Mittelohrentzündung verhindern

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von tosse10 16.10.10 - 20:35 Uhr

Hallo ihr Lieben,

unser Sohn war erst einmal wirklich krank. Da hatte er eine Mittelohrentzündung (mit knapp 3 Monaten).
Nun wurde gestern bei der U7 schon festgestellt das ein Ohr gereizt und rot ist. Wir haben dann homöopathische Tropfen (Otovowen) bekommen auf Privatrezept. Mit der Verabreichung hat es dann schon gehapert (keine Ahnung wie ich das Kind zwingen soll die Tropfen zu nehmen, die sind wirklich scheußlich und enthalten ziemlich viel Alkohol). Sobald unser Kleiner nun einen Löffel sieht nimmt er schreiend reißaus. Wenn man den Löffel dann endlich im Mund hat, spuckt und seibelt er das meiste wieder raus.
Im Laufe des Tages wurde er immer quengeliger, schlapper und irgendwie anders. Er griff sich auch mehrfach an das Ohr (nur das welches gestern schon gereizt war). Er sagte dann so ab 5-6 Uhr auch mehrfach "aua Ohr" und zeigte wieder auf besagtes. Ich habe ihn als er gar nicht mehr konnte ins Bett gebracht (eine gute Stunde früher als normal) und dabei sicherheitshalber Fieber gemessen. Er hat bisher nur leicht erhöhte Temperatur.
Was macht ihr in so einem Fall? Kann man trotzdem noch irgendwie verhindern das die Entzündung durchkommt. Falls es schlimmer wird, würdet ihr dann zum Notdienst morgen oder lieber irgendwie bis Montag durchhalten und zum KiA? Ohrenschmerzen sind ja schon echt schlimm auszuhalten.
Wie entsteht eigentlich so eine Mittelohrentzündung und was kann man bei anfälligen Kinder tun um es möglichst zu vermeiden?

LG

Beitrag von jindabyne 16.10.10 - 20:42 Uhr

Meine Große neigt sehr zu MOE. Bei ihr ist eine Verengung im Ohr, dadurch kann sich Flüssigkeit, die sich im Ohr bildet, nicht richtig ablaufen. Sobald sie nur ein bisschen Schnupfen hat, läuft sie gleich Gefahr, eine MOE zu bekommen.

Daher geben wir auf Anweisung des Arztes bei JEDEM Schnupfen sofort abschwellende Nasensprays. Dadurch kann sich nichts verstopfen und die Flüssigkeit läuft ab. Seit zwei Jahren konnten wir so MOE bei ihr verhindern.

Paracetamol um die Schmerzen zu stillen darf man bei MOE übrigens auch geben.

Lg Steffi

Beitrag von tosse10 16.10.10 - 20:46 Uhr

Danke!

Das mit den Nasentropfen (er mag kein Spray, Tropfen gehen problemlos) machen wir auch. Das wurde uns von der Kinderärztin so geraten, genau aus dem genannten Grund. Nichts verstopft und alles ist gut belüftet.

Paracetamol habe ich da. Würdest du dann auch ggf. damit überbrücken und bis Montag warten, falls es schlimmer wird.

LG

Beitrag von jujo79 16.10.10 - 20:49 Uhr

Hallo!
Wir hatten das vor einem halben Jahr bei unserem Sohn so. Waren auch beim Notdienst (war natürlich WE) und die hätten uns am liebsten gleich ein Antibiotikum mitgegeben, meinten aber, dass ich es versuchen kann mit alle 4 Stunden Nasenspray (also das abschwellende, Spray verteilt sich auch besser als Tropfen) und alle 6 Stunden Ibuprofen-Zäpfchen oder -Saft (nicht nur gegen die Schmerzen, sondern auch gegen die Entzündung, aber wir haben es nur 1x gegeben). Zusätzlich habe ich noch Zwiebeltropfen gemacht und recht häufig ins Ohr geträufelt (fand er nicht toll, aber danach gab's 'nen Smartie ;-)). Du könntest auch ein Zwiebelsäckchen auf das Ohr legen.
So würde ich es immer wieder machen, denn als wir am nächsten Morgen zur Kontrolle waren, war es schon wieder fast ok.
Dann mal gute Besserung und falls die Schmerzen zu schlimm werden oder du unsicher bist, würde ich doch noch zum Arzt.
Grüße JUJO

