einsam und frustriert... kennt ihr das auch?

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Beitrag von janita2010 18.06.10 - 19:46 Uhr

Hallo ihr Lieben,

als ich schwanger wurde, habe ich Urbia entdeckt und oft im Forum gestöbert. Da habe ich oft antworten auf meine Fragen gefunden... Nun habe ich mich angemeldet, weil ich zur Zeit nicht mehr weiter weiß...
Mein Krümel ist jetzt 5 Monate alt, Schwangerschaft und Geburt waren in ordnung, auch meine Beziehung mit meinem Lebensgefährten. Wir hatten beide unsere Hobbies und konnten gut miteinander reden.
Nun bin ich in Elternzeit seit Januar (noch für 4 Wochen) und kümmere mich von morgens bis abends um den Kleinen. Mein Freund geht arbeiten, macht in seiner Freizeit sehr viel am Haus und geht weiterhin 2 bis 3 Mal die Woche zum Sport. Und ich sitze zu Hause und mache nichts anderes mehr...
Meine Eltern sind 800 km entfernt, ich habe hier wenig Bekannten und diese arbeiten ja tagsüber!
Meine Schwiegermutter ist schon älter und ist bereits mit den Kindern meiner Schwägerin überfordert. Außerdem bin ich ja nur die Schwiegertochter. Irgendwie kommt niemand auf die Idee, dass ich mal Abwechselung brauche. Alle denken wohl, ich habe Erholung pur... Mein Freund aber, der arbeitet sooo viel, er brauch unbedingt einen Ausgleich.
Und wenn ich sage, ich möchte zum Sport um endlich mal meine Schwangerschaftskilos in Angriff zu nehmen, dann sagt man mir: Am Haus ist noch so viel zu tun. Warum nimmst du nicht einen Spaten und tobst dich da aus.
Würde ich ja gern machen, aber wohin mit dem Kleinen? Er schläft kaum, außer ich schiebe den Kinderwagen.
Ich bin nur noch am heulen und bin schlecht gelaunt. Kennt das jemand? wenn ich um mich sehe,sind nur glücklich Mamis. Ich komme mir vor wie eine Versagerin.
Sorry, wenn ich euch die Ohren vollheule... und Danke im Voraus für eure Antworten.

Beitrag von dengchen 18.06.10 - 19:53 Uhr

Hallo Janita,

wo wohnst du denn? Vielleicht kannst du ja einem der Clubs bei Urbia beitreten die deine Stadt betreffen. Ich bin in den "Münchner Mamis". Dort kannst du Freundschaften schließen und dich zum gemeinsamen Kaffee trinken und Krabbeln verabreden. Dann kommst du auch raus und du und dein Kind lern Leute kennen.

Ich hab Gott sei Dank in meiner Näheren Umgebung gleich 2 Mamis mit denen ich viel unternehme. Wenn du in meiner Nähe wohnst dann könnten wir uns ja auch mal kennenlernen.

dengchen

Beitrag von mini-wini 18.06.10 - 19:59 Uhr

Hallo,

lass Dich erst mal #liebdrueck.
Kann deine Gedanken nachvollziehen, mir fällt hier tagsüber auch schon die Decke auf den Kopf (bin auch seit Januar im Elternzeit). Hab aber das Glück, dass ich einen tollen Mann habe, der mich total unterstützt.
Vielleicht solltest du mal in Ruhe mit Deinem Partner reden und ihm erzählen wie es dir geht, schließlich können andere nicht in dich hineinsehen.
Wo kommst du denn her, vielleicht wohn ich ja in deiner Nähe (bin aus der Gegend von Ulm).

LG

Beitrag von na-de06 18.06.10 - 20:02 Uhr

Hi!

