Schonung im Wochenbett?!? Kleine U,mfrage...

Archiv des urbia-Forums Geburt & Wochenbett.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Geburt & Wochenbett

Die Geburt deines Kindes rückt näher und es tauchen immer noch neue Fragen auf? Du hast gerade entbunden und ganz spezielle Fragen in dieser besonderen Situation? Hier ist der Ort für alle Fragen rund um Geburt und Wochenbett.

Beitrag von jasfeanmi 07.11.10 - 15:39 Uhr

Hallo Mädels,

ich würd mal gerne von euch wissen, wie ihr euch so schonen könnt? Habe hier bei urbia gerade was von "Einer-Aktion-pro-Tag" gelesen. #kratz 6 bis 8 Wochen lang!! Ich habe am 19.10. entbunden.

Macht ihr das so? Wie schafft ihr euren Alltag? Wer unterstützt euch?

Ich habe ein Haus unter meinen Fittichen zudem noch einen fast dreijährigen Schlingel, der Aufmerksamkeit will. Mein Mann geht morgen wieder zur Arbeit, dann bin ich 10 Stunden am Tag auf mich gestellt... Kinder, Stillen, Haushalt, Kochen.... Mit einer Aktion komm ich nicht weit!
Ehrlich gesagt mach ich meinen Haushalt schon die ganze Zeit wieder selber... (Mein Mann hatte mehr Wochenbetterholung, als ich!#aerger)
Aber ich hab so ein bisschen Schiss, dass ich durch meinen Übereifer noch was kaputt mach. Habe keinen Bock auf Inkontinenz oder so...

Habt ihr nen Tipp für mich?
Bitte sagt jetzt nicht: "Lass einfach alles Stehen, was nicht sein muss..." Das kann ich nicht differenzieren.

#danke
und
#winke

glückliche Danny mit #baby 2,75 Jahre und #baby 2,5 Wochen, die trotzdem ständig heulen muss. (Sch.... Hormone!)

Beitrag von kleiner-gruener-hase 07.11.10 - 16:05 Uhr

Mein Mann ist wieder arbeiten gegangen da war der Kleine knapp über eine Woche auf der Welt und ich hatte hier noch ne 4,5 jährige.

Ich habe in den ersten Wochen nur gemacht was ich musste und konnte und den Rest hat mein Mann gemacht wenn er von der Arbeit kam.

Wir sind in dieser Zeit weder versumpft noch sonstirgendwas in diese Richtung. Ich würde mir den Göttergatten mal gepflegt zur Brust nehmen und ihm ein paar Anweisungen geben. Schließlich ist er auch wieder Papa geworden.

Beitrag von sonne_1975 07.11.10 - 17:06 Uhr

Ich nehme Wochenbett sehr ernst, beim 1.Kind konnte ich wegen Steissbeinbruch sowieso 6 Wochen nicht sitzen, wegen geplatzter Dammnaht auch nicht.

Beim 2.Kind waren es Weihnachten, mein Mann war, glaube ich, 4 Wochen zu Hause, ansonsten haben wir hier Oma und Opa.

Ich spüre sofort meinen Beckenboden (so ein Ziehen untenrum), wenn ich zuviel mache (nach der Geburt meine ich), da habe ich meistens im Bett gelegen oder auf der Couch (da konnte ich gut sitzen, die Dammnaht ist gut verheilt).

Ich würde so wenig wie möglich machen, sprich kochen ist notwendig, putzen nicht. Waschen kann der Mann usw.

Dein Kleiner geht noch nicht in den KiGa? Das ist dann natürlich heftig, meiner ging schon zu dem Zeitpunkt über 1 Jahr.

LG Alla

Beitrag von tekelek 07.11.10 - 17:28 Uhr

Hallo Danny !

Beim ersten Kind hatte mein Mann 3 Wochen Urlaub - purer Luxus !
Ich lag die ersten 10 Tage nur im Bett und habe mich von ihm verwöhnen lassen, das hat mir enorm gut getan und der Dammriss den ich damals hatte, ist blitzschnell verheilt.
Beim zweiten Kind hat er eine Woche nach der Geburt wieder angefangen zu arbeiten, erst nur bis mittags/frühen Nachmittag, in der zweiten Woche dann wieder den ganzen Tag.
Damals habe ich nur das Nötigste gemacht und das war schon zuviel (meine Tochter war damals erst 20 Monate alt und hat mich natürlich voll gefordert). Mein Beckenboden schmerzte und ich hatte das Gefühl, mir fällt unten alles heraus, 2 Wochen nach der Geburt hatte ich eine fette Brustentzündung mit über 40 °C Fieber und bin zusammengebrochen :-(
Ich habe fast 1,5 Jahre gebraucht, bis ich mich wieder richtig fit gefühlt habe.
Beim dritten Kind nun nimmt mein Mann Elternzeit, einen Monat direkt nach der Geburt, einen Monat wenn wir dann ins neue Haus umziehen.
Er macht zwar den Haushalt eher oberflächlich und ist nicht gerade ein Meister im Ordnung halten, aber meine Gesundheit ist mir wichtiger, ich werde einfach versuchen, das auszublenden.
Falls es doch nicht so gut laufen sollte, werde ich zum Äußersten greifen und entweder meine eigene Mutter oder meine Schwiegermutter herbestellen.
Nur eine ausgeruhte, gesunde Mutter kann auch eine gute Mutter sein, das weiß ich mittlerweile.

