Vorzeitige Einschulung, dann direkt in die 2. Springen- Erfahrungen?

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Forum: Kids & Schule

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Beitrag von ohmama 20.10.10 - 14:56 Uhr

Hallo!

Man kann meine Frage ja schon im groben aus dem Betreff entnehmen.

Hat hier jemand Erfahrung damit gemacht, daß ein Kind vorzeitig eingeschult wurde und dann (z.B. innerhalb einer Flexklasse) in die 2. Klasse gesprungen ist?

Danke im Voraus für Eure Antworten.

Gruß Bille

Beitrag von ballroomy 20.10.10 - 15:41 Uhr

Erfahrung habe ich keine.
Es gibt hier aber einen Club zum Thema: Hochbegabung Fluch oder Segen,

vielleicht bist Du mit Deiner Frage dort richtig?


Viele Grüße
ballroomy

Beitrag von lena10 20.10.10 - 16:06 Uhr

Hallo,

direkte Erfahrungen habe ich da auch nicht, aber ich antworte dir mal als Grundschullehrerin und Mama eines Sohnes, der dieses Jahr vorzeitig eingeschult wurde (und wohl überspringen KÖNNTE, wenn ich es unbedingt wollte....).

Meine Meinung: NEVER EVER!!!!

Ich finde es schon schwierig genug für ein Kind, ein bis zwei Jahre jünger zu sein als die Klassenkameraden - aber akzeptabel, wenn die Alternative ewige Langeweile und Unterforderung bedeutet.

Aber zwei bis drei Jahre jünger zu sein als die anderen, geht gar nicht mehr!!! Klar, jetzt wäre das noch machbar - mein Sohn hat auch einige Freunde im 3. Schuljahr - aber lass die Kinder mal älter werden und so langsam in die Pubertät kommen. Da ist das Außenseiter-Sein schon vorprogrammiert!
Im Gymnasium hatte ich einen Mitschüler, der offensichtlich hochintelligent war und zwei (oder sogar drei???) Klassenstufen übersprungen hatte - leistungsmäßig hat der jeden in die Tasche gesteckt, aber Freunde hatte er keine!
Auch als Lehrerin ist mir bisher ein einziges Mal ein solches Kind begegnet - auch hier: absoluter Außenseiter ohne Freunde! Der Junge war damals mit 7 Jahren im 4. Schuljahr. Die Jungs in seiner Klasse fanden es nicht wirklich lustig, dass ein "Kleiner" alles besser konnte als sie....

Für mich steht fest: Sollte mein Sohn irgendwann in seiner Klasse extrem unterfordert sein, werden wir versuchen außerschulische Beschäftigungen zu finden, die ihn herausfordern - und wenn er japanisch lernt...;-):-p

LG Lena

Beitrag von ballroomy 20.10.10 - 16:54 Uhr

Hi Lena,

japanisch ist immer eine gute Idee ;-)
Und Angebote gibts es in jeder großen Stadt.
Ein Musikinstrument wird auch immer für die besonders intelligenten Kinder empfohlen.

Hast schon recht, mit 5 Jahren dann in der 2. Klasse ist zu heftig.
Dann lieber neben der Schule noch ein gutes Angebot.

Ich hatte einen Klassenkameraden, dem wurde überspringen angeboten. (Da waren wir in der 8. Klasse, glaube ich) Er ist stattdessen für ein halbes Jahr nach Frankreich zur Schule gegangen, und dann wieder zurück in unsere Klasse gekommen. (Die Mutter war Französin, die Kinder aber nicht zweisprachig) Ihm hat das damals sehr gut gefallen.

Viele Grüße
ballroomy

Beitrag von ohmama 20.10.10 - 21:23 Uhr

Sicher sind es gute Ideen, ein Kind ausserschulisch zu fördern. Ganz sicher mache ich alles für mich mögliche um sie für nicht schulische Dinge zu begeistern.
Da liegt es aber immer auch noch daran, ob der finanzielle Rahmen dazu reicht. Ich könnte meinem Kind keinen Japanischkurs bezahlen, wenn es denn hier einen gäbe. Leider kann sie sich zur Zeit noch nicht für ein Instrument begeistern, drängen will ich da nicht.

