muttermilchunvedrträglichkeit

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von blume007 15.10.10 - 19:30 Uhr

hallo
mein sohn 3,5 m hat starke blähungen un 5-6 x am tag stuhl so dünn wie suppe nimmt aber prächtig zu. er hatte schon 2x erhöhte entzündungaparameter un kein arzt kann mir sagen warum denn sie finden nichts
jetzt hat mir wer von einer muttermilchunverträglichkeit erzählt gibt es das und wenn ja welche anzeichen dibt es

danke schon mal für eure antworten
petra mit felix im arm

Beitrag von berry26 15.10.10 - 19:47 Uhr

Hallo,

also von Muttermilchunverträglichkeit habe ich noch nie gehört. Es gibt eine Milchunverträglichkeit, dabei vertragen die Babies keinerlei Milchprodukte die die Mutter zu sich nimmt. Heisst DU müsstest auf Milch und Milchprodukte verzichten aber es könnte sich auch um eine Unverträglichkeit auf andere LM handeln.

Flüssiger Stuhlgang ist bei Stillbabies ja normal auch 5-6 mal täglich bei einigen Babies.

Wie sieht es denn mit seinem Allgemeinzustand aus. Ist er denn kränklich oder geht es ihm ausser den Blähungen gut? Normalerweise nehmen diese Babies schlecht zu und sind allgemein sehr schlapp und blass. Hast du euren Kia schon mal auf soetwas angesprochen?

LG

Judith

Beitrag von blume007 15.10.10 - 20:05 Uhr

danke dür deine antwort

mein kia sagt soetwas gibt es seiner meinung nach nicht es ist nur komisch dass seine entzünungsparameter im blut steigen ohne sichtlichen grund
milchprodukte habe ich jetzt scon ca 1,5 wochen weggelassen und trotzdem diese werte
wenn er die erhöhten werte hat schreit er sehr viel sonst es er eher gut gelaunt und nimmt auvh gut zu

petra

Beitrag von berry26 15.10.10 - 21:19 Uhr

Wenn du nach dem Milchverzicht keine Besserung bemerkt hast, dann kann es daran auch nicht liegen. Also entweder eine andere Unverträglichkeit oder es gibt eine ganz andere evtl. organische Ursache? Würde den KIA nochmal darauf ansprechen evtl. auch eine Zweitmeinung einholen.

Beitrag von steffi0413 15.10.10 - 20:44 Uhr

Hallo Petra,

kommt es oft vor, dass er beim Stillen hustet, verschluckt? Wie oft und nach wieviel Zeit wechselst Du Brust beim Trinken? Wie oft trinkt er in 24 Stunden? Immer beide Brüste? Spürst Du Milchspendereflex beim Stillen? Pumpst Du öfters grössere Menge ab?
Muttermilchunverträglichkeit gibt's nicht. Es kann sein dass er Kuhmilchallergie (oder noch vielleicht Eier, Soya, Fisch) hat. Das ist aber in den meisten Fällen mit schleimigem Stuhl (kann sogar Blut im Stuhl sein) und quarkartigem Spucken verbunden. Da kannst Du versuchen auf Milch und Milchprodukte KOMPLETT zu verzichten. Wenn wirklich das das Problem ist, dann solltest Du in 4-5 Tagen Besserung beobachten.
Häufiger, evt. grüner, wasserdünner Stuhl mit Blähungen und/oder Bauhweh deutet bei Stillkindern oft darauf, dass die zu viel milchzuckerreiche Vordermilch und weniger fette hintere Milch trinken. Das kann vorkommen wenn Du zu viel Milch hast, auf Vorrat abpumpst, zu schnell Brust wechselst, zu starken Milchspendereflex hast usw....
Ich glaube die erhöhten Entzündungsparameter sind davon unabhängig. Kann sein dass ihm etwas in den Knochen steckt, was er aber mit Hilfe von Muttermilch ohne Symptone besiegt. War vielleicht jemand in der familie krank?

LG
Steffi

Beitrag von katrinchen85 15.10.10 - 21:07 Uhr

Hallo,

du scheinst dich ja ganz gut auszukenne damit, machst du beruflich etwas mit Stillen?
Sag mal, kannst du mir auch sagen, was man machen kann, dass das Baby länger an der Brust trinkt und eben nicht nur die Vordermilch bekommt? Bei uns ist das nämlich sehr der Fall mit der riechlichen Milch und sstarkem Reflex... Und wir haben super viele volle Windeln am Tag, der Po wird schon ganz wund. :-( Dazu kommt, dass er aich noch ziemlich häufig trinken mag und so wird jede Mahlzeit natürlich NOCH kürzer.

