Irgendwie neidisch auf Freundin die normale Geburt hatte...

Archiv des urbia-Forums Geburt & Wochenbett.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Geburt & Wochenbett

Die Geburt deines Kindes rückt näher und es tauchen immer noch neue Fragen auf? Du hast gerade entbunden und ganz spezielle Fragen in dieser besonderen Situation? Hier ist der Ort für alle Fragen rund um Geburt und Wochenbett.

Beitrag von angi1987 03.11.10 - 13:46 Uhr

Hallo,

ich hab vor 5 Wochenn mein Baby per Kaiserschnitt bekommen, was ich nie wollte!! War so auf das Geburtserlebnis gespannt.
Nun hat gestern meine Freundin natürlich entbunden was mich auch sehr für sie freut, aber ich habe die ganze Zeit schon so ein Gefühl als ob mir was entgangen wäre, obwohl ich viel durchgestanden habe bis es zum KS kam

Irgendwie bin ich neidosch auf alle bei denen es so geklappt hat und dann kommt noch die Sorge hinzu ob es beim nächsten mal wohl natürlich klappt aufgrund der Narbe etc....

Beitrag von sunnysunny 03.11.10 - 13:49 Uhr

Hallo,

ich habe am 28.03.10 ein Not-KS in der 37+0 SSW bekommen und die Narbe ist viel kleiner geworden und sieht super aus.

Beitrag von bunny2204 03.11.10 - 13:49 Uhr

geht mir auch ein bisschen so...aber du hast doch noch jede Chance auf eine spontane Geburt :-) ich hab inzwischen 3 KS hinter mir und meine Chancen stehen nur noch bei knapp 20% :-(

Wenn ich solche Gedanken habe, hilft es mir dan Frauen zu denken, die einfach nur ein #baby möchten, ganz egal wie....

LG BUNNY #hasi 20. SSW

Beitrag von tragemama 03.11.10 - 14:10 Uhr

Die Gedanken kenn ich. Wenn ich dann aber überlege, welche Verletzungen und Problemchen meine vaginal entbundenen Freundinnen haben/hatten und wie gut es mir im Vergleich dazu ging, sehe ich das anders. Manchmal finde ich es schon sehr schade, dass ich definitiv keine normale Geburt in meinem Leben erleben werde - aber eben nur manchmal.

Andrea

Beitrag von angi1987 03.11.10 - 14:12 Uhr

Aber darum geht´s mir ja, viele denken ich bin zwar Mama geworden, hab aber nix dafür geleistet...so kommt´s mir vor wenn ich sage ich hatte einen KS.

Beitrag von sharlely 03.11.10 - 14:36 Uhr

Hallo,

ach das ist doch Blödsinn! Schau mal, wenn der KS ungeplant war, gab es sicherlich vorher irgendwelche Komplikationen und somit hast du ganz schön was durchgestanden! Außerdem was heißt denn dafür nichts gleistet??? Du warst genauso schwanger wie alle anderen, mit allen größeren und kleineren Wehwehchen, nur die spontan Geburt fehlt. Dafür hast du eben einen "aktiven" KS gehabt. ;-)
Mach mir nach zwei (Not) KS immer noch Vorwürfe und Gedanken, aber ich bin trotzdem stolz darauf, alles so gut gemeistert zu haben.
Trotz allem, werd ich beim nächsten Mal versuchen spontan zu entbinden, sollte es dann nicht klappen, dann war es vll. für irgendetwas gut! ;-)

LG S.

Beitrag von 30.11.10 03.11.10 - 15:15 Uhr

Du hast bei einer Vaginalen Geburt auch nix geleistet#schock Man wer hat dir den den blödsinn erzählt#nanana

Frau selber macht bei der Geburt nix, das ist nur dein Körper der das Kind rausschiebt, Babys werden auch ohne pressen geboren;-)

Ich hatte eine Spontangeburt und kann dir sagen von Geburtserlebnis war da nicht, es war schrecklich!
Und vorallem die Vaginalen Verletzungen die ich hatte haben auch nicht gerade für eine tolle Geburt gesprochen!

