Hundebiss anzeigen???

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Beitrag von ja-wer-schon 12.10.10 - 16:47 Uhr

Hallo,
bitte mal um Ratschläge:
Mein Sohn (12) wurde vom Nachbarshund gebissen. Er war dabei mit dem Fahrrad unterwegs.
Der Biss geht ziemlich tief. Waren jetzt beim Arzt, wurde desinfiziert und hat Antibiotika erhalten. Müssen morgen wieder kommen.

Der Arzt fragte mich noch, ob ich den Besitzer anzeige??
Ich weiß jetzt grad gar nicht, was ich machen soll und kann auch noch keine klaren Gedanken fassen.

Könnt ihr mir mal die Für und Wider einer Anzeige aufführen.

Wir haben zu den Hundebesitzern ein normales nachbarschaftliches Verhältnis. Der Hund hat schon öfter gebissen und ich bin momentan auf 180, weil ich der Meinung bin, daß ich so ein Tier eben nicht unbeaufsichtigt im offenen (kein Zaun) Hof laufen lassen kann.

LG
C.

Beitrag von windsbraut69 12.10.10 - 17:01 Uhr

Schwierige Situation - Ihr müßt ja weiterhin auskommen.
Hast Du mit dem Nachbarn schon gesprochen?

Ob ich gleich Anzeige erstatte, würde ich auch davon abhängig machen, ob er einsichtig ist und künftig dafür sorgt, dass der Hund nicht ungesichert herumläuft.

Wir hatten vor kurzem einen Vorfall, als der Hund unseres Nachbarn unsere Katze gebissen hat. Hätte er nicht anstandslos die Tierarztrechnung übernommen UND dafür gesorgt, dass der Hund jetzt nicht mehr frei herumläuft (klappt zu 99%), hätte ich Anzeige beim Ordnungsamt erstattet und das haben wir ihm auch so mitgeteilt.

LG und alles Gute für Deinen Sohn,

W

Beitrag von arkti 12.10.10 - 17:44 Uhr

Aber die Katze darf frei rumlaufen?
Ein Hund kann auch an der Leine eine Katze beißen.
Bei uns laufen massenweise Katzen frei rum, ich guck sicher nicht hinter jeden Busch oder unter jedes Auto.
Ich hab mich abends auch schonmal gewundert das der Hund plötzlich bellte und nicht aufhörte bis ich gesehen habe das er direkt vor einer Katze stand
(der Hund war an der Leine)

Bei eurem Nachbarn kommt es wohl drauf an wo dr Hund frei rumläuft, wenn es auf seinem Grundstück ist kannst du wohl gar nichts machen.
Katzen betreten ständig fremde Grundstücke ohne das man was dagegen tun kann.

Beitrag von lahme-ente 12.10.10 - 18:12 Uhr

Ich habe aber schon mehrmals von ihr gelesen, dass die Katze auf IHREM Grundstück bzw. Zaun war.

Korrigier mich, wenn ich das jetzt falsch schreibe ;-)

Lg

Beitrag von arkti 12.10.10 - 18:17 Uhr

Na wenn das so ist hat der Hund da natürlich nichts zu suchen :-)

Ich wäre dann nur vorsichtig wenn die Katze sich auch woanders bewegt, könnte ein Eigentor werden #schein

Beitrag von lahme-ente 12.10.10 - 18:24 Uhr

Ja dann schon :-)

Aber ich hatte durch mehrere Threads schon gelesen, dass die Katze auf Ihrem Grund und Boden bzw. Zaun war/lag.

Beitrag von nadeschka 12.10.10 - 20:05 Uhr

"Aber die Katze darf frei rumlaufen?"

Man hört auch relativ selten von dramatischen Vorfällen, bei denen Katzen kleine Kinder oder Hunde tot gebissen haben.... #augen

Beitrag von zwiebelchen1977 12.10.10 - 20:11 Uhr

Hallo

Also wenn bei meinen Schwiegereltern eine Katze in den Garten kommt( komplett eingezäunt) und unser Hund würde sie beissen, hätte sie sozusagen Pech gehabt. Es ist sein Revier und wenn die Katze da reingeht, PEch.

