Wie wird man gelassener im Umgang mit Oma&Opa?

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von anyname 14.10.10 - 15:13 Uhr

Hallo zusammen,

würde mich gerne zum leidigen Thema Schwiegereltern austauschen:

Meine Schiegermutter drängt sich als Babysitter (und auch sonst...) auf, und ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll.

Habt ihr Tipps? Wie kriege ich meine Hormone in den Griff und werde gelassener im Umgang mit meinen Schwiegereltern?


Falls euch die Details interessieren:

Meine Tochter ist ca. 5 Monate alt und das lang ersehnte 1. Enkelkind meiner Schwiegereltern. D.h. es wird ziemlich viel Wind um die Kleine gemacht. Könnt ihr euch sicher vorstellen ;-)

Mein Verhältnis zu meinen Schwiegereltern ist nicht schlecht, aber dadurch angespannt, dass sie sich wünschen, dass mein Mann und ich (und mittlerweile natürlich auch unsere Tochter) zu ihnen ins Haus ziehen. Das geht für mich leider gar nicht.

Meine Schwiegermutter ist ein dominanter und sehr einnehmender Typ. Ich dagegen brauche viel Ruhe und Zeit für mich und bin sehr auf meine Unabhängigkeit und Freiheit bedacht. Da sind natürlich Spannungen vorprogramiert...

Leider gehen in letzter Zeit ziemlich die Hormone mit mir durch - d.h. ich bin von meinen Schwiegereltern nur noch genervt! Ich weiß, dass ich überreagiere und gelassener werden sollte... aber ich weiß nicht wie...

Einerseits möchte ich mich gegenüber meinen Schwiegereltern abgrenzen und mein eigenes Familienleben definieren, andererseits möchte ich sie nicht ausgrenzen und natürlich auch die Grundregeln der Höflichkeit nicht missachten (glückt mir definitiv nicht immer! :-(

Natürlich wünsche ich mir, dass meine Tochter eine gute Beziehung zu Oma&Opa hat und wir ein entspanntes Grossfamilienleben führen können.

Wir sehen meine Schwiegereltern durchschnittlich alle 2 Wochen mehrere Stunden. Das reicht ihnen aber nicht. Ständig jammern sie, dass sie uns nie sehen und kommen unangemeldet (!) vorbei. Und wie gesagt, die Hormone gehen halt mit mir durch... ich bin einfach nur genervt und fühle mich bedrängt.

Mein Mann ist auch ein bisschen genervt - allerdings auch von mir, weil ich halt überreagiere - und weil natürlich niemand es mag, wenn die eigenen Eltern "angegriffen" werden.

Konkretes Problem:

Meine Schwiegermutter möchte meine Tochter unbedingt babysitten.

Das spricht in meinen Augen dagegen:

- Ich brauche zur Zeit nicht wirklich einen Babysitter - d.h. ich würde ihr mein Kind nur geben um ihr einen Gefallen zu tun (und mich dabei nicht gut fühlen!)

- Wenn ich einen Babysitter bräuchte, hätte ich genügend Angebote (ich bin in der glücklichen Position, dass jeder im Bekanntenkreis auf die Kleine aufzupassen will - wird sich vermutlich noch ändern ;-)

- Meine Schwiegermutter sagt nicht, dass sie einfach mal gerne Zeit alleine mit der Kleinen verbringen würde, sondern sie besteht darauf dass sie mir einen riesigen Gefallen tut wenn sie mir die Kleine mal abnimmt

- Meine Schwiegermutter hält sich nicht an Vereinbarungen (sie kümmert sich regelmäßig um das Kind von Bekannten und macht die Mutter dieses Kindes ständig vor mir schlecht und erklärt mir was diese Mutter alles falsch macht und was sie alles richtig macht - teilweise entgegen den Vereinbarungen, die sie mit dieser Mutter getroffen hat...)

- Meine Schwiegermutter hat seltsame Ansichten und Angewohnheiten: sie findet es toll wenn kleine Kinder Worte wie "geil" nutzen, ständig Gummibärchen essen und fernsehen - sie hält die "gute alte Trachtprügel" durchaus für angebracht (obwohl Sie meine Tochter nie wirklich prügeln würde, da bin ich mir immerhin sicher, aber mir wäre schon ein Klaps bzw. eine Ohrfeige zu viel!) - sie kann sich extrem ausgiebig über Windelinhalte und ähnliche Themen unterhalten - etc.

Bisher konnte ich mich mit "meine Tochter ist mir einfach noch zu jung für einen Babysitter" ganz gut rausreden, aber das Argument zieht nicht mehr lange...

