Wehenhemmer und Früchen?

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Forum: Frühchen

Obwohl die Überlebenschancen für früh geborene Kinder immer besser werden, müssen vor allem Eltern von extrem Frühgeborenen oft für die gesunde Entwicklung ihres Kindes kämpfen. Der Frühchenmediziner Dr. Matthias Jahn beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von fyluc 12.10.10 - 18:15 Uhr

#winke
Hallo ich muss seit gestern wehenhemmer nehmen ( Partisisten) Nun frage ich mich ob ich trotz den wehenhemmer ein früchen bekommen kann was ich natürlich nicht gerne haben möchte.

Und dann noch eine frage zu wem wehenhemmer ,hat jemand die auch genommen und hatte irgendwie probleme damit und hat das irgendwelche auswirkungen auf das kind?

Danke schon mal #blume

Lg
Fyluc mit Isabella inside

Beitrag von maja0009 12.10.10 - 19:05 Uhr

Huhu,

als ich damals stationär aufgenommen wurde (17.04.), hing ich auch 1 1/2 Tage an der Tokolyse mit Partusisten. Man kann trotzdem ein Frühchen bekommen, ja, aber ich denke da müssen noch andere Faktoren eine Rolle spielen außer "nur" Wehen.

Bei mir war es eine Infektion und niedrige Thrombozytenwerte und eben noch die Wehen, weshalb meine Zwillinge dann am 18.04. geholt werden mussten.

Ich hatte starkes Herzrasen und einen Ruhepuls der zwischen 160 und 180 lag durch den Wehenhemmer. Hab am ganzen Körper gezittert. Da ich innerlich so aufgewühlt war haben das die Kinder auch mitbekommen und haben dadurch auch wie wild rumgezappelt und die Herztöne waren höher als sonst.

Ich wünsche dir alles Gute und dass deine Isabella noch einige Wochen in deinem Bauch bleibt ;-)


GlG Sara mit Dominic & Elias #verliebt #verliebt

Beitrag von dicke10 12.10.10 - 19:17 Uhr

Hallo Fyluc,

ich habe auch Partusisten intravenös bekommen und hatte davon anfangs ziemlich Herzrasen. Hab dann aber auch täglich einen Betablocker bekommen. Die Herztöne meines Kleinen waren immer im Normalbereich. Ich hatte dann eher Probleme mit den Venen an den Armen, weil der Zugang alle paar Tage erneuert werden musste und die Ärzte irgendwann keine heile Stelle zum pieksen mehr gefunden haben.

Hab den Wehenhemmer von 30+5 bis 34+1 bekommen, bin bei 35+2 entlassen worden und mein Sohn kam dann bei 35+5 wegen vorzeitigem Blasensprung, hatte bis auf leichte Gelbsucht keine Probleme.

LG und alles Gute für Dich und Deine Isabella (schöner Name)
Peg

Beitrag von fyluc 12.10.10 - 19:42 Uhr

#danke für eure antworten ich hoffe auch wirklich das meine maus noch lange drin bleibt.

Ich bin ja zuhause und muss die nehmen ,ich muss sagen wenn ich nicht wüsste das wenn ich die nicht nehme die maus eher kommt würde ich sie echt nicht nehmen die tabl. sind echt schlimm:-(

Beitrag von ronjaleonie 12.10.10 - 21:01 Uhr

Hallo!

Ich hatte in beiden SS vorzeitige Wehen, in der ersten ging es ab der 30. SSW los, da musste ich bis 35+ im KH liegen an der Tokolyse/Partusisten.

In der zweiten SS ging es bereits in der 26. SSW los, eine gute Woche KH mit Tokolyse/Partusisten, danach zu Hause liegen bis 36+, ohne Partusisten.

Ich kam mit dem Medi schlecht zurecht. In unserer (sehr erfahrenen) Universitätsklinik ist mitlerweile die Devise, das Partusisten nicht länger als ne Woche zu geben.

Meine Meinung: Zum akuten stoppen der Wehen ja, aber keine Dauermedikation. Mir wurde beim ersten Kind gesagt, das der beschleunigte Herzschlag etc. nur bei der Mutter sei. Aber mal ehrlich: In der ganzen SS passt man auf, was man isst und trinkt, ...
Und ausgerechnet dieses Medi soll nicht zum Baby durchdringen?
Von mir ein klares NEIN.

Bei mir haben beide Kinder darunter gelitten, und auch unter dem langen Liegen.