Freu Dich über deinen KS du hast nichts verpasst, ganz ehrlich#liebdrueck

Beitrag von lil77 03.11.10 - 22:07 Uhr

Die Frau macht nix bei ner Geburt????????
#klatsch
Das ist echt beleidigend. Es ist ein wahnsinnig aktives Geschehen. Zumindest, wenn man sich nicht mit PDA abgeschossen ins Kreißbett legt, sondern aktib gebärt.

Beitrag von 30.11.10 04.11.10 - 06:52 Uhr

Das einzigste was Frau macht ist Schrein, heulen den rest macht der Körper, oder machst du die Wehen mit deinen Gedanken#rofl

Das Frauen immer denken sie hätten was geleistet ist doch blödsinn.

Beitrag von kleines-sternchen 04.11.10 - 17:13 Uhr

Es ist aber auch eine Leistung diese Höllen Schmerzen über Stunden auszuhalten! Das Kind rauszupressen ist ebenfalls eine Leistung! Denn man muss schon gescheit mitarbeiten.
Das ein Kind einfach rausflutscht ist mir neu #kratz Weiß ja nicht wie das bei dir da alles ist #winke

Beitrag von lil77 04.11.10 - 21:25 Uhr

Ich glaube es ist sinnlos mit dir darüber zu diskutieren. Hast du ein Kind geboren? Weißt du was dazugehört das alles zu zu lassen und zu ertragen und nicht aufzugeben ? Es geht nicht drum Wehen zu erzeugen, sondern die vielen Stunden Schmerzen zu ertragen und am Schluß das Kind rauszulassen (sei es über ein Entspannen - aber extreme Tolleranz des Schmerzes, oder über Pressen).
Ich bin schon Stolz drauf mein Kind nach vielen Stunden Schmerzen raussgeschoben zu haben und dann noch alleine quasi rausgezogen (entwickelt) zu haben.
Reaktionen wie Schreien und Heulen sind Arten mit heftigen schmerzen umzugehen und oft förderlich. So konnte mein Kind wahnsinnig beschütz und in toller sanfter Athmosphäre zur Welt kommen und mußte nicht als erstes in ne OP-Lampe gucken.

Beitrag von widowwadman 03.11.10 - 16:27 Uhr

So ein Bloedsinn. Du hast ein Kind in dir heranwachsen lassen, das ist die Leistung. Der Geburtsmodus ist doch egal, solange ihr den beide so unbeschadet wie moeglich hinter Euch bringt.

Lass dir kein schlechtes Gewissen einreden, und schon gar nicht irgendwelche Minderwertigkeitskomplexe, es ist doch kein Wettbewerb!

Beitrag von jans_braut 03.11.10 - 16:53 Uhr

Blödsinn!
Ich hatte eine natürliche Geburt (Wenn man es so nennen will): Einleitung, Dauerschmerz, schlecht sitzende PDA, PDA, die alles betäubt hat, kurz vor den Presswehen (die habe ich dann erraten), äussere Pressung, Saugglocke im OP-Saal mit ganzer OP-Mannschaft kurz vor NOT-KS UND äussere Pressung (zum Glück vom Arzt - die Ärztin hatte richtige spitze ellenbogen und hat mir andauernd die Luft raus gedrückt)... Ach ja, meine Kleine hatte einen Apgarwert von 1, musste wieder belebt werden (dieses leblose Bündel, dass ich ganz kurz sehen dürfte, bevor sie raus gebracht wurde), dann hatte sie beidseitigen Pneumothorax und musste fast eine Woche auf Intensiv, ich durfte sie nur kurz mit dem desinfizierten Finger durch die Brutkastenfenster berühren die ersten Tage...

Glaub mir, von Geburtserlebnis (!) kann ich nicht sprechen.