Da würde ich nichts zahlen. Und müsste auch nicht.

Bianca

Beitrag von ich-habe-zwei-davon 12.10.10 - 17:02 Uhr

hallo,

ich als mutter würde dem noch einmal nach gehen wie es passieren konnte.

sicher ist es schwer seinen nachbarn an zu zeigen, aber dennoch bin ich bedacht was meine kinder betrifft.

kam schon einmal was vor wegen dem hund?

was ist es für einer?


das sind alles fragen von denen ich es abhängig machen würde.


vg und deinem sohni alles gute #blume

Beitrag von ich-habe-zwei-davon 12.10.10 - 17:03 Uhr

habe eben noch einmal gelesen was du geschrieben hast.

wie oft hatte er denn schon jemanden von euch gebissen? wie war die einsicht? was waren die folgen?

also mehrmals beißen lassen würde ich mich nicht - demnach würde ich anzeigen!

Beitrag von ja-wer-schon 12.10.10 - 17:44 Uhr

Hallo ich-habe-zwei-davon,
erstmal Danke für deine Antwort.
Es ist nicht so, daß er schon mehrmals jemanden von uns gebissen hat, sondern andere.
Es ist ein großer Hund, Mischling, größer als Berner-Sennenhund.

Die Nachbarn haben den Hund durch einen befreundeten Tierarzt erhalten, da war er ein Jahr alt. An dem Platz wo er vorher war, hat er lt. Aussage meiner Nachbarin öfter gebissen. Nun ist das Tier ca. 2 Jahre hier und vor ca. 1 Jahr fuhr bei uns mal die Polizei vor und fragte, wo hier denn die Familie ...(eben unsere Nachbarn) wohne, sie müssten einer Anzeige nachgehen, der Hund von denen habe jemanden gebissen.

Heute beim Arzt (ist hier am Ort) fragte mich dieser welcher Hund es war, ich sagte ihm: "Ein Mischling, etwas größer als ein Berner Sennenhund". Darauf wollte er wissen von welcher Familie und sein Kommentar war dann nur: "Aha, der schon wieder".

Mein Mann ist jetzt zu den Nachbarn rüber und redet mal mit ihnen.

Der Biss ist seitlich am Gesäß (er saß ja auf dem Rad) und geht ziemlich tief.
Es hat halt offensichtlich niemand dort mitbekommen, daß mein Sohn gebissen wurde obwohl er lt. Angabe echt laut geschrien hat. Darf mir gar nicht vorstellen, was da passieren könnte, wenn das jetzt ein Kind gewesen wäre, daß 50 cm kleiner ist als mein Sohn (er ist 170 cm).
Dann hat so ein großer Hund schnell mal Gesichtshöhe.

Ich hab i-wie ein ungutes Gefühl, Anzeige zu erstatten. Weiß aber auch gar nicht wie das mit den Kosten abläuft, obwohl das ja nicht von einer Anzeige abhängen dürfte??!!!

LG
C.

Beitrag von litalia 12.10.10 - 20:19 Uhr

ich würde zur sau werden ;-)

handle!!! .... das nächste mal steht er in der zeitung weil er ein kind tot gebissen hat ?!?

ich würde fordern das sein grundstück UMGEHEND eingezäunt wird sodass der hund keine gelegenheit hat anderen menschen gefährlich zu werden.

ist in einer woche das grundstück nicht eingezäunt würde ich anzeige erstatten ohne rücksicht auf verluste... zum schutze anderer kinder/mitmenschen.


der hund scheint schon mehrere gebissen zu haben und der besitzer unternimmt offenbar nichts. solchen leuten muss das handwerk gelegt werden. manche sind eben schlicht zu blöd für hundehaltung, so auch dein nachbar.

Beitrag von jabberwock 12.10.10 - 17:31 Uhr

Anzeigen. Wenn der Hund schon öfter gebissen hat, ist es nur eine Frage der Zeit, bis mal ein Biss nicht mehr ganz so glimpflich ausgeht.

