Schwanger und Arbeit mit psychisch-erkrankten Menschen!?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von kristin.26 01.11.10 - 19:08 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

vielleicht gibt es jemanden unter Euch, der schwanger war/ ist und mit psychisch-erkrankten Menschen zusammenarbeitet!?

Ich arbeite in einer Einrichtung für eben solche und bin nun Ende des 6. Monats schwanger. Seit einigen Wochen sieht man nun merklich meinen Bauch und seit dem merke ich deutliche Veränderungen auf der Arbeit. Einige der männlichen Klienten "starren" mich, meinen Bauch oder auch andere Körperteile extrem an, berühren mich "versehentlich" am Bauch etc... Auch das Verhältnis zu den weiblichen Teilnehmern ist verändert. Ich spüre hier immer mehr Neid, Missgunst und Eifersucht. Weiß momentan gar nicht wie ich damit umgehen soll und gehe meist schon mit Bauchschmerzen und Unwohlsein zur Arbeit.
Hat vielleicht jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir helfen!?

Liebe Grüße
Kristin

Beitrag von mama-von-marie 01.11.10 - 19:12 Uhr

#gruebel

Würde mal mit den Vorgesetzten oder dem FA sprechen. Das ist ja
keine tolle Umgebung für eine Schwnagere!
Habe mit gesitig und körperlich Behinderten gearbeitet und schon
in der 11.Woche ein BV bekommen.

Alles Gute :-)

Beitrag von esha 01.11.10 - 19:15 Uhr

Hey,
also ich habe auch in einer Einrichtung für psychisch Erkrankte gearbeitet, aber ich darf schon lange nicht mehr dort arbeiten, da manche potenziell gewalttätig sind und ich an Maschienen arbeiten muss. Ich würde das mit dem FA besprechen, besonders die Frauen könne im Neid schnell überreagieren. ein BV sollte jetzt langsam angeraten sein...
Ich fands zwar schade, hätte gerne weiter gearbeitet, meine Klienten sind auch spitze, aber es ist mir im Endeffekt zu riskant gewesen.
LG esha

Beitrag von frickelchen... 01.11.10 - 19:39 Uhr

Arbeite im geschlossenen Bereich der Psychiatrie. Habe sofort ein BV erhalten. Viel zu gefährlich.

LG Nico

Beitrag von samstanja 01.11.10 - 19:43 Uhr

Rede offen mit deinem Chef wie man in dieser Situation umgehen kann. Setzt dich ´mit dem Psycholgen ( den ihr sicher in der Einrichtung habt zusammen ) und über legt wie ihr damit umgehen könnt. Auch das es für das Klientel einfacher wird immer gleich auf ne BV hoffen ist doof du bist besimmt nicht die erste Schwangere und wirst auch nicht die letzt dort sein oder?
Ich habe auch bis zum Schluß in einen Heim für Verhaltnsaufällige Kinder Und Jugendliche bis zum schluß gearbeitet man muß offen damit umgehe und das Team muß hinter einenm Stehen.
JEtzt in der Zweiten hätte ich gerne noch länger gearbeitet aber leider ist mein Vertrag 2 Monate vorm Mutterschutz ausggelaufen.
Sag den Kliente Männer das du das nicht möchtest sie müssen damit umgehen lernen und mit den Frauen sprech sie an sag Ihnen das du sie verstehen kannst und zeig ein bischen verstehndniss.
Nur alleine solltest du nicht mehr im Dienst sein für den Fall das etwas passiert. Immer zu ZWeit und am Besten nen Zivi oder Praktiant oder so was noch.
Gruß Tanja

Beitrag von schneggerl81 01.11.10 - 19:48 Uhr

Hallo,

du würdest in deinem Fall eigentlich von deinem Gyn ein BV bekommen, da eine Gefahr für Mutter und Kind besteht.

Lg

Beitrag von lotter74 01.11.10 - 19:49 Uhr

Hallo,

ich finde schon, dass es auch darauf ankommt, mit welchen psychischen Störungen Du es zu tun hast. Man kann ja nicht per se sagen, dass es gefährlich werden wird oder könnte.

Ich selbst arbeite als Psychologin und habe jeden Tag mit psychisch erkrankten zu tun. Das war in meiner ersten SS auch schon so. Ich versuche eben so normal wie möglich mit meiner Situation und meinem Aussehen umzugehen. Wenn ich etwas nicht Möchte, sage ich das meinen Pat. auch sehr klar.

Wenn Du allerdings zu viele Ängste hast, und keinen Umgang damit findest, dann würde ich auch mal mit Deiner FÄ sprechen.

LG von lotter74

Beitrag von sako227 01.11.10 - 20:03 Uhr

Kann mich da der ersten Vorschreiberin nur anschließen.. würde auch versuchen ein BV zu erreichen..
Habe in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung (Autisten) gearbeitet und bin auch seit der 10 SSw zu Hause.. einfach weil mein Bauch mit der Zeit für die Männer dort zu interessant geworden wäre..

Grüße und alles Gute

Beitrag von kristin.26 01.11.10 - 21:44 Uhr

Danke schonmal für die vielen Antworten... Werde nochmal meinen Vorgesetzten darauf hinweisen. Erhoffe mir davon aber nicht viel, da ich ihn schonmal darauf hingewiesen habe. Am Donnerstag hab ich einen Termin bei meiner FÄ, da werd ich´s dann auch nochmal ansprechen.
Eigentlich hab ich gedacht, ich pack´das bis zum Mutterschutz, aber mittlerweile...
Vom Klientel her sind bei uns verschiedene Diagnosen vertreten, zwar nicht mehr akut, aber daran anschließend (Tagesklinik).

Vielen Dank nochmal
Kristin

Beitrag von schlunzchen 01.11.10 - 21:48 Uhr

Hallo zusammen,

ich arbeite nicht mit psychisch Kranken sondern bin selbst psychisch krank und schwanger. Bin auch gerade in einer Therapie.

Ich denke auch es kommt darauf an mit was für psychischen Krankheiten du dort zu hast. Denke es ist ein Unterschied ob man auf einer Akutstation oder wie jetzt z.B. auf einer offenen Station bist. Mache gerade eine sechswöchige Verhaltenstherapie (DBT) und neben mir gibt es noch eine hochschwangere Patientin und da gibt es keine Probleme.

Aber du schreibst von "versehntlichen" Berührungen etc. Das geht gar nicht. Kann ich voll verstehen.

Drücke die Daumen, dass du eine gute Lösung findest.

Liebe Grüße
Nancy #ei 12+2