Ablauf beim Hausbau?

Archiv des urbia-Forums Haushalt & Wohnen.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Haushalt & Wohnen

In diesem Forum haben Haushaltstipps und alle Fragen rund ums Wohnen und den Garten ihren Platz. Fragen zur Baufinanzierung sind besser bei "Finanzen & Beruf" aufgehoben". Viele Tricks und Kniffe zum Thema Haushalt findet ihr in unserem Service "Die besten Haushaltstipps".

Beitrag von aimee29 12.10.10 - 08:29 Uhr

Hallo,

heute habe ich mal ein paar Fragen zum Hausbau.

Also:
Wir haben dieses Jahr ein Grundstück gekauft auf dem erst ab April 2011 gebaut werden darf. So jetzt zu meinen Fragen. Wie geht das jetzt weiter?? Holt man sich erst ein Finanzierungsangebot von der Bank oder geht man zuerst zu verschiedenen Bauträgern und lässt sich ein Angebot machen??? Es ist auf jeden Fall klar, dass es eine Doppelhaushälfte wird, aber mehr auch nicht. Wie läuft dass dann ab, guckt man sich dann verschiedene Häuser an und sucht sich eins aus, etwa wie in einem Katalog oder so oder sagt man frei was man will und die "bauen" dann was zusammen??? Sagt man vorher wieviel Geld man zur Verfügung hat oder wie der Stil sein soll??? Wie geht das mit der Inneneinrichtung (Fliesen, Sanitäre Anlagen, Heizung usw.)

Kann mi jemand aufklären??? Ich hab so garkeine Ahnung #kratz

LG Aimee

Beitrag von emma81 12.10.10 - 08:45 Uhr

Hallo,

also man kann ja auf viele verschiedene Arten bauen, ich schreib dir mal wie wir es gemacht haben, bzw. noch machen.

Wir haben uns zuerst einen Architekten gesucht, und mit dem einen Plan fürs Haus gemacht, so wie wir es uns vorstellten, dann hat er eine KOstenrechnung gemacht. Wir haben für uns ein Budget festgelegt, danach haben wir noch kleine Änderungen am Plan gemacht, damit wir unter dem Budget bleiben. Danach sind wir mit der Kostenrechnung zur Bank und haben die Summe für das Darlehen festgelegt. (Man muß vielleicht dazusagen, daß wir wußten, daß wir diese Summe auch auf jeden Fall finanzieren können, wenn man sich da unsicher ist, würd ich früher zur Bank gehen).

Und dann gings los, der Architekt hat dann die Gewerke ausgeschrieben, Angebote verglichen, und dann vergeben. Im Prinzip macht jetzt alles der Architekt, und wenn es was zum aussuchen gibt , Fliesen usw. suchen wir es zusammen aus.

Viel Spaß beim bauen.

LG Susanne

Beitrag von aimee29 12.10.10 - 09:06 Uhr

Hi,

danke für die Antwort.

Also sucht auch der Architekt den Bauträger aus???? Hatte der dann schon Musterhäuser, die man noch abändern konnte oder so???

LG Aimee

Beitrag von klabauterfrau 12.10.10 - 12:14 Uhr

Hallo,

wir haben auch unser Haus vom Architekten entwerfen lassen, dann aber alles selbst ausgeschrieben.

Ein Architekt plant ja dein Haus ganz individuell und eben nicht nach einem festgelegten Muster.
Der Vorteil ist eben dass dein Haus nicht von der Stange kommt und mal ein bißchen anders ausschaut als alle anderen in der Straße #schein

Dafür müsstet ihr euch eben vorher überlegen wieviel Platz ihr haben wollt, welche Zimmer, ob Keller oder ohne, welche Heizung (da hiervon auch die Größe des Technikraumes abhängt) u.s.w.
Dann setzt ihr euch mit dem Architekten zusammen und plant los.

Aber so wie du dich anhörst möchtet ihr doch ein Fertighaus bauen, oder?

LG,
Klabauterfrau

Beitrag von aimee29 12.10.10 - 14:09 Uhr

Hi,

danke, für deine Antwort.

Nee, wir wollen kein Fertighaus bauen. Ich dachte nur, wenn wir jetzt zu einem Architekten gehen oder zu einem Bauträger, haben die auch schon irgendwelche "Muster", die man dann so abändern kann wie man will.

Mal angenommen ich such mir jetzt einen Architekten, geh ich dann da hin, beschreib "mein Haus" und er plant dann los. Aber was ist dann mit den Fliesen etc. sind die dann auch schon in dem Preis mit drin??? Ach, irgendwie verwirrt mich das alles. Meine Freundin hat eine Doppelhaushälfte "Stein auf Stein" bauen lassen und die sagte mir, dass da gewisse Dinge mit drin sind und wenn man was anderes haben will müsste man eventuell drauf zahlen (andere Lichtschalter, elektr. Rollläden oder ähnliches) irgendwie steig ich da net durch. Ich muss dann ja auch den Grundstücksplan mitnehmen, oder??? Weiß der dann wie da gebaut werden darf und wie net???

Ich weiß, viele Fragen #schwitz

LG AImee

Beitrag von klabauterfrau 12.10.10 - 16:10 Uhr

Vielleicht hat deine Bekannte das Haus dann im Ganzen vergeben und zwar massiv aber doch schlüsselfertig bauen lassen.

