Getrennt, Mann meldet sich nicht um, Arbeitsamtlichen Zusammenhang?

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von gefrustetgetrennt 11.11.10 - 19:08 Uhr

Hi,

ich bin seit einigen Monaten von meinem Ehemann getrennt; er ist ausgezogen in eine eigene Wohnung.

Leider hat er sich beim Einwohnermeldeamt noch nicht umgemeldet; bevor er das nicht tut kann ich vermutlich nicht in die Steuerklasse 2 wechseln (haben minderjährige Kinder).

Ich bat ihn, es noch dieses Jahr zu erledigen, damit für das Steuerjahr 2011 einfach klare Verhältnisse sind.

Heute fragte ich ihn, ob er's gemacht hat/wann er's macht. Jetzt behauptet er, er kann sich nicht von "meiner" Adresse abmelden weil er gefördert wird.

Hintergrund: er war langzeitarbeitslos, bekam dann eine Stelle, die über eine Förderung vom Arbeitsamt (Agentur für Arbeit) läuft, sprich das Amt zahlt einen Zuschuss an seinen Arbeitgeber dafür, dass sie ihn einstellen.

Wir wohnen in einer Stadt, nennen wir sie einfach mal Frankfurt, und nun wohnt er in einer anderen Stadt, für dieses Beispiel Wiesbaden.

Er behauptet, da die Förderung von dem Arbeitsamt Frankfurt bezahlt wird, kann er sich nicht in Wiesbaden anmelden, weil "das Frankfurter Arbeitsamt" dann nicht mehr seine Förderung zahlt (an seinen Arbeitgeber, nicht an ihn) weil er ja dann in Wiesbaden lebt. Und er meint "das Wiesbadener Arbeitsamt" hat wohl kein Interesse ihn zu fördern, da er dort nie arbeitslos war.

Weiß jemand, ob das so stimmen kann??? Darf man während so einer Arbeitsamtsförderung nicht umziehen? (Seine Fahrstrecke zur Arbeitsstelle ist in etwa gleich geblieben, nur von einer anderen Richtung, ist aber vermutlich unerheblich).

Ich möchte einfach dass er nicht mehr hier gemeldet ist :-(

Beitrag von Tipp 11.11.10 - 19:23 Uhr

Geh doch einfach zum Einwohnermeldeamt und melde ihn ab, unbekannt verzogen. Ist doch nicht dein Problem ob sein AG die Förderung erhält oder nicht.

Beitrag von simone_2403 11.11.10 - 20:00 Uhr

Hallo

Lass dir nicht so einen Bären aufbinden.Das Arbeitsamt in Wiesbaden wird die Zuschüsse für die Maßnahme genauso weiter bezahlen wie die jetzige in Frankfurt.

Sag ihm das mit der Frist,das er sich morgen in deiner Wohnung abzumelden hat.Tut er das nicht,meldest DU ihn ab.

LG

Beitrag von gefrustetgetrennt 11.11.10 - 20:21 Uhr

Hallo,

er sagt: warum sollten die Wiesbadener die Förderung übernehmen, das kommt ja dann aus deren Topf und sie haben den Vorgang nie genehmigt.

Ich habe keine Ahnung, was stimmt.

Würde das Amt überhaupt von der Ummeldung erfahren?? Er bekommt ja vom Amt keine Leistungen (sein AG bekommt diese) und der Antrag und alles ist ja seit einigen Monaten durch. Ich denke die Zahlungen würden einfach weiter fliessen - er ist ja noch dieselbe Person.

Was passiert, wenn man jemanden abmeldet?? Er wäre dann quasi nirgends gemeldet... welche Konsequenzen hätte das?

LG

Beitrag von simone_2403 11.11.10 - 20:32 Uhr

Wenn er keine Leistung bezieht und die Maßnahme vom Amt bezuschusst wird ist das im Grunde ergänzendes Harz4 sprich,der AG bekommt Geld damit er deinen Ex Ausbilden und bezahlen kann.

Die Bezahlung an sich ist auch völlig egal solange dein Ex die Maßnahme weiter durchzieht,er muss allerdings seinen Umzug beim Amt angeben,die leiten dann alles andere weiter.Das Amt in Wiesbaden wird die Förderung sicherlich nicht streichen,denn dem Amt ist es lieber Maßnahmen zu bezahlen als Harz4.

Wenn du ihn abmeldest gilt er als Obdachlos.Spätestens dann gibt es Probleme mit dem Amt,Krankenkasse womöglich auch Arbeitgeber ect pp.Er besitz dann ja keine "Ladungsfähige" Adresse.

Meld ihn ab,drück ihn die Abmeldung in Hand denn mit der kann er sich bei seinem neuen Wohnort anmelden.Er soll beim Amt vorstellig werden und sagen das er umgezogen ist.Mehr muss er nicht tun.

lg

Beitrag von gefrustetgetrennt 11.11.10 - 20:42 Uhr

Er wird dort nicht ausgebildet; er ist schon jenseits der 40 ;) er hat einfach eine ganz normale Arbeitsstelle.

