Mein Kind hat Angst vor anderen Kindern

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von beauty71 19.10.10 - 14:28 Uhr

Habe ein echtes Problem, seit meine Tochter 5 Monate ist, sind wir eigentlich unter Kindern, aber sie hat einfach Angst vor ihnen. Heute ist sie fast 3 und ein Spielen mit anderern Kindern ist gar nicht drin.
Wir waren in Babygruppen, Krabbel-Spiel-Turngruppen und immer nur höre ich mein Kind heulen.
Sie hockt immer nur auf meinem Schoß und wenn andere Kinder ihr zu nahe kommen, fängt sie sofort an zu weinen.
Ältere Kinder gehen, da hat sie nicht solche Ängste vor, aber gleichaltrige und kleinere Kinder sind ihr ein Graus.
Sie soll jetzt im Dezember in den Kindergarten und ehrlich gesagt, habe ich schon richtige Panik davor, weil ich vermute, dass der Schuss nach hinten losgeht.
Manchmal kommt man sich schon wie ein Außenseiter vor, weil andere Kinder eben nicht so sind!
Und ich bin auch ein eher kontaktfroher, temperamentvoller Mensch und kann mich in dieser Sache so gar nicht in meine Tochter reinversetzen.
Ich kann nur hoffen, dass sich dieses Verhalten irgendwann endlich mal gibt, denn so kann das ja nicht bleiben, möchte sie nicht unbedingt bis zum 18. Lebensjahr auf meinem Schoß haben!! Und mich belastet das Ganze ungemein!

Vielleicht ist hier ja jemand, der das Theater kennt und mit dem ich mich mal austauschen könnte????
Wäre super!
LG beauty

Beitrag von nsbrbg 19.10.10 - 14:39 Uhr

Hallo,

ich hab auch so eine Maus daheim und mir graut es auch schon wenn sie in den Kindergarten kommt.

Ich treffe mich auch schon seit meine Kleine ca 3 Monate alt war mit anderen Mami´s und gleichaltrigen Kindern. Aber während die anderen Kindern miteinander spielen oder zusammen springen sitzt meine Maus bei mir auf dem Schoß oder spielt für sich alleine.

Ich mache mir auch schon Sorgen, dass meine Maus vor lauter Schüchternheit keine Freunde findet und auch im Kindergarten "allein" ist.
Aber ich tröste mich im Moment damit, dass sie dann ja jeden Tag Kinder um sich hat, und es sich dann hoffentlich bessert.

Bis zum Kindergarten haben wir noch ein bissi hin. Nächstes Jahr im September.

Würde mich ehrlich gesagt interessieren, wie es dann bei euch klappt im Kindergarten. Denn so viele Gleichgesinnte gibt es nicht. Die meisten Kinder sind nicht so ängstlich wie meine Maus.

LG Nadine mit Sara (2 Jahre und 4 Monate).

Beitrag von beauty71 19.10.10 - 14:47 Uhr

Ja, damit, dass sie dann jeden Tag einfach Kinder um sich hat und ich ein Stück weit "Verantwortung" abgeben kann, tröste ich mich auch, aber ob es auch so funktioniert, wage ich zu bezweifeln.
Muss ja auch dann wieder arbeiten und kann nicht immer wieder ein heulendes Kind aus dem Kindergarten holen.
Man fühlt sich schon irgendwie als Außenseiter, wenn man das einzige Kind hat, was einfach immer nur auf Mamas Schoß hockt und so gar nichts mit anderen Kindern anfangen will, oder??
Komischerweise hat sie die Probleme mit Erwachsenen gar nicht, da "taut" sie nach ner halben Stunde auf und es ist ok.
Allerdings was Tiere anbetrifft ist sie auch eher zurückhaltend. Wir haben 2 Katzen, die aber nicht unbedingt als ihre Freunde gelten, manchmal hat sie sogar vor denen Angst, obwohl die ihr nun noch nie was getan haben.
Es gibt echt nicht soviele Menschen mit so schüchternen Kindern..außer Dir jetzt, habe ich auch noch niemanden kennengelernt, der ein solches Mäuschen daheim hat.
Wir sollten uns echt austauschen!
LG beauty


Beitrag von nsbrbg 19.10.10 - 19:51 Uhr

Das mit den "Erwachsenen" ist bei uns auch so.
Am Anfang ist sie da scheu, aber da taut sie auch schnell auf.

Vor Tieren hat sie auch Angst. Das liegt aber wohl auch daran, dass ich selber auch ängstlich bin und keine Haustiere mag.

