Fast 4 - immer noch Sabbern extrem - bitte Hilfe!!!

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von amanda82 03.10.10 - 12:25 Uhr

Hallo ihr!

Unser Sohn hat schon immer übermäßig gesabbert. Damals hieß es noch, ist doch normal für einen Säugling. Dann meinte man, naja, wenn erstmal alle Zähne da sind ... und so weiter!

Da Joel aber auch öfter Schnupfen hatte, ließ ich mir eine Überweisung zum HNO ausstellen, weil ich übergroße Polypen vermutete. Der HNO fand zwar Polypen, meinte aber, sie wären verhältnismäig klein und würden das Sabbern nicht rechtfertigen. Joel litt aber nahezu ein Jahr lang unter Dauerschnupfen und ich meinte, dass es daher rühren würde, aber auch das verneinte der HNO.

Zur U7a vor einem Jahr sprach ich es dann wieder an. Die Ärztin meinte erst, naja, bei manchen Kinder dauert es etwas länger, überwies uns dann aber mit der vagen Diagnose Mundschluss-Störung zum Kieferorthopäden. Dieser sollte eine Kiefermuskelschwäche diagnostizieren. Der Termin war dann jedoch wenig aufschlussreich, denn aus kieferorthopädischer Sicht ist alles normal. Wir sollten dennoch mit Joel trainieren: Ein Schlüpfergummi an einen Knopf binden und dann sollte er den Knopf zwsichen Lippen und Zähnen halten, während er an dem Gummi zieht. So sollte die Lippenmuskulatur trainiert werden, weil es möglich wäre, dass diese nicht ausreicht, um den Mund zu schließen. Wir haben es gemacht, obwohl es totaler Quatsch war. Joel hat es von Anfang an super gemacht und er hat auch keinesfalls eine schwache Lippenmuskulatur. Im Schlaf hat er den Mund ja geschlossen!

Nun hat mich vorgestern seine Betreuerin beseite genommen und mir ans Herz gelegt, ich solle bei der U8 unbedingt nochmal sein Sabbern ansprechen. Ich selbst hab es mir schon auf die Liste geschrieben. Es ist wirklich EXTREM! Jedes T-Shirt ist binnen Minuten nass (auch das darunter befindliche Unterhemd). Er hat tagsüber fast immer den Mund offen, steckt sich alles Mögliche in den Mund: Finger, Faust, Spielzeug ... alles, was er findet. Und wenn nix da ist, dann ist es eben auch mal sein T-Shirt (entweder oben am Kragen oder er hebt den Saum und steckt ihn sich in den Mund). Er hatte einen Schnuller bis kurz nach seinem 2. Geburtstag. Dann nahm er ihn freiwillig kaum noch in den Mund, so dass ich bald darauf alle Schnuller entsorgte. Er hat nie danach gefragt und unser Jüngster konnte mit ihnen von Anfang an nix anfangen. Er sabbert auch, aber bei Weitem nicht so extrem wie Joel.

Kann mir jemand helfen, was es noch sein könnte? Ich finde nix und scheinbar sind auch die Ärzte überfragt. Joel wird jetzt jahreszeitbedingt auch wieder wund um den Mund ... das nervt ihn selbst und er schämt sich auch teilweise für sein Sabbern, scheint aber nicht in der Lage, es freiwillig aufzugeben. Kaum erinnert man ihn daran, den Mund zu schließen und wischt ihn trocken, dauert es keine 10 Sekunden und dann ist alles vergessen und es fließt wieder #aerger

Hat noch jemand so einen "Extrem"fall zuhause und kann sich mit mir austauschen?

#danke

LG Mandy mit Joel (15.12.06) und Noah (05.12.08)

Beitrag von kati543 03.10.10 - 12:35 Uhr

Ja, ich habe sogar 2 solche Extremfälle.
Mein Großer ist 4,5 Jahre und hat das wirklich bis vor 2-3 Monaten gemacht. Eine Diagnose gab es nie. Es hat "plötzlich" aufgehört. Allerdings ging das mit einigen Sachen einher. Er hat sprechen gelernt (mit 3 Jahren hat er angefangen, aber jetzt quasselt er richtig ohne Ende), er bekommt seit 1 Jahr Logopädie. Er trainiert die Mundmuskulatur mit verschiedenen kleinen (nicht Gummimäßigen) Übungen (Seifenblasen machen, durch einen Strohhalm pusten,...).
Was sagt denn euer Logopäde dazu? Ist dein Sohn in irgend einer Richtung entwicklungsverzögert?