Soweit mir bekannt ist, ist der Architekt erst mal nur für die Planung des Hauses zuständig. Dafür bezahlst du ihn dann auch.

Dazu gehört eigentlich auch vorher in den Bebauungsplan für euer Grundstück gucken und das Grundstück anschauen ob eure Wünsche mit der Wirklichkeit zusammenpassen.

Sollte er auch noch die Bauleitung übernehmen und alles ausschreiben, kostet es sicherlich mehr.

Vielleicht kannst du ja mal falkster hier im Forum anschreiben, ich glaub der ist Architekt. Der kann dir dann evtl näheres sagen.

LG

Beitrag von maari 12.10.10 - 16:03 Uhr

Hi,

wir bauen auch mit einem Architekten, aber bei uns läuft das so: Wir haben ein Paket geschnürt aus Rohbau, Garage und teilweise Innenausbau (Heizung, Fenster, Sanitäinstalltion aber nicht -einrichtung, Zisterne, Elektro war z.B. definiert) und das wurde dann gesamt ausgeschrieben. Alles andere was noch dazu kommt, also z.B. Bodenbeläge, Türen, Lampen, Sanitäreinrichtungen kommt als eigene Kostenfaktoren dazu. Da haben wir uns nur ganz am Anfang ein paar Richtangebote eingeholt, damit wir die Finanzierung planen konnten.

Das was Du bescheibst - es sind Fliesen, Lichtschalter etc. für einen bestimmten Betrag im Preis enthalten und für alles was teurer wird zahlt man Aufpreis - ist typisch für Fertighausbauer bzw. Systemhausanbieter oder wie sie heißen. Das sind dann auch die, die Musterhäuser haben, die man (in Maßen) an die eigenen Bedürfnisse anpassen kann. Und das müssen keine Holzhäuser sein, die können genauso Stein-auf-Stein sein!

Ihr müsst also erst Mal entscheiden, ob ihr ein ganz individuell geplantes Haus wollt. Dann braucht ihr einen Architekten (der aber natürlich auch bezahlt werden will).
Oder ob ihr euch mit einem Fertighaus anbieter anfreunden könnt oder sogar wohler fühlt, weil ihr euch dessen Häuser schon mal vorab in natura anschauen könnt.

Ob es bei Doppelhaushälften irgendetwas besonderes zu beachten gibt, weiß ich nicht.

LG Maari

Beitrag von wolke151181 12.10.10 - 18:28 Uhr

Hi Aimee!

Also, wir wussten auch lange nicht wohin. Das Grundstück haben wir im Vorfeld schon gekauft.
Doch bauen wir ein Fertighaus? Massiv oder Holz? Oder doch ein frei geplantes vom Architekten?

So wars bei uns:

Wir haben bei der Bank nachgefragt, wie es mit einer Hausfinanzierung aussieht. Der Finanzberater meinte, wir müssen unverbindliche Angeboten einholen, wieviel man ca. benötigt, und dann setzten wir uns nochmal zusammen.
Wir hatten Termine bei Fertighausherstellern für Holzständerbauweise. Haben uns beraten lassen und uns auch ein Angebot herausschreiben lassen. Nebenbei haben wir uns noch bei einem Bauträger erkundigt.

Bei den Fertighausherstellern ist es so, dass man unter verschiedenen Hausgrößen und Grundrissen auswählen kann. Wenn man etwas abändern möchte, ist es oft kostenpflichtig. Eine Grundausstattung ist im schlüsselfertigen Preis enthalten. Also die Heizung (oft Gastherme mit Wärmerückgewinnung), Standardwaschtische und Armaturen, und Fliesen für ca. 16 €/m². Wenn man etwas besseres möchte, dann zahlt man einfach einen Aufpreis. Auch Gauben und Erker kosten extra, Baunebenkosten werden meistens nicht aufgeführt (das sind ca. 10 % vom Hauspreis), und die Bodenplatte oder Keller mit Ausbau. Wichtig ist einfach die Baubeschreibung lesen und alles Unklare besprechen und erfragen: "Was fehlt noch? Für was sind wir zuständig?"

Wir haben uns für einen Bauträger aus unserer Region entschieden. Und wir bauen mit Ziegel. Der Bauträger kümmert sich um alles. Also, Architektenleistung, Ämtergänge, Sonderwünsche, Beschaffenheit des Grundstücks, Keller, Rohbau, Innenausbau, Garage, Pflastern, Garten, ... Also ein Rundum-Sorglospaket. Er macht uns einen Festpreis. Und er hat uns auch schon eine ungefähre Schätzung gegeben.

Mit der Schätzung + 10.000 € sind wir zur Bank, und die haben uns einen Finanzierungsplan aufgestellt, damit wir sehen, ob wir es stämmen können.

Und jetzt warten wir auf das exakte Angebot vom Bauträger.

Ein Architekt macht dir den Eingabeplan nach euren persönlichen Wünschen fertig und ihr müsst euch dann um eine Baufirma kümmern. Die bieten auch alles aus einer Hand an, oder ihr vergebt Posten selbst. D. H. Angebote einholen und vergleichen.


Ich hoffe, ich konnte dir eine ausreichende Antwort geben. Wenn noch Fragen sind, darfst du dich gerne über VK melden.


LG Claudia