Vielleicht würde meine Kleine ja sogar von der Zeit mit Oma&Opa profitieren!?
Aber leider habe ich da halt meine Zweifel, weil sie bisher kein so glückliches Händchen mit ihr haben. Meine Schwiegermutter ist z.B die Einzige die sofort aus meinem Blickfeld geht wenn sie die Kleine auf dem Arm hat, und da wird meine Tochter natürlich erst mal nervös. Und auch sonst übertreiben sie es einfach ein bisschen mit "gut zureden" und "lustigen Spielchen" und verwettern die Kleine leider immer ziemlich.
Wenn ich versuche das anzusprechen kommt das leider immer ziemlich altklug und aggressiv rüber... auch nicht gut...

Was meint ihr? Über den eigenen Schatten springen und ihr die Zeit mit der Kleinen gönnen? Oder das Angebot nur annehmen wenn tatsächlich ein Babysitter gebraucht wird (und kein anderer zur Verfügung steht)?

Beitrag von sinope 14.10.10 - 15:24 Uhr

hallo anyname,

ich finde es schönb das du dir darüber gedanken machst und warum du so denkst.
ich verstehe mich mit meiner schwiegermutter garnicht. und würde unser kind in (fast) jede andere hand geben - außer ihr.

ungeachtet dessen würde ich mich, unter den von die aufgezählten aspekten, wirklich sträuben.
* wenn du keinen babysitter brauchst und du möchtest di ekostbare zeit nutzen - dann tu dies!
* sie hält sich nicht an abmachungen - dann kannst du es ihr und deinem mann sagen - bei einem bruch ist das thema halt erst mal gegessen
* wenn sie sich auf gespräche mit dir nicht einlassen - dann ist das ihr problem - sie wollen dein kind
* ich find die aussage schrecklich das mir jemand einen gefallen tut das kind "abzunehmen". denkt auch jemand daran das man mit dem kind freiwillig seine zeit verbringt? ich musste mir von meinem mann auch anhören "damit ich dies und jenes in ruhe machen kann". hallo wozu habe ich denn ein kind?
* wenn ich nicht wohl fühle mein kind anzugeben würde ich es nicht machen. diese diskussion habe ich mit meinem mann auch. aber das ist zumindest mein prinzip. nur weil es verwandschaft ist wird doch niemand bevorzugt und würdest du jemand dein kind übergeben wo du aus irgend einem grund eine abneigung und bedenken hast?

ich persönlich finde es gut die babysittermöglichkeit zu streuen. was nützt es mir wenn unser kind nur auf die großeltern fixiert ist und ich mal einen aufpasser brauche sie aber nicht da sind. ich kann unser kind jederzeit jeden bekannten in die hand drücken.

ist alles eine ermessenssache und wie weit man über dinge drüber stehen kann die einem nicht passen. wenn das verhältnis stimmt ist es nicht so schwierig wie wenn es viele tausend sachen sind und das verhältnis eh nicht so tolle ist.


ciao
sinope

Beitrag von schullek 14.10.10 - 18:24 Uhr

hallo,

ich finde du machst einen großen fehler. du projizierst deine abneigung gegen deine schwiegereltern auf die posterin udn im weitern sinne ja auch auf deine egene familie. warum auch immer, eure gründe kenne ich nicht.
aber deine aussagen zu ihren punkten finde ich dagegen einseitig und eben aus deiner einseitigen sicht heraus entstanden:

---* wenn du keinen babysitter brauchst und du möchtest di ekostbare zeit nutzen - dann tu dies!---

niemand sagt, sie solle dies nicht tun. aber nimmt es ihr wirklich viel zeit weg, wenn die oma ein paar stunden zeit mit dem kind verbringt?

---* sie hält sich nicht an abmachungen - dann kannst du es ihr und deinem mann sagen - bei einem bruch ist das thema halt erst mal gegessen----

du meinst also, sie soll darauf spekulieren, dass die oma was falsch macht, damit sie sie in die pfanne hauen kann? au weia. ich hoffe du gehst nicht generell so mit menschen um.

---* wenn sie sich auf gespräche mit dir nicht einlassen - dann ist das ihr problem - sie wollen dein kind---

natürlich, denn es ist ihr enkelkind! sie dürfen es wollen und dürfen zeit mit ihm verbringen wollen. das ist kein verbrechen, sondern natürlich udn eigentlich auch wünschenswert!