Und Frankreich mit 5 Jahren ist wohl doch etwas verfrüht ;-)

Danke für Deine ANtworten!

Grüße Bille

Beitrag von ballroomy 21.10.10 - 09:20 Uhr

Es gibt in den Großstädten meistens ein japanisches Kulturinstitut. Dort sind die Kurse dann nicht teuer. Ich kenne das aber nur aus Köln und Düsseldorf.

Klar, es kostet immer was. Musikunterricht gibts manchmal von der Kirche aus in kleinen Gruppen, das ist dann auch wesentlich billiger als an der Musikschule. Aber vermutlich lernt man dort auch weniger.

Ansonsten finde ich diese Experimentierkästen super. Da gibt es inzwischen ja super viele Angebote auf dem Markt. (Ich hatte früher einen Chemiebaukasten, mein Bruder einen mit Elektronik)

Wann kommt Deine Tochter denn in die Schule? Oder geht sie schon?


Grüße
ballroomy

Beitrag von ohmama 21.10.10 - 12:18 Uhr

Sie geht schon, zudem in eine Flexklasse und macht größtenteils den Unterricht der 2. mit.

Das ist ja mein großes Problem. Was soll danach kommen?
Sie kann ja schlecht die 2. Klasse 2 mal machen.

Ich muss ganz dringend mit der Klassenlehrerin und vielleicht mal mit dem Schulpsychologen reden. Ich hab richtig großen Beratungsbedarf.

Wie Du Dir vorstellen kannst, macht mir das richtig große Sorgen.

Wobei es für meine Tochter zur Zeit überhaupt kein Problem ist, im Gegenteil, sie macht das mit links und ist ein sehr fröhliches Schulkind.

Das soll allerdings auch so bleiben und ich will die beste Möglichkeit für sie.

LG Bille

Beitrag von ballroomy 21.10.10 - 12:44 Uhr

Ach so,
dann ist es vielleicht doch besser, sie wechselt mit den Klassenkameraden in die 3. Klasse. Jung ist sie dann allerdings, aber sonst würde sie sich ja ziemlich langweilen.
Ist die 3. Klasse auch noch eine Flex-Klasse?
Gibt es evt. die Möglichkeit, dass sie andere Arbeitsblätter bekommt, die nicht direkt mit dem Schulstoff zusammenhängen?

Grüße
ballroomy

Beitrag von ohmama 21.10.10 - 13:34 Uhr

Bisher habe ich leider nur sehr wenig die Möglichkeit gehabt, mit der Lehrerin zu sprechen.
H. bekommt nicht nur in der Schule andere bzw. zusätzliche Arbeitsblätter, sie bekommt zudem noch andere und zusätzliche Hausaufgaben, da sie ausdrücklich bei der Lehrerin danach verlangt.

Ab der 3. gibt es keine Flexklassen mehr, die 5 Flexklassen werden dann zu drei 3. Klassen zusammengefügt.

Dass das relativ unkompliziert von statten geht, durfte ich schon in Erfahung bringen. Unser 8jähriger ist im letzten Jahr eingeschult worden und auch gesprungen. Allerdings war er bei der Einschulung schon fast 7 und somit machte mir das keine Probleme, bzw. nicht die, die ich jetzt habe.

Gruß Bille





Beitrag von loonis 20.10.10 - 16:25 Uhr




NIEMALS.
Ich würde es vom Alter her nicht tun ....
Unser Sohn sollte nach 4 Wo Schule höher gestuft werden,
wir haben es nicht gemacht ...die and. Kids wären
bis zu 1,5 J. älter gewesen...(die Leistungen hätte er allemal dazu gehabt.)
Das Alter macht wahnsinnig viel aus ...
Früher einschulen + gleichzeitig noch höher stufen,das
macht locker 3 Jahre Alterschied aus...das ist enorm!

