Lesen lernen vor der Schule

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von ballroomy 22.10.10 - 09:59 Uhr

Guten Morgen,

gibt es hier wirklich niemanden, der seinem Kind lesen schon vor der Einschulung beibringt? Falls doch, mit welcher Methode? Wir orientieren uns an Doman / Lückert.

Ich hatte vor einigen Tagen nach Buchtips mit großer Schrift gefragt:
http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=4&tid=2856321
Dabei gabs dann ziemlich negative Reaktionen bezüglich Lesen lernen als Kleinkind.

Ist das also wirklich so ungewöhnlich?


Viele Grüße
ballroomy






Beitrag von hermina 22.10.10 - 10:15 Uhr

Hallo.

Lesen können vor der Schule ist ja nicht schlimm, aber nicht mit zwei. Er muss doch erstmal der Sprache mächtig werden.

Mein Kleiner ist jetzt 2 Jahre und 5 Monate. Also mit Lesen hat er noch nix am Hut. Er versucht, bis zehn zu zählen, aber das ist ja eine andere Sache. Er schaut sich gerne Bücher an, aber er würde nie drin lesen. Er sieht die Figuren und erklärt.

Hat denn dein Kleiner den Drang, lesen zu lernen. Ansonsten würde ich mit ihm viel lesen. Die Buchstaben wird er doch noch nicht unterscheiden können.

Ich finde, wenn Kinder signalisieren, dass sie sich für was interessieren (Rechnen, Lesen, Schreiben), dann kann man sie dabei unterstützen. Aber drängeln oder direkt üben würde ich nicht. Da verlieren sie zu schnell die Lust.

Viel Glück und Spaß.

Lg

Beitrag von murmel72 22.10.10 - 10:23 Uhr

Hallo,

Kinder lernen lesen im Vorschulalter im Kindergarten.
Aber bitteschoen doch nicht mit 2. Das ist doch total ueberzogener Ehrgeiz und Stress fuer das Kind.

Lasst euer Kind doch bitte noch ein bisschen Kind sein. Es lernt indem es spielt und nicht indem ihr ihm etwas "beibringt".

LG
Murmel

Beitrag von arielle11 22.10.10 - 12:03 Uhr

Richtig!

Das arme Kind.

Lg arielle

Beitrag von basket 22.10.10 - 12:06 Uhr

Ganz meiner Meinung! Kinder dürfen heute viel zu selten Kind sein und müssen nach den Wünschen der Eltern "funktionieren".
Das habe ich auch schon im Thread vor einigen Tagen geschrieben!
Lg Basket

Beitrag von peachii 22.10.10 - 10:23 Uhr

Hallo,

ungewöhnlich finde ich es schon!
das hast du ja auch an den ersten Reaktionen gemerkt;-)

Dein kleiner ist doch erst zwei Jahre alt und da machst du dir schon Gedanken über das lesen lernen? Er hat doch bestimmt ganz andere Interessen?!#schwitz
Wenn sie von selber damit ankommen, finde ich es richtig das zu fördern.
Es hört sich so an als wolltest du unbedingt, dass dein Kind das schon sehr früh kann, warum?
Ich meine muss ja jeder für sich selber entscheiden, aber nochvollziehen können das wohl die wenigsten.

Ausserdem finde ich diesen "Doman" schon sehr bedenklich, wer Bücher rausbringt alla "Wie sie die Interlligenz eines Babys vervielfachen" ist für mich schon ein bisschen#kratz#gruebel.

Grüße
Peachii

Beitrag von silbermond65 22.10.10 - 10:27 Uhr

Wozu muß ein Kind vor der Einschulung lesen können?
Ich konnte es kurz vor der Schule . Aber nicht ,weil es mir beigebracht wurde ,ich habs allein gelernt.
Meine Großeltern haben mir jeden Tag Märchen vorgelesen.Irgendwann konnte ich die Texte auswendig und so hab ich es gelernt.
Aber weißt du ,wie furchtbar langweilig es ist ,wenn du als Kind in der 1.Klasse sitzt ,lesen kannst und es eigentlich erst lernen sollst ?
Ich hab mich im Leseunterricht zu Tode gelangweilt ,weil ich die Buchstaben alle kannte,weil ich die "blöden" einfachen Texte lesen konnte und die anderen eben nicht.
Ich würde es nicht machen.