--- * ich find die aussage schrecklich das mir jemand einen gefallen tut das kind "abzunehmen". denkt auch jemand daran das man mit dem kind freiwillig seine zeit verbringt? ich musste mir von meinem mann auch anhören "damit ich dies und jenes in ruhe machen kann". hallo wozu habe ich denn ein kind?---

du denkst nicht weiter. warum mag die oma das so sagen? eventuell hat sie hemmungen wegen des eh schon gespannten verhältnisses, es deutlich auszusprechen was sie will. dass sie damit das falsche macht, sagt ihr ja keiner. und ehrlich, mit ein bissl menschenkenntnis und empathie kann man das schon erahnen.

---* wenn ich nicht wohl fühle mein kind anzugeben würde ich es nicht machen. diese diskussion habe ich mit meinem mann auch. aber das ist zumindest mein prinzip. nur weil es verwandschaft ist wird doch niemand bevorzugt und würdest du jemand dein kind übergeben wo du aus irgend einem grund eine abneigung und bedenken hast? ---

fragt sich, warum man die abneigung hat. aus persönlichen gründen, aus tatsächlich kindswohlgefärdenden gründen etc.... das ist schon zu unterscheiden. ein kind kann, auch wenn die mutter udn großeltern sich nicht so gut verstehen, trotzdem eine wunderbare beziehung zu den großeltern haben. und was heisst hier verwandtschaft. es sind die großeltern! die eltern des mannes, mit dem mann ein kind bekommen hat, des mannes, den man liebt!

---ch persönlich finde es gut die babysittermöglichkeit zu streuen. was nützt es mir wenn unser kind nur auf die großeltern fixiert ist und ich mal einen aufpasser brauche sie aber nicht da sind. ich kann unser kind jederzeit jeden bekannten in die hand drücken. ---

dir nützt es nichts, wenn das kind die großeltern so lieb hat, dass es gerne dort ist. wohl aber dem kind. und hier liegt der denkfehler deiner gesamten aussagen. es geht nur um dich die ganze zeit. die beziehung zwischen enkel udn oma/opa hat aber nichts mit dir bzw. der posterin zu tun, sondern ist etwas, dass diesen gehört. es muss dir nichts nützen, sondern deinem kind. ausserdem widerspricht sich diese letzte aussage mit deinen vorherigen äußerungen, dass es gut ist sein kind dann eben selber zu genießen. auf einmal ist es besser viele babysitter zu haben?
sehr unlogisch.

lg

Beitrag von anyname 14.10.10 - 21:02 Uhr

Hallo schullek,

interessanter Kommentar!

Deine Punkte

"fragt sich, warum man die abneigung hat. aus persönlichen gründen, aus tatsächlich kindswohlgefärdenden gründen etc.... das ist schon zu unterscheiden."

und

"die beziehung zwischen enkel udn oma/opa hat aber nichts mit dir bzw. der posterin zu tun, sondern ist etwas, dass diesen gehört. es muss dir nichts nützen, sondern deinem kind."

haben mir gut gefallen und treffen im Enedefekt genau mein Problem...

Ich muß lernen meine Abneigungen gegenüber meinen Schwiegereltern (ohje... das hört sich jetzt echt heftig an... so schlimm ists ja gar nicht... bin halt arg genervt...) in den Griff zu kriegen und ihnen und meiner Tochter die Zeit miteinander zu gönnen.
Ich bin mir fast (;-)) sicher, dass keine kindswohlgefärdenden Gründe dagegen sprechen - natürlich würde meine Schwiegermutter gut auf die Kleine aufpassen - ich reg' mich im Enedefekt über Kleinigkeiten auf... aber ich reg mich halt ständig auf... und das nervt wieder...

Davon abgesehen: meine Tochter ist jetzt 5 Monate. Kann sie da wirklich schon eine Beziehung zu anderen Personen als Papa&Mama aufbauen? Soll sie das? Wann ist das richtige Alter???

