geschimpft und jetzt schlechtes Gewissen

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von julsun 01.10.10 - 09:03 Uhr

Guten Morgen liebe Urbianerinnen,

mensch was ein Morgen. Aber hinterher sagt man wahrscheinlich immer, hättest du doch anders reagieren können.
Mein Sohnemann (5 Jahre) hatte sich von einem Freund Pfeile und Bogen ausgeliehen. Ich habe ihm erklärt, dass er mit Sachen, die ihm nicht gehören schön vorsichtig mit umgehen muss. Schon gestern hat er mit den Pfeilen rumgefuchtelt. Heute morgen hatte ich alles in eine Tüte gepackt um es wieder mit in den KIGA zu nehmen. Was macht mein Sohn. Holt Pfeil und Bogen aus der Tüte und fängt an damit zu spielen. Soweit ja noch nicht schlimm. Aber anstatt damit richtig zu schießen, nimmt er sie und drückt sie immer feste gegen die Türe (vorne sind Saugnäpfte dran). Ende vom Lied, der Pfreil bricht durch. Und was mache ich......ich fange laut an zu schimpfen (mich Morgenmuffel braucht man wirklich nicht morgens). Er hat alles schnell in die Tüte gesteckt und ist in seinem Zimmer verschwunden mit Tränen in den Augen.
Ich bin dann zu ihm, habe ihn auf den Schoß genommen und mich erst einmal entschuldigt, dass ich so laut geworden bin, dass ich ihm aber doch erklärt hatte, mit ander Leuts Sachen muss man ordentlich umgehen und dass wir von seinem Geld jetzt einen neuen Pfeil besorgen müssen.
Er war noch einen Weile geknickt aber dann hat er wieder aufgedreht.
Als ich ihn im KIGA abgegeben habe, habe ich ihn noch einmal gesagt, dass ich ihn ganz dolle lieb habe obwohl ich so laut geschimpft habe.
Aber das schlechte Gewissen plagt einen doch noch hinterher.....
Kennt Ihr das??
Lg
julsun

Beitrag von schokokeks1990 01.10.10 - 09:13 Uhr

Guten Morgen :-)

Ich kenn das vorallem morgens wenn irgendwas schief geht kanns mir auch mal passieren das ich meinen Lütten anschnauze obwohl ichs auch lruhiger klären könnte.

Aber ich bin der Meinung auch ne Mama darf mal die Nerven verlieren wir können nicht immer nur pädagogisch wertvoll handeln!!!

Mach dir keine Gedanken, die kleinen wissen das wir sie lieben auch wenn wir mal laut werden!

LG

Beitrag von claerchen81 01.10.10 - 09:52 Uhr

Hi,

ich bin da mittlerweile sehr entspannt.
Bin doch auch nur ein Mensch. Morgens, wenn es schnell gehen muss oder abends, wenn ich mal sehr müde bin, bin ich halt auch quakig. Wenn mir dann jmd. quer kommt - ja, dann bin ich auch mal laut. Wichtig ist mir, dass ich mich dann wieder fange und mich für den Ton entschuldige und die Sache noch erkläre. Gerade wenn ich merke, dass mein Sohn sich erschreckt - was er immer tut, denn er will ja nichts böses.
Anders herum nehme ich ihm sein Gemaule auch nicht übel, er ist z.B. ein Morgenmuffel, ich weiß ja, dass er es nicht bös meint, sondern es ihm einfach zu früh ist (er kann zwar früh aufstehen, braucht aber 1,5 h um wirklich "betriebsbereit" zu sein - das haut nicht immer hin).

Deine Situation finde ich vollkommen unkritisch. Habe gerade was ähnliches hinter mir. Wir haben Bilder an die Wand gehängt und ich habe ihn gebeten, die Finger vom Hammer zu lassen - er solle bitte seinen Spielzeughammer nehmen und uns damit helfen. Natürlich war der echte interessanter, er hat ihn also vom Tisch gezogen und dabei in einer Kettenreaktion eine Reihe von Bildern auf den Boden geworfen. Bei einem - meinem Lieblingsbild - ging der Rahmen dann kaputt. Boa, ich war echt laut und maulig und habe "Man, so ein Sch*****!" gerufen. Natürlich hat er sich zu Tode vor dieser Furie, die vorher seine Mutter war *schmunzel*, erschreckt und sich weinend bei seinem Vater versteckt. Mir tat das so leid, habe mich sofort entschuldigt und ihm erklärt, warum ich so sauer war. Habe ihn auf den Arm genommen, getröstet und gut war. Habe aber auch darauf hingewiesen, dass er bitte auf mich hören soll - wir hatten ihn ja nicht ausgeschlossen, sondern gebeten, uns mit einem anderen Hammer zu helfen.

Faszinierend finde ich dabei, wie wenig nachtragend die Kinder sind! Schade, dass das bei Erwachsenen nicht so ist.

Lange Rede kurzer Sinn: alles gut. Im Zusammenleben gibt es mal Streit, das ist normal. Wichtig ist, wie man damit umgeht. Ich hasse z.B. Leute, die "beleidigt" mit ihren Kinder sind - das ist sooo unfair!

Gruß, C.

Beitrag von engelchen28 01.10.10 - 10:16 Uhr

ach du meiiiiine güte...na und??? jeder schimpft mal. wir mütter sind auch nur menschen! was ist schlimmes daran! man ärgert sich, schimpft und tut seine meinung kund. dann klärt man die situation und gut is'.

Beitrag von motzkuh05 01.10.10 - 11:37 Uhr

#pro, dem kann ich nur zustimmen!

Beitrag von cherry19.. 01.10.10 - 12:05 Uhr

ja, das hab ich auch gerade gedacht..

Vor allem gäbe es bei mir sowas gar nicht. Spielzeug ausleihen. Man kann ja am Nachmittag damit gemeinsam spielen, aber mit nach Hause kommen doch fremde Spielsachen nicht. Entweder kauf ich meinem Sohn auch so n Zeugs, wenn er es sich sooo arg wünscht, ansonsten soll er die Zeit am Nachmittag mit seinem Freund nutzen und eben beide spielen gemeinsam damit.

Und dein Schimpfen war doch gerechtfertigt. Sorry, aber da hätt ich mich ganz sicher nicht bei meinem Kind entschuldigt. Da kann er auch ruhig mal Weiinen. Du hast gesagt, er soll aufpassen, hat er nicht und die Konsequenz war dann eben, dass du geschimpft hast.

Mach dich mal nicht so verrückt.

Ich schimpfe auch öfters mal. Wegen belangloseren Dingen jedoch sogar. Na und? Ich kann doch nich alles schönreden, was er macht, wenn es falsch ist.

Oder hast du ihn dermaßen runtergeputzt, dass das schlechte Gewissen jetzt rauskommt? Wenn du "nur" normal lauter geworden bist, find ich das jetzt echt nicht so dramatisch. Er wird darüber hinwegkommen. Ganz sicher ;-)