Beitrag von jabberwock 22.10.10 - 10:28 Uhr

Zwischen "vor der Einschulung" und "mit "2,5 Jahren" liegen doch Welten.
Ich finde es ist ein riesen Unterschied, wenn bspw. mein 4-jähriger Ambitionen in die Richtung zeigt und alle Buchstaben und einige Wörter kennt/schreibt und ich in darin _unterstütze_ oder ob du deinen knapp 2,5-Jährigen mittels eines Systems dazu bringen willst.

Finde ich nicht wirklich sympathisch, sorry. Und ja, ich finde es ungewöhnlich, wenn eine Mutter so offensichtlich ihre eigenen Ambitionen auf ein Kleinkind überträgt.

Aber das ist auch nichts, worüber ich mich jetzt direkt aufregen würde oder so. Dein Kind wird dir schon zeigen, wenn es keinen Bock darauf hat ;-)

Beitrag von binnurich 22.10.10 - 10:35 Uhr

also, sollte mein Kind von selbst auf die Idee kommen, würde ich es nicht ausbremsen


aber anschieben ist auch nicht gut.
vielleicht kommt es auf das Schulsystem und das Konzept an.
aber was machen die Kinder in der ersten Klasse: schreiben lernen. Dann ist es so, dass die Schule eine andere Schriftform oder eine andere Reihenfolge mag, wie die das gemacht hast, das verwirrt das Kind doch eher und außerdem wird es sich langweilen, wenn die Lehrerin nicht genügend auf den Wissenvorsprung eingehen kann

was versprichst du dir davon extra mit dem Lernen zu beginnen?

Beitrag von schnuffelschnute 22.10.10 - 10:36 Uhr

Hallo!

Was genau ist der Grund, dass du es deinem Kind "beibringen" willst?

Wenn Kinder es selber wollen, dann lernen sie es auch von allein.

Gruß

Beitrag von jindabyne 22.10.10 - 10:39 Uhr

Ist ja jedem sein Ding, wie er sich mit seinem Kind beschäftigt. Aber ich wäre jetzt ernsthaft auch noch nicht auf die Idee gekommen, einem Kind mit zwei Jahren lesen beizubringen.

Die meisten Kinder, die ich kennen, sprechen in dem Alter ja noch nichtmal in kompletten Sätzen. Meine eigene Tochter ist ja so alt wie Dein Sohn, sie ist sprachlich (ohne Angeben zu wollen) sehr weit und spricht in ganzen Sätzen seit sie 1,5 Jahre alt ist. Aber komplexere Sätze (mt Nebensätzen) sind noch fehlerhaft und ich halte es für wichtig, dass sie erstmal die Grammatik und die Aussprache aller Laute (auch die schwierigeren wie SCH) sicher beherrscht, bevor ich sie ans Lesen heran führe. Für mich ist das Lesen lernen vor dem Sprechen können, als würde man versuchen, einen Entwickungsschritt vorweg zu nehmen. Daher kommt es für michnicht in Frage.

Lg Steffi

Beitrag von engelchen28 22.10.10 - 10:46 Uhr

hallo!
ich denke, es ist ungewöhnlich, weil ein 2jähriges kind erst einmal SPRECHEN lernen sollte, seine MOTORIK ausbilden sollte, sein ICH entdecken sollte, mit 3 sein SOZIALVERHALTEN anfangen sollte, zu entwickeln - all das ist vor der schule viel wichtiger als das lesen.
ein kind, das lesen kann vor der schule, hat vielleicht minimale vorteile für einen gewissen teil in der schule, in deutsch, beim lesen, aber ein kind, das zuwenig gespielt hat, kein sozialverhalten hat, motorisch schlecht ist - DAS hat nachteile in der schule.
lg
julia

Beitrag von nele27 22.10.10 - 12:29 Uhr

Seh ich ganz genauso!

Mein Bruder hat mit 4 plötzlich angefangen zu lesen - aber von allein. Die Eltern waren eigermaßen schockiert :-)
N besseres Abi hab aber ICH gemacht :-p

Dieser ganze frühe Lernkram wird doch voll überbewertet!

Beitrag von zahnweh 22.10.10 - 16:04 Uhr

Da hab ich mal einen Artikel gelesen. weiß leider nicht mehr wo:

die besten Abiturienten eines Jahrgangs wurden gefragt, wie sie so gut werden konnten.

