Was ist für Euch ein schwieriger Beruf?

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Beitrag von deluxestern 28.10.10 - 20:05 Uhr

Guten Abend!

Ich hatte neulich im Freundeskreis die Diskussion, was ein richtiger schwerer Beruf ist. Also nicht im Sinne von körperlicher Arbeit, sondern psychischer Belastung... Wir hatten alle sehr unterschiedliche Meinung (vom Krankenhausarzt, zum Jugendamtsmitarbeiter oder Manager)

Mich würde mal Eure Meinung interessieren, was für Euch ein schwieriger Job ist und warum.
Bin gespannt auf Eure Meinungen.

LG Deluxestern

Beitrag von pupsismum 28.10.10 - 20:13 Uhr

Alles was rund um menschliche Geschehnisse beschäftigt ist:

Ärzte, Krankenschwestern, Feuerwehrmänner, Rettungsassistenten, Psychotherpeuten, Altenpflege, Bestatter, Richter, Staatsanwälte und ja, auch Jugendamtsmitarbeiter.

Wenn man länger darüber nachdenkt, fallen einem bestimmt noch mehr ein. Also eigentlich jeder Beruf, der auf Grund seiner beruflichen Tätigkeit auch persönlich betroffen machen kann, ob des Schicksals, mit dem man gerade zu tun hat.

Gruß
p

Beitrag von similia.similibus 28.10.10 - 20:50 Uhr

und noch dazu: Kripo-Beamte, Unfallärzte, Notärzte

Beitrag von lany 28.10.10 - 20:13 Uhr

Hallo!

Ganz ehrlich.. Erzieher/in - Kindergärtner/in#rofl
Wenn ich z.B. dran denke wie 50 Kinder im Winter da saßen und alle angezogen werden wollten, ob Jacke, Schuhe, Mütze, Handschuhe... und der Lärm dabei#schwitz,neee, da würde ich vermutlich nicht so gelassen arbeiten können. Allein der normale Wahnsinn der da herrscht..#schwitz

Ich zieh vor unseren Erzieherinnen den Hut und möchte es wirklich NICHT machen! #cool

LG Eva

Beitrag von krisksc 28.10.10 - 22:58 Uhr

Dem kann ich nur zustimmen!

Ich ha in der Schule ein Praktikum in einem Kindergarten gemacht. Meine Tante ist dort Leiterin und es war immer mein Traumberuf. Aber nach diesen 2 Wochen wollte ich NIE wieder Erzieherin werden. Stattdessen bin ich Beamtin geworden ;-) Ist zwar auch ein stressiger Beruf (ja wirklich :-)), aber nichts im Vergleich zu dem einer Erzieherin.

LG krisksc

Beitrag von ludmilla.duesentrieb 29.10.10 - 21:37 Uhr

Danke ;-)

Ich bin Erzieherin und liebe meinen Job.
Aber ich finde es schön, dass es auch Menschen gibt, die sehen, was wir so für Arbeit haben.

Ist trotzdem mein Traumberuf und ich bin nun schon 8 Jahre drin.
Ich hoffe, ich werde es für immer so empfinden, aber wenn ich unsere älteren Kollegen sehe, die so auf die 60 zugehen und hier und da ein Zipperlein haben, nicht mehr so schwer heben sollen (eigentlich) usw. Da frag ich mich schon manchmal, wie ich das bis 67 mache. So mit Krückstock und Rückenaua, und schlechter Seh- und Hörkraft (ok, das mit dem schlecht hören kann ab und zu auch gut sein #rofl )... nunja. Wir werden sehen, nicht wahr?
Aber ich bleib ja hoffentlich bis ich 100 bin topfit! #huepf

Beitrag von mansojo 28.10.10 - 20:19 Uhr

hallo,

ach das ist kann man ja nur subjektiv beurteilen
mein mann sitzt den ganzen tag vor dem rechner
für mich wäre das streß pur
die arbeit muss termingerecht fertig sein ansonsten droht vertragsstrafe
na danke aber macht euch bloß kein druck nee nix für mich


psychischen druck hat glaub ich jeder eagl welche arbeit
da jeder positives feedback haben möchte und dementsprechend unter druck steht

ich bin krankenschwester auf einer its und höre ziemlich oft den satz"wie hälst du das nur aus"

mal mehr mal weniger gut

schwierig wird es wenn man keinen ausgleich mehr hat und von der arbeit aufgefressen wird,

lg

Beitrag von rmwib 28.10.10 - 20:26 Uhr

Also für mich die 3 Berufe, für die ich den höchsten Respekt empfinde, weil ich mir absolut nicht vorstellen kann, wie man das durchsteht:

Altenpfleger.

