Bin total deprimiert. Rabenmutter? SILOPO

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Beitrag von liri1003 23.10.10 - 19:38 Uhr

Hallo ihr Lieben,

heute war wirklich ein übler Tag. Ihr müßt wissen, dass meine Geburt für mich ein Trauma hinterließ (nach 3,5 Tagen Einleitung Kaiserschnitt) und ich eine schwere Wochenbettdepression hatte. Zudem klappte das Stillen nicht, wodurch ich mich immer noch schlechter fühlte. Mein Freund hat wirklich alles übernommen und ich bin ihm sehr dankbar, aber ich hab manchmal so Tage, wo ich denke, dass die Kleine gar keine richtige Mutter hat. Ich schaffe es immernoch nicht mit ihr einen ganzen Tag allein zu sein ohne am Ende völlig fertig zu sein. Sie ist schon etwas anspruchsvoll, meinte auch unsere Hebamme und sie hatte schon früh ihren eigenen Willen.

ABer... ist es denn wirklich so, dass die Babys eigentlich IMMER von der Mutter getröstet werden können, wenn sie schreien? Ich schaffe es nämlich nicht immer und dann bekomme ich ein schlechtes Gewissen und denke, dass sie mich als Mutter gar nicht anerkennt oder kennt. Ich dachte immer, dass Babys sich bei der Mutter immer am wohlsten fühlen, aber bei uns ist das nicht immer so. Mein Freund hat sie oft im Manduca und wenn ich sie im Manduca nehme, dann schreit sie noch mehr als bei meinem Freund, so dass ich sie wieder raus nehmen muss. Mag sie meine BRüste nicht, weil ich nicht stillen kann? Oder ist sie so an die flache Brust meines Freundes gewöhnt, dass es ihr bei mir zu eng ist?

Ich wäre so gerne richtig für sie da und denke ständig immer nur an die Muttis, die alles den ganzen Tag alleine hin bekommen und ich schaffe es einfach nicht. Bin ich denn nicht fähig ein Baby zu haben?

Sorry, aber heute gehts mir besonders schlecht.

LG Yvonne :-(

Beitrag von sharizah 23.10.10 - 19:44 Uhr

Nein, diese Supermamis, die ihr Baby IMMER völlig "unter Kontrolle" haben und NIE überfordert/gestresst sind, gibt es doch nur hier bei Urbia.

Allein, dass du dir Gedanken machst, beweist ja schon, dass du eine gute Mutter bist.

Ich hatte auch ein Geburtstrauma, danach auch Depressionen und kann dir sehr gut nachfühlen, ich kenne diese Gedanken. Aber da wächst du noch rein, glaub mir. Man fragt sich allerdings immer, ob man dieses oder jenes richtig macht - aber ich denke, das tut jede halbwegs verantwortungsvolle Mutter. Wenn es einem völlig egal wäre, das wäre doch viel schlimmer.

Du machst alles richtig.

Mein Sohn ist übrigens auch keiner der kuscheligen Sorte. Wenn man mit ihm schmust, strampelt er nur und ist genervt. Da ich hier immer von totalen Schmusebabys lese, dachte ich anfangs auch, er mag mich wohl nicht. Aber sein fröhliches Strahlen über das ganze Gesicht, wenn ich morgens in sein Bettchen schaue, belehrt mich eines Besseren. Es gibt nunmal solche und solche Babys...

Beitrag von biene-maja77 23.10.10 - 19:55 Uhr

Liebe Yvonne,

lass dich erstmal drücken #liebdrueck. Vorweg gesagt, du bist KEINE Rabenmutter. Ich musste etwas schmunzeln, als ich deinen Beitrag gelesen habe. Denn mir ging es ganz genauso. Einleitung mit 30 Std. Wehen, Notkaiserschnitt unter Vollnarkose, da PDA falsch gesetzt, Milcheinschuss erst nach 9 Tagen und das stillen war die Hölle. Habe auch am Anfang immer übelst geweint und gedacht ich sei keine richtige Mutter. Gedanken wie ich konnte meine Maus nicht mal alleine zur Welt bringen, nicht stillen, etc. Deine "Aufregung / Nervosität" überträgt sich auf deine Kleine. Sicherlich ist dein Mann wesentlich entspannter (so sind die Männer) und so kann er die kleine Motte manchesmal besser beruhigen. War bei uns ganz genauso. Gib dir Zeit! Ihr müsst euch erst in die neue Situation einfinden. Versuche nichts zu erzwingen. Sei dankbar, dass du einen tollen Mann hast, der dir zur Seite steht. Du bist sicherlich immer noch völlig k.o. und möchtest vieles erzwingen, indem du dir sehr viele Gedanken machst. Und glaube nicht alles, was andere Muttis dir so erzählen. Ich behaupte mal, das bei KEINER am Anfang alles su easy war wie viele behaupten. Und glaube mir, in ein paar Wochen schmunzelst du über einen Beitrag wie deinen hier genauso wie ich, weil dir alles so bekannt vorkommt, aber mittlerweile alles prima läuft!
Alles Liebe für euch! Maja #winke

Beitrag von katrinkoe 23.10.10 - 19:58 Uhr

Hi,
also ich kann nur von mir sprechen und die Geburt und auch das Wochenbett habe ich gut überstanden.
Und ich habe auch immer mal wieder solche Gedanken. Meine Kleine ist jetzt etwas über 6 Monate und ich bekomme z.B. meinen Haushalt immernoch nicht auf die Reihe.
Wenn ich hier manche Beiträge lese von die "Supermuttis"
könnt ich immer gleich los heulen und dann sehe ich meine Kleine an und denke nur schei.... egal wie die Küche aussieht :-p.
Solange meine Kleine immer an erster Stelle steht ist alles andere doch egal...ODER?