Beitrag von schullek 14.10.10 - 21:32 Uhr

auf deine frage habe ich oben schon geantwortet. aber noch etwas: es gibt kein alter ab dem man sagt: jetzt kriegt das kind ne neue bezugsperson. die großeltern gehören zu eurem leben und so wächst sie mit ihnen und um sie auf. und durch kontakt zu den großeltern wirst du dann auch merken, wieviel dein kind möchte und wofür es bereit ist: stichwort alleine mit oma, alleine über nen halben tag, nen tag udn irgendwann vielleicht auch mal über nacht. aber da drängt dich doch keiner. auch musst du dafür ein wenig bereit sein. mein sohn wurde das erste mal ganz allein über nacht von oma betreut, da war er drei! aber vorher hat er schon ganze tage dort verbracht und wurde von der oma ins bett gebracht. wir stießen dann nachts dazu. udn irgendwann wollte er selber dort übernachten. so hat das alles für uns gut funktioniert für euch mag es ganz anders sein., es kommt auf das kind an, die großeltern, dich... entspann dich einfach udn gib dem ganzen raum udn zeit. sieh die dinge als etwas positives für dein kind und freu dich für dein kind.
meiner ist erst heute (er ist jetzt 5) für drei tage zu oma udn opa abgefahren. mir war wie immer wehmütig. er hat sich sehr gefreut. auf das baden gehen, mit opa fußballspielen. meine gedanken waren: hoffentlich gibt sie ihm nicht so viel süßes, hauptsächlich wasser zu trinken, hoffentlich putzt sie ihm die zäöhne ordentlich, hoffentlich schnallt der opa ihn richtig an (vorher hab ichs nat. nochml genaustens erklärt und habe nebenbei die geduld meiner schwiegermutter mit mir bewundert;-))
wie du siehst, das sorgen und gedanken machen hört nicht auf. aber ich habe vertrauen zu meinen eltern udn meinen schwiegereltern udn wenn sich ein kind so sehr freut, dann kann es nur gut sein.

lg

Beitrag von anyname 14.10.10 - 21:48 Uhr

Hallo schullek,

ohje... ich glaub' ich bring' die Diskussionsübersicht ganz schön durcheinander!

Danke für Deinen weiteren Kommentar! Hat mir sehr geholfen!
Das Problem ist..
"aber da drängt dich doch keiner. auch musst du dafür ein wenig bereit sein. "
... doch... mich drängt jemand!!! Meine Schwiegermutter, die mir ständig in den Ohren liegt, dass sie dann mal auf die Kleine aufpasst damit ich wieder in Ruhe was erledigen kann (obwohl ich ganz gut klar komme... wie gesagt...).
Das ist vermutlich das Problem... das ich mich bedrängt fühle! Und dadurch schalte ich auf "Totalverweigerung"...
Wow... gute Erkenntnis... das war mir bisher so nicht klar.

Das sollte ich wohl erst mal mit meinem Mann und dann mit seinen Eltern besprechen, damit wir das bessern können. Sonst verrennen wir uns in was...

DANKE!

Beitrag von sinope 15.10.10 - 08:31 Uhr

hallo schullek,

danke für deine meinung.
zum glück dürfen meinungen unterschiedlich sein :-).

da es es keinen pauschalen tip meiner seits für die posterin gibt, habe ich einfach nur mitgeteilt das es mir ähnlich (!) geht.

ich habe z.b. von anfang an das bestreben gehabt die großeltern einzubeziehen indem ich zu meiner schwiegermutter gesagt habe das sie halt mal hoch kommen soll.
tja sie hat es ein paar mal gemacht, zu unmöglichen zeiten (wenn der kleine kurz vor dem mittagsschlaf stand oder wenn wir auf dem sprung waren) und hat ihre anderen enkel mit gebracht.
das ist nicht entspannt. es ist schade wenn jemand nicht ernsthaftes interesse hat und sich nur zwischen tür und angel "zeit nimmt". wenn ich interesse an meinem enkelkind habe würde ich in die offensive gehen und fragen wann es passt vorbei zu schauen. meiner schwiegermutter muss man nicht nur bitten das sie hoch kommt, nein sie denkt auch nicht so weit das man einen tagesablauf hat und es ungünstig ist spontan vorbei zu schneien.

sie hat es nicht gemacht und ich bin davon enttäuscht weil ich mir sicher bin das dies die allgemeine situation entspannen würde und alle davon provitieren.
aber das tut jetzt nichts zur sache.

noch eine kleine erläuterung zu der sache mit dem babysitter:
nein ich sehe das nicht als 0 oder 1.
meine schwiegereltern können das kind gerne haben, aber ich würde es von mir aus nie abgeben nur weil ich mal in "ruhe dies oder jenes machen möchte". da ich die zeit mit meinem kind gerne verbringen möchte, und so weit wie möglich einbeziehe.
anderer seits gibt es situationen in dem es nicht möglich ist das kind mit einzubeziehen. dafür ist es sehr schön und hilfreich (und ich bin dafür dankbar) zu wissen wo das eigene kind für diese zeit gut aufgehoben ist.
und genau für diese situation möchte ich die möglichkeit streuen.
wie gesagt "jeder "kann an mich mit der bitter das kind zu haben herantreten, aber ich würde es niemals aus jucks und dollerei "abschieben" um meine ruhe zu haben.
manchmal liegt es halt im detail um dinge und zusammenhänge zu verstehen :-).

liebe grüße
sinope

Beitrag von anyname 14.10.10 - 20:55 Uhr

Hallo sinope,

vielen lieben Dank für Deine schnelle Antwort! Tut mir leid zu hören, dass Du ähnliche Probleme mit Deiner Schwiegermutter hast wie ich mit meiner.

