In einen Welpen verliebt und nun am überlegen...

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von sharlely 01.11.10 - 21:45 Uhr

Hallo,

oh man sicher werd ich hier gleich gesteinigt.....

Ok, also ich hab mich in einen kleinen Welpen verliebt und überlege nun diesem bei uns ein neues zuhause zu geben. Eigendlich war ein Hund für uns keine Option mehr. Wir hatten mal kurz einen Hund (den man uns aufgeschwatzt hat)aus dem Tierheim und ganz schlechte Erfahrungen damit gemacht (er hasste Kinder und Katzen, was man uns nicht gesagt hat, wir haben ihn nachdem er die Nachbarskatze totgebissen hat wieder abgegeben, das Veterinäramt hat ihn mittlerweile einschläfern lassen, weil er ein Kind lebensgefährlich verletzt hat).
Joa und dazu kommt das ich selbst mal von einem Hund gebissen worden bin und seid dem hatte sich meine Sympathie gegenüber Hunden stark eingeschränkt.
Jetzt aber, hat der Hund einer Bekannten Welpen bekommen. Blöd wie sie ist, dachte sie, das wäre ja mal ganz nett. Sorry für den Ton, aber das ärgert mich eben. #aerger
So und jetzt hab ich mir die Kleinen mal angeschaut und hab mich diekt in ein kleines Weibchen (12 Wochen alt)verliebt.#verliebt Was es für ne Rasse ist weiß ich nicht. Der Papa ist anscheinend ein Jack Russel Mix, was die Mami ist, vermag ich nicht zu sagen. Ein strohfarbener ganz kleiner Mischling (bisschen kleine wie unsere Katze). #kratz
Und jetzt sitzt ich schon seid ner Woche hier rum, bin total hibbelig, schau ständig bei meiner Bekannten vorbei und würd den Welpen am liebsten packen, mitnehmen und nicht mehr loslassen. Und das obwohl wir so gar keine Ahnung von Welpen und Hunden haben und dazu noch vier Katzen.#klatsch Ach so, zwei Kinder haben wir auch noch.
So und nun? Ich kann mir doch nicht nen Hund anschaffen nur weil ich den total niedlich find (und der sooooo süß frisst und durch die Gegend schnüffelt), oder? #nanana
Was war denn eure Motivation einen Hund anzulegen? Oder besser gesagt aus welcher Motivation heraus sollte man sich einen Hund anlegen? Lohnt es sich in unserem Fall, darüber doch mal näher nachzudenken? Oder sollte man die Finger von einem Mischling, ohne Papiere lassen?
Hoff hier geht jetzt nicht gleich jeder auf mich los, weil wir uns ohne wirkliche Erfahrung, noch dazu von privat für einen Welpen interessieren.#zitter

LG S.

Beitrag von anarchie 01.11.10 - 22:22 Uhr

Hallo!

Klar, aus solchen Hobby-Vermehrungen kaufen ist Mist, aber das weisst du ja sicher...

Bist du bereit, dich die nächsten 15 jahren mit Zeit, Liebe und Geld für das tierchen einzusetzten?
Wer geht zur Hundeschule?
Auch ein kleiner Hund MUSS eine ordentlich Erziehung bekommen.
Wo ist der Hund, wenn ihr arbeitet(vielleicht auch später, wenn die kids größer sind)?
Urlaub?
Ist dein mann auch dafür?
Hat der hund ruhezonen vor den Kindern?
Kannst du gewährleisten, dass die kinder das hundchen nicht bedrängen?
Hündinnen werden läufig - kastration(um weitere vermehrung, auch als unfall, auszuschliessen)?
Auch kleine Hunde müssen mit anderen Hunden spielen, toben, sich freckig machen, bei jedem Wetter raus...
Wie reagierst du, wenn das niedliche baby deine 300EUR-Pumps zerkaut?
(mir passiert, meine lieblingspumps - ich hätte heulen können, aber war ja meine schuld..)
Ein Tierarzt kann seeeeeehr teuer werden...bist du willens, das zu zahlen?

nur mal so, als kleine Anregung...wenn du das alles durchdacht hast, ihr alle wollt, dann spricht doch nix dagegen dem Tierchen ein zuhause auf lebenszeit zu geben.

lg

melanie mit 4 Kindern, Pferd, Hund und 2 langohren

Beitrag von sharlely 01.11.10 - 22:40 Uhr

Hallo,

danke für deine Antwort! Das sind in der Tat gute Fragen!