Beitrag von amanda82 03.10.10 - 12:43 Uhr

Danke für deine Antwort!

Also Joel hat mit 18 Monaten angefangen zu sprechen ... zumindest die ersten Wörter. Richtige Sätze folgten so mit 2-2,5 Jahren. Leider hat er im Mai angefangen zu stottern - mal mehr, mal weniger! Einen Logopäden haben wir nicht. Der Kinderarzt hat gesagt, man wartet mindestens 6 Monate ab, weil es sich auch um sogenanntes Entwicklungsstottern handeln könnte ... und Joel stottert nur, wenn er aufgeregt von etwas berichtet oder wenn er Angst hat, manchmal auch, wenn er wütend ist, aber dann gibts auch wieder Tage, da stottert er überhaupt nicht ...

Die nächste U-Untersuchung steht zwar erst aus, aber ich möchte behaupten, dass Joel in keinster Weise entwicklungsverzögert ist. Das Einzige, womit er sich schwer tut, ist vielleicht das Abzählen, aber ich weiß auch nicht, ob man das jetzt können MUSS #schein Naja, vielleicht spricht er nicht alles klar aus, aber man versteht ihn recht gut. Er hat nur ein Problem mit "k" ... aber da kenne ich mehrere Kinder in seinem Alter ...

Und er hat sehr sehr viel Energie ...

Meinst du denn, es könnte mit dem Sprechen zusammen hängen?

LG Mandy

Beitrag von kati543 03.10.10 - 12:48 Uhr

Kann er völlig normal essen? Also ich meine jetzt z.B. legt er die Zunge unter den Löffel beim Essen oder weiß er nicht so rchtig wohin damit? Mein Jüngster hat eine sehr eigene Art zu essen - er rollt die Zunge nach hinten. Es ist ein Wunder, dass er nicht am Brei erstickt. Aber bei ihm liegt auch einiges im argen.
Ich würde das mal einer Logopädin zeigen. Die haben was mit Mundmotorik zu tun. Vielleicht fällt denen noch was ein.
Wart ihr schon beim Zahnarzt? Ist mit den Zähnen selber alles ok?

Beitrag von munirah 03.10.10 - 13:33 Uhr

ich würde auch mal zum Logopäden gehen. Entweder mit Rezept oder die Diagnostik selbst bezahlen!

Beitrag von amanda82 03.10.10 - 13:42 Uhr

Nee, alles völlig normal ... essen und trinken ...
Beim Zahnarzt waren wir schon mehrmals. Da ist alles komplett in Ordnung. Er hat weder Fehlstellungen noch Karies oder sonstiges. Auch aus kieferorthopädischer Sicht ist - wie ich bereits erwähnte - alles völlig unauffällig. Er hätte sogar eine recht starke Kiefermuskulatur ...


Ich denke ohnehin, dass wir eine Überweisung zur Logopädie bekommen, eben wegen dem Stottern ... nächsten Monat ist U8 ...

LG Mandy

Beitrag von kati543 03.10.10 - 14:31 Uhr

Das sind 2 Sachen. Das stottern ist eine Art Sprachtherapie und das Andere dient der Mundmotorik. Vielleicht solltest du schon mal mit einem Logopäden Kontakt aufnehmen. Die Wartezeiten spotten eh jeder Beschreibung.

Beitrag von nele27 03.10.10 - 13:27 Uhr

Hi,

Anton sabbert auch immer noch... und ich habe das bei der U7a angesprochen. Da hieß es nur, Polypen seien unauffällig und auch sonst solle ich mich nicht sorgen.
Er hat noch nicht alle Zähne, vll kommen gerade noch welche.
Aber bisher (die U7a ist auch schon wieder 2 Monate her) tat sich noch nichts.