Meine Maus hat aber auch vor allem was laut ist Angst.

Vor was sie in der Vergangenheit schon alles Angst hatte, kann ich schon gar nimmer alles aufzählen:-D. Angefangen beim Regenschirm, Fußabstreifer etc.

Aber das hat sich jetzt zum Glück gelegt.

Daheim mit Mama und Papa bekommt sie aber ihr kleines Plappermaul nicht mehr zu. "Außenstehende" können das immer gar nicht glauben, dass sie daheim auch eine wilde, lustige Maus sein kann.

Gibt es bei Euch eine Eingwöhnung in den Kindergarten? Kannst Du da am Anfang mit dabei bleiben?

LG Nsbrbg

Beitrag von beauty71 19.10.10 - 21:25 Uhr

Ja Eingewöhnung gibt es, allerdings nur eine Woche nachmittags, wenn es dann etwas ruhiger ist...habe allerdings schon gemeldet, dass das bei uns länger als eine Woche dauern könnte....aber wie Du so schön schreibst, Außenstehende können das gar nicht glauben, dass das bei unserer Maus etwas schwieriger sein könnte, wenn man sie mit nur mit Erwachsenen zusammensein lässt.
Au mann, wenn ich bloß wüßte woher sie das hat, denn ich bin nie so gewesen und mein Mann ist zwar der ruhigere Pool von uns beiden, aber so als Kind war der auch ein Saupans.....
seltsam, seltsam.

LG beauty

Beitrag von jungmami90 19.10.10 - 14:41 Uhr

huhu du,

leider kenne ich das auch ... meine tochter spielt zwar mit andern kinder aber nur solange bis es ihr zu viel wird oder die andern kinder ihr zu nahe kommen sie anfassen oder sonst was... das fängt sie direkt an zu meckern und z uschrein als würde sie erstochen werden oder sowas...

ich bin auch ein menschenbezogener mensch bin viel unter menschen und ich treffe mich fast jedentag mit freunden und deren kids... und immer ist emin kind das was allein spielt ...

auch in der spielgruppe sie geht auf andere kids zu aber sobald die kidner sie anfassen oder anders auf sie zu gehen ists vorbei ...

ich denk auch imemr was habe ich falsch gemacht, sie ist anfangs imemr schüchtern aber das geht schnell vorbei und zuhause ist sie ein richtiger wirbelwind... ich verstehe es nicht

lg sarah mit alexandra 21.monate

Beitrag von beauty71 19.10.10 - 14:52 Uhr

Ich kann es leider bei meiner Tochter auch nicht wirklich verstehen, aber Du schreibst ja wenigstens,dass Deine Tochter auf andere Kinder zugeht.
Noch nichtmal das macht unserere Kleine..die sucht immer gleich das Weite und am liebsten Mamas oder Papas Schoß und weint eben gleich auch wenn die Kinder mal laut sind und schreien. Das konnte sie von Anfang an schon nicht ab, die lauten Brüllereien von Kindern, als Baby hat sie schon daneben gelegen und nur gebrüllt, wenn ein Kind mief oder maff gesagt hat.
Für mich echt eine streßige Angelegenheit, denn unterhalten ist ja nicht...wenn Kind immer heult!!
Zuhause ist sie auch komplett wie ausgewechselt, also eigentlich ein völlig normales Kind....eigentlich..wenn das Kinderproblem nicht wäre.
LG beauty

Beitrag von klatschmohn1 19.10.10 - 14:47 Uhr

Hallo Beauty,

zwar kann ich Dir nicht viel raten, aber manchmal hilft vielleicht auch ein liebes, aufmunterndes Wort. Ich finde es gut und richtig, dass Du Deine Kleine immer mit anderen Kindern zusammenführst.

Vielleicht wäre es gut, wenn Du einen regelmäßigen (wöchentlichen) Termin findest, an dem ihr 2 euch immer mit den selben, gleichaltrigen, 1 - 2 Kindern + Mamas trefft. Nicht mehr. So kann sie sich langsam daran rantasten und merkt, dass gleichaltrige "kein Problem darstellen".

Unsere Hanna (2 Jahre alt) ist auch sehr schüchtern - und es ist ähnlich wie bei euch. Bei etwas größeren Kindern klappt es besser, bei Gleichaltrigen oder Kleineren sehr schwierig. In großen Gruppen fühlt sie sich garnicht wohl, hängt wie ein Äffchen an mir. Aber seit etwa 1 1/2 Jahren treffen wir uns immer mit den selben 2 Mamas + Kindern (1 1/2 und 2 1/4 Jahre alt) - und mit diesen beiden Kindern kann sie inzwischen recht gut umgehen.