Leistungen hat er davor nicht bezogen, sein ALG I war vorbei und ALG II bekam er (wir) nicht da ich "zu viel" verdiene.

H4 würde er bei einer gestrichenen Förderung auch erst mal nicht erhalten da Kapital vorhanden.

Wenn ich ihn abmelde - wie erfährt die Krankenkasse das?? Weiß die Stadtverwaltung wo er krankenversichert ist und meldet das weiter?? Doch eher nicht - ich kann mich zumindest nicht erinnern, der Stadtverwaltung mitgeteilt zu haben, wo ich krankenversichert bin.

Arbeitgeber = ebenfalls.

All diese Stellen erfahren doch gar nicht von der Abmeldung, oder mache ich da einen Denkfehler??

LG
und danke für die Anregungen!

Beitrag von simone_2403 11.11.10 - 20:54 Uhr

Öhm...wie jetzt...wöfür erhält er denn dann die Förderung? Meines wissens zahlt das Amt nur Maßnahmen die dazu dienen den Arbeitssuchenden wieder in feste Arbeitsverhältnise zu bringen oder aber unterstützend als Existenzgründung.

Wenn er in einem festen Arbeitsverhältnis steht,wozu dann Zuschuss vom Amt bzw was genau bezahlt das Amt denn?

Im Grunde geht alles über die Post.Wenn dein Ex keine "Ladungsfähige" Adresse mehr hat usw usf.Was wenn ein Einschreiben kommt bei dem er persönlich Unterschreiben muss ect pp. Was wenn er eine neuen Personalausweis braucht oder andere Papiere aus irgendwelchen Gründen.....

Der Grund WARUM er sch nicht bei dir abmelden will ist auf keinen Fall der,das er die Förderung gestrichen bekommen würde wegen eines Umzugs,da muss was ganz anderes dahinter stecken.

lg

Beitrag von gefrustetgetrennt 11.11.10 - 21:01 Uhr

Er war langzeitarbeitslos (über 2 Jahre), und hat dann eine Stelle bekommen, aber der AG sagte, er will vorher prüfen, ob er eine Förderung (Wiedereingliederung langzeitarbeitslose in den Beruf oder so; diesen Namen habe ich erfunden um die Umstände zu erklären) dafür erhält.

Antrag ausgefüllt, gewartet, genehmigt bekommen; das Arbeitsamt in Frankfurt übernimmt 50% vom Gehalt, der AG die anderen 50% (mein Mann bekommt aber sein Geld komplett vom AG, das Amt zahlt an den AG, nicht an meinen Mann.)

Wie oft erhält man wirklich ein Einschreiben?? Es könnte Jahre dauern, bis er ein Einschreiben von wichtiger Stelle bekommt....

Personalausweis dito....

Da steckt allerhöchstens noch seine Faulheit dahinter, er will nicht zum Einwohnermeldeamt latschen, will sein Auto nicht ummelden, etc. etc.

Beitrag von simone_2403 11.11.10 - 21:23 Uhr

Sowas kann mal ganz schnell gehn.Was wenn er einen Arbeitsunfall hat.Der AG hat ja nur "diese" Adresse unter der dein Ex aber dann nicht mehr gemeldet ist.(nach 6 Wochen zahlt die KK die natürlich vorher an die Adresse den Antrag schickt).Würdest DU ihm die Post weiterreichen?

Er fährt Auto....was ist wenn ein Bußgeld kommt weil er geblitz wurde oder oder oder .Er macht sich Strafbar denn bei uns in D gilt die Meldepflicht.Auch hier die Frage....würdest DU die Post weiterleiten?


Wenn du seine Faulheit dahingehend unterstützt....nunja.ICH würde den Müßiggang in keinster Weise unterstützen.

Wenn ich getrennt bin,dann hat sich mein Ex-Partner auch gefällist von meiner Adresse abzumelden,Punkt.

Beitrag von gefrustetgetrennt 11.11.10 - 21:30 Uhr

Er bekommt natürlich noch Post hier.... wir sind verheiratet, was soll ich da machen, die Post zurückgehen lassen? Irgendwo ist man ja auf Wohlwollen angewiesen, wir haben Kinder zusammen, da kann ich eigentlich nicht auf "Hexe" machen und sagen: "du hattest einen Brief von der Krankenkasse/Strafzettel wg. Falschparken/etc. ich habe es aber zurückgehen lasse".

(Viel Post ist es nicht, die er hier bekommt, und hauptsächlich Werbung.)

Deshalb will ich ja, dass er sich "freiwillig" ummeldet, will natürlich nicht, dass er die Arbeitsstelle verliert und ich ihm gar Unterhalt zahlen muss (weil er keinen ALG I Anspruch mehr hat und ich eben genug verdiene).