Binnen Minuten ist es nicht, aber ich sage Anton schon ständig, dass er den Sabber runterschlucken soll etc. Er merkt es gar nicht, wenn es runterläuft... und Pickel am Mund hat er auch ständig.

Am Schnuller kann es bei uns nicht liegen, den haben wir am 2. Geburtstag entsorgt und sonst steckt er auch nichts in den Mund, außer mal n Finger, wenn er traurig ist. Aber höchstens 1x am Tag.

Ich gebe uns noch 6 Monate und wenn er bis dahin noch so sabbert, werde ich noch mal massiv beim Kinderarzt auf das Problem aufmerksam machen. Seine ganzen Freunde sabbern nicht mehr.

Tja, einen Rat kann ich Dir nicht geben, bräuchte selbst einen :-)

LG,Nele
mit Anton (8/2007) und Alma (34. SSW)

Beitrag von amanda82 03.10.10 - 13:39 Uhr

ja, ist ja bei uns auch so ... seine freunde sabbern auch nicht und nur wenige von ihnen haben überhaupt so übermäßig gesabbert ... ihn stört es scheinbar auch nicht, wenn es sein kinn runterläuft oder wenn er nass am shirt ist #gruebel

der kleine schimpft immer direkt #schein

na mal sehen ... nächsten monat hab ich u8 ... #schwitz

lg mandy

Beitrag von nana141080 03.10.10 - 14:01 Uhr

Hallo,

ich kann dir nur den Gang zu einem Osteopathen empfehlen! Frag ihn am Telefon schon nach seiner Erfahrung mit Kindern!

Der wird euch im jedem Fall helfen können. Evtl. mit Anschluß an eine Logopädische Behandlung!

http://www.google.de/search?q=dessau-ro%C3%9Flau+osteopath&ie=utf-8&oe=utf-8&aq=t&rls=org.mozilla:de:official&client=firefox-a

VG Nana

Beitrag von amanda82 03.10.10 - 15:18 Uhr

#danke

Naja, bisher war ich bei dem Wort Osteopath eher skeptisch, aber ich horch mich mal um ... hast du persönlich Erfahrung gemacht???

LG Mandy

Beitrag von nana141080 03.10.10 - 18:55 Uhr

Ja, ich war mit meinem ersten Sohn beim Osteopathen als er 4J. alt war. Er war immer sehr langsam und steif. Motorisch und sprachlich etwas zurück. Doch nach dem Osteopathen wurde alles viel viel besser!
Der sagte mir auch das Louis im Kiefer Blockaden hätte und er zusätzlich ab 5Jahren evtl. zur Logopädin muß. Ja, dem war dann auch so!

Mit meinem 2.SOhn war ich nach der geburt 3x bem Osteopathen. Beim ersten Mal nur prophylaktisch da ich das alles verhindern wollte was mein Großer hatte(z.B. Einseitigkeit und schiefen Kopf...)
Er wurde toll behandelt und war echt nach den Behandlungen wie verwandelt.

Meine Mutter hatte 2 Jahre lang extreme Armschmerzen. Ich überredete sie dann zum Osteopathen zu gehen und sie war nach 3 Sitzungen endlich schmerzfrei!!!!

Hast du den Link durchgelesen? Er ist echt interessant.

VG

Beitrag von nana141080 03.10.10 - 18:56 Uhr

http://www.urbia.de/magazin/gesundheit/osteopathie-hilfe-fuer-kleine-sorgenkinder

DEN Link meinte ich!

Beitrag von mella1980 03.10.10 - 20:06 Uhr

Hallo,

ich bin Logopädin und kann dir nur raten dir eine Verordnung für Logopädie geben zu lassen.
Wir sind da auf jeden Fall für zuständig und das, was du beschreibst, ist auf jeden Fall behandlungsbedürftig. Die Übungen zu Hause sind nicht verkehrt aber bei weitem nicht ausreichend.

Bei Fragen, kannst du mich gerne anschreiben.

Gruß Mella