Beitrag von tosse10 16.10.10 - 20:53 Uhr

Dann versuch ich doch noch mal das Spray. Es liegt ja hier, aber er hatte so geweint davon. Die Tropfen lässt er kommentarlos über sich ergehen.

LG

Beitrag von scura 16.10.10 - 20:51 Uhr

Hallo,
Mittelohrentzündung beugt man am besten mit Nasenspray vor. Bei jedem kleinen Schnupfen abschwellende Nasentropfen sorgen für eine gute Belüftung.
Otovowen finde ich gut. Gebe ich auch immer. Aber niemals pur auf nem Löffel, sondern ins Getränk gemischt. Da kann man ja seinem Kind auch gleich nen Obstler mit Löffel einflössen, so furchtbar schmeckt das.

Beitrag von tosse10 16.10.10 - 20:55 Uhr

Ich hatte in der Apo gefragt, da wurde mir extra gesagt ich solle die Tropfen möglichst pur geben. Ich habe sie probiert und auch mir brennt das Zeug im Mund wie Hölle.
Dann versuch ich es morgen verdünnt. Er trinkt nur Wasser und Milch, keinen Saft oder Tee.

LG

Beitrag von scura 16.10.10 - 21:03 Uhr

Mit nem Teelöffel Zucker schmeckt jede Medizin.....

Ich habe auch probiert es pur zu geben. Nach dreimal war Schluss. Die totale Verweigerung. Ich mische es in Wasser auf dem Löffel.

Beitrag von frozaen85 16.10.10 - 20:52 Uhr

Gibst du die Tropfen pur??? Hast du die schon mal probiert. Die sind echt wiederlich und sogar mir brennt der Alkohol im Hals. Da ist schon ordentlich was drin. Misch die Tropfen einfach mit Wasser oder Saft und geb es ihm zum trinken. So hat Lukas die immer bekommen.
Was gut helfen soll, ist ein Zwiebelsäckchen aufs Ohr legen. Hab ich aber noch nie gemacht. Ich glaub die sollen warm sein und dann ihm aufs Ohr legen. Lukas hätte das da aber nicht drauf behalten.
LG
Sandra mit Lukas, der grad ne MOE hintersich hat

Beitrag von schullek 16.10.10 - 21:56 Uhr

bitte nicht mit saft. otovowen ist ein homöopathisches mittel. es sollte nur mit wasser verdünnt werden.

lg

Beitrag von frozaen85 17.10.10 - 09:52 Uhr

Bei uns half es auch mit Saft oder Tee ;-)
Ich war froh, dass er es überhaupt getrunken hat. Aber ich kann mir schon vorstellen, dass es mit Wasser am besten ist.
LG