Toilettenfrau.

Frauenarzt.

Beitrag von leopoldina1971 28.10.10 - 20:32 Uhr


Börsenmakler unter Zeit- und Erfolgsdruck #schwitz

Streetworker, der nicht mehr abschalten kann #schmoll

Herz- und Gehirnchirurg, der weiß, dass seine Hand nicht mehr so kann wie er will #schock

alleinerziehende Mutter von Drillingen, Vierlingen, Fünflingen....#baby






Beitrag von zeitblom 29.10.10 - 12:25 Uhr

"Börsenmakler"

Da verwechselst Du etwas. Der ist nicht mehr unter "Zeit- und Erfolgsdruck" als viele andere Arbeitnehmer. Ich vermute, Du meinst z.B. einen Wertpapierhaendler oder Hedfefondsmanager, die zusaetzlich die psychischen Belastungen aushalten muessen, taeglich Wertschwankungen ertragen, erahnen und ausnuetzen muessen und die auch dann schlafen koennen muessen, wenn sie temporaer Millionenverluste mit sich schleppen... allerdings brauchen sie keine Achtung, denn statt dessen werden sie ueberdurchschnittlich gut bezahlt....

Beitrag von palesun 28.10.10 - 20:35 Uhr

das kann man pauschal doch gar nicht beantworten.
jeder hat eine andere belastungsgrenze... jeder woanders, jeder ist für etwas anderes berufen.

ich möchte keine gehirn-op durchführen müssen, keine katze vom dach holen müssen und nicht den stress an der börse aushalten müssen.

trotzdem kann mir auch in einem leichteren job mein cholerischer, kontrollsüchtiger chef das leben zur hölle machen.

der eine kann dies besser wegstecken, der andere was anderes....

aber grundsätzlich habe ich den meisten respekt vor ärzten, die um leben kämpfen.

lg palesun

Beitrag von alkesh 28.10.10 - 20:36 Uhr

Spontan dachte ich auch an Erzieherinnen/Kinderpflegerinnen... ich bekomm schon de Macke wenn ich meinen Sohn aus der krippe abhole und das sind nur neun Kinder.
Dieser Lärm, das rumgenerve, etc. ... nix für mich.

Ich glaub aber, wenn einem der Job zu schaffen macht, dann hat man den Falschen!

Es gibt sicherlich Ausnahmen, Ereignisse die nicht an der Tagesordnung sind, aber dafür gibt es professionelle Hilfe in jedem Job!

LG

Beitrag von jabberwock 28.10.10 - 20:43 Uhr

Ich würde die größte psychische Belastung auch im sozialen/medizinischen Bereich sehen. Gerade Notdienste, Unfallchirurgie und ähnliches. Auch Polizei natürlich.


Manager, Banker, Politiker und ähnliches sähe ich ehrlich gesagt ganz unten auf so einer Skala. Die größte Sorge derer dürfte im Normalfall die um die eigene Position sein *pauschalisier*

Beitrag von gothicmuttsch 28.10.10 - 20:44 Uhr

Hey!

Alles wo man viel Leid sieht
- Krankenschwester/Altenpfleger
- Notärzte/Polizei
- Hebammen (an sich ein schöner Beruf, aber mit den Totgeburten könnt ich mich nicht auseinander setzen)
- Pathologen (Kinderleichen sezieren, am besten noch welche die an Misshandlungen gestorben sind oder sowas)

Nee, es gibt so einige Berufe die ich NIE machen könnte.

Beitrag von schwarzesetwas 28.10.10 - 20:47 Uhr

Das kann man schlecht pauschalisieren.

Ich denke aber, das Bestatter oder Gerichtsmediziner einfach heftig sind.
Dazu kommt für mich generell Krankenhauspersonal, Altenpflege und Hospizpersonal.

Also eingentlich bei den Berufen, wo das Ende oft in Sicht ist....

