Wer hatte noch eine Wochenbettdepression

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Beitrag von jaci84 12.11.10 - 21:22 Uhr

Hallo ihr Lieben,
ich würde mich gerne mit Mamas austauschen, die auch eine Wochenbettdepression hatten. Wie verlief das bei euch? Wie seit ihr damit umgegangen? Wie schnell wars wieder weg? Ist denn die Gefahr groß, das die Depression allgemein wieder zurück kommt?
Bei mir fing es paar Tage nach der Geburt an. Da wir jedoch gleich mit der Hebamme eine Lösung suchten, haben wir das schnell in den Griff bekommen. Als das mit der Loveparade war, fiel ich wieder in ein Tief. Bekam plötzlich so Panik vor dem Tod, das ich meine Maus oder meinen Mann verliere etc. Jetzt ist es Abends so, das ich ab und an traurig werde, das ich mir Sorgen um meine Maus mache...sicherlich nicht so wie nach der Geburt, aber ich habe schon Angst, wieder rein zu rutschen. Wobei ich die Tabletten bei Bedarf nehmen kann, und die helfen mir auch.
Naja, jedenfalls würde ich mich freuen, wenn ihr mir euere Erfahrungen berichten könnt. Einfach zum austauschen.
Lg Jaci

Beitrag von nadi-25 12.11.10 - 21:47 Uhr

hallo!

hatte ein paar tage nach der geburt auch eine wochenbett....
das war ganz schlimm für mich! ich hatte das gefühl mein baby nicht genug zu lieben und mit der ganzen mutter rolle nicht klar komme!
habe da auch noch gestillt und fand es (sorry wenn ich das so sage) schrecklich. Keine ahnung warum.
Hatte jede nacht heul krämpfe und wusste nicht weiter.
Hab dann mit meiner hebi und meinem partner drüber geredet.
Da ging es mir vielllll besser. Er nahm mir dann auch sehr viel ab :-)

seit dem geht es eigentlich! habe aber auch angst das noc mal owas vor kommt!
nicht viele frauen reden über dieses thema! find es toll das jemand damit anfängt;-)

lg nadi+louis 3monate

Beitrag von jaci84 12.11.10 - 22:00 Uhr

Oja, ich hatte auch das Gefühl, mit der Mutterrolle nicht klar zu kommen und ich hatte Anfangs kaum Gefühle für die Kleine. Ich weiß auch nicht, ich hatte mich so auf sie gefreut und plötzlich war sie da. So hilflos und klein...und ich konnte mich irgendwie nicht mit ihr indentifizieren. ABER: meine Hebi meinte, das es Frauen gibt, die da gleich drin aufgehen und manchmal muss die Beziehung sich eben entwickeln und wachsen. Heute versteh ich das selber nicht mehr und liebe mein Kind über alles. Ich denke fast nur noch an sie und will ihr bestes...!

Genau, es reden nicht viele drüber und das finde ich schade. Ich habe mich auch geschämt, darüber zu sprechen, weil jeder meinte, man müsse jetzt doch sooo glücklich sein. Und ich war es nicht. Ich habe Celli die ersten Tage angelegt und fand es auch schrecklich. Das hat noch mal so viel Energie gebraucht, die ich gar nicht hatte. Mußte dann abstillen, wg den Medis und dann gings bergauf.

Beitrag von maija 12.11.10 - 22:00 Uhr

Ich hatte auch eine und sie hat über 2 Monate gedauert. Ich muss sagen, irgendwie ist das so ein Tabuthema - als frischgebackene Mama muss man halt alles rosarot sehen und überglücklich sein, alles andere ist ja nicht normal und wenn es einem schlecht geht, darf man das bloß nicht zeigen. So wie meine Mutter zu mir meinte: Sag doch sowas nicht, so schlimm kann es gar nicht sein...:-(

Nach einiger Zeit konnte ich mich wieder aufraffen, aber das war wirklich schwer und ich habe heute noch oft ein schlechtes Gewissen, dass mir sowas passieren konnte, obwohl ich weiß, dass das falsch ist.

LG!

Beitrag von anico 13.11.10 - 09:26 Uhr

hey jaci :-)

diesen babyblues habe ich auch unterschätzt. vor einer woche kam unsere süße auf die welt. schon im krankenhaus heulte ich fast ohne grund. zuhause brauchte mein mann nur etwas ganz witzig kleines falsches zu sagen und ich heulte. gestern heulte ich nur, weil ich meine kleine beim schlafen beobachtete. meine hebi meint, ich solle mit emienm mann reden, wenn´s mir schlecht geht und wenn ich mit meiner mom telefoniere, geht´s mir auch besser :-)

Beitrag von tineee79 13.11.10 - 20:22 Uhr

Hatte auch ne arge Wochenbettdepression. Allerdings fing die erst ein paar Wochen nach der Geburt an. Ich war einfach nur tottraurig. Hatte keine Lebensfreude mehr. Dann als meine kleine vier Monate alt war, hatte ich das ganze wieder, diesmal aber viel schlimmer. Hab dann Globulis von einer Homiopatin bekommen, die haben super geholfen. Zuerst hatte ich aber kurz nach der Einnahme eine Verschlimmerung, und dann wars weg.
Zugleich hab ich auch das erste Mal nach der Geburt wieder meine Tage bekommen, keine Ahnung warum und wieso aber ich glaube die Hormone darf man nicht unterschätzen.

Beitrag von medi31 13.11.10 - 20:53 Uhr

Liebe Jaci!
Bei mir hat sich dies nun nach dem zweiten Kind langsam angebahnt mit körperlichen Symptomen wie Schwindel, Übelkeit und Kopfschmerzen, Müdigkeit und Erschöpfung und anschließend jetzt auch mit Angstattacken. Nun versuche ich mit allen Mitteln dagegen anzukämpfen und ich glaube, ich habe dies nun recht gut im Griff, hoffe ich. Ich versuche optimistisch zu sein und nicht den Mut zu verlieren. Ich versuche mich zusätzlich mit Yogaübungen zu entspannen, nehme auch Globuli, ...
Ich wünsche dir viel Kraft und Energie, denke positiv! Versuche dich zwischendurch für einige Minuten richtig zu entspannen und an nichts zu denken. Suche dir ein Hobby, das du für kurze Zeit zwischendurch machen kannst, das nur für dich ist! Du musst jetzt an dich denken, und dich erholen! Verschiedene Atemübungen können auch gut sein zur Entspannung. Gönn dir zwischendurch ein entspannendes Bad und rieche an ätherischen Ölen, die zur Entspannung gut sind (Rose, Lavendel...). Lass dich von einem Spezialisten, einem Facharzt beraten, damit es dir schnell wieder besser geht und versuche, Hilfe anzunehmen! Es tut auch gut, zu wissen, dass so viele Leute für einen da sind und dich dabei unterstützen. Du bist nicht allein! Du wirst sehen, dann gehts dir bald wieder gut und du kannst das Mama-Sein sehr genießen!!
lg und alles Gute!