LG Kerstin

Beitrag von rinni79 20.10.10 - 19:05 Uhr

Hallöchen,


zu 100% kann ich die Frage nicht beantworten. Nur soviel: Joey wird im Jan.2011 7Jahre, wir hätten ihn im letzten Jahr vorzeitig einschulen können, dass wollten wir nicht. Er ist zwar sehr weit, doch er hatte ein Rechts/ Links Problem, wusste bis Anfang diesen Sommers nicht so recht, was seine Schreibhand ist. Er ist somit in diesem Jahr Eingeschult worden, in eine Flexklasse. Da er bereits alle Buchstaben, Zahlen kann, lesen und auch schon schreiben kann, wird er ab Montag ( wenn die Ferien zu Ende sind) in die 2. Klasse gehen. Seine Klassenlehrerin hatte es angesprochen. Er ist unterfordert mit dem Stoff der 1. Klasse, macht zwar super mit, stört also nicht, aber das könnte ja noch kommen. Wenn es also weiter so gut läuft, wird er dann im nächten Sommer in die 3. Klasse veretzt. Doch wir sind uns einig: dann gibt es KEIN weiteres Springen für ihn. Zum einen ist das Alter dann doch sehr unterschiedlich und das wäre sicher mal ein Problem. Die Kinder können ja Fächer von höheren Klassen besuchen, glaube ab der 4. oder 5. Klasse...wenn ihnen der Stoff ihrer Klasse nicht ausreichend ist. Ab der 5. Klasse kann man ja auch schon auf das Gymnasium gehen, dass wäre auch noch eine Möglichkeit.

Also lassen wir uns mal überraschen wie es weiter geht, den Club:
Hochbegabung- Fluch oder Segen kann ich empfehlen.

LG.CO.

Beitrag von lucy15 21.10.10 - 14:51 Uhr

Ja, wir haben damit Erfahrung, und zwar gute.

Unser Sohn wurde mit 5 Jahren und 11 Monaten in die 2. Klasse eingeschult. Aktuell hat er die 4.Klasse übersprungen und ist jetzt in der 5. Klasse. Altersunterschied zum Ältesten : 3 Jahre.

Er kommt mit den Klassenkameraden klar, die tollerieren ihn, aber wirkliche 'Freunde hat er nicht. Die hätte er aber todsicher auch nicht, wenn er jetzt in der 2.Klasse wäre, wo er vom Alter her hingehört. Mit den Kindern hat er aber so überhaupt nichts gemeinsam, weder Interessen noch sonst was.

An alle, die hier meinen, man könne das Kind ja außerschulisch fördern: das funktioniert bei Kindern, die wohl leicht lernen, aber nicht sehr weit vom Stand ihrer Klasse entfernt sind. Was würde es meinem Sohn, der an zwei Tagen Harry Potter 7 gelesen hat, nützen, wenn ich ihm mittags was spannendes anbiete, er aber morgens noch "Mama ruf den rosa Hasen" lesen muss. Wenn er locker mit Potenzen rechnet, aber in der Schule das kleine einmaleins bis zum erbrechen machen soll...

Am besten sind immer die Sätze" MEIN Kind hätte ja auch überspringen können aber....." Wenn es danach ginge, dann könnten ja in jeder Klasse 10 Kinder überspringen.

Bille, ich kann dir nur raten, dich mit Leuten darüber zu unterhalten die Erfahrung mit solchen Kindern haben. Wenn du magst, schick mir eine PN, dann kann ich dir Foren nennen, wo du eher hilfreiche Antworten bekommen wirst als hier.

LG;
Lucy

Beitrag von ohmama 21.10.10 - 16:20 Uhr

Hallo Lucy!

Ich danke Dir ganz herzlich für Deine Antwort. Du hast eine PN.

Grüße Bille