-Also ums finanzielle mach ich mir keine Sorgen, wir haben gut vorgesorgt. Und wir haben vier Katzen, darum haben wir eh schon ein Tierkonto. Naja und der Kater war schon öfter mal in Unfälle verwickelt, die letzte OP hat uns mal eben 800 Euro gekostet. #schwitz
Kastration, Entwurmung und Impfungen sind auch klar, kenn ich ja von unseren vier Samtpfoten!
Und Sachen machen die vier auch kaputt (bzw. jetzt nicht mehr), wobei es nichts gibt was nicht ersetzt werden könnte! :-)
-Klar ist mir auch, dass so ein Tierchen auch mal groß wird und es die nächsten Jahre bei uns leben wird.
-Das mit dem rausgehen, find ich auch nicht schlimm. Ich hasse es zuhause rumzusitzen und bin bei jedem Wetter mehrere Stunden mit den Kindern draussen.
-Ich könnte wenn es gut geht von zuhause aus arbeiten, aber das steht noch in den Sternen, sprich ich müsste mir überlegen was ich dann mit dem Hund mache. Wie machen denn das andere? Ich mein es wird ja nicht jeder der einen Hund hat, nur deswegen nicht arbeiten?
-Urlaub ist auch ein gutes Stichwort. Das muss ich mir in der Tat nochmal durch den Kopf gehen lassen.
- Das Thema mit den Kindern ist wieder schwieriger. Kinder und Tiere sind nunmal unberechenbar und natürlich kann ich nicht gewährleisten das meine Mäuse den Welpen in Ruhe lassen. Das heißt da wäre dann absolute konsequenz meinerseits gefragt. Genauso was den Rückzugsort betrifft. Man könnte ein Schutzgitter mit Druchgang für den Hund bauen, dass er z.B. ins Schlafzimmer kann, wenn er zuviel hat.
-Hundeschule würde ich dann mit dem Hundchen besuchen, weil mein Mann arbeitet.
-Ja und dann noch das Thema Mann. So richtig hab ich mit ihm noch nicht darüber gesprochen. Wollt mir erstmal selber Gedanken drüber machen. Aber er weiß das ich mich in diesen Welpen verguckt hab und findet den selber auch total süß.

Beitrag von ylenja 01.11.10 - 22:58 Uhr

Hallo,

ich habe mich damals gut informiert, alles gelesen und mit vielen Leuten gesprochen. Dadurch habe ich mich auch ganz bewußt für eine bestimmte Rasse entschieden.

In dem Welpe steckt ein Jack Russel.
Informiere Dich über die Rasse. Eventuell kannst Du ja auch erfahren, welche Rasse in der Mutterhündin steckt.
Passt der Hund zu Euch ?

Hast Du (Du wirst Dich vermutlich am meisten um den Hund kümmern) die Zeit, die Lust und auch das Geld, um für die nächsten 15 Jahre für den Hund da zu sein ?
Gehst Du in die Hundeschule?

Mein - nein UNSER Hund ist wie ein zweites Baby. Er wird von meinem Mann und meinem Sohn ebenfalls heiß geliebt, aber die meiste Arbeit habe ich. Allerdings war mir das bewußt, als wir ihn gekauft haben.
Hergeben möchten wir ihn garantiert nicht mehr. Er ist ein Goldstück.
Aber hast Du Lust, Dir diese Arbeit zu machen ?

Ein Hund macht auch mal in die Wohnung - zumindest bis er stubenrein ist.
Bei manchen Hunden dauert es länger - hast Du die Geduld ?
Wer geht regelmäßig mit ihm raus - am Anfang auch in der Nacht ?
Ein Welpe ist wie ein Baby :-)

Wer nimmt den Hund, wenn Urlaub angesagt ist ? Oder seid Ihr alle bereit, mit dem Auto und Hund zu fahren ?

Wie lange muß er eventuell alleine bleiben?

Wenn Du alles positiv beantworten kannst, der Welpe sich in Dein Herz geschlichen hat und Du weißt, dass alles passt...
...was spricht dann dagegen? :-D

Allerdings könnte ich mir einen Kommentar Deiner Bekannten gegenüber trotzdem nicht verkneifen.

Trotz allem: Ein Hund ist einfach eine Bereicherung.
Unser Timmy ist auch unser erster Hund, und obwohl wir ihn noch nicht so lange haben - wir könnten es uns ohne ihn schon nicht mehr vorstellen :-D

LG

Ylenja

Beitrag von mineos 02.11.10 - 06:35 Uhr

Hallo,

in erster Linie solltest du nicht unterschätzen, dass du dir mit einem Welpen ein weiteres Baby ins Haus holst. Ein Welpe ist wirklich so viel Arbeit wie ein Baby - ich habe diese Aussage oft gelesen, bevor wir unseren Welpen angeschafft haben, und gedacht "Pah, das ist doch Quatsch, was soll so ein kleiner Hund denn so viel an Arbeit machen?? Das klappt doch mit Links!"

aber es ist wirklich stressiger, als man es sich vorstellt. Du wirst dem Hund 20 Mal am Tag hinterher putzen müssen, der Hund dackelt dir ständig hinterher, er kann einfach noch gar nichts und muss alles von dir lernen. Schwierig finde ich auch, einem Hund mit 2 kleinen Kindern z.B. Leinenführigkeit beizubringen, weil ich mit den Kindern draußen schon genug zu tun hätte #schwitz oder z.B. auch in der Hundeschule, du müsstest da wohl immer jemand für die Kinder haben. Der Hund kann am Anfang überhaupt nicht allein bleiben, kannst du Arztbesuche und größere Einkäufe usw. regeln?