9 von 10 antworteten: ich hatte ein liebevolles Elternhaus, die mich in allem unterstützt haben, was ich wollte (lernen und finanziell), die mich so genommen haben wie ich bin und mir nie Druck gemacht haben.
die 10. Person, weil es als Druck von den Eltern kam.

Wie gesagt, ich weiß leider nicht mehr wo ich das gelesen habe. Aber ich halte es für sehr glaubwürdig.

Eigener Antrieb und nicht gebremst werden (aber auch nicht mit Druck genötigt werden) sind das wichtige.


Meine ist 3 Jahre alt, interessiert sich schon seit langem für Buchstaben. Aber ob sie Abitur macht oder die Hauptschule abbricht, wird sich zeigen ;-) Ich werde sie in ihren Interessen unterstützen und hoffen, dass sie das für sich Beste draus macht.

Beitrag von tauchmaus01 22.10.10 - 10:55 Uhr

Meine Tochter hat selber mit 3 Jahren damit begonnen zu schreiben. Hat also die Einladungskarten zu ihrem 3.Geburtstag schon selber "unterschrieben". Ab dann ging es tatsächlich los.

Mit 4 schrieb sie ihre erste kleine Geschichte, heute schreibt sie schon alles mögliche (wurde im Juli 5)

ABER....es kam ganz von ihr allein, ich hätte mich niemals mit ihr hingesetzt und gelernt oder schon Lernbücher gekauft.
Das finde ich absolut übertrieben.
Wie wäre es denn gleich mit einem Chemiebaukasten??

Als sie 4 wurde, kam meine Große in die Schule. Da wußten wir auch erst WIE sie in der Schule das Lesen überhaupt lernen. BIs dahin hätte ich größte Sorge gehabt ihr das falsch beizubringen.

Man kann es auch übertreiben.

Mona

Beitrag von schullek 22.10.10 - 10:57 Uhr

hallo,

ich verfahre nach dem prinzip: alles hat seine zeit.
das heisst: ein kind interessiert sich für die dinge, für die es bereit ist. und dann kann man das auch fördern. in dem maße, wie das kind es möchte.
mein sohn hat vor einem jahr angefangen sich für buchstaben aktiv zu interessieren. da war er vier. er hat eigentlich nur benannt. vor einem halben jahr fing er an schreiben zu wollen. das ging 3 wochen so. dann war pause und jetzt fängt er wieder vermehrt an. er kommt, stellt fragen, bittet und ich reagiere. aber ich fange nicht von mir aus an ihm aufgaben zu stellen etc. die fordert er sich schon ein, wenn er das möchte.
mein sohn hat mit 2 jahren sehr gut in ganzen sätzen gesprochen. sprache liegt ihm. aber mir würde ehrlich nicht in den sinn kommen ihm deshalb lesen und schreiben beibringen zu wollen, wenn er nicht von sich aus, auf mich zukommt.
denn dann würde ich ihm zeit für die dinge wegnehmen, die er intuitiv zu der zeit eigentlich angehen möchte. sei es malen, komplizierte burgen mit duplo bauen etc.
wenn die zeit kommt, wird er rechnen und ich werd ihm beistehen. aber sicherlich nicht von mir aus.
wenn du nun anfäöngst deinem kind lesen beizubringen, was nimmst du ihm in dieser zeit? nimmst du ihm das trommeln? das burgen bauen oder malen? oder nimmst du ihm vielleicht den spaß an bilderbüchern? den zauber der fantasie?
meiner bekommt wahnsinnig gerne vorgelesen. es ist eine magische welt, in die er sich da begibt, die er selber lesend noch gar nicht erfassen könnte. es wäre wirklich schade ihm das zu nehmen.

lg

Beitrag von engelchen28 22.10.10 - 11:23 Uhr

gute antwort!!!