Beitrag von beni76 16.10.10 - 20:53 Uhr

Hi Du

ich habe hier auch so ein kleiner MOE Patient zu Hause!
Also, die Otowoven sollen gut helfen, bei uns leider nicht, vielleicht kannst Du ihm die Tropfen auf ein Stück Würfelzucker tropfen, dann ist das nicht so ganz ecklig ;-)
Ansonsten entsteht eine MOE dadurch, dass die Verbindung von der Nase zum Innenohr (heisst Eustachische Röhre) bei manchen Kindern sehr eng ist und dadurch sich die Flüßigkeit im Ohr staut und sich entzünden kann :-( z.B. durch Schnupfen schwillt diese Röhre halt komplett zu und die Flüßigkeit kann nicht mehr abfliessen und das Ohr wird nicht mehr belüftet=durch die Schnupfenbakterien kann sich die "Suppe" im Ohr entzünden!
Du kannst ihm bei Schnupfen gleich 2x am Tag Nasentropfen oder Spray geben (aber diese mit Wirkstoff) damit die Schleimhäute abschwellen und das Ohr wieder belüftet werden kann!
Und wenn das Trommelfell NUR gerötet war, dann kannst Du eine Entzündung noch mit Ibuprofen (Nurofensaft)(und den Nasentropfen) etwas aufhalten.
Zusätzlich kannst Du im Kizi eine Zwiebel aufschneiden, diese ätherischen Öle sollen auch die Schleimhäute etwas abschwellen!
Wenn er weiter Fieber bekommen sollte, würde ich ihn Moregn beim Arzt nochmal durchchecken lassen, weil MOE´s tun sooooo weh #heul
Auf das Ohr kann man auch noch Zwiebelsäckchen legen, die sollten warm sein und sollen bei den Ohrenschmerzen etwas lindernd wirken!
Hier dazu ein Link:
http://www.babyernaehrung.de/Vorsorge/wickel
etwas weiter unten steht der Zweibelwickel bei Ohrenschmerzen!

Falls Du Bedenken hast mit den Nasentropfen (da schreien einige ja gleich, dass man die nicht geben sollte) die sind wesentlich weniger schlimm, als 10 Tage Antibiotikum!
Übrigens eine MOE ist nicht ansteckend, NUR die Erkältung dazu, auch etwas, was viele falsch auslegen!

Gute Besserung Deinem Zwerg

Lg
#blume beni

Beitrag von julk 16.10.10 - 20:53 Uhr

Versuch die Tropfen irgendwie reinzubekommen. Kann man ja auch in Saft geben soweit ich weiß. Lieber bekommt er mal ein paar mal zuckrigen Saft, als es bleibt so. Unser Sohn ist da zum Glück nicht empfindlich, aber ich selbst hatte letztes Jahr drei Wochen einen mittelorhentzündung und Wasser in beiden Ohren. Bei einem wurde sogar ein Schnitt gemacht und ich habe zwei verschiedene Antibiotika und diese sinnlosen Infusionen bekommen und mit zwei Wochen lang drei Ibuprofen 600 pro Tag reingehauen. Ich wusste schon gar nicht mehr was ich machen soll und da hat mir eine Freundin die Otovowen Tropfen empfohlen. NAch zwei Tagen war alles gut. Also ein Zufall kann des nicht sein...
Liebe Grüße Julk

Beitrag von tosse10 16.10.10 - 20:59 Uhr

Danke für die vielen guten Tipps!

Ich hoffe das er morgen nicht schon richtig krank geworden ist und versuche es dann noch mal mit dem Spray (auch wenn er Nasentropfen bevorzugt) und den Otovowen-Tropfen (diesmal verdünnt, aber die Apothekerin hatte mir ausdrücklich gesagt möglichst pur, maximal 1:1 mit Wasser verdünnen).

DANKE und lieben Gruß!

Beitrag von julk 16.10.10 - 21:08 Uhr

Abder wenn ich jetzt nicht ganz blöd bin steht doch sogar in der PÜackungsbeilage dass mit Saft verdünt kein Problem ist... Was soll daran schlechter sein...
Liebe Grüße JUlk

Beitrag von tosse10 16.10.10 - 21:13 Uhr

So viel von der Beilage hab ich noch gar nicht gelesen #hicks, hatte ja extra nachgefragt. Ich kenne mich mit homöopathischen Sachen nicht aus und dachte es wird schon einen Grund haben. Aber dadurch das man sie so oft gibt, ist ja fast immer eine zeitliche Nähe zu anderen Lebensmitteln/Getränken gegeben.

Beitrag von nana141080 17.10.10 - 15:54 Uhr

Homöopathische Mittel dürfen nur nicht mit Metall, Kaffee oder Alkohol in Verbindung aufgenommen werden#aha

Beitrag von nana141080 17.10.10 - 15:55 Uhr

Also von alkoholisierten Menschen da die Wirkung dann anders ist!