Liebe Grüße,

Katrin mit Emilia-Sofie (5), Nevio (4) und Sohn Nr.2 (31.SSW)

Beitrag von sharlely 07.11.10 - 17:56 Uhr

Hallo,

also beim ersten Kind bin ich vier Tage nach dem KS heim gegangen und war auf mich allein gestellt. Mein Mann musste arbeiten, ist genau am Tag der Geburt befördert worden und so kam es, dass er auch abends oft länger dableiben musste. Klar war das nicht schön, aber ich habs geschafft. Ich hab nach dem Grundsatz "tu wonach dir ist" gelebt und das knallhart durchgezogen.;-) Mir war in der Zeit ganz viel nach Bewegung. Ich musste einfach aktiv sein, somit war ich ganz viel unterwegs.
Beim zweiten Kind wäre das nicht möglich gewesen. Ich bin am dritten Tag nach dem KS heimgegangen, aber es wäre mir nicht möglich gewesen, beide Kinder unter einen Hut zu bringen und den Haushalt zu schmeißen. Mein Mann hatte Gott sei dank drei Wochen Urlaub. Das war auch bitter nötig, denn ich hatte Wochenflussstau und einen Milchstau mit Fieber und Co. In dieser Zeit war mich auch gar nicht nach körperlicher Aktivität, ich wollte einfach nur in Ruhe meine Familie genießen. Also hab ich auch wieder "tu wonach dir ist" gelebt.:-)
Sprich: Wenn du das Gefühl hast, den Haushalt machen zu müssen, dann mach es. Würdest du ihn liegenlassen, wärst du unzufrieden, was widerum zu Spannungen führen könnte. Also tu wonach dir ist.....;-)

LG S.

Beitrag von jiny84 07.11.10 - 18:02 Uhr

Also ich muss ganz ehrlich zugeben,ich habe nach der Geburt genauso wie vorher weiter gemacht,ganz normal meinen haushalt,konnte keine fünfe grade sein lassen,sowas kann ich einfach nicht.

Einmal hab ich dafür bezahlen müßen,hab meine 6 jährige tochter hoch gehoben,so 2 wochen danach,ich sach euch,23 kilo sollte man da noch nicht hoch heben,hab danach mit starken schmerzen flach gelegen

Beitrag von anarchie 07.11.10 - 18:38 Uhr

Huhu..

Auch hier: Hör auf deinen körper.

Die erste Woche sollte echt easy sein, dannach nach gefühl.

Ich hatte nur beim 3, kind wirklich 5 tage Wochenbett(das war aber auch ne fiese geburt...)..

beim 1. Kind musste mein Mann einen Tag später wieder los , und der Hund wollte raus...

beim 2. Kind war er zwar daheim, hatte aber oberviel zu tun - also war ich recht allein mit dem 16 Monate alten Kleinkind und dem baby..

beim 3. Kind brauchte ich hilde, da war er dann auch da.

beim 4. Kind gabs NULL Schonung, weil ich am Morgen anch der geburt mit meiner Tochter(da 6) ins KH musste, weil sie ne OP brauchte, dortw ar ich bis spät abends, bis ich sie mitnehmen konnte.
3 tage später war geburtstag vom Großen, 1 tag dannach einschulung...

dazu immer haus, pferd und Hund...und die jeweils größeren kinder...

wenn du dich gut fühlst, mach die basics.