Es geht hierbei weniger um eine Abstrafung des aktuellen Vorfalles als um eine Prävention, du musst dabei auch an andere Kinder denken. Die sich dann vielleicht blöderweise mal gerade mit dem Gesicht in Beißhöhe befinden...

Du kannst mE auch das Ordnungsamt informieren, wenn dir eine Anzeige doch zu krass vorkommt.

Dem Sohnemann gute Besserung #blume

Beitrag von ja-wer-schon 12.10.10 - 17:51 Uhr

Danke jabberwock.

Ja ich habe dieselben Bedenken.

Ist Ordnungsamt quasi Gemeindeverwaltung? Was passiert denn, wenn ich es dort melde, weißt du das??

Ich fühl mich i-wie unwohl dabei sie anzuzeigen... ach es ist so schwierig.
(Lies dir gerne noch meine Antwort auf den vorhergehenden Beitrag durch).

LG
C.

Beitrag von seikon 12.10.10 - 17:45 Uhr

Ja, ich würde den Halter anzeigen. Nachbar hin oder her. Du schreibst, der Hund hat schon öfter gebissen. Offenbar hat der Halter ja daraus nichts gelernt, oder es ist ihm schlichtweg egal.
Dein Sohn hatte einfach nur Glück, dass er "nur" eine Fleischwunde hat (von den psychischen Folgen mal abgesehen). Aber was soll denn beim nächsten mal passieren? Was wäre denn, wenn der Hund jetzt nicht deinen Sohn erwischt hätte, sondern ein 3 jähriges Kind? Das wäre vermutlich tödlich ausgegangen. Aber auch bei deinem Sohn hat auch schon ein Schutzengel gewaltig seine Hand drüber gehalten.

Wäre es der erste Vorfall, dann hätte man nochmal mit dem Halter reden können, aber da der offensichtlich nicht Willens ist sein Tier unter Kontrolle zu halten, dann geht das anscheindend nur über eine Anzeige.

Ausserdem kann es ja immer noch zu Komplikationen durch den Hundebiss bei deinem Sohn kommen. Und von daher wäre das schon allein wegen Beweissicherung wichtig, dass der Arzt die Verletzungen entsprechend aufnimmt.

Beitrag von morjachka 12.10.10 - 18:28 Uhr

Hallo!

Ich würde erst mal mit dem Nachbarn reden!

Beitrag von scrapie 12.10.10 - 18:47 Uhr

Du solltest dir keine Gedanken um deinen Nachbarn machen sondern um deinen Sohn und was in Zukunft noch passieren kann, wenn nicht jmd einschreitet.

Beitrag von lunnia 12.10.10 - 19:54 Uhr

Rede erstmal mit dem Nachbarn, denn die (hoffentlich vorhandene) Hundehaftpflicht deckt Schmerzensgeld und mittelbare Verluste (kaputte Hose, kaputte Jacke...) ab.
Dann zur Anzeige, ich bin selbst Hundebesitzerin und ich würde auf jeden Fall trotzdem eine Anzeige schalten bzw. eine Eingabe beim Ordnungsamt machen. Denn wenn der Hund schon mehrfach gebissen hat, ist es nur eine Frage der Zeit bis mehr passiert (ein Biss ins Gesicht, bis hin zu...)
Wenn das Ordnungsamt informiert ist, können die überprüfen, ob der Besitzer in der Lage ist diesen Hund zu halten und Auflagen wie z.B. generelle Leinenpflicht oder Maulkorbzwang aussprechen.

Beitrag von seppelchen 12.10.10 - 20:10 Uhr

Er hat schon öfters zugebissen? Dann wird es Zeit, daß er angezeigt wird! Sei so stark und mutig, alle anderen werden es dir danken. Wer weiß, ob es beim nächsten mal noch so glimpflich ausgeht!!!
Wenn dein Sohn kleiner und die Verletzungen schwerwiegender wären, würdest du dann auch noch zögern? BITTE, zeig ihn an, es wird allerhöchste Zeit!!
Naddl

Beitrag von wasteline 12.10.10 - 20:23 Uhr

Was hat das Gespräch zwischen Deinem Mann und den Nachbarn ergeben?