Furchtbares Klischee, gell?

Hat gut getan zu lesen, dass Du da teilweise ähnlich denkst wie ich.

Trotzdem will ich wie gesagt daran arbeiten, dass das Verhältnis zu meinen Schiegereltern besser wird und ich einfach gelassener reagieren kann - ist halt nicht ganz einfach... im Enedefkt würden aber alle davon profitieren.

Beitrag von sinope 15.10.10 - 08:06 Uhr

hallo anyname,

ich finde es einfach gut das du dir ernsthafte gedanken machst und die gründe für dein empfinden suchst!
ich finde es auch sehr wichtig ein gutes familienverhältnis zu haben. jedoch finde ich es als nicht tragbar wenn die bemühungen nur einseitig sind und ansichten nicht tolleriert werden.

das ist zusammengefasst, das was ich dir sagen wollte.

es ist schön das es noch menschen gibt die ernsthafte absichten haben und mal ein stück zur seite treten um einen anderen blickwinkel auf die dinge zu erlangen! das machen viel zu wenige.

lg
sinope

Beitrag von h-m 14.10.10 - 15:27 Uhr

Vielleicht kommt das von allein in ein paar Monaten... Meine Mutter hat rasch das Interesse verloren, als meine Tochter lieber selbst laufen wollte, statt getragen zu werden, und als dann noch ihr kleiner Dickkopf und die Trotzphase dazu kamen, war es vollends vorbei.

Beitrag von anyname 14.10.10 - 21:04 Uhr

Hallo h-m,

vielen lieben Dank für Deine schnelle Antwort!
Du machst mir Hoffnung!!! ;-)

Beitrag von redrose123 14.10.10 - 15:31 Uhr

Wie du schriebst weisst du das du übertreibst.

1. denke ich auch nicht das sie deine Tochter verprügeln wird

2. lass sie doch über Windelinhalte reden was hast du dagegen?

3. Süsses und Extra TV naja ist die Oma und deine Tochter ist ja nicht täglich dort und wird in dem Alter eh damit null anfangen noch

4. Finde ich bevor du es bekannten gibst, wieso nicht der Oma?

Versuch es doch mal für eine kurze Zeit zum Spazieren gehen, mit der Abmachung wenn die Kleine unruhig wird wird sie heimgebracht? Wenn sie sich nicht dran hält, wars das erstmal.....

Beitrag von anyname 14.10.10 - 21:08 Uhr

Hallo redrose123,

vielen lieben Dank für Deine schnelle Antwort.

Hast ja recht...

Und einfach mal mit spazierengehen anfangen ist eine gute Idee! Da kann man nicht so viel falsch machen ;-)
Jetzt muß ich nur noch über meinen Schatten springen und das meiner Schwiegermutter anbieten... #zitter
Wieso läuft mir nur bei dem Gedanken daran ein kalter Schauer über den Rücken??? #aerger

Beitrag von redrose123 15.10.10 - 05:54 Uhr

Ich bin zwar keine Mutter, aber ich denke mir das es nicht an deiner Schwiegermutter liegt persönlcih sondern das du dein Kind beschützen willst...Urinstinkt oder so;-) Schau wie es läuft und alle werden vieleicht ein wenig glücklicher.....#winke

Beitrag von triso 14.10.10 - 15:57 Uhr

Ich lebe in einer echten Großfamilie, da wir sowohl Eltern und auch Schwigereltern in Rufweite wohnen haben.
Ich bin weder eine gute Tochter noch eine gute Schwiegertochter. Bei Ratschlägen aller Art wellt sich mein Zahnfleisch.
Aber eine Sache habe ich schnell und deutlich verstanden:
Ich bin nicht der "Bestimmer" meiner Kinder und sie sind nicht nur mein Fleisch und Blut. Niemand liebt meine Kinder so vorurteilsfrei wie ihre Großeltern. Sie würden sich allesamt lieber die Hände abhacken, als ihnen zu schaden.
Ihre Erziehungansätze sind nicht meine. Ich finde sie manchmal merkwürdig.
Aber alle meine Kinder lieben ihre Omas und Opas und machen mit ihnen Dinge, die sie hier nicht machen (können/dürfen).
Lern loszulassen, Schritt für Schritt und gib deinem Kind die Chance, seine großeltern kennenzulernen - denn es sind seine Oma und Opa und bleiben es, auch wenn du sie nicht magst.