Meiner Kleinen geht es gut!!! Die Hebamme wollte im Gegensatz zu den Ärzten einen Kaiserschnitt für mich. Ich hatte noch viele Monate mit meinem Dammschnitt zu kämpfen, konnte nicht lange gehen, konnte nicht richtig sitzen...

Du hast ein wunderbares Lebewesen zur Welt gebracht!!!

LG

Beitrag von widowwadman 03.11.10 - 16:25 Uhr

Mir persoenlich haben die paar Stunden beim ersten Versuch bis dann die Entscheidung zum KS fiel, gereicht. Wichtig war mir bei der Geburt ein gesundes Kind zu haben, dem Erlebnis trauere ich nicht nach,

Beitrag von derhimmelmusswarten 03.11.10 - 16:51 Uhr

Ich kann dich vollkommen verstehen! Bei mir war es zwar kein Kaiserschnitt, dafür eine Geburt mit Saugglocke und 2 Hebammen und 3 Ärztinnen im Einsatz. Ich lag eine Woche zusammengeflickt von vorn bis hinten im Krankenhaus, während mein Kind sofort auf die Intensivstation gebracht wurde. Ich durfte sie erst nach 10 Tagen mit nach Hause nehmen. Mich macht das heute noch wütend. Ich hatte eine total komplikationslose Schwangerschaft und dann sowas. Ich lag ohne mein Kind eine Woche total zerschunden rum und musste dann auch noch ohne sie das Krankenhaus verlassen :-(

Beitrag von mariju 03.11.10 - 17:23 Uhr

Mir geht es ganz genau so ...

Die Geburt unseres Sohnes schien eine schnelle Sache zu werden, doch nach einigen sehr schmerzhaften Stunden ging es einfach nicht mehr weiter und es kam zum KS.
Die ersten beiden Wochen war ich sehr weinerlich und hab ich total als Versagerin gefühlt, dann kamen auch noch die ganzen Freundinen zu Besuch aus dem GVK die ALLE spontan entbunden haben. Wenn man dann noch so Sachen zu hören bekommt "sei froh das du das Ende nicht erleben musstest ... ich bin ja gerissen bis dorthinaus" Das sind zwar keine böse gemeinten Sätze, aber für mich so verletzend.
Wenn ich jetzt, nach 6 Wochen gefragt werde, kann ich nicht einfach nur sagen das es ein KS war, ich muss immer dazu sagen das es nicht weiter ging, am liebsten würde ich immer die gesamte Geschichte erzählen.
Ich war sogar froh als eine weitere Freundin aus dem GVK zwei Wochen später geplant per KS entbunden hat.

Ich bin froh das ich Wehen/Presswehen erlebt habe und wenn ich meinen Sohn ansehe ist eh alles vergessen. Aber ich mache mir jetzt schon Gedanken über eine zweite Geburt, schaffe ich es dann spontan, läuft es wieder auf einen KS hinaus, wird mir vielleicht gesagt das es direkt ein KS wird?

LG und es geht anderen genau so ...

mariju & kleiner Mann (6 W. und 2 T.)

Beitrag von herzelchen 03.11.10 - 19:19 Uhr

Das kann ich sehr gut verstehn, mir geht es in etwas gleich.
Ich bin zwar nicht neidisch, aber eben traurig.
Ich hab immer gesagt ich will nur ein Kind. Mittlerweile denke ich oft darüber nach noch ein zweites zu bekommen, weil ich mir doch noch eins wünsche...

Und dann denke ich bloß an eins: Hoffentlich kann ich diesmal spontan entbinden. Ich weiß noch nicht mal wie sich eine Wehe anfühlt.

Ist ein ganz komisches Gefühl. Ein Kind zu haben und nicht zu wissen wie sich Wehen anfühlen. Ich werd dann richtig sauer manchmal, bis ich echt heulen muss. Unnötig. Ich bin ebenso ne Mama wie die anderen auch.

Nur mir fehlt ein Stück.
Geburtsphase und die Phase nach der Geburt...

Beitrag von kabenti 03.11.10 - 21:25 Uhr

hey angi!

