Haushaltshilfe kann auch die Familie???

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Beitrag von rittmeisters 29.05.10 - 13:49 Uhr

Also so wie es ausschaut, werden wir wohl eine Haushaltshilfe benötigen.

Mein Mann wurd letzte Woche Dienstag Operiert, er trägt nun einen VacoPed (eine Art Skischuh) und darf den Fuß die nächsten 6 Wochen nicht Belasten.
Und nun muss ich dringend am Knie Operiert werden, da ich mir letzten Samstag das Knie verdreht habe und es noch nicht ganz Klar ist ob viell. etwas Gerissen ist...

Da wir 2 Kinder unter 12 haben (die große ist 5 und geht in die KiTa und der kleine ist 14 monate) wird eine Haushaltshilfe wohl unabdingbar sein, allerdings habe ich nicht so das große Vertrauen darin mir jemanden von der KK ins Haus zu holen.
Wie würde es denn aussehen wenn z.B meine Mutter die Pflege der Kinder übernehmen würde? Würde sie das evtl. Bezahlt bekommen?

Wir werden ja auch nicht Kochen können (da wir beide nicht lang stehen können am Herd) geschweige denn Einkaufen ausserdem muss unser kleiner Nachts noch mindestens 2x die Flasche bekommen...
Ich bin schon am Verzweifeln. Notfalls würd ich ja auch die 6 Wochen warten bis mein Mann wieder Fit ist, allerdings muss er dann ja auch wieder Arbeiten und sein Chef wird sich Bedanken wenn er zu Hause bleiben muss weil ich nicht allein mit den Kindern zu Haus sein kann wenn ich frisch Operiert bin.


Meine Mutter muss zwar auch Arbeiten, aber irgendwie würden wir das hin bekommen allerdings hat sie dann ja auch Verdienstausfall und sie ist auf das Geld angewiesen....


Also wenn wer von euch irgendeinen Tipp hat oder weiß ob auch Familienangehörige als Haushaltshilfe Geld bekommen, wäre ich sehr Dankbar!!!!

LG NAdine

Beitrag von fibi7 29.05.10 - 19:31 Uhr

Hallo Nadine,

das Einfachste wird sein, du rufst bei deiner KK an und erkundigst dich.

Ich kann dir jetzt nur von meiner Situation berichten. Es kommt einfach sehr auf die jeweilige Versicherung an.

Ich wurde Anfang Januar notfallmäßig an der Haslwirbelsäule operiert, bin alleinerziehend und habe zwei kleine Kinder, das Jüngere ist behindert. Ich wurde nach kanpp drei Wochen aus der Klinik entlassen und durfte NICHTS (!) arbeiten. Eigentlich sollte ich viel Liegen, nichts tragen, keine Hausarbeit. Autofahren durfte ich noch länger nicht.

Fakt war: meine KK hat KEINE Haushaltshilfe gezahlt, weil es nicht in den Leistungen inbegriffen war. Meine Beihilfestelle (ich bin Beamtin) hat sich dazu breit schlagen lassen, dass mir eine Haushaltshilfe für den Falle gewährt wird, wenn mein Arzt mir attestiert, dass man durch den Einsatz der Haushaltshilfe einen weiteren Krankenhausaufenthaklt vermeiden kann. Nur weil ich zu Hause war und niemanden hatte, der mir helfen konnte hätten auch sie nichts gezahlt. Die Beihilfestelle hat mir dann eine Haushaltshilfe über drei Wochen für maximal 6 Stunden pro Tag und einen Stundenlohn von 8 Euro gezahlt. Es durfte KEIN Familienmitglied, keine Verwandtschaft sein. Nachbarn ja, Freunde auch.

Zusammenfassend kannst du vermutlich den Deal mit deiner Mama streichen. Ob du jemand nachts her bekommst ist fraglich. Aber mit einem operierten Knie kannst du ja vielleicht zumindest den Kleinen füttern, wenn du abends alles vorbereiten lässt und er in deiner Nähe schläft....

Ich hoffe ich konnte dir helfen, aber wie gesagt, das Einfachste wird sein du rufst deine KK an und schilderst eure Situation, vielleicht kommst du ja an einem gnädigen Sachberarbeiter...

Liebe Grüße
fibi

Beitrag von mellika 30.05.10 - 07:52 Uhr

Hallo Nadine,

ich bin jetzt schon 4x an den Händen operiert worden und durfte jedesmal eine Haushaltshilfe beantragen.

Eine Mutter wird kein Geld von der KK bekommen, wenn sie bei euch den Haushalt schmeißt. Die Krankenkasse nimmt dann an, dass sie das gerne und umsonst macht.

LG

Melanie

Beitrag von mellika 30.05.10 - 07:55 Uhr

Ich wollte dir gerade noch eine PM schicken, konnte ich aber leider über deine Visitenkarte nicht.
Wenn du noch Hilfe braust mit der Haushaltshilfenbeantragung, dann schreib mich bitte über meine Visitenkarte an. Ich melde mich dann bei dir. Meine Mutter hat nämlich bei uns auch mal die Stelle einer Haushaltshilfe übernommen (wurde von der KK bezahlt).

LG

Melanie

Beitrag von nordseeengel1979 30.05.10 - 15:22 Uhr

Hallo Nadine,

ein ähnliches Problem hatten wir auch gerade.

Die Krankenkasse hat es nicht übernommen.

Wenn es ein Familienmitglied ist, geht die Krankenkasse davon aus, dass der/die es gerne macht und dann bekommt man kein Geld.

Mann kann aber einen als Haushaltshilfe einstellen und bekommt dann ein Verdienstausfall und bis 5,50 Euro ( war zumindestens bei unserer DAK so ) pro Tag. Man muss aber Anteilig dazu bezahlen.

Ruf mal bei Deiner Krankenkasse an wie die das handhaben, die sind echt nett.

Lg Nordseeengel

Beitrag von mellika 30.05.10 - 16:34 Uhr

Hallo Nadine,

oh Mann, dass ist echt alles übel bei euch. Hast du schon einen Termin für die geplante OP? Wenn ja, dann ruf gleich morgen deine KK an und sage denen, dass du operiert werden musst und eine Haushaltshilfe benötigst und du nun gerne einen Antrag zugeschickt haben möchtest. Diesen Antrag läßt du von deinem Arzt ausfüllen (weise ihn sicherhaltshalber auch darauf hin, dass dein Mann ebenfalls zur Zeit verletzt ist. Das bedeutet also, dass du 8 Stunden am Tag und 5 Tage die Woche jemanden benötigst. Am Wochenende zahlt die Kasse leider nicht. Du bekommst für eine Haushaltshilfe auch nur ca. 5,00 Euro pro STunde von der Kasse bezahlt. Den Rest musst du selber dazubezahlen. Auch musst du leider 5,00 oder 10,00 Euro Eigenbeteiligung pro Tag bezahlen.
Die Krankenkasse kann dir bestimmt auch Anbieter nennen, die Haushaltshilfen "verleihen".

Sollte deiner Mutter, deine Schwiegermutter oder sonst ein Verwandter das machen, darfst du niemals sagen, dass ihr verwandt seid. Denn dann zahlt die Kasse keinen Cent. Denn die meinen, dass das unter Verwandtschaftsthilfe fällt.

LG

Melanie