Kennen deine Katzen eigentlich Hunde? Bist du dir sicher, dass sie als Gruppe von Katzen dort einen Hund akzeptieren würden? Ich glaube, dass Katzen auch ganz schön protestieren können, wenn ihnen etwas nicht passt, wenn der Hund dann öfters mal mit darf und am Anfang ja sehr viel Aufmerksamkeit braucht und du mit ihm ja auch üben musst usw.

Also, ich finde, dass zuerst der Wunsch nach einem Hund da sein sollte und dann sollte man sich umschauen und verlieben, Verliebtsein allein fände ich ziemlich egostisch, und die geht womöglich auch wieder vorbei... der Hund wird bestimmt einen tollen Platz finden, auch wenn ihr euch dagegen entscheiden solltet.

LG

Beitrag von meandco 02.11.10 - 08:03 Uhr

#rofl

jep, kleine hunde sind wie kleine kinder ... unser kumpel kann ein lied davon singen #cool

wir hatten vor jahren einen wurf jack-russel - pinscher-mixe ... und er? oh prima! wir wollten sowieso immer schon einen hund, wir nehmen einen! ihre tochter war da ca 1,5 jahre alt. soweit so gut. dann haben die den geholt und das theater ging los. entweder hat die kleine geheult oder der hund - 24 stunden! nach drei tagen hatte ich ihn wieder.

danach hab ich ihn erst mal noch ne woche behalten um ihn nicht so rumzubeuteln und dann neu weitervergeben an eine andere stelle - wo er heute noch glücklich ist ... mittlerweile auch mit kindern ;-)

tja, wie ihr alle schreibt, große aufgabe - und bei der vorgeschichte ... ich weiß nicht ... #kratz

lg

Beitrag von minimal2006 02.11.10 - 08:05 Uhr

Hallo S.

Welpen sind unglaublich süß und oft fällt es schwer, zu wiederstehen!

Ich selbst bin (Jung)Züchterin und beschäftige mich eingehenst mit Linien, erblichen Erkrankungen ect.
Ich investiere sehr viel Zeit damit, den passenden Deckrüden für meine Hündin zu finden. Zur Not reise ich dafür ins Ausland!
Wichtig hierbei, das er erstens gesund ist (was unser Verband ja eh vorschreibt!), zweitens .. die "Fehler" meiner Hündin ausgleicht (kein Hund ist perfekt!!), ein tolles Wesen hat (gut sozialisiert ist) und die Verwandschaftsgrade passen, sprich.. nicht eng miteinander verwand!

Von solchen Hinterhof- Hobbyverpaarungen halte ich ÜBERHAUPTS nichts!
Und deshalb würde ich sowas auch niemals unterstützen.

Du schreibst, das da wohl ein Jack Russell drin ist.
Da ich zwei Jacki Würfe hatte, weiß ich, was an erblichen Erkrankungen ansteht!

Ich würde tunlichst die Finger davon lassen!!

Patella-Luxation, Linsenluxation, Taubheit... PLL

Wir haben hier zu Hause einen Dackel-Mix.
Aus schlimmen Verhältnissen im Alter von sechs Wochen "gerettet".
Er ist ein Sonnenschein und wir hatten wahnsinniges Glück!

Meine Schwiema hingegen hat Pech..
auch ein Mix (Jack Russell war wohl auch drin, sie weiß es nicht) hat hochgradig Patella-Luxation beidseits. Extrem verkürzte Sehnen machen eine OP unmöglich, Arthrose in den Gelenken, Haarverlust.. niemand weiß warum... ect.
Dieser Hund ist mehr in der Tierarztpraxis als zu Hause...

Überleg es dir gut ;-)

LG minimal

Beitrag von litalia 02.11.10 - 09:14 Uhr

ich finde es gut das du dir gedanken machst ;-)

was würden denn deine katzen dazu "sagen" ? ;-)

ein jack russel ist nicht ohne, für mich wäre die rasse nichts. für dich?

Beitrag von redrose123 02.11.10 - 09:56 Uhr

Nein weil er ist nicht nur süss, er pinkelt dir Notfalls überall hin kann dir alles Kaputtbeissen, und erziehen solltest du Ihn auch noch, kannst du das mit 4 katzen und zwei Kindern? Wenn ja und du dir sicher bist nimm Ihn aber nicht nach zwei tagen sagen uff das war falsch die entscheidung;-)