Siehste, das kommt davon, weil sich heutzutage jeder seine Geburt schon so genau vorstellt und sie so genau wie möglich plant und DOs und DONTs für seine Geburt festlegt.

Klar ist es schade, dass es nicht so lief, wie du wolltest. Aber es geht bei einer solchen Sache wie einer Geburt eben leider nicht immer darum, was die Mutter will. Ich glaube sogar, dass es sehr hinderlich ist, wenn die Mutter schon mit gaaaanz genauen Vorstellungen ins KH kommt. Letztlich bestimmt dein Körper und die Natur, wie es läuft (und denen ist dein Wunsch/Plan ziemlich wurscht).

Da lobe ich mir meine Mutter, die ihr erstes Kind mit 17 Jahren bekam und sich (laut ihrer eigenen Aussage) vorher keinerlei Gedanken über die Geburt gemacht hatte. Zwar hatte sie auch einen KS wg. Geburtsstillstand, akzeptierte aber bedingungslos, weil sie sie ja eh nix vorgenommen hatte für die Geburt ;-)

Ich habe es beim zweiten Kind genau wie meine Mom gemacht: ich bin ins KH und habe mir gesagt "mal schau'n, wie es diesmal wird", und siehe da: alles war wunderbar. Die erste lief leider auch nicht nach MEINEM Plan ;-)

Sei nicht traurig und sprich mal mit deiner Freundin darüber. Auch wenn du Sorge hast, dich lächerlich zu machen. Ich denke, deine Freundin kann dich gut verstehen, weil es ihr im umgedrehten Fall vielleicht genau so gegangen wäre.

Lg
Kabenti

Beitrag von lil77 03.11.10 - 22:33 Uhr

Ich finde deine Gefühle sehr verständlich. Natürlich sind die auch richtig. Du hast etwas verpaßt. Das zu leugnen wär denke ich falsch. Aber du hast, wie du selber schreibst, vorher viel geschafft und durchgestanden. Leider kannst du das Geschehene nur hinnehmen. Aber durch den Kaiserschnitt wurde ja wahrscheinlich euer Leben gerettet und deshalb war es vermutlich in deinem Fall der richtige Weg dein kind so zur Welt zu holen. Vielleicht tröstet dich der Gedanke etwas.
Ich kenne viele Frauen, die ihr 2. Kind normal bekommen haben.

Es ist sicher schade im das verpaßte Erlebnis, daber das Entscheidende ist, daß du ein sicherlich tolles Kind bekommen hast, dem es vielleicht ohne den Kaiserschnitt nicht so gut ginge.
Vielleicht ist das " Kaiserschnittnetzwerk" etwas für dich?

Alles Liebe

Beitrag von super_mama 04.11.10 - 13:56 Uhr

Hey du,

das kenne ich nur zu gut.
Mein Sohm kam im Sep. 2005 per geplantem KS auf die Welt weil der Arzt Angst vor Nierenversagen hatte (hatte eine schwere Gestose).
Ich war überglücklich das er da ist und gesund und wir das alles gut weckgesteckt hatten (die Schwangerschaft war so schlimm und ich so oft im KKH), aber das Erlebnis Geburt fehlte mir einfach.
Letztes Jahr im Juli bekam ich meine kleine Tochter. Spontan !
Das etwas an der Narbe ist, ist sehr selten ... mir rieten auch dieses Mal die Ärzte zum KS weil die Kleine einfach nicht raus wollte, sich keine Wehen trotz Einleit-Versuche einstellen wollten, aber die Hebi und ich waren wirklich aufeinander eingeschworen und so lange es der Kleinen gut ging versuchten wir sie spontan raus zu ekeln ... was nach 3 1/2 - 4 Tagen mjit einem Riss in der Fruchtblase auch mal Zeit wurde ;-)

Mach dir keine Angst und sei nicht traurig, beim nächsten Mal wird es anders. Nun geniess erst einmal in Ruhe dein Mutter-Glück und warte ab !