Gruß Katrin

Beitrag von trottelfant 23.10.10 - 20:43 Uhr

Hier unterschreibe ich mal eben;-)

Beitrag von gaia1976 23.10.10 - 23:17 Uhr

Ein unordentlicher Haushalt ist kein Grund zum heulen und völlig normal, wenn man zum 1. Mal Mutter geworden ist! Keine Sorge, das legt sich wieder!

Allerdings sollte eine gewisse "Grundsauberkeit" schon vorhanden sein...

Aber ich kenn das, als ich mein erstes Kind bekam, hab ich auch nix auf die Reihe bekommen, alles drehte sich nur um das Baby. Beim zweiten Kind war das schon nicht mehr sooo möglich, wir steckten mitten im Umbau. Und jetzt, beim dritten Kind, sieht meine Wohnung richtig gut aus, aber auch nur, weil ich mittlerwiele einen sehr organisierten Tagesablauf habe, da es mir sonst schlicht und ergreifend aus dem Ruder laufen würde.

Ausserdem glaube ich, dass jede Mutter mitunter Fehler macht, auch beim dritten Kind. Aber solange man sich darüber Gedanken macht und es versucht zu verbessern, lernt man dazu und wird die gleichen Fehler hoffentlich nicht wieder machen. Und ich denke, dass unsere Kinder uns auch eine Menge verzeihen, wobei ich nicht meine, dass wir Eltern einen Freifahrtschein haben, was Fehler begeht. Grobe Fahrlässigkeiten gehen garnicht, aber darum geht es hier ja auch (hoffentlich) nicht.

LG
Gaia

Beitrag von alkesh 23.10.10 - 20:02 Uhr

Mach Dir keinen Streß, es wird besser, versprochen!

Dein Mann hat sich doch die meiste Zeit gekümmert, natürlich ist sie viel fixierter auf ihn als auf Dich, sie wird sich aber auch an Dich gewöhnen und irgendwann habt Ihr ein völlig normales Verhältnis!

Wir hatten durch diesen sch*** KS auch Bindungsstörungen, jetzt ist alles i.O. :-)

LG

Beitrag von vonnimama 23.10.10 - 23:23 Uhr

Hallo,

also ich weiß gar nicht, von welchen Supermuttis hier immer geredet wird? #kratz Ich selbst habe 3 Kinder (6 und 3 Jahre und 5 Monate) und MUSS hier irgendwie klarkommen, denn ich hab keinen, der mir mal schnell unter die Arme greifen kann im Alltag. Bin ich jetzt eine Supermami, weil ich den Tag alleine schaffe? Nein! Auch ich habe gute und schlechte Tage. An den schlechten Tagen bin ich besonders schnell genervt und meckere. An den guten Tagen bin ich besonders strapazierfähig ;-) Aber eigentlich klappt es immer irgendwie. Und ich verrate euch mal mein Geheimnis: Wir haben eine Putzhilfe und so muss ich den lästigen Haushalt momentan nicht alleine meistern, nur ab und zu mal aufräumen und saugen. Das hilft schon enorm weiter!!! ;-) Sonst würde ich das mit der Stillerei gar nicht mehr auf die Kette kriegen. Dazu die Taxidienste bei den "Älteren". Ich lass im Haushalt auch mal Fünfe gerade sein ...

Du und dein Baby müsst erstmal ein Team werden! Das kommt mit der Zeit! Sei froh, dass dein Mann/Freund dich weitestgehend so gut unterstützt, wie er kann. Mit der ZEit wirst du sehen, dass du ganz alleine klarkommst und dann wirst du über deine Zweifel lächeln, die du gehabt hast. Gib' dir die Zeit, die du brauchst (wenn es möglich ist), lass dich unterstützen durch deinen Partner, Eltern, Freunde. Dafür muss man sich nicht schämen und du bist keine schlechte Mama!

LG Yvonne

Beitrag von blackrose79 25.10.10 - 08:23 Uhr

Könnte fast sagen: "Willkommen in meinem Leben"...
Ich habe durch die Geburt einen Bandscheibenvorfall bekommen und konnte NIX !!! #heul
Wenn mein Mann nicht in Elternzeit gewesen wäre, wäre ich wohl komplett abgestürzt. Ich hab die ersten drei Wochen die Kleine nicht mal wickeln oder aus dem Bettchen heben können - Horror!!
Auch jetzt, nach knapp vier Monaten hab ich noch Probleme. Und im Moment ist sie extrem anstrengend und will fast nur getragen werden. Und wenn das nich geht, schreit sie sich komplett in Rage.
Letzte Woche kam mein Mann nach Hause und ich hab nur gesagt: "Dein Kind", bin ins Schlafzimmer und hab geheult....
Ich komm mir auch öfters total unfähig vor. Dann hat sie sich nach drei Monaten selber abgestillt - das Krönchen auf der Sache....
Aber die Zwerge merken deine Unsicherheit und Unruhe und reagieren darauf. Und das eben meistens mit eigener Unzufriedenheit und Lautstärke...

Aber ich bin optimistisch: WIR SCHAFFEN DAS !!!! #pro #pro