ich kann nicht mit Geld umgehen

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von palesun 06.10.10 - 13:34 Uhr

Hallo ihr Finanz-Genies!

Heute hat mir mein Versicherungsmakler gesagt, dass ich nicht mit Geld umgehen kann und eigentlich wunderbar mit meinem Geld auskommen müsste (und somit nötige Versicherungen zahlen könnte).
Er hätte Kunden, die mit weitaus weniger im Monat auskommen würden.

Das hat mich hart getroffen, weil ich echt nicht klar komme und auch einen kleinen Kredit abzahlen muss, wegen Dispo-Umschuldung.

Habe auch hohe Fahrtkosten zur Arbeit...und irgendwie liegt jeden Monat was anderes an. Auto-Reparatur, Spülmaschine, Brille....

Aber wenn er recht hat? Dann muss ich das doch lernen können. Wie kann ich endlich lernen mit Geld umzugehen?
Gibts da nen Buch-Tipp?
Ich streng mich so an, aber es will nicht funktionieren...

Danke für jeden netten Tipp.

palesun

Beitrag von cherry19.. 06.10.10 - 13:38 Uhr

Wie hoch sind denn deine verfügbaren Gelder, wenn du alle Fixkosten, wie Miete, Strom, Versicherung, Fahrtkosten abziehst? Was hast du dann zum Leben im Monat übrig? Also alles ab, außer das, was du für dich selber dann benötigst, wie Lebensmittel udn Kleidung usw.. Was bleibt dafür übrig, wenn alles abgezogen ist, was bezahlt werden muss im Monat?

Beitrag von palesun 06.10.10 - 18:23 Uhr

Also bei mir ist das jeden Monat irgendwie anders...

Habe mal alles aufgeschrieben, mit Ausgaben für Hobbys, Lebensmittel und allem... aber so nach Plan kann ich halt nicht leben, weil jeder Monat irgendwie anders ist.
Dann muss hier mal was repariert werden, dann braucht meine Tochter Sportschuhe und ne Regenjacke... Geld für Klassenkasse.

Jeder Monat ist so anders und natürlich kaufe ich mir auch mal nen Pulli. Ungefähr 3 im Jahr und 2 paar Schuhe im Jahr...

Nach Plan funktioniert irgendwie nicht.

Beitrag von cherry19.. 06.10.10 - 21:12 Uhr

Nee, ich meinte, was du hast, wenn du alle Fixkosten außer Lebensmittel und Kleidung und Hobbies abziehst. Das dürfte ja immer das gleiche sein.

Beitrag von nakiki 06.10.10 - 13:55 Uhr

Hallo!

Ich kenne deine Finanzen nicht, aber bist du mit dem Versicherungsmakler so gut befreundet, dass er wirklich einen richtigen Einblick in dein Leben hat? Wir hatten neulich einen Termin bei einem Versicherungsvertreter, der uns allen Ernstes erzählen wollte, dass wir von 1.400 Euro mit 4 Personen gut leben könnten. Davon bezahlt werden sollten nicht nur Kleidung, Freizeit und Lebensmitteln, sondern auch die Kitakosten, Auto, Urlaub, GEZ-Gebühren, Zeitschriften, Sportverein und natürlich eine Sparquote für Anschaffungen.

Danach hat er uns Angebot für Versicherungen gemacht, die für uns wichtig wären, die uns monatlich 500 Euro kosten sollten! - Wir sind gegangen.

Also vielleicht ist dein Makler nicht unbedingt der Maßstab. Verschaff dir einen Überblick über deine Finanzen.
Führe alle Fixkosten auf, die im Laufe des Jahres anfallen und verrechne sie auf einen Monat. Dann führe ein Haushaltsbuch und schaue wo noch Einsparungen möglich sind (eventuell auch bei den Fixkosten).
Trage wirklich alle Ausgaben ein, denn nur so kannst du sehen, wo dein Geld verschwindet und ob es überhaupt Einsparmöglichkeiten gibt.

Welche wichtigen Versicherungen fehlen dir denn?

Gruß nakiki

Beitrag von fred_kotelett 06.10.10 - 14:01 Uhr

Hi,

genau das wollte ich auch schreiben.
Mir hat ein Vermögensberater vor kurzem vorgenrechnet das ich eine Versorgungslücke in Höhe von 1,8 Mio € beim Renteneintritt hätte und dementsprechend vorsorgen müsste......

Beitrag von derhimmelmusswarten 06.10.10 - 14:01 Uhr

Der Typ will dich doch nur mit Versicherungen ködern! Ich habe ne Haftpflicht und ne Kfz-Versicherung. Warum sollte ich mein Geld Versicherungen in den Hals werfen? Klar, für manche sind noch andere Versicherungen wichtig. Aber dennoch würde ich auf die Aussage von dem Versicherungsfuzzi nix geben!