Beitrag von sohnemann_max 16.10.10 - 21:23 Uhr

Hi,

verhindern kannst Du es leider nicht. Unsere Kinder sind beide selten krank. Wenn dann haben sie aber Mittelohrentzündung. Die Kleine hatte es aktuell letzte Woche - beidseitig.

Ehrlich gesagt würde ich nicht bis Montag warten. Eine MOE tut oder kann höllisch weh tun - ich habs leider auch chronisch und ich bin froh, wenn mir jemand etwas gegen die Schmerzen gibt. Ich hatte es vor 2 Monaten - warum weiss kein Mensch, die Erkältung hat sich so richtig auf die Ohren gesetzt. Ich habe meinen Chef (Arzt) angebettelt, dass er mir entweder das Ohr entfernt oder mir jetzt auf der Stelle etwas gegen die fiesen Schmerzen gibt oder aber ich falle um vor Schmerz und bin dann mindestens 2 Wochen krank :-p. Er hat sich dann just für Schmerzmittel entschieden...#verliebt

Evtl. würde ich sogar heute noch, auch wenn er nur erhöhte Tempi hat, einen Fiebersaft oder Zäpfchen geben. Lindert auch den Schmerz, falls er vorhanden ist.

Bei uns hilft immer nur ne Bombe - mit Naturmittelchen kommen wir nicht weit und verhindern konnten wir es bisher nicht. Wir tragen Mützen, gehen nicht mit nassen Haaren raus, gucken, dass sie Ohren trocken sind, sind dem Wetter entsprechend gekleidet und dennoch kommt es immer und immer wieder.

LG
Caro mit Max 6 Jahre und Lara 16 Monate

Beitrag von julste 16.10.10 - 21:26 Uhr

Hallo,ich arbeite in der Klinik,unsere HNO Ärze meinen Otovowen bringt nichts(ich hatte sie leider auch schon gekauft). Wichtig ist in den ersten 3 Tagen eines Infektes die kleinen Ostien(Löchlein) offen zu halten.Dies geht z.B.mit Sinupret.Das schmeckt nicht übel(nicht zu vergleichen mit dem ekligen O.) Dazu kann man den Hustensaft o.ä.geben.
Seit wir das so machen sind wir von MOE bisher verschont geblieben.
Alles Gute!
Julie

Beitrag von schullek 16.10.10 - 21:58 Uhr

eventuell haben die ärzte noch keinerlei erfahrungen mit guter homöopagthie gemacht. worauf begründet sich denn deren aussage?

lg

Beitrag von woelkchen1 16.10.10 - 21:36 Uhr

Nasenspray ist enorm wichtig als Vorbeugung! Außerdem alles was entschleimt. Wir geben dann Prospan zum Beispiel.

Gegen die Schmerzen haben wir Otalgan, sind Tropfen für das Ohr, die nur die Schmerzen bekämpfen.

Otovowen hat gar nicht hingehauen bei uns, und sorry- aber nach der empfohlenen Dosis war mein Kind betrunken.

Beitrag von nuckelspucker 16.10.10 - 21:45 Uhr

hey,

MOE vermeiden ist bei den kleinen schwierig. wir geben bei schnupfen gleich nasenspray und oft auch otovowen. das allerdings geben wir nicht pur, sondern mit einem getränk verdünnt.

ansonsten ein zwiebelsäckchen aufs ohr oder rotlicht, aber da sollte man dabei bleiben!

lg und gute besserung

claudia

Beitrag von schullek 16.10.10 - 21:50 Uhr

hallo,

du kannst die tropfen auch mit wasser verdünnen. ist sogar angeraten. aber die sind wirklich gut!
lg

Beitrag von caba 16.10.10 - 22:02 Uhr

Wir haben gute Erfahrungen gemacht mit Otovowen. Du mußt die Tropfen verdünnen, steht aber auch in der Beilage, wie auch die Angabe zum Alkohol (Vergleich mit Apfelsaft).
Gute Besserung wünscht Caba!

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