brüllen verbieten sollen...

Muss wohl alles richtig gewesen sein. Ich hatte nur so 10 - 12 Presswehen. Innerhalb kurzester Zeit war sie da.

Für Atemtechniken hätte ich da weder die Zeit noch den Nerv gehabt...

VG

Beitrag von itsmyday 29.05.10 - 19:03 Uhr

Ich vertraue da voll auf die Natur und bezweifel total, dass es bei einer Geburt ein "Richtig" oder "Falsch" gibt.....tut mir leid, aber mich nerven so allwissende Hebammen, die solche "Tipps" vom Stapel lassen, die der Mutter (oder wie in Deinem Fall sogar dem Vater!! #augen) das Gefühl geben, etwas sei nicht richtig gelaufen oder jemand wäre sogar "schuld" ....#schock

Vielleicht darf es auch mal ein wenig dauern, bis ein #baby geboren ist....vielleicht darf die Mama auch erstmal sanft/weniger brutal pressen....vielleicht brauchte auch das Kind noch Zeit??? :-p

LG Itsy

Beitrag von mukmukk 29.05.10 - 20:24 Uhr

Hallo!

Ich habe irgendwann unter den Wehen auch ordentlich Laute von mir gegeben, das ist vermutlich auch normal weil man den Schmerz dann besser aushält - leider bringt es aber nix für die Geburt... Meine Hebi meinte irgendwann dann recht streng in etwa dieses: "So, jetzt mal nicht mehr schreien und die Energie fürs Schreien lieber ins Pressen investieren". Es hat gewirkt. #huepf Ich glaube, ich hatte insgesamt sowieso nur 4 Presswehen und dann war die Mausi schon da!

Eine Hebamme ist ja auch dafür da, einem zu sagen wie man es vielleicht "besser" machen kann. Ich war für Tipps und "Anweisungen" jedenfalls dankbar! ;-)

Wenns nur um die Geburt ginge, würde ich noch viele Kinder bekommen. Ich fands absolut nicht schlimm und auch nicht so schmerzhaft wie ich es mir vorgestellt habe. Allerdings kann die nächste Geburt ja komplett anders sein #schwitz

LG,
Steffi mit Finja (die gerade ein Jahr alt geworden ist)

Beitrag von minnie85 30.05.10 - 00:17 Uhr

Dieses Powerpressen habe ICH sowieso abgelehnt, ich durfte nach Gefühl mitschieben und das Einzige, was die Hebamme sagte ist, dass ich Richtung After drücken soll...gestöhnt, getönt, geschrien habe ich auch, aber das ist normal, irgendwo muss die Kraft ja hin!

Beitrag von maylu28 30.05.10 - 10:32 Uhr

Hallo,

ich kann das verstehen, ich hat die ersten 2 Presswehen auch nicht genau verstanden was sie meint. War total verklemmt, da ich das Gefühl hatte, die muß Stuhlgang machen (sorry war aber so) nach 2 Pwehen hab ich mir dann gedacht, okay dann kommt eben auch eine Wurst mit raus. Kam aber nicht das waren die Wehen. Ich hatte wirklich das Gefühl als Schei...e ich mein Kind raus. Aber so war es richtig, dann hat sie gesagt, " ja genau so" Dann war es leichter. Ich hab gedacht, man drückt irgendwie mit dem Bauch.
Laut war ich eigentlich nicht, aber das ist von Frau zu Frau unterschiedlich...

LG maylu

Beitrag von nisivogel2604 30.05.10 - 11:55 Uhr

Wenn man nicht auf dem Rücken rumliegt (in vielen KH immer noch gang und gäbe weil bequem für den Arzt) dann muss man auch nicht gegen jegliche Anatomie anpressen wie wahnsinnig.

Ich hatte 2 sehr laute Geburten.

LG

Beitrag von waffelchen 30.05.10 - 14:10 Uhr

Ich hab auch nicht richtig gepresst, als es endlich so ging wie die Hebi meinte hatte ich schon ne halbe Stunde rumgepresst, bis der Kleine da war hatte ich nochmal fast 30 Presswehen......

Beitrag von daisy80 30.05.10 - 20:44 Uhr

Meine Wehen waren angeblich nicht lang genug.
Es hat immer nur 2 mal Schieben "reingepasst", aber die Hebi meinte, ich müsse unbedingt drei Mal mitpressen pro Wehe.
Ich war nur der Meinung, so lange die Luft "reicht", vertue ich keine Zeit zum Nachatmen...

Kann man da was falsch machen?
Ich hätte da gar nix groß anders machen können - selbst wenn mir das wer gesagt hätte. Das ergab sich von selbst.

Beitrag von blumella 30.05.10 - 23:01 Uhr

Die Geburt unseres Kindes war überhaupt nicht laut, aber das Pressen funktionierte trotzdem zu Beginn nicht wirklich.
Während ich versuchte nach unten zu pressen, meinte die Hebamme, dass ich immer in den Kopf pressen würde.
Ich hatte keine Ahnung, wo der Fehler liegen sollte und wie ich es hätte besser machen können.
Erst als sie mir gesagt hat, dass ich jetzt einmal richtig Gas geben sollte, weil dann der Kopf auch schon durch wäre, da ging es auf einmal.

Aber ich gehe fest davon aus, dass es bei der nächsten Geburt wieder genauso ablaufen könnte, weil einem eben sämtliche Theorie nichts mehr nützt, wenn man auf einmal in der Praxis ein Kind auf die Welt pressen soll.

Beitrag von jujo79 31.05.10 - 14:21 Uhr

Hallo!
Ich habe 2 Kinder und beide Geburten waren leise ;-): Im Vorbereitungskurs sagte die eine Hebamme noch, dass man sich nicht zieren soll, wenn man mal schreien muss, aber eben das Schreien auch Energie für's Pressen raubt. Und ich hatte da bestimmt keine Hemmungen, sondern einfach kein Schreibedürfnis.
Bei der ersten Geburt lief alles normal, ich habe anscheinend intuitiv richtig gepresst. Habe mir also bei der zweiten Geburt auch keine Gedanken gemacht, aber da meinte meine Beleghebamme, dass ich zur falschen Stelle presse. Also hat sie ihre Hand dorthin gehalten, wohin in pressen sollte, und das hat mir super geholfen. Denn sonst kann man ja auch gar nicht richtig erklären, wie und wohin man pressen soll.
Und was das 2.Kind angeht: die Anstengung ist sicher bald vergessen ;-)! Mir ging es vor der zweiten Geburt eher so, dass ich nicht so große Lust auf diese Anstregung und die Schmerzen hatte, aber eben wusste, dass ich da durch muss.
Grüße JUJO