Du wirst feststellen, es bereichert sehr und tut eigentlich gar nicht weh!#winke

Beitrag von schullek 14.10.10 - 18:25 Uhr

sehr schön geschriebenn und auch noch sehr viel kürzer als ich es unten getan habe #schein

lg

Beitrag von triso 14.10.10 - 20:24 Uhr

Danke#hicks

Beitrag von anyname 14.10.10 - 21:11 Uhr

Hallo triso,

wow!!!

Da muß ich schullek recht geben! Toll geschrieben!
Dein Kommentar gibt mir echt zu denken!

Mich würde Deine Meinung zur bereits weiter oben gestellten Frage interessieren:

Meine Tochter ist jetzt 5 Monate. Kann sie da wirklich schon eine Beziehung zu anderen Personen als Papa&Mama aufbauen? Soll sie das? Wann ist das richtige Alter???

Danke nochmal!

Beitrag von schullek 14.10.10 - 21:26 Uhr

darf ich auch antworten?

eine sehr gute freundin hat einmal zu mir gesagt: je mehr menschen ein kind lieben, desto besser!
was kann es besseres geben?
sieh das ganze nicht so absolut. du sollst und musst deine tochter nicht von jetzt auf gleich in die obhut anderer geben. wichtig ist, dass du erkennst, dass die großeltern eigentlich nur ihr enkelkind lieben wollen. gib ihnen die chance dazu. fang klein an und überwinde deinen eigenen widerstand udn vielleicht überraschst du dich selbst.

ich habe liebe schwiegereltern, die ich sehr mag. aber gerade in den ersten wochen monaten nach der geburt hatte ich auch oft negative gefühle meiner sm ggü. ich misgönnte ihr die schönen augenblicke mit meinem sohn. aber ich habe selbst über mich nachgedacht und meine gefühle angenommen, sie aber relativiert. und mit der zeit gingen sie weg. vor allem als ich erkannt habe, wie schön es für meinen sohn ist gerade diese oma zu haben.
deshalb, gib den großeltern eine chance und sieh das positive für dein kind. natürlich soll sie noch nicht gleich übernachten etc. aber einfach kontakt haben. entspannten kontakt.

lg

Beitrag von sinope 15.10.10 - 08:37 Uhr

hallo schullek,

genau den ansatz finde ich klasse:
"du sollst und musst deine tochter nicht von jetzt auf gleich"
deswegen habe ich auch eine möglichkeit gesund (und meiner meinung nach gefunden), diese aufwärmphase zu erlangen.

"fang klein an" - ja genau das! kleine schritte um zum ziel - zur normalität zu kommen, das war auch mein gedanke.

"natürlich soll sie noch nicht gleich übernachten etc. " - und genau das würde mein mann verlangen wenn sie heute vorbei schneien würden und den wunsch zu äußern.

und mit diesem von jetzt auf nachher habe ich auch probleme. deswegen wollte ich es anders. aber es ist nichts passiert - wie würdest du dann darauf reagieren, wenn deine schwiegermutter von heute auf nachher kommt und du dich damit abfinden sollst?
und du davor genügend anstalten gemacht hast das sich alle "aneinander" gewöhnen?
das würde mich schon interessieren?

lg
sinope

Beitrag von triso 14.10.10 - 21:41 Uhr

Liebe Anyname,

stell dir jetzt mal ein schlimmes Szenario vor:

du brichst dir ein Bein und dein Mann kann auf gar keinen Fall so lange Urlaub nehmen, wie du im Krankenhaus liegst.
Wie fühlst du dich besser - wenn dein Kind schon einen Bezug zu jemanden aufgebaut hat, der es liebt, behütet und zu dir bringt - oder erst dann einspringen muß.
Dann versteht dein kleines Mäuschen die Welt nicht mehr.

5 Monate sind ein wunderbares Alter, um entdecken zu dürfen, dass Liebe nicht begrenzt, sondern von verschiedenen Personen gegeben werden kann.

Und dein Mäuschen abzugeben, ist das wunderbarste und vertrauensvollste geschenk, dass du deiner Schwiegermutter machen kannst.
Wenn du den Mut hast, sag ihr, dass du keinen Babysitter benötigst und auch keine Hilfe - aber das du ihr diesen wunderbaren Erdenbürger nicht vorenthalten möchtest, einfach, weil du ihr die Freude gönnst!#liebdrueck

Beitrag von anyname 14.10.10 - 21:56 Uhr

Hallo triso,

das gefällt mir!