Lg,
SE

Beitrag von derhimmelmusswarten 28.10.10 - 21:18 Uhr

Warum ist Bestatter heftig? Der Tod gehört zum Leben und ein Bestatter sieht "nur" die Toten und nicht das Leid, das vielleicht vorangegangen ist. Klar wird es mal Leichen geben, die aufgrund Krankheit oder Unfall nicht mehr so toll aussehen, aber das ist ja die Ausnahme und nicht die Regel. In vielen Fällen bekommt ein Bestatter doch Leute zu Gesicht, die natürlichen Todes gestorben sind. Ich weiß nicht. Kenne den Bestatter aus unserem Ort recht gut und der macht mir nicht gerade den Eindruck als würde ihn das sonderlich belasten.

Beitrag von alkesh 28.10.10 - 21:40 Uhr

Generell finde ich das hier viele eine falsche Vorstellung haben wie das so läuft!

Die meisten gehen immer davon aus das z.B. medizinisches Personal viel Leid sieht... ist sicherlich auch so, aber man geht doch auf die Einzelschicksale gar nicht ein, erst das macht einen doch kaputt!

LG

Beitrag von wuestenblume86 29.10.10 - 15:34 Uhr

Ja im Normalfall geht man nicht auf die Einzelschicksale ein, aber es kommen immer wieder mal ergreifende Momente wo man doch etwas mitfühlt und die in Erinnerung bleiben.

Ich wurde vor vielen Jahren als Kind von einem Prof. Dr. Chefarzt Unfallchirurg operiert, der täglich verunfallte Leute und Kinder vor sich liegen hat und er konnte sich nach 10 Jahren noch an meinen Namen und mich erinnern #aha

Beitrag von ciocia 28.10.10 - 21:14 Uhr

Auch Fluglotsen zum Beispiel. Den Job kann man auch nur eine gewisse Zeit ausüben glaub ich, danach ist Schluss

Beitrag von derhimmelmusswarten 28.10.10 - 21:15 Uhr

Altenpflege (z.B. Schwerstpflegebedürftige, Demenzkranke)
Intensivpfleger

Beitrag von luka22 28.10.10 - 21:20 Uhr

Letztens war doch so ein Bericht über die Arbeit der Chefärzte in einer Charite. Das hat mich sehr beeindruckt und DAS ist ein wirklich schwerer Beruf. In diesem Moment liegt das Leben eines Menschen, ja einer ganzen Familie, in deinen Händen. Und es ist ja nicht so, dass die Ärzte nur eine schwierige Operation am Tag haben! Mehrere hochkomplizierte Operationen und bei jeder musst du hochkonzentriert sein, denn ein Fehler endet meist tödlich.

#zitter

Respekt!

Grüße
Luka

Beitrag von leopoldina1971 28.10.10 - 21:56 Uhr


Den Beitrag habe ich auch gesehen...
Besonders hat mich der Chefarzt der Gefäßchirurgie mit seinen nur 38 jungen Jahren beeindruckt. Aber er sagte ja, dass er bei der OP an ein eventuelles Scheitern gar nicht denken kann und will. Trotzdem eine beeindruckende physische und psychische Leistung.

Beitrag von luka22 28.10.10 - 23:13 Uhr

Meinst du den, der die Gehirnop`s durchgeführt hat? Ich fand es unglaublich. Als er der Frau im Wachzustand den Hirntumor entfernt hat, dachte ich, der hat jetzt erst einmal 2 Tage Urlaub. Von wegen. Er ging gleich zur nächsten OP.

Grüße
Luka

Beitrag von leopoldina1971 29.10.10 - 21:13 Uhr


Ja, den meinte ich.

War ziemlich beeindruckend.

Aber auch ein sehr aufwühlender Beitrag. Nichts für schwache Nerven.#schwitz

LG #winke

Beitrag von frozaen85 28.10.10 - 21:48 Uhr

Huhu,
mein Mann ist Justizvollzugsbeamter und ich wollte nicht mit ihm tauschen. Er muss jeden ganz normal behandeln, ob es jemand ist, der nur Tagessätze absitzen muss weil er ne Rechnung nicht bezahlen konnte, oder ob es ein Vergewaltiger oder Terrorist ist.
Also ich könnte das nicht. Ich würde ausflippen wenn ich genau wüsste was die einzelnen so angestellt haben. Für mich ist das ein schwieriger Beruf.
Lg
Sandra, die zum Glück kfm. Angestellte ist