Bei mir ist das:

Küche,
Bad(mit 4 kindern immer dringend..)
saugen,
kochen,
waschen
einkaufen
aufräumen tu ich mit Körben: alle spielis in einen und dann ab ins OG, etc...

so kam ich immer gut klar..

lg

melanie mit den 4 Kurzen(8,6,3,1)

damit

Beitrag von derhimmelmusswarten 07.11.10 - 18:53 Uhr

Ich hatte eine ziemlich komplizierte Geburt. Zum Glück konnten damals meine Großeltern noch relativ gut auf meine Kleine gucken. Oma hat geguckt, Opa hat ab und an den Schnuller gegeben und ich habe mich so oft es ging hingelegt. Wie das beim nächsten Kind wird, weiß ich nicht. Denn mein Opa ist mittlerweile leider gestorben und meine Oma ist auch nicht grad gesund. Vormittags geht die Kleine in die Kita. Das ist schon eine wahnsinnige Entlastung denk ich. Mein Freund hat Früh- und Spätdienst. Kann also immer einen halben Tag helfen. Und das wird er auch müssen. Sei es einkaufen, kochen oder auch mal putzen. Ich würde da an deiner Stelle auch mal mehr Hilfe fordern. Ein Mann kann am Anfang auch mal die Waschmaschine anmachen, durchsaugen oder kaufen gehen! Ich finde das total schlimm. Besonders gräßlich finde ich die Erzählungen meiner ausländischen Bekannte. Da gehen die Frauen oft nach ambulanten Geburten heim und kümmern sich um die anderen Kindern und stehen am nächsten Morgen schon wieder in der Küche! Und die Männer lassen sich bedienen als wär nix gewesen.

Beitrag von bunny2204 08.11.10 - 08:59 Uhr

Huhu,

eine Aktion????? Also bei uns ist Nr. 4 im Anmarsch und mit einer Aktion am Tag....da könnnte ich dann nach der Wochenbettzeit 5 Leute einstellen, die mir helfen alles wieder aufzuarbeiten...hab ja momentan schon ca. 10 Maschinen Wäsche in der Woche....wir müssten nach 8Wochen also alle halbnackt rumlaufen :-p

also nach Nr. 3 musste mein Mann nahc 2 Wochen wieder arbeiten und ich hab meine Sachen gemacht wie zuvor....Hilfe hatten wir keine.

nach Nr. 2 hat mein Mann die Zeit genutzt die er daheim war und hat unsere Einfahr gepflastert

Dieses mal wird er wohl 2 Monate Elternzeit nehmen, aber das wird wohl auch so sein, dass ich das Alltägliche regle und er Sachen macht, die schon lange gemacht werden müssen (wie z.b. Streichen...)

Und mein Grosser geht ja auch schon in die Shcule, ich kann ja nicht alles einstellen :-p wäre ja Hausaufgaben-machen schon eine Aktion!


LG BUNNY #hasi mit Maxi (7) Alex (3,5) Kathi (1,5) und Felix 20. SSW

Beitrag von claerchen81 08.11.10 - 09:51 Uhr

Hmmm, Schonung? Was ist das?
Ich hatte eine seeeeehr leichte Geburt und war direkt am Tag danach, ach was, in der Minute danach wieder fit. Meinen Beckenboden spüre ich nicht bzw. er schmerzt nicht o.ä.
Mein Mann ist eine Woche nach der Geburt wieder arbeiten gegangen und ich finde das vollkommen i.O. Allerdings werde ich ihn mir nachher noch mal schnappen, weil es mir nämlich so gut geht meint er jetzt, er müsste gar nichts mehr tun - so ja nun nicht mein Freundchen ;-).

Ich halte "eine Aktion am Tag" für unrealistisch, wenn man zwei oder mehr Kinder hat. Ich musste meinen Großen (3 Jahre, 14 kg) auch hin und wieder heben - wenn er sich gestoßen hat oder einfach auf der Straße bockt - was soll ich denn auch sonst tun? Auch muss der Einkauf nun halt mal in den Kühlschrank, der kann doch nicht den halben Tag im Auto vor sich hin tauen. Und auch den Haushalt muss ich wohl oder übel machen, schließlich bekommen wir auch mal Spielbesuch am Nachmittag und außerdem kann ich mein Baby schlecht auf einen ungesaugten Boden legen (natürlich ist eine Decke drunter, aber trotzdem). Zudem bin ich ja die meiste Zeit zuhause und sehe den Dreck...neee, das geht so nicht. Wenn die Lütte denn mal schläft und ich sie ablegen kann (Bauchweh-Kind, ist daher ganz selten), dann putze ich schonmal gründlich.

Aber mir geht es halt auch sehr, sehr gut, die Geburt war kurz und leicht, keine Verletzungen, ich fühle mich ganz normal, wie vor der Geburt (nur dicker ;-)).

Ich finde die Devise: "mach so viel, wie dir gut tut" super. Man sollte auch auf den Körper hören, der meldet sich schon, wenn er nicht mehr kann. Aber "vorsätzlich" auf meinem Hinter sitzen bleiben... neee, ist nicht mein Ding. Ich würde auch meine Eltern hier nicht putzen lassen oder so. Sie nehmen uns hin und wieder den Großen ab, das muss reichen. Aber wenn ich nichts mache, dann langweile ich mich, mir geht es ja blendend.