Schullek hat mich gerade erkennen lassen, dass ich erst mal noch ein bisschen "aufräumen" muß bevor ich bereit bin meine Kleine meiner Schwiegermutter abzugeben - ich muß sie irgendwie verstehen lassen, dass sie es mir durch Bedrängnis unmöglich schwer macht ihr die Kleine zu geben - und Dein Satz "ich brauche keinen Babysitter und auch keine Hilfe aber ich will Dir diesen wunderbaren Erdenbürger nicht vorenthalten und gönne Dir die Freude" hilft in diesem vermutlich nicht ganz einfachen Gespräch sicherlich!!! Merci!

Beitrag von schullek 14.10.10 - 18:15 Uhr

hallo,

zu deinen punkten:

"- Ich brauche zur Zeit nicht wirklich einen Babysitter - d.h. ich würde ihr mein Kind nur geben um ihr einen Gefallen zu tun (und mich dabei nicht gut fühlen!) Wenn ich einen Babysitter bräuchte, hätte ich genügend Angebote (ich bin in der glücklichen Position, dass jeder im Bekanntenkreis auf die Kleine aufzupassen will - wird sich vermutlich noch ändern"

sowie:

"Meine Schwiegermutter sagt nicht, dass sie einfach mal gerne Zeit alleine mit der Kleinen verbringen würde, sondern sie besteht darauf dass sie mir einen riesigen Gefallen tut wenn sie mir die Kleine mal abnimmt"

sie sagt das wahrscheinlich, weil sie das gefühl hat, dass du es nicht schätzen würdest, wenn sie so frei danach fragt. also es einfach nur darum geht, dass sie alleine mit dem kind ist. ist dir mal in den sinn gekommen, dass es deiner schwiegermutter mit dir ähnlich gehen könnte? sie macht sich sicherlich wahnsinnig viele gedanken, wie sie mit dir umgehen kann etc. wenn du aber genau weißt, was sie will, warum ist es dir soo wichtig, dass sie es auch sagt?es ist doch völlig logisch, dass das genau der wunsch einer oma ist, oder nicht? wenn du so viele babysitter hast ist das schön. aber oma ist einfach oma. und eine schöne oma- enkel beziehung ist was tolles. wichtig ist hier: es ist nicht deine beziehung, sondern die deines kindes. und auch wenn deine schwigermutter gewisse dinge anders macht, wird das nicht gleich deine tochter fürs leben negativ prägen. wie wäre es, wenn du ihr 2-3 stunden an einem nachmittag ion der woche quasi abtreten würdest, wenn es mit deinem kind möglich ist. so habe ich es gemacht, allerdings erst, als mein sohn 1jahr alt war, vorher wäre es von ihm aus schwierig gewesen.


"Meine Schwiegermutter hält sich nicht an Vereinbarungen (sie kümmert sich regelmäßig um das Kind von Bekannten und macht die Mutter dieses Kindes ständig vor mir schlecht und erklärt mir was diese Mutter alles falsch macht und was sie alles richtig macht - teilweise entgegen den Vereinbarungen, die sie mit dieser Mutter getroffen hat...)"

da verstehe ich dein misstrauen. aber auch hier geht probieren über studieren. vielelicht erzählt sie dir nur so viel von der anderen mutter um dir zu zeigen, wie gut sie ist. um dich halt dazu zu ermutigen, dass sie gut aufs kind aufpassen kann! wäre möglich, oder? du kannst ihr ganz klar sagen, was du möchtest und nicht udn dass dir das und das wichtig ist. hält sie sich nicht dran, wirst du es schnell merken und kannst sie darauf ansprechen.

"Meine Schwiegermutter hat seltsame Ansichten und Angewohnheiten: sie findet es toll wenn kleine Kinder Worte wie "geil" nutzen, ständig Gummibärchen essen und fernsehen - sie hält die "gute alte Trachtprügel" durchaus für angebracht (obwohl Sie meine Tochter nie wirklich prügeln würde, da bin ich mir immerhin sicher, aber mir wäre schon ein Klaps bzw. eine Ohrfeige zu viel!) - sie kann sich extrem ausgiebig über Windelinhalte und ähnliche Themen unterhalten - etc. "

hier kannst du ganz klar sagen, was du möchtest und was nicht. sie weiß, dass du die macht hast, welche ja beinhaltet, dass du ihr die kleine nicht mehr gibst.