Beide waren trotzdem Frühchen in der 36. SSW, wobei man sagen muss, so früh wie es anfing, waren es sehr späte Frühchen, und dafür das wir zeitweise mit einem 850 gr Mäuschen gerechnet haben, waren beide sehr fit. Svenja 3150 gr/48 cm, Ronja 3480 gr/50 cm.

LG
Nicole

Beitrag von angelbabe1610 13.10.10 - 11:02 Uhr

Was gibt eure Klinik denn nach ner Woche, wenn die Wehen trotzdem bleiben?dann bleibt man doch dran oder etwa nicht?
Ich bin froh, dass es das gibt. Ohne Tokolyse hätte ich meinen Sohn in der 29./ 30. Woche bekommen. Bei mir ging nur eine Dauermedikation :-(.
Mein Sohn ist total fit. Hätte ohne Toko anders aussehen können. Ich sehe das wie du, die Zwerge bekommennaturlich was ab und mir wäre es ohne Medikation lieber gewesen, aber ich hatte nur die Möglichkeit.
LG, Alexia

Beitrag von ronjaleonie 13.10.10 - 22:04 Uhr

Bei uns versucht man die Frauen auf Adalat umzustellen. Das ist wesentlich verträglicher.

Es gibt einfach mitlerweile zu deutliche Studien, was Tokolyse Partusisten an Nebenwirkungen hat, auch fürs Kind, sodass das bei uns in der Klinik sehr sehr gut abgewogen wird.

Zumal ein Anhalten der Wehen nicht bedeuten muss, das diese auch muttermundwirksam sind.

Ich hatte bei Ronja Wehen ab der 26. SSW, 10 Tage Toko im KH, dann Entlassung mit Wehen und kleinerem GBH, da mich das KH fertig macht (psychisch) und das meine Wehen nur verstärkt.

Trotz Dauerwehen, aber striktem Liegen dabei (23 Std Minimun am Tag) schaffte ich es bis 36+.

Bei uns wägt man genau ab, lieber Partusisten, mit allen Risiken, die es bei Langzeitgabe hat (googel mal, möchte hier keinem Angst machen) oder ne Frühgeburt in Kauf nehmen.

LG
Nicole

Beitrag von ce76 13.10.10 - 10:33 Uhr

Ich musste auch bei beiden Schwangerschaften Partusisten einnehmen. Beim Sohn ab der 20. SSW per Tablette und 29 +1 dann intravenös.
Bei der Tochter bereits ab der 17. SSW per Tablette und dann ab der 27 +2 dann im Krankenhaus per Tokolyse. Beide Kinder kamen direkt nach absetzen der Medikamente zur Welt. Der Kleine kam 26 Stunden nach absetzen der Tokolyse in der 35+6 und die Tochter nach 7 Stunden in der 33+5 zu Welt.
Wie du siehst kann man lange mit den Medi´s aushalten, wenn man sich komplett schon.
Alles Gute wünsche ich Euch

Christine mit Phillip 3 3/4 Jahre und Katie 13 Monate

Beitrag von angelbabe1610 13.10.10 - 10:57 Uhr

Hallo,
ich hing ab 28+5 bis 34+6 an der Tokolyse mit Partusisten. Die ersten Tage war nicht schön, hatte Herzrasen, atemprobleme und Zittern. Das Zittern hatte ich die ganze Zeit. Gegen das Herzrasen bekam ich Betablocker. Sobald ich niedriger gestellt wurde oder mal ne halbe Stubde ohne Tokolyse war, bekam ich Wehen. Es ging nicht ohne. Bis dahin hatte ichin der SS keine Medisgenommen und bekam plötzlich die volle Dröhnung:-(. Aber was ist die Alternative????? Ein Frühchen in 28+, 29+,..... Das war für mich keine Option!
In 34+6 wurde ich abgemacht von den Infusionen und bekam Partusisten alle 4 Std als Tablette. Dennoch kam damit mein Sohn nur zwei Tage später in 35+1. du siehst also, dass man auch mit Partusisten ein Baby bekommen kann. Generell gten intravenöse Wehenhemmer als effektiver, da sie kontinuierlich abgegeben werden.
Mein Sohn hatte keine Nebenwirkungen durch die Medis. Ihm geht's super. Sein Herzschlag war auch immer gut, nicht zu schnell oder unregelmäßig.
Schon dich einfach sehr viel. Ich wünsche dir, dass ihr noch einige Wochen schafft #klee #klee #klee
LG, Alexia (die trotz anfänglicher Bedenken und Ängste immer wieder Partusisten nehmen würde, da sie sieht, wie fit und gesund ihr spätes Frühchen ist. Ohne Partu hätte es definitiv anders aussehen können!)