Beitrag von palesun 06.10.10 - 14:07 Uhr

Danke, das hilft mir.

Ich will ja kritikfähig sein und lernen. Sicher ist da auch was dran... aber ich bin allein erziehend und leiste mir sicher keinen Luxus.

Er ist 23 Jahre alt... kann sich so jemand in meine Lage versetzen?

Muss kurz weg, melde mich gleich wieder...

Beitrag von litalia 06.10.10 - 14:35 Uhr

nö kann er nicht.

warum gibst du da was drauf?

wenn du mit deinem geld nicht klar kommst führe haushaltsbuch, erstelle dir einen plan.
schau wo man sparen könnte etc.

Beitrag von palesun 06.10.10 - 18:26 Uhr

warum ich was drauf gebe? weil es tatsächlich mein wunder punkt ist...:-(

seit ich arbeite...rechne rechne.. ca 20 jahre ... habe ich selten was übrig am monatsende.
ich schaffe es nie, einen plan einzuhalten, eben genau weil IMMER was dazwischen kommt.

Beitrag von kathi.net 06.10.10 - 14:14 Uhr

Welche Versicherungen wollte er dir denn andrehen?

Beitrag von palesun 06.10.10 - 18:33 Uhr

habe ich weiter unten beantwortet.

Beitrag von zwillinge2005 06.10.10 - 14:38 Uhr

Hallo,

Welche "nötigen" Versicherungen wollte Dir der 23jährige Versicherungsmaker denn "andrehen"?

LG, Andrea

Beitrag von palesun 06.10.10 - 18:33 Uhr

Habe ich andrehen geschrieben?
Nein, das Gefühl hatte ich nicht.

Er hat mir lediglich sehr ins Gewissen geredet, weil ich UNBEDINGT eine Berufsunfähigkeitsversicherung brauche. Kostet mich mind. 30 Euro im Monat.

Dann hat er mir zu verstehen gegeben, dass er an mir nicht verdient, weil er zur Auflage hat, mind. 4 Versicherungen abzuschließen.
Dann war das Gespräch so gut wie beendet.
Habe mir nichts andrehen lassen.

Und zur Berufunfähigkeits-Versicherung wollte ich eigentlich noch nen extra Thread eröffnen.

Braucht man die wirklich? 30 Euro...das ist ne Menge Geld.
Muss dazu sagen, dass ich einen Berug habe, in dem man tatsächlich körperlich hart arbeitet und das wohl eher nicht bis zur Rente kann.

Haftpflicht werde ich wechseln...
Autohaftpflicht auch. Das wars.

LG palesun

Beitrag von zwillinge2005 06.10.10 - 22:17 Uhr

Hallo,

nein, Du hast nichts von "andrehen" geschrieben. Es hörte sich nur so an, als wolle Dir der Versicherungsvertreter ein schlechtes Gewissen einreden.

PrivatHaftpflicht bitte aufpassen, dass sich der Vertrag nicht verschlechtert - neuere Verträge haben häufig weniger Versicherungsumfang.

Autohaftpflicht bitte immer Höchstsumme versichern.

30,- Euro im Monat sind 360,- Euro pro Jahr - für eine gute BU nicht zuviel. Ich persönlich habe eine BU und bin damit glücklich. Wenn Du die 30,- Euro aber nicht übrig hast wirds wohl nicht machbar sein.

Aber dass er an der BU nichts verdient kann ich mir nicht vorstellen.....

LG, Andrea

Beitrag von palesun 06.10.10 - 22:46 Uhr

Hallo Andrea,

ja das mit dem schlechten Gewissen kommt hin.
Ich denke auch, dass er an der BU verdienen muss, sonst wäre ihm das nicht soooo wichtig.
Vielleicht war ich skeptischer als andere Kunden und habe mich zu schlecht überzeugen lassen.
Ich werde das mit der BU auf jeden Fall überdenken.

Dass meine alte PrivatHaftpflicht schrott war, hat er mir gut erklärt und das konnte ich nachvollziehen. Eine neue habe ich noch nicht abgeschlossen. Auf jeden Fall war bisher noch nicht einmal meine Tochter mit versichert..#schock

Aber was bitte meinst du mit Autohaftpflicht und Höchstsumme?
Mein Auto ist 10 Jahre alt, ist mit Teilkasco mit 150 Euro Selbstbeteiligung versichert.

Vielen Dank für Deine Mühe.

Palesun

Beitrag von zwillinge2005 06.10.10 - 23:02 Uhr

Hallo,

ob Du eine Teilkasko bei so einem alten Auto abschliesst musst Du selber wissen.

Mir ging es um die Deckungssumme in der Autohaftpflicht. Da gibt es zwei unterschiedliche.