Alles Gute und viel Glück!
Du schaffst das schon!

LG Klatschmohn

Beitrag von beauty71 19.10.10 - 14:56 Uhr

hallo Klatschmohn...
das mit dem Treffen und denselben Mamas habe ich doch schon durch.
Da sind es dann Kinder, die zu laut, zu forsch und sonstiges sind, das ändert nichts an der Reaktion meines Kindes. Inzwischen bin ich auch aus dem Turnen wieder raus, weil ich jede Woche nur Streß und Heulerei hatte, und mir dann gedacht habe, nein - das kann weder für Kind noch Mama gut sein, wenn es nur in Streß und Schreierei ausartet.
Also hab ich jetzt so ziemlich alles runtergefahren und hoffe auf den Kindergarten, wenn sie wirklich eben jeden Tag hin "muß".
Aber ein leichtes Unterfangen ist das nicht, das bereitet mir echt sehr viel Kopfzerbrechen.
Und ja- schön, dass es doch ein paar Mamas gibt, die mein Problem sehr gut nachvollziehen können.
Das tröstet mich echt!!!
Danke

Beitrag von klatschmohn1 19.10.10 - 14:52 Uhr

Hey, es gibt ja tatsächlich noch mehr Mama´s mit diesem "Problem"! Das beruhigt mich gerade gewaltig.

Grüße an alle Schüchternes-Mäuschen-Mamas da draussen!
Klatschmohn

Beitrag von fbl772 19.10.10 - 15:26 Uhr

Liebe Beauty,

mein Sohn ist das komplette Gegenteil, aber die Kleine meiner Freundin war genauso wie deine - Geschreie und Geheule, wenn ihr ein gleichaltriges oder jüngeres Kind (wie mein Kleiner) zu nahe kam.

Bei ihr hat es geholfen, dass sie die Kleine mit etwa 1,5 Jahren zu einer TaMu gegeben haben - dort konnte sie das quasi üben, da es dort natürlich einen festen Kreis von max 4 Kindern gab und Mama eben nicht dabei war. Mit 2 Jahren war sie dann so weit, dass mein Kleiner sie auch mal anreden durfte. Ihr hat dieses Üben im Kleinen - ohne Mama megaviel geholfen. Man konnte wirklich nahezu monatsweise einen kleinen Fortschritt erkennen.

Jetzt mit 3 Jahren kam sie dann in den Kindergarten und es fällt ihr trotzdem noch schwerer als anderen Kindern - die Kitagruppen sind ja auch zumeist schon ziemlich groß. Aber kürzlich durfte ihr unser Kleiner sogar einen Abschiedskuss geben und sie lud ihn zu ihrem Geburtstag ein :-)

Ich hoffe, dass sich eure Kleinen bald an die neue Situation gewöhnen !!!

VG
B

Beitrag von beauty71 19.10.10 - 15:58 Uhr

Ja, das hoffe ich auch sehr.
Das kann ja nicht ewig so weitergehen, zu Geburtstagen gehen bzw. einzuladen ist ja nahezu unmöglich, weil es einfach immer nur in Streß ausartet und uns immer alle schon bedauern.
Jedes Zusammentreffen mit anderen Müttern und zwangsläufig auch deren Kindern ist immer eine Belastungsprobe aller Nerven.
Ich mag schon gar nicht mehr irgendwohin gehen, weil ich genau weiß, wie es endet, 3 Stunden Geheule auf Mamas Schoß!
Wenn Ihr hier nicht aus allen Himmelrichtungen kämet, könnten wir unsere schüchternen Kinder ja zusammenstecken, vielleicht wäre das eine hilfreiche Therapie!!
LG Beauty

Beitrag von beauty71 25.10.10 - 13:32 Uhr

Mal ne blöde Frage, würdet ihr Euch und dem Kind trotzdem immer wieder den Streß antun und zu jedem "Event" mit Kindern auflaufen, obwohl ihr wißt, dass es wieder in Theater ausartet??
Sind nämlich nächste Woche mal wieder zu Kindern eingeladen und ich weiß jetzt schon wie das endet: ein heulendes Kind auf meinem Schoß!
Ich weiß nicht, ob man sich und dem Kind das antun sollte???

Wäre für ein paar Meinungen dankbar!

LG beauty