Deshalb die Frage ob es wirklich ein Problem bzgl. Arbeitsamt F/WI geben könnte.

Beitrag von simone_2403 11.11.10 - 21:38 Uhr

Wohlwollen hin oder her,ich würde das nicht dulden un dja,ich würde die Post zurückgehen lassen.

Du schriebst er bekam kein ALG2 weil er genügend Kapital besizt ergo müsstest du auch nicht in Unterhaltsleistung gehen,vorerst.

Fördermaßnahmen werden im Grunde nur gestrichen wenn derjenige der die Förderung erhält (hier gilt auch indirekte Förderung wie bei deinem Ex geleistet) sich so verhält das das Amt handlungsbedarf sieht,sprich die Förderung zu unrecht geleistet wird.Bei einem Umzug ist das nicht der Fall denn kein Amt kann vorschreiben wo man wohnt wenn es sich nicht direkt um ALG2 Bezüge handelt.

Wer die Förderung weiterhin bezahlt ist Sache des Amtes,Fakt ist das die Förderung weiter bezahlt wird egal von welchem Amt.

lg

Beitrag von gefrustetgetrennt 11.11.10 - 21:40 Uhr

Ich glaube Unterhalt hat nichts mit Kapital zu tun, oder??

Beitrag von simone_2403 11.11.10 - 21:46 Uhr

Doch.Weil er davon erst Leben muss wenn Kapital da ist.Ihr lebt in Scheidung?Dein Anwalt kann dich hinsichlich des Sachverhaltes aufklären.Ist zwar nicht nötig das die Förderung weiter läuft aber damit du ruhig schlafen kannst... ;-)

Beitrag von gefrustetgetrennt 11.11.10 - 21:49 Uhr

Bislang haben wir noch nichts bzgl. Scheidung etc. unternommen, ich war ja einfach froh dass die Trennung vollzogen war und habe den Gang zum Anwalt noch nicht vollzogen (bin wohl auch ein fauler Sack ;-) )

Kindesunterhalt ist nicht von Kapital abhängig; ich kann mir nicht vorstellen, dass es bei Ehegatten-/Trennungsunterhalt anders ist.

Beitrag von simone_2403 11.11.10 - 21:50 Uhr

Doch,ist es,denn der Ehegatte kann u.U selbst für seinen Unterhalt sorgen,ein Kind nicht ;-)

Ich hab dir weiter unten nochmal geantwortet #hicks

Beitrag von gefrustgetrennt 11.11.10 - 21:58 Uhr

Dein Wort in gottes Ohr ;-) ich bin vielleicht bereit, Briefe für ihn zu lagern, aber Unterhalt wollte ich von meinem knappen Geld nicht wirklich noch an ihn zahlen :-D

Beitrag von simone_2403 11.11.10 - 22:15 Uhr

WIrst du auch nicht müssen denn (nehme ich an) die Kinder bei dir leben.Die werden dir dann sowieso mit angerechnet.

Ach...gugst du ;-) ich bin jetzt blind #rofl

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=16&tid=2892949&pid=18302545

Beitrag von gefrustetgetrennt 11.11.10 - 22:22 Uhr

Ja, die Kinder werden angerechnet, aber ich verdiene doch genug das bei Selbstbehalt 1 Erw. + 2 Kinder immer noch was übrig wäre.....

Beitrag von simone_2403 11.11.10 - 22:24 Uhr

Da gibt es Tricks das NIX übrig bleibt #schein

Beitrag von gefrustetgetrennt 11.11.10 - 22:36 Uhr

Unter Umständen poste ich dann wieder hier und bitte um solche Tricks #schein

Beitrag von simone_2403 11.11.10 - 22:46 Uhr

Dann aber per PN #schein#hicks

Beitrag von gefrustetgetrennt 11.11.10 - 22:52 Uhr

Ja, ist besser so :-D #schein

Beitrag von nick71 12.11.10 - 10:52 Uhr

"Er macht sich Strafbar denn bei uns in D gilt die Meldepflicht."

Nicht übertreiben. Wer sich nicht ummeldet, begeht keine Straftat, sondern eine Ordnungswidrigkeit.

Beitrag von simone_2403 12.11.10 - 11:13 Uhr

Korinthenkackerei.Schwierigkeiten gibts,so what

Beitrag von gefrustetgetrennt 12.11.10 - 12:50 Uhr

>>(1) Die Geldbuße beträgt mindestens fünf Euro und, wenn das Gesetz nichts anderes bestimmt, höchstens eintausend Euro.

Das ist wohl das geringste Problem bei der Sache, wie hoch wird die Strafe schon ausfallen wenn die Noch-Ehefrau und Kinder bei der gemeldeten Adresse zu finden sind und Auskunft geben können??