Rückbildung nehme ich allerdings sehr ernst. Ich gehe zu einem Kurs (sobald ich "darf"), mache jetzt schon hin und wieder die Übungen, die ich noch kenne, werde danach gezielt Beckenbodenübungen in meinen Alltag einbauen. Die Muskulatur dort ist eine "verzeihende Muskulatur", man kann sie immer trainieren und es bringt was. Nur Schonung im Wochenbett und dann kein Training bringt auch nichts!

LG, C.

Beitrag von jasfeanmi 08.11.10 - 13:26 Uhr

Danke ihr Lieben!
Die Devise "Mach so viel du kannst" ist gut!!! Das nehme ich mir zu Herzen.
Diese Geburt war auch ein Spaziergang und obwohl ich jetzt eine Dammnaht habe, bin ich viel fitter als bei meinem Sohn (da hatte ich nen Steissbeinbruch...).
Wahrscheinlich kann man Frauen auch im Wochenbett nicht verallgemeinern. Jede empfindet anders und das mit der einen Aktion ist nicht realisierbar. (für mich)
Aber mein Männlein nehme ich mir dennoch mal zur Brust. Habe ihm gestern schon diesen Artikel hier gezeigt. Ich konnte den Anflug eines schlechten Gewissens erahnen... Das ist ja schonmal was.

Also denn, euch allen noch ein geschmeidiges Wochenbett!

Beitrag von oekomami 08.11.10 - 22:33 Uhr

Hallo,

ich habe mich beim zweiten leider auch nicht geschont, weil ich der Meinung war es geht nicht.

Dann habe ich sehr schwere Wochenbettinfektion durch einen Wochenflsussstau bekommen und wäre wenn ich nur etwas später in die Klinik gegangen wäre gestorben.

Dannach musste ich mich lange schonen. Und es ging.

Besuch durfte nur kommen wenn er was im Haushalt gemacht hat, essen gab es von Essen auf Rädern. Und im Haushalt wurde halt nur das nötigste gemacht.

Der große ist damals ganz oft mit Freunden mitgegangen.

LG

Beitrag von linagilmore80 09.11.10 - 17:04 Uhr

Da ich einen Kaiserschnitt und kurz darauf eine sehr schlimme Brustentzündung hatte, habe ich mir angewöhnt nur dann was zu machen, wenn ich mich dazu in der Lage fühle.
Meinem Mann brauchte ich das nicht groß erklären, er hat von ganz alleine eingesehen, dass er hier mithelfen muss. Außerdem habe ich meiner großen Tochter schon ein paar Aufgaben übertragen.

Also insofern muss ich sagen, dass ich das mit der Schonung schon sehr ernst genommen habe.

Also, was ganz dringend im Haushalt gemacht werden sollte: Abfall rausbringen, Geschirr in die Spülmaschine und eine Waschmaschine am Tag. Mehr nicht!
Dein Mann kann dann nach Feierabend mal Staub wischen und saugen sowie die Weiterverarbeitung (Aufhängen, Zusammenlegen und Bügeln) der Wäsche übernehmen. Außerdem könnte er ja das Kochen übernehmen (sofern er Talent dazu hat).

Wenn Du Dich so gestresst fühlst, dass Du heulen musst, dann musst Du ganz dringend dein Pensum reduzieren.

LG,
Lina

Beitrag von hova 10.11.10 - 10:50 Uhr

Man muss schauen, wie man sich fühlt und wieviel man schafft.
Nach dem ersten und zweiten Kind war mein Mann noch Student und war relativ viel Zuhause.
Nach der dritten blieb er ne Woche Zuhause und dann lief erst mal alles im Schongang!
Nach der vierten bekam mein Mann gar nicht frei :-( Ich lag dann die ersten 4 Tage sehr viel im Bett und dann ging der Alltag los. Das war sehr anstrengend aber ich habe echt auch nur das gemacht was sein musste, wie die Kinder zur Schule und Kiga fahren, kochen, einkaufen, Bad, Wäsche.
Den Rest musste mein abends machen. Manchmal hat er sogar vorgekocht :-)
Dieses Mal nimmt er sich eine Woche frei. Das Baby kommt vor den Osterferien also fällt der Fahrstress dann mal weg :-)
Ansonsten habe ich mir vorgenommen, echt ein zwei Gänge runterzuschalten.
Ich werde früh anfangen vorzukochen, damit die Truhe voll ist. Ich gebe zu, wenn hier nicht alles so läuft, wie ich es gewohnt bin, werde ich sehr unzufrieden...bringt mir also auch nix! Und Fremde will ich grad die erste Zeit auch nicht im Haus haben!!!

LG Hova