Es gibt die gesetzliche Deckungssumme von 7,5 Mio Euro und die Höchstdeckungssumme von 100Mio Euro. Die Beitragsunterschiede sind dabei nur gering - aber die höhere Deckung sinnvoll.

LG, Andrea (beachte bitte - ich bin auch nur Laie)

Beitrag von palesun 07.10.10 - 07:05 Uhr

Guten Morgen!

Okay, das war mir unbekannt. Werde das beachten und mal überlegen, ob Teilkasko Sinn macht.

Vielen Dank.:-)
palesun

Beitrag von wemauchimmer 06.10.10 - 14:59 Uhr

Eine unglaubliche Dreistigkeit dieses Versicherungsmaklers.
Kleiner Tipp von mir: Zum guten Umgang mit Geld gehört u.a., daß man überflüssige Versicherungen meidet und notwendige Versicherungen bei günstigen Direktanbietern abschließt. Betrachte dies als die erste Lektion und sag dem Versicherungsmakler auf Wiedersehen. Er soll sich doch lieber in Zukunft um die Kunden kümmern, die mit weitaus weniger im Monat auskommen.
LG

Beitrag von palesun 06.10.10 - 18:37 Uhr

danke.

er hat sich so gut verkauft..

aber ich war total auf abwehr und das hat er wohl gemerkt und hat dann ein paar sprüche abgelassen.
bin halt sensibel.#schein und kann das nicht gut verpacken.

aber eure meinung hilft mir.:-)

Beitrag von misses_b 06.10.10 - 15:39 Uhr

Hallo!

#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl

Sorry, aber ich schmeiß mich gerade auf den Boden vor Lachen!

Lass mich raten: Der kompetente - mit jahrelanger Berufserfahrung gesegnete Versicherungsmakler - hält eine Lebensversicherung in Höhe von, sagen wir mal 50.000 € Versicherungssumme für das absolut notwendige, was Du brauchst!

Diese Studienabbrecher die im Konfirmationsanzug auflaufen sind immer wieder für nen Lacher gut!

Finger weg! Der willnur Dein Bestes - Dein Geld!

Gruß

misses_b

Beitrag von palesun 06.10.10 - 18:39 Uhr

alle wollen nur mein geld.#heul

dabei habe ich davon so wenig.

unterschrieben habe ich aber da nichts und werde auch nicht wieder hingehen. bin ja eh kein kunde, an dem er reich wird.

mit humor nehmen... das muss ich dringend lernen. danach dann die sache mit dem geld.

danke und LG
palesun

Beitrag von nele27 06.10.10 - 15:54 Uhr

Hi,

der Versicherunsmakler und Dein Umgang mit Geld sind zwei völlig unterschiedliche Sachen.

Wie die anderen schon sagten, geht es ihn einen Scheißdreck an, wie Du mit Deinem Geld umgehst. Der will das nur als Argument benutzen, Dir teure Versicherungen anzudrehen. Jag ihn zum Teufel und schließe NICHTS bei ihm ab.

Das einzig Gute an seinem Geschwätz ist, dass er bei Dir offenbar einen wunden/wahren Punkt getroffen hat und Du offenbar selbst das Bedürfnis hast, Deine Finanzen anders und besser zu regeln.
Unabhängig von diesem Typen könntest Du doch wirklich mal Haushaltsbuch führen und Deine Einnahmen und Ausgaben ein paar Monate lang beobachten. Meistens sieht man dann erst richtig, wohin das Geld verschwindet, wenn man mal alles aufschreibt. Das auf diese Weise angesparte Geld kannst Du ja dann für Altersvorsorge/Urlaub/schöne Klamotten/Sparkonto verwenden - auf keinen Fall für bescheuerte Versicherungen :-)

LG, Nele

PS: Buchtipp: "Besser haushalten", das kriegst Du über die Verbraucherzentrale.

Beitrag von palesun 06.10.10 - 18:44 Uhr

Hi Nele,

danke. Du hast das echt gut auf den Punkt gebracht und zusammen gefasst. So ist es.
Er hat genau in die Wunde, in meine größten Sorgen getroffen. Mitten rein.

dann noch zu hören, dass man wohl als Kunde nicht gut genug ist (weil zu wenig Geld übrig), hat weh getan.
An den meisten wäre es wohl abgeprallt... aber ich war früher mal beim Sozialamt und da wurde man echt wie ein Mensch zweiter Klasse behandelt.
So fühlte sich das heute an.

Das mit dem Haushaltsbuch werde ich einführen. Auch wenn ich damit auch noch nie Erfolg hatte.
Vielleicht hilft es diesmal.


Vielen Dank Nele.#blume

LG palesun

Beitrag von sternschnuppe215 06.10.10 - 16:12 Uhr

der war sauer weil kein Geld für ein Produkt (Versicherung/ Sparplan) da war wah?!

denk nicht so viel drüber nach...

Klar gibts genug Bücher....

:-p

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