Du ich habe das auch manchmal. Meine Maus ist 6,5 Monate alt. Mein Mann ist Montuer und sehr oft nicht da, auch am Wochenende. Mir fällt auch manchmal die Decke auf den Kopf. :-( Heute ist bei mir auch wieder so ein Tag. Meine Freunde haben keine Kinder und arbeiten also. Meine Mami hat ja auch nicht immer Zeit... Und meine Mädels aus der Krabbelgruppe machen Nachmittags und am Wochenende was mit ihren Männern.
Ich liebe mein Kind über alles und wir wollen auch irgendwann ein 2. Kind. Aber manchmal ist das glaube ich normal das einem die Decke auf den Kopf fällt. Man ist ja in der ersten Zeit wirklich nur Mutter.
Meine Maus schläft auch tagsüber kaum.

Lass dich mal#liebdrueck. Du bist nicht allein. Sucht dir auch eine Krabbelgruppe oder Babyschwimmen oder tritt in einen Club ein wie meine Vorrednerin schon sagte.

Alles Gute wünsche ich euch.

Nadine (die heute miese Laune hat) und Lara (die schon in der Haja ist)

Beitrag von romance 18.06.10 - 20:02 Uhr

Huhu,

mir geht es auch fast gleich so.

Für die Betreuung habe ich niemanden, das wußte ich allerdings vorher. Nur da es doch so schwer ist, mmh war mir nicht so ganz klar.

SM und meine Eltern sind über 60 Jahre, überfordert und sehr hibbelig. Nichts für Emma. Dannach muß sie erstmal runter kommen. Meine Schwester ist selbst noch am arbeiten, noch im Schichtdienst und kann selten aber sie macht es aber auf Emma aufpassen. Freunde arbeiten, wohnen weit weg-die hier bei Urbia kennen gelernt habe. Schade das sie soweit weg wohnen.:-( Da sie selbst Kinder haben.
Mein Mann unterstützt mich wo er kann, Ausgleich braucht er auch und freut sich eher wenn er mal auf Montage muß.;-) Zwecks mal mit KOllegen plaudern, Bierchen trinken und ausschlafen.

Ich habe hier durch den Geburtsvorbereitungskurs jemanden aus dem Ort kennen gelernt und haben schon Babymassage und auch Rückbildung zusammen gemacht. hier it auch eine Krabbelgruppe, wo wir demnächst hingehen werden. Da die Kirche erst ab 9 Monate wollte, können nun früher hin.

So lernt mann halt Freunde, wenn du raus komsmt. Ich bin zwar noch öfters alleine zu Hause, ändert sich auch.

Das du kein eigenes Leben hast, tja das kenne ich auch Klar liebe ich es die Zeit mit meine Tochter zu verbringen, sie ist Wunschkind und mußten viel drum kämpfen sie zu bekommen.
Aber mal durchatmen und mal wieder 8 Std schlafen, was im Haushalt zu schaffen. Nicht das gröbste, so das in Ordnung ist. Nein, auch mal die Kleinigkeiten, die nur ich sehe...
Und wieder meine Hobbies nachgehen. Aber wir machen das so. Eine gewisse Zeit am Tag oder Abends, zockt mein Mann an seine XBox und das ist auch sein Ausgleich und ich bin bei Urbia oder lese...

Es sagt sich immer leicht. Nimm dir die Zeit und tu was für dich...versuche es irgendwie aber die Umsetzung ist schwer genug.

LG Netti

Beitrag von schwilis1 18.06.10 - 20:03 Uhr

gehr mit ähnlich. nur dass ich so langsam echt sauer werde auf meinen Partner.. ach schatz um halb sieben sieben, bin ich wieder da. ups scheiße 20 uhr und niemand da. gut dann geht er nach der Arbeit eben noch ins Fitnesstudio und komtm dann halt erst um 8 nach hause und duscht, und isst, und schaut fernsehr und sagt dem kleinen 2 min guten nacht. na gut an manchen tagen sieht er ihn gar nciht. alles andere ist ja sooooo viel wichtiger.
ich bin auch hier her gezogen. meine eltern weit weg. noch kaum freunde hier. der kleine ist toll und ich bin dankbar ihn zu haben. aber dennoch... ach keine ahnung. bin momentan nur sauer. aber ich versteh dich nur zu gut.

Beitrag von mausmadam 18.06.10 - 20:04 Uhr

.... ja, ich kenne das .....

habe Zwillinge (7 Monate), noch meine Große (3) und gehe seit der Geburt nicht mehr arbeiten und bin nur zu Hause. Glaube mir - Arbeit habe ich genug, aber mir fällt die Decke auf den Kopf.

Mein Mann fährt Montags früh weg und kommt Freitag Abends wieder (warte grad auf ihn) - ich ab zwar Familie hier, aber es ist so umständlich, die Kinder alle einzupacken und irgendwo hinzufahren....

Ich glaube, Deinem Kind würds draussen gut tun. Pack ihn in den Kinderwagen und arbeite im Garten. Ich mache das auch so. Die Zwillis brüllen auch erst, schlafen dann aber meistens ein. Das tut euch beiden gut.


Oder lege eine Decke auf den Rasen und leg ihn dadrauf.

Unsere finden das immer interessand, zumindest 1/2 Stunde #schwitz


Und macht einen Abend die Woche aus, wo Dein Mann zu Hause bleibt und Du weggehen kanst.

Das würde ich auch so gerne....

Suche Gruppen wie Pekip, Babyschwimmen, Krabbelgruppen etc

Mit einem Kind schafft man das doch locker.

Lg

Beitrag von shorty23 18.06.10 - 20:37 Uhr

Hallo,

also an manchen Tagen habe ich mich ähnlich gefühlt, obwohl ich sehr viel Unterstützung von unseren Familien hatte. Ich habe versucht mich tagsber viel mit anderen Mamas zu treffen (Krabbelgruppen o.ä.) auch wenn ich jetzt nicht immer alle super sympathisch fand, immerhin kam man mal ein bisschen raus! Und ich habe auch zu meinem Mann gesagt, dass ich montags und mittwochs zum Sport möchte, nur 1,5 Stunden, aber das musste sein und das tat SEHR gut! Sprecht darüber, irgendwie muss es doch gehen, dass du 1x die Woche ein Stündchen für dich hast. Und glaub mir, die "glücklichen Mamis" um dich rum heulen auch mal und es geht ihnen auch mal dreckig, das kann einfach nicht sein!!!

Hast du denn vor in absehbarer Zeit wieder zu arbeiten? Und wenn es nur ein paar Stunden wären, ich finde, das ist auch schon was "wert".

LG und alle GUte

Beitrag von sarigi 18.06.10 - 20:43 Uhr

Ja leider kenn ich das auch. Mein Mann Arbeitet leider auch sehr viel.

Ich warte auch noch auf ihn. Er ist LKW Fahrer. Die haben ja eh Stunden ohne ende und wenn der gleich heimkommt gibts noch was zu Essen, Duschen und schon schläft er ein. Vielleicht geht er noch an den PC.

So langsam habe ich auch keine Lust mehr irgendjemand besuchen zu fahren oder sonst was. Ich geh jeden Tag mindestens 3stunden am Tag spazieren, das geht mir auch schon auf die Nerven. Ich kann ja noch nicht mal Abends irgendwohin ich weiß ja nie wann der heimkommt.

So langsam komm ich mir vor wie nee alleinerziehende Mutter
Mich nervt das alles sooooooooooo sehr:-(

LG

Beitrag von janita2010 18.06.10 - 21:59 Uhr

Hallo nochmal!Danke für eure Antworten... Das tut gut zu wissen, dass andere in einer Ähnkichen Lage sind. Habe jetzt wieder etwas Mut, um die situation zu ändern...
Wollte nur noch hinzufügen, dass ich meinen Kleinen über alles liebe und gar nicht mehr ohne ihn sein möchte, weil es in meinem Beitrag vielleicht nicht so eindeutig stand. #liebdrueckIch wusste zwar, dass ich hier mehr oder weniger alleine stehe, habe es mir aber leichter vorgestellt...

Ganz lieben Dank an euch!
#liebdrueck
Janita und der Kleine Sonnenschein der endlich schläft

Beitrag von herbst2010 27.10.10 - 14:34 Uhr

Hallo janita2010,

da ich mich eben erst hier angemeldet habe und dein eintrag ja auch schon etwas älter ist, weiß ich zwar nicht, ob ein feedback auf deine zeilen noch gewünscht ist, aber ich habe mich auf jeden fall sehr darin wiedergefunden!

ich habe eine knapp 9 monate alte tochter und bin bis ende januar noch in elternzeit. bisher habe ich immer vollzeit gearbeitet und war somit auch den ganzen tag bis spät abends (werbebranche) unter leuten. seitdem ich nun aufgrund eines beschäftigungsverbotes fast ein jahr zu hause bin, fällt mir zunehmend die decke auf den kopf. mein mann geht natürlich täglich seiner arbeit nach und kommt meist erst gegen abend nach hause. tagsüber spannt mich die kleine ganz gut ein und ich drehe mit ihr und dem hund ein paar runden mit dem kinderwagen. dadurch, dass ich nun auch einen babyjogger habe, kann ich zwar auch mal tagsüber, wenn mein mann noch nicht da ist, laufen gehen, aber ehrlich gesagt reißt mich das momentan auch nicht aus dem alltag raus. meine familie wohnt über 350 km weit entfernt und so besteht leider auch nicht die spontane möglichkeit, die kleine mal bei meiner mutter abzugeben und mal etwas zeit für sich alleine zu verbringen. da wir hier im ort zugezogen sind, habe ich auch noch keine großen freundschaften schließen können und immer nach hamburg zu den alten freunden zu fahren ist "so mal eben" nicht drin.
jetzt wo auch noch die dunkle jahreszeit beginnt, fühle ich mich täglich deprimierter. auch wenn mir die kleine soviel gibt, so sitze ich oft heulend am küchentisch, während mein labrador den tröster spielt....ich fühle mich einsam und frage mich, wo die gut gelaunte, fröhliche, ausgeglichene, im job erfolgreiche frau geblieben ist, die noch vor einem jahr da war...irgendwie fehlt mir der ausgleich unter der woche und der austausch mit anderen müttern...vermutlich gibt es noch soviele hier, die ähnliche gedanken haben. freue mich auf eure antworten#baby

Beitrag von treit 07.03.11 - 17:25 Uhr

hey du!

gerade bin ich neu in urbia gelandet und habe gerade deinen artikel gelesen.

ist zwar schon länger her bei dir und vermutlich hat sich alles längst gegeben mit der einsamkeit - aber glaub mir, es geht mir gerade genauso wie dir.

meine tochter ist morgen drei wochen alt, meine nächte haben 4 stunden, ich bin vor kurzer zeit in eine neue stadt gezogen und kenne hier KEINEN MENSCHEN. geburtsvorbereitungskurse hatte ich nicht gemacht, weil mein vater im sterben lag und ich mich bis zum schluss der schwangerschaft um ihn gekümmert hab.

und jetzt sitze ich da, tag und nacht am stillen, alle freunde weit weg, familie hat nicht so richtig lust auf das baby. und mein mann ist ja nur abends zuhause.

ist echt ne total einsame zeit. man fühlt sich super isoliert und hat das gefühl, die nächsten jahre gibt's nichts, was einen so richtig reizen könnte - als hätte das eigene leben plötzlich aufgehört.

ich bin sicher, das gibt sich nach den ersten monaten, wenn man sich an alles gewöhnt hat und sich selbstbewusster mit dem baby bewegt. aber momentan bin ich ab nachmittags um 5, wenn mein tag rum ist, nur am heulen, ich fühl mich vom rest der welt isoliert.

hätte nicht gedacht, dass das passieren könnte, ich hatte mich so auf meine kleine gefreut! darauf hat einen auch irgendwie keiner vorbereitet, alle erzählen immer nur von glück, freue, mutterinstinkten. dabei geht es sicher vielen genauso wie mir und dir damals.