Beitrag von annischatzi 22.10.10 - 13:53 Uhr

Ok, was ist wenn ein Kind ständig fragt was da steht, wenn er text irgendwo sieht? Ist es dann ok ihm das lesen beizubringen?

und wieso nimmt man ihm was weg?????
er baut lego, er turnt, er macht und tut alles was andere auch tun und zusätzlich liest er noch.
Wenn ich jetzt vermehrt meinem kind bücher vorlese, nehm ich ihm dann zeit zum burgen bauen weg? wenn ich viel duplo mit ihm spiele, nehm ich ihm dann zeit zum kneten weg? Das ist doch ganz normale zeiteinteilung, die es immer gibt, wenn ich eine sache mache, kann ich ganz viele andere nicht tun, aber solange ich mache, was mir, bzw. in dem fall dem kind, spaß macht ist doch alles paletti

Beitrag von engelchen28 22.10.10 - 14:20 Uhr

das kind liest nicht! die mutter möchte gerne, dass es liest, da ist ein großer unterschied.

Beitrag von schullek 22.10.10 - 14:38 Uhr

ich glaube du hast mich falscg verstanden. wenn ein kind vor der schule von selber den wunsch hat, ist doch alles in ordnung. dann kann man fördern, so weit, wie es das kind möchte. aber einem kind mit 2 jahren, dass sich noch mit völlig anderen dingen beschäftigt das lesen lernen 'aufzuzwingen' ist für mich der falsche weg.
klar kann man anbieten. aber wenn ein kind kein interesse hat, dann sollte man es auch sein lassen. das MUSS kommt dann in der schule.
vorher kann man sich doch idealerweise ganz nach seinem kind richtin, sofern keine wntwicklungsdefizite bestehen.

lg

Beitrag von annischatzi 22.10.10 - 14:43 Uhr

aber wer sagt denn dass sie es aufzwingt? dass er kein interesse hat???

Beitrag von schullek 22.10.10 - 21:02 Uhr

zeig mir ein zweijähriges normales kind, dass von selber darauf kommt ernsthaft lesen lernen zu wollen.

Beitrag von sora76 22.10.10 - 11:25 Uhr

Hallo!

Ganz Ehrlich:
Ich finde in dem Alter sind andere Dinge wichtiger um dann noch mit Lesen zu kommen.

Mein Kind hat sich mit 3 Jahren auch für Buchstaben und Zahlen interessiert. Sie konnte da auch schon ihren Namen schreiben und fragte mich hin und wieder was das und das für ein Buchstabe ist.
Mir wäre lieber gewesen sie wäre Draußen Spielen gegangen.
Lass dein Kind doch Kind sein. Ich finde solche Dinge einfach übertrieben.
Möchte das Kind es von sich aus, ist es was anderes, aber ihm das so vorzusetzen.....käme mir nie in den Sinn.

Also wenn das Kind daran kein Interesse zeigt würde ich es lassen.
Spiel lieber mit dem Kind, fördere das deutliche Sprechen, die Motorik und das Sozialverhalten.

LG Sonja





Beitrag von juniorette 22.10.10 - 11:58 Uhr

Hallo,

du möchtest allen Ernstes einem 2jährigen Kind das Lesen beibringen? #schock

Ich selber konnte vor der Schulzeit lesen, aber das hat mir keiner beigebracht, das kam bei mir von selbst.

Wenn mein Sohn ankommt, und was wissen will, erkläre ich ihm das natürlich so gut ich kann.

Aber keinesfalls dränge ich ihn dazu, irgendwas lernen zu MÜSSEN, was er erst in der Schule lernen MUSS.

Wie eine Vorschreiberin schon gesagt hat:
in dem Alter deines Sohnes sind Sprache, Motorik und Sozialverhalten wichtig. Darüber hinaus kann man noch die Phantasie und die Kreativität seines Kindes fördern. Aber jetzt ausgerechnet lesen lernen...?

LG,
J.

Beitrag von soulcat1 22.10.10 - 12:07 Uhr

Warum MUSS ein Kind denn Deiner Meinung nach schon vor der Schule lesen können? #kratz

Das es dann in der Klasse sitzt und sich langweilt wenn die anderen das erste Mal versuchen Buchsteben zu lernen und Worte daraus zu bilden? #kratz

Meine Tochter ist jetzt 2 Monate in der Schule. Jetzt lesen wir jeden Tag einbisschen (oder eher, wir versuchen es ;-)).

Ich finde, es reicht vollkommen aus, dass Kinder das in der Schule lernen!

Überfordere Dein Kind nicht. Lesen lernen kann es noch früh genug.

Bis dann #winke

Petra & Joelina (bald 7) :-p