LG,Kati mit 2 Kids+ Hannes, 8 Tage

Beitrag von steffi0413 16.10.10 - 22:26 Uhr

Hallo Kati,

beruflich noch nicht, aber ich habe eine super gute, erfahrene Lehrerin (Stillberaterin von la leche liga und ibclc....;-)
Bei euch hat sich wahrscheinlich das Gleichgewicht zwischen Nachfrage und Angebot noch nicht eingespielt.
Ist ihr Stuhl grün oder eher gelblich? Wasserdünn oder eher cremig mit weissen "Flocken". Ist deine Milch noch gelblich?
Du hast wahrscheinlich noch Übergangsmilch (Übergang zwischen Kolostrum und reife Milch), die kann noch sowieso ein bisschen stuhllockernd wirken. Reife Milch hast Du normalerweise ab dem 14. Tag (kannst Du darüber erkennen, dass die weiss ist und nicht gelblich)
Milchspendereflex wird wahrscheinlich mit der Zeit auch nicht mehr so stark.
Gegen starken Milchspendereflex kannst Du folgendes versuchen:
1. ein wenig Milch vor dem Stillen mit der Hand auszustreichen bzw. ausfliessen lassen bis die nicht mehr so heftig spritzt...;-)
2. eine Stillposition suchen, wo die Milch gegen die Gravitation fliessen muss.
3. oft anzulegen hilft bei starkem Reflex. Wenn Du aber das Gefühl hast, dass die Kleine nur sehr wenig getrunken hat und in Kürze wieder trinken möchte, kannst Du wieder die gleiche Brust anbieten.

Das gilt natürlich nicht für die Ewigkeit, Du kannst immer wieder anderes Stillverhalten versuchen, die Reaktionen der Kleinen beobachten und dich anzupassen.

Ich wünsche Dir eine schöne, lange Stillzeit.

LG
Steffi

Beitrag von steffi0413 17.10.10 - 12:29 Uhr

#klatsch ich habe etwas wichtiges vergessen....
Trinkt er kurz, weil er satt wird (abdockt) oder weil er einschläft?

LG
Steffi

Beitrag von blume007 16.10.10 - 08:10 Uhr

Hallo

Danke für deine Antwort!
Husten beim Stillen tut er nicht, aber er verschluckt sich manchmal. Die Brust wechsle ich beim Stillen nicht da er mit einer genug hat. Er nimmt die Zweite unmöglich. Er trinkt ca alle 3 - 4,5 Stunden und ich spüre meinen Milchspendereflex ziemlich heftig. Abpumpen tue ich nicht und ich habe auch schon ca 1,5 Wochen auf Kuhmilchprodukte verzichtet und es war keine Änderung! Im Gegenteil so arg wie diesmal war es noch nie.
Sein Stuhl ist immer schleimig aber nicht blutig und spucken tut er eher selten. Ab und zu kommt beim Bäuerchen etwas mit hoch. Er hat nur etwas Schnupfen sonst nichts.

Hoffe ich bekomme noch Antwort von dir würde mich echt freuen.

LG Petra

Beitrag von steffi0413 16.10.10 - 21:45 Uhr

Hallo Petra,

wenn in 1,5 Wochen überhaupt keine Besserung zu beobachten war, dann ist es mit grosser Wahrscheinlichkeit keine Kuhmilchallergie. Das ist erstmal gut. :-D
Ich bin kein Arzt, aber ich glaube ein Schnupfen kann auch locker erhöhte Entzündungaparameter verursachen...
Ist sein Stuhl grün oder eher gelblich? Bekommt er Tee, Wasser? Trinkst Du regelmässig Stilltee?
Grund von Blähungen und evt. diesem Stuhl kann starker Milchspendereflex sein, was anscheinend bei Dir der Fall sein kann. Dabei kann er auch viel Luft schlucken und Blähungen, Bauchweh zu Folge haben.
Um das zu mildern kannst Du folgendes versuchen:
1. öfters anzulegen (aber wenn er nur ganz wenig trinkt, dann kannst Du nächstes Mal wieder die gleiche Brust anbieten)
2. ein wenig Milch vor dem Stillen mit der Hand ausstreichen bzw. ausfliessen lassen bis die nicht mehr so heftig spritzt...;-)
3. eine Stillposition suchen, wo die Milch gegen die Gravitation fliessen muss.

Eine andere Richtung könnte sein, dass ihr Stuhltests für Bakterien, Pilz usw. machen lasst (ist aber bei Stillkindern sehr selten).

Ich hoffe, dass es bald besser wird.

LG
Steffi

Beitrag von muddi08 15.10.10 - 21:49 Uhr

Hallo,

mein Sohn hatte eine muttermilchinduzierte Dickdarmcolitis mit 10 Wochen (d.h. durch meine Mumi hat sich der Dickdarm entzündet und er hatte blutig-schleimigen Stuhl). Er hatte super zugenommen, keinerlei Bauchweh oder ähnliches, halt nur das Blut im Stuhl. Nachdem ich Kuhmilchprodukte und Ei meinerseits weggelassen habe, ist die Colitis ausgeheilt. Jetzt mit fast 2 Jahren verträgt er Milch und Ei wieder.
Allergietests waren allesamt negativ, was nicht ungewöhnlich bei Säuglingen und Kleinkindern.

LG

Beitrag von lucaundhartmut 15.10.10 - 22:22 Uhr

Liebe Petra,


ja das gibt es. Lasse Dich bitte über KiA, Hebamme und/oder Gynäkologen beraten.


LG
Steffi