Beitrag von triso 12.10.10 - 20:29 Uhr

Auszug Wikepedia:

Folgen :Aufgrund der kräftigen Kaumuskulatur, der langen spitzen Fangzähne und den scherenartig ineinander greifenden Reißzähne können Hundebisse erhebliche Schäden anrichten. Es können Hautverletzungen, aber auch tiefere Wunden mit Zerreißungen der Muskulatur, von Sehnen oder Verletzungen von Gelenken und Knochen auftreten. Da die Mundhöhle eines Hundes niemals steril ist, besteht außerdem eine große Gefahr für Wundinfektionen durch Bakterien. Infektionen mit dem Tollwut-Virus spielen in Mittel- und Nordeuropa aufgrund der hohen Durchimpfung der Haushunde bzw. Tollwutfreiheit keine große Rolle, sie müssen dennoch bei jedem Biss in Betracht gezogen werden. Bei den v. a. in Südeuropa häufiger vorkommenden streunenden Hunden ist eine Tollwut-Notimpfung des gebissenen Menschen angebracht.

Ein Hundebiss sollte stets polizeilich angezeigt werden. Eine ärztliche Behandlung ist bei allen die Haut durchtrennenden Wunden angezeigt. Kann der Halter ermittelt werden, so wird dieser verpflichtet, den Hund tierärztlich auf Tollwut untersuchen zu lassen. Aufgrund einer möglichen Virusausscheidung über den Speichel vor Ausbruch der Tollwut beim betreffenden Hund (Inkubationszeit) ist diese bei ungeimpften Hunden nach 10 Tagen zu wiederholen.

Geringe Größe eines Hundes stellt keinen Hinderungsgrund für schwerwiegende Bissverletzungen dar. Es sind in Deutschland zwei Fälle von durch Dackel getöteten Menschen bekannt. Tödliche Verletzungen entstehen oft durch Bisse in den empfindlichen menschlichen Hals (Halsschlagader, Luftröhre, Kehlkopf).


Also - nicht zögern - anzeigen.
Wenn der Hundehalter sich ansonsten mit dem Hund korrekt verhalten hat, muß er nur für den Schadenersatz sorgen.

Wer will die Verantwortung mittragen, wenn schlimmeres passiert#zitter?

Liebe Grüße von triso, die auch einen Hund hat!

Beitrag von parzifal 12.10.10 - 20:54 Uhr

Vergesst nicht Schmerzensgeld und gegebenenfalls Schadensersatz geltend zu machen. Auch das hat erzieherische Wirkung.

Beitrag von ja-wer-schon 12.10.10 - 21:06 Uhr

Schadenersatz ist klar, die Hose u. Boxershort sind kaputt.

Schmerzensgeld - wer sagt mir da, wieviel man geltend machen kann?

LG
C.

Beitrag von risala 13.10.10 - 13:34 Uhr

Hi,

wg. Schmerzensgeld & Schadenersatz solltest Du einen Anwalt aufsuchen. Die Kosten für den Antwalt trägt ebenfalls die Haftpflichtversicherung eures Nachbarn. Hat er fahrlässig gehandelt (so verstehe ich es in Deinem Beitrag), wird die Versicherung Deinen Schaden ersetzen und den Hundehalter in Regress nehmen.

Ich würde außerdem Anzeige erstatten, es dem Ordnungsamt melden (die schreiben den Hundehalter dann an und geben Maßnahmen zur Abhilfe vor, etc.) und von ihm verlangen, dass der Hund ab sofort einen Maulkorb trägt (evtl. hilft es, wenn Du ihm sagst, dass Untätigkeit nach mehreren Vorfällen auch als Vorsatz ausgelegt werden kann und ggfs. seine Versicherung beim nächsten Mal nicht mehr zahlt!).

Gruß
Kim mit 3 #hund

Beitrag von parzifal 13.10.10 - 20:48 Uhr

Ein fahrlässiges Verhalten des Nachbarn ist nicht notwendig.

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