zum einzug ins haus, solltet ihr euch positionieren, damit das nicht konstant in der schwebe ist. dann weiß sie, was sache ist udn wird auch nixcht mehr davon anfangem.
generell ist es nat. schön, wenn ihr regelmäßigen umgang alle 2 wochen habt. aber sei mal ehrlich, wenn deine tochter später mal ein baby hat und in der nähe wohnt, du zeit hast. würdest du das baby nicht auch öfter sehen wollen? fürh dir vor augen, dass eine beziehung zwischen großeltern udn enkelkind in den allermeisten fällen fürs kind absolut bereichernd ist. es wird sich nichts an deiner beziehung zu deinem kind ändern. großeltern haben viel zu geben, sind wichtig im leben der kinder. wenn eine beziehung also möglich udn sogar so erwünscht ist, sollte man es fördern. fang doch wie gesagt erstmal damit an, dass sie einmal die woche an einem festen tag für 2-3 stunden zu euch kommt. sie kann dann die kleine in der wohnung betüddeln, spatzieren fahren und du machst sonst was. wenn du dich damit gut fühlst, könntest du dir dann für die zeit nen festen termin legen, wie nen sportkurs, oder einfach nur dann deinen großeinkauf machen. alles glücklich.

meine letzte frage an dich: wie sieht es mit deinen eltern aus? habt ihr viel kontakt zu denen udn wie sind deine gefühle da?

lg

Beitrag von anyname 14.10.10 - 21:38 Uhr

Hallo schullek,

auch Dir vielen lieben Dank für Deine schnelle Antwort!

Natürlich ist mir schon in den Sinn gekommen, dass es meiner Schwiegermutter mit mir ähnlich geht wie mir mit ihr. Auch in diesem Fall gehören ja immer 2 dazu...!
Sie legt großen Wert darauf, dass wir ein gutes Verhältnis zueinander haben und gibt sich auch wirklich Mühe. Das Problem dabei ist nur: gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht!
Und natürlich mach' ich auch Fehler und nerv' sie vermutlich auch ganz gehörig. Aber... sie will ja was von mir. Ich will ja nur meine Ruhe!

Nein... ganz so egositisch bin ich nun doch wieder nich. Natürlich will ich, dass meine Tochter eine gute Beziehung zu ihren Großeltern hat und natürlich will ich ein harmonisches Großfamilienleben. Aber ich will mich eben auch nicht von ihr vereinnahmen lassen. Und die Grenzen von "eigene Familie abgrenzen" zu "Großeltern ausgrenzen" sind verdammt fliessend!

Ich habe ja schon erkannt, dass ich gelassener werden muß - jetzt ist nur noch die Frage wie...

Ich werde mal versuchen ihr anzubieten mit meiner Kleinen spazieren zu gehen, so wie es redrose123 vorgeschlagen hat. Einen festen Mittag JEDE Woche ist mir aber echt zu viel!!! *ja...schlechtes Gewissen hab'*

Zum Thema "ganz klar sagen was geht und was nicht" wenn sie auf die Kleine aufpasst - ich finde, das ist so eine Sache...
Meinen nicht alle Großeltern sie wissen es besser (sie haben uns ja auch irgendwie groß gekriegt ;-)), und lassen sich nicht alle Großeltern genauso ungern reinreden wie wir Eltern? Ich halte es für utopisch zu erwarten, dass die Großeltern alles genauso machen wie ich es will und es ihnen gesagt habe. Natürlich kann ich gewisse Grundregeln vorgeben und erwarten, dass die eingehalten werden, aber ansonsten ist es halt bei Oma&Opa anders als daheim... und das ist ja bis zu einem gewissen Grad auch gut so. Vermutlich fällt es mir deshalb so schwer die Kleine herzugeben, weil Sie dann halt irgendwie "aus meinem sicheren Nest rausgepurzelt" ist.

Zu Deiner Frage bezüglich meiner Eltern:

Mit meiner Mutter habe ich ein sehr gutes Verhältnis. Auch sie macht manchmal Sachen mit der Kleinen die mich nerven, aber damit kann ich irgendwie gelassener umgehen. Meine Mutter und ich sind allerdings auch sehr offen zueinander - d.h. ich sag' ihr einfach sofort und unverblümt wenn was nicht passt, und sie mir auch. Meißstens ist es aber noch nicht mal nötig, dass ich ihr was sage oder sie mir - wir kennen uns so gut, dass wir sofort merken wenn was nicht stimmt. Meine Mutter hat mal eine Stunde als ich beim Artzt war auf die Kleine aufgepasst - das war ok (und ich war ich auch wirklich dankbar dafür, weil es bei dem Arztermin mit der Kleinen echt ungeschickt gewesen wäre). Allerdings war das eine Ausnahme weil mir die Kleine mit 5 Monaten eigentlich noch zu klein ist um länger ohne Papa oder Mama betreut zu werden (wenns nicht anders geht ja - ansonsten muß's nicht sein...).

Beitrag von widowwadman 14.10.10 - 21:59 Uhr

Was meint ihr? Über den eigenen Schatten springen und ihr die Zeit mit der Kleinen gönnen?

Genau das solltest du tun.

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