Hauskauf-mehrere Interessenten-Ablauf???

Archiv des urbia-Forums Haushalt & Wohnen.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Haushalt & Wohnen

In diesem Forum haben Haushaltstipps und alle Fragen rund ums Wohnen und den Garten ihren Platz. Fragen zur Baufinanzierung sind besser bei Finanzen & Beruf aufgehoben. Viele Tricks und Kniffe zum Thema Haushalt findet ihr in unserem Service Die besten Haushaltstipps.

Beitrag von mschristel 22.06.10 - 18:54 Uhr

Hallo!

Also: Mein Mann und ich sind an einem Haus interessiert, dass über eine Bank durch einen Makler verkauft werden soll. Im entsprechenden Exposé wird eine Kaufpreisvorstellung des jetzigen Besitzers geäußert. Da es mehrere Interessenten für das Haus gibt, wurden wir vom Makler angehalten, ein Gebot abzugeben. Woraufhin der Zuschlag wohl an den meistbietenden gehen wird. Wir haben die Summe der Kaufpreisvorstellung geboten. Ein anderer Interssent hat eine Summe geboten, die den Wert der Immobilie erheblich übersteigt.

Jetzt zu meiner Frage- vllt kennt sich ja jmd auf diesem Gebiet aus:

Ist es üblich, dass eine Kaufpreisvorstellung genannt wird, und der Zuschlag letztendlich an den Meistbietenden geht? Ist es nicht eher so, dass die Kaufpreisvorstellung der 'Höchstpreis' ist und eher Spielraum zum Handeln nach unten besteht? Ähnlich wie wenn ich ein Auto anbiete und es auf VB für einen bestimmten Betrag verkaufe? Ich habe irgendwie das Gefühl, dass in diesem Fall der Kaufpreis hochgetrieben werden soll. Ich kenne mich auf diesem Gebiet leider nicht aus und deshalb frage ich Euch mal um Rat. Weiß ja nicht, ob es da Richtlinien gibt.

Danke schonmal!

Beitrag von red-rabbit 22.06.10 - 19:54 Uhr

Hallo- wir hatten einen ähnlichen Fall bei dem ich mich genau dasselbe gefragt habe.
Es scheint also gängige Praxis der Makler zu sein.
Uns wurde auch direkt nach der Besichtigung gesagt, daß schon jemand mehr geboten hätte als den Kaufpreis im Expose und wir auf jeden Fall noch drübergehen müßten wenn wir im Rennen bleiben wollten- und zwar in den nächsten 3 Stunden.
Wir haben dann dankend abgelehnt- wir kamen uns vor wie auf dem Pferdemarkt (besonders weil das Haus lt. Architekt nicht mehr wert gewesen wäre als der Kaufpreis).
Natürlich ist es für den Makler schön, weil der dann mehr Provision einsacken kann ,aber ich empfand dieses Geschäftgebaren als nicht sehr vertrauenserweckend, das habe ich auch der Geschäftsführung der Bank geschrieben.
Viele Grüße
Red-Rabbit

Beitrag von mschristel 22.06.10 - 20:04 Uhr

Genauso sehe ich es auch. Für mein Empfinden wirkt es nicht gerade professionell bzw habe ich nicht das Gefühl, das auf einer Vertrauensbasis agiert wird. Habe auch schon überlegt, ob ich mich evtl bei der Geschäftsführung 'beschwere'. Aber interessant, dass es tatsächlich öfter so zuzugehen scheint.
Ha, als ob man sich in 3 Stunden mal eben für etwas entscheidet, für das man unter Umständen Jahrzehnte bezahlt... Unglaublich und traurig!
Danke für deine Antwort!

Beitrag von windsbraut69 22.06.10 - 21:32 Uhr

Ja, was heißt unseriös?
Wenn Du 10 Interessenten für Dein Auto hast, gibst Du auch nicht Deine Verhandlungsbasis an und läßt Dich von erstbesten Interessenten noch runter handeln, oder?

Ihr müßt Euch ja nicht darauf einlassen, mehr zu bieten, als Ihr zu zahlen bereit seid aber m. E. ist das das Prinzip der freien Marktwirtschaft.

LG

Beitrag von peterpanter 23.06.10 - 08:25 Uhr

Hi,

das ist doch völlig korrekt und läßt sich ganz einfach mit dem Begriff "Angebot und Nachfrage" beschreiben. Genau wie ein Ladenhüter im Preis fallen kann, kann der Verkaufshit erheblich steigen - dies ist allerdings die Ausnahme bei Immobilien.

Dies ist völlig legitim und alles andere wäre schlicht und ergreifend Dummheit des Maklers bzw Verkäufers.

grüßle

peter

Beitrag von bride2be 23.06.10 - 08:32 Uhr

Naja, ein bißchen unwahrscheinlich ist das schon... Ihr müsst Euch eben überlegen, ob Ihr das glauben wollt. Erfahren werdet Ihr es im Zweifel nie...

Andererseits ist das doch wirklich ganz einfache Marktwirtschaft!
Wenn da jemand ist, der das Haus unbedingt haben möchte, dann bietet er eben im Zweifel sogar mehr als zunächst gefodert, weil er sichergehen möchte, dass ihn niemand überbietet...

Wohl eher selten, aber noch lange nicht unseriös....

Beitrag von bride2be 23.06.10 - 08:37 Uhr

Dazu noch ne Frage: Wenn Ihr Euer Haus verkaufen wolltet, würdet Ihr das dann nicht an den Meistbietenden verkaufen? Würdet Ihr dann auch sagen: 'Neeeeeeeeeee, mehr als unser zuerst geforderter Preis darf es nicht werden!!' ;-)

Bei uns lief das genauso ab. Die Verkäufer haben gesagt, sie warten eine bestimmte Frist ab und lassen die Interessenten Angebote abgeben. Wer am meisten bietet, bekommt das Haus. Im Grunde ist da doch total unerheblich, was als Preis im Raum steht. Das ist ja eigentlich erstmal nur ne Richtlinie. Im Grunde ist ja sogar total egal, was das Haus tatsächlich wert ist. Mal überspitzt gesagt.

Die Frage ist, was bietet jemand und ist dem Verkäufer das genug bzw. kann er sich erlauben, dann eben doch nicht zu verkaufen.
Ich kann mir nicht vorstellen, wie das anders ablaufen soll?????#kratz

Beitrag von mschristel 23.06.10 - 14:51 Uhr

Hallo!

Erstmal Danke für die Antworten!

Habe auch zuerst gedacht, naja das ist halt Angebot und Nachfrage. Aber mein Vater hat mich dann ein bisschen ins Zweifeln gebracht, als er meinte, diese Art und Weise käme ihm komisch vor.
Und natürlich- da habt ihr schon recht- würde es wahrscheinlich jeder so machen. Werde nachher mal mit einem Bekannten, der auch Makler ist